Mittwoch, 31. Dezember 2008

Kirchenkrippe in Bracht



Rezept zum Jahreswechsel



Zum Gelingen des neuen Jahres möchte ich euch heute ein Rezept vorstellen:

„Man nehme ein irdenes Gefäß, reinige es mit klarem Wasser der Erkenntnis
und reibe es aus mit dem scharfen Sand der Vergebung, man entferne Bitterkeit und Geiz, Kleinlichkeit und Angst, auf dass nichts Giftiges und nichts Verderbliches mit ins neue Jahr gerate!

Dann gebe man in dieses Gefäß:
5 Kilo Hoffnung,
denn ohne sie wäre der Start schon verpasst;
ein halbes Kilo Zufriedenheit,
denn ohne sie wäre jeder Tag eine Plage.
Ein halbes Kilo Gelassenheit
und ein halbes Kilo Ausgeglichenheit sind nötig,
sonst wäre jeder Tag zu stressig.
Geduld braucht es mindestens ebenfalls so viel
und einen gewaltigen Schuss Humor,
sonst wäre das neue Jahr nicht zu ertragen.
Eine Prise Rücksicht und Demut sollte auch nicht fehlen,
denn du bist nicht der Nabel der Welt.
Eine Portion Optimismus braucht es,
sonst versinkst du ins Grübeln.
Das Ganze rühre man fleißig um und
gebe immer wieder vom Öl des Gottvertrauens dazu!

Man erwärme alles auf dem Feuer der Liebe
und achte sorgfältig darauf,
dass der Inhalt nicht erkalte.

Wenn du täglich
mit dem Löffel der Beharrlichkeit ein kräftiges Gebet dazu fügst,
wird der Schimmel der Verzagtheit nicht aufkommen,
das Jahr wird nicht verdunkelt,
vielmehr wird Zuversicht deine Tage hell machen
und Gottes Segen dich begleiten“.

Gottes Segen für das Neue Jahr 2009 wünscht von Herzen

Der Webmaster, Rektor von Bracht&Maspelt, Ludwig Hilger

Dienstag, 30. Dezember 2008

Kirchenkrippe in Oudler



Anita Michaelis: Küsterin in Bracht

Seit 23 Jahren ist Anita Michaelis-Maraite - neben dem Heiligen Geist - der gute Geist in der Kirche in Bracht. Als Küsterin bereitet sie die Kapelle für liturgische Feiern vor und sorgt sich um den Blumenschmuck. Die Liebe zu diesem Dienst sieht man ihr an, wenn man ihr bei der Arbeit zuschaut. Natürlich hat sie auch schon mal Stress, denn neben der Kirche hat die gelernte Altenpflegerin noch eine Familie zu versorgen.

Anita Michaelis erinnert sich noch gut daran, wie sie zu dieser Tätigkeit kam. Der damalige Rektor Franz Jaegers beauftragte sie ab und zu schon einmal mit dem Tränken der Blumen in der Kirche. Sie hat diese Arbeit allem Anschein nach so gut gemacht, dass sie bald schon größere Verantwortung übertragen bekam. Inzwischen sind 23 Jahre ins Land gezogen und die Brachter können sich ihre Kirche ohne Anita kaum vorstellen.

Viele schöne Erinnerungen verbindet Anita Michaelis mit ihrer langjährigen Tätigkeit in der Kirche. Obwohl es nicht immer nur „schöne“ Einsätze sind. Der Dienst bei Beerdigungen gehört nämlich genauso dazu, wie die Arbeit an „schönen“ Tagen etwa bei festlichen Gottesdiensten an Weihnachten und Ostern, Taufen oder Hochzeiten.

Neben ihrer Tätigkeit als Küsterin singt sie mit im Kirchenchor, stimmt in den Werktagsgottesdiensten die Lieder an und ist auch sonst immer bereit zum mitmachen, wenn es darum geht ein Fest vorzubereiten.

Jede Woche Freitagabend, Wochentagsmesse, 14-tägig Sonntagsgottesdienst, Anita kennt keinen Leerlauf. Gewissenhaft und auf die für sie so typische unauffällige und bescheidene Art leistet sie ihren Dienst. Und so hoffen und wünschen wir uns in Bracht, dass wir Anita noch lange behalten.

Im Namen aller Brachter möchte ich ihr meinen Dank und meine Anerkennung für ihren treuen Dienst aussprechen.

Ludwig Hilger, Rektor von Bracht und Maspelt

Montag, 29. Dezember 2008

Für Trauernde da sein


„Wer ist da für die Trauernden?“

Zu dieser Thematik bietet der ' Arbeitskreis kirchlicher Erwachsenenbildung' (AKE) im Januar 2009 wieder ein Wochenende in der Bildungsstätte Kloster St. Raphael in Montenau an und zwar von Freitag, 9.Januar 2009 um 18 Uhr bis Sonntag 11.um 15 Uhr 30.

Alle Menschen, die Trauer besser verstehen und Trauernde besser begleiten wollen sind zu dieser Tagung herzlichst eingeladen.

-Was leben Menschen nach dem Tod eines Nahestehenden?
-Wie lange kann Trauer dauern?
-Wie sollte ich einem trauernden Menschen begegnen?
Für solche und ähnliche Fragen gibt es in diesem Seminar Zeit und Raum.

Das Wochenende ist auch eine Gelegenheit sich einmal mit dem Thema „ Tod' auseinander zu setzen. Fritz Roth, der bekannte Bestatter aus Bergisch Gladbach sagte im vergangene Jahr auf einem Forum in Eupen: „Wenn wir die Realität des Todes begreifen dann können wir dem Leben wieder mehr Würde und Dynamik geben“.

Die Teilnehmerzahl zu dieser Veranstaltung ist begrenzt.

Interessierte erhalten gerne weitere Auskünfte bei den Kursleiterinnen:
Margot Piel- Herren: Tel. 087/554436
Marita Hilgers- Dahmen: Tel. 087/657180

Kirchenkrippe in Lengeler

Sonntag, 28. Dezember 2008

Spruch des Tages




Wer seinen Nächsten verurteilt,
kann irren;
wer ihm verzeiht, irrt nie.

(Karl Heinrich Waggerl)


Kirchenkrippe in Steffeshausen

Samstag, 27. Dezember 2008

Kirchenkrippe in Grüfflingen

Zum Fest der Heiligen Familie


Zur Menschwerdung des ewigen Wortes gehört die Realität einer menschlichen Familie. Zur Menschheit Jesu gehört die Erfahrung von Geborgenheit und Annahme. Zu ihr gehört die Erfahrung, lernen zu müssen, was Zusammenleben auf engstem Raum vom Einzelnen verlangt. Zu ihr gehört auch das Aushalten von Not und Mangel bis hin zu der Erfahrung, wie kostbar Solidarität und menschliche Anteilnahme in schweren Stunden sein können.

So meine ich: Wir sollten mit diesem Fest der Heiligen Familie von damals den Dank an Gott verbinden für alle heiligen und weniger heiligen Alltagsfamilien heute. Behalten wir uns angesichts des Geredes über kaputte Ehen und Familien den Blick für die Wirklichkeit der vielen gelingenden Ehen und Familien, von denen unsere Gesellschaft lebt. Und auch dort, wo menschliche Schuld, manchmal auch ein unverschuldetes Geschick Ehen zerstört und Familien ins Schleudern bringt: Wir haben kein Recht, ausschließlich auf das Kaputte und das Misslingen von Beziehungen zu schauen.

Wir dürfen feiern, was Gott auch heute schenkt: dass ein Mann und eine Frau in Treue zueinander stehen, dass sie Kindern das Leben schenken und ihnen helfen, ins Leben hineinzuwachsen, dass jüngere für ältere Familienmitglieder sorgen, manchmal bis hin zu einem heroischen Durchhalten von Dienstleistungen über Jahre hinweg, etwa bei Pflege und Krankheit. Wir dürfen feiern, dass Gott in sakramentalen Ehen Menschen die Gnade schenkt, durch diese Verbindung die Treue Christi zu seiner Kirche für uns alle aufleuchten zu lassen.

Es ist ein Segen, dass es Familie gibt. Und dass es dort auch chaotisch zugehen kann, dass es dort auch Neurotisches und Krankhaftes, ja sogar Verbrechen geben kann – das alles darf uns nicht abhalten, die Familie zunächst einmal als ein Geschenk Gottes für uns Menschen anzusehen, geheiligt durch das Leben des Gottessohnes in einer menschlichen Familie zu Nazareth, geheiligt durch den Glauben und die Geduld und die Alltagsliebe so vieler christlicher und auch nichtchristlicher Menschen. Auch heute noch finden unzählige Menschen in Ehe und Familie ihr eigenes Glück und auch heute noch werden unzählige Menschen in ihren Familien zum Segen für ihre Angehörigen. Heute – am letzten Sonntag des Jahres ist eine gute Gelegenheit, dafür einmal bewusst Gott zu danken.

Bischof Joachim Wanke, Erfurt
Aus der Predigt am Fest der hl. Familie am Silvestertag 2006 im Erfurter Dom
Quelle: www.bistum-erfurt.de/aktuell

Es ist ein Segen, dass es Familie gibt

Herr, welch ein Segen ist es,
nach Hause kommen zu dürfen,
die Füße unter den Tisch zu stellen und das Mahl zu genießen,
das uns bereitet wurde.
Herr, welch ein Segen ist es,
eine Wohnung zu haben, in der ich mich wohl fühle,
in der es warm und gemütlich ist
und in der ich sein darf, wie ich bin.
Herr, welch ein Segen ist es,
geborgen zu sein, eine Familie zu haben
und füreinander einzustehen,
auch wenn wir uns manchmal auf die Nerven gehen.
Komm, Herr, sei bei uns, wohne mit uns.
Halte die Balance des Friedens und des Verstehens,
der Rücksichtnahme und der gegenseitigen Achtung.
Komm, Herr, sei bei uns, und wohne mit uns. Amen.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Die Pfarre Reuland feiert ihren Pfarrpatron

Der Kontrast zwischen dem Gesang der Engel und ihrer Botschaft des Friedens gestern und der Ermordung des Stephanus heute könnte nicht größer sein. Leben und Sterben liegen oft sehr nah beieinander. Gestern noch feierten wir die Geburt des göttlichen Kindes im Stall von Betlehem. Heute schon feiern wir den Gedenktag des ersten Märtyrers, der für das Bekenntnis zu diesem Kind sein Leben ließ. Der Hl. Stephanus starb für die Überzeugung, dass mit Jesus Gott selbst in die Welt kam.

Die Parallelen zwischen seinem Tod und Jesu Tod sind überdeutlich. Beide sind für die Wahrheit des Glaubens eingetreten und haben für diese Wahrheit ihr Leben hingegeben. Stephanus hat wie Jesus im Angesicht des Todes Gott um Erbarmen für seine Verfolger gebeten. Ein Mensch mit christusähnlichem Antlitz. Solch ein Mensch der Liebe und der Wahrheit kann den Himmel offen sehen, der für andere verschlossen bleibt.

Im 21. Jahrhundert ist ein solches Bekenntnis zwar normalerweise nicht mehr tödlich. Dennoch braucht es manchmal Mut, dazu zu stehen, dass man als Christ oder Christin an Jesus, den Sohn Gottes, glaubt.
Furchtlose Menschen wie Stephanus sind daher Vorbilder auch für unsere Zeit.

Wer sich an ihnen orientiert, wird auch dann "Ja" zu Christus sagen, wenn die Lichter am Christbaum erlöschen und der Weihnachtsglanz dem Alltag weicht.

Mehr zu diesem Heiligen Hier: www.heiligenlexikon.de

Wenn ich Stephanus hieße

Wenn ich Stephanus hieße, würde ich meinem Namenspatron alle Ehre machen. Dann würde ich mich wie er sozial engagieren. Richtig, nicht bloß so ein bisschen sozialen Touch. Nein, ganz praktisch.
Wenn ich Stephanus hieße, dann wäre ich Diakon. Nicht mit Weihe, aber der Haltung nach. Wenn ich Stephanus hieße, wäre ich Zeuge. Dann kriegte ich Ärger, weil ich Christ bin. Im Betrieb etwa.
Dann würden die Leute merken, dass ich Profil habe und Biss. Dass ich nicht alles mitmache, dass es irgendwo Grenzen gibt für mich. Von meinen Werten her.
Und ich würde kein Hehl daraus machen, warum. „Weil ich Christ bin", würde ich sagen. Auch wenn sie mich dann mitleidig belächeln und mich nicht mehr einladen zu ihrer Sylvesterparty. Oder wenn sie mich bei der Beförderung übergehen. Das nähme ich in Kauf. Da hätte ich meinen Stolz. Auch wenn sie Steine werfen würden. Dann erst recht. Ich würde nicht umkippen. Ich bliebe ein Zeuge. Ich bliebe konsequent. Wenn ich Stephanus hieße.
„Ach wie gut, dass jeder weiß, dass ich doch nicht Stephanus heiß!"

(nach: Hermann Josef Coenen, Und dennoch bleibe ich, Patmos Verlag, Düsseldorf 1993)

Das Weihnachtsfest der Tiere

Die Tiere diskutierten wieder einmal über Weihnachten. Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. "Na klar, Gänsebraten !", sagte der Fuchs. "Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?". "Schnee!", erwiderte der Eisbär. "Viel, viel Schnee!", und er schwärmte verzückt "Weiße Weihnachten! - einfach herrlich ! "

Das Reh aber sagte: "Ich brauch' einen Tannenbaum ! Sonst kann ich nicht Weihnachten feiern". "Aber nicht zu viele Kerzen!", heulte die Eule. "Schön schummerig und gemütlich muss es sein. Stimmung eben ist die Hauptsache !". "Aber mein neues Kleid muss man sehen !", sagte daraufhin der Pfau. "Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten . Und Schmuck !", krächzte die Elster. "Jedes Jahr Weihnachten kriege ich was ! Ein Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten."

"Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen !", brummte der Bär. "Das ist doch die Hauptsache. Wenn es das nicht gibt und alle die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten! "Mache es doch wie ich ! ", sagte der Dachs "Schlafen, nur Schlafen und das ist das Wahre -Weihnachten heißt für mich, mal richtig auszuschlafen.

"Und saufen !, ergänzte der Ochse, "mal richtig einen saufen und dann schlafen !" Aber dann schrie er auf einmal : "Au !" Der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt. "Du Ochse ! Denkst du denn nicht an das Kind ?" Daraufhin senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte "Das Kind ? Ja, das Kind ! Das ist doch die Hauptsache ! Übrigens, "fragte er dann den Esel "Wissen das die Menschen eigentlich auch ?"

(Herkunft unbekannt)

Außenkrippe in Bracht




Mittwoch, 24. Dezember 2008

Frohe Weihnachten

Konzert und Krippenspiel in Aldringen

Die Christmette in Aldringen wird heute Abend um 18,30 Uhr eingeleitet durch ein besinnliches Weihnachtskonzert. So können wir uns einstimmen lassen auf die Feier der Geburt Jesu um 19,00 Uhr. Mitwirkende sind an diesem Abend 'Cantica' und die 'Cinderellas', unter der Leitung von Ingrid LENTZ-Hahn, sowie die Krippenspielgruppe, die Tanzgruppe und viele, viele andere Helfer hinter den Kulissen. - Ein Erlebnis, das wir uns nicht entgehen lassen sollten.

Die Fotos aud dieser Seite zeigen einmal die Gruppe 'Cantica',
sowie Aufnahmen der Krippenlandschaft von Aldringen.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Der neue Pfarrbrief Für den Monat Januar ist da!





Gottesdienstordnung für Januar

Klicken Sie Hier

Die Sternsinger kommen



In den kommenden Tagen werden Jungen und Mädchen als Sternsinger durch die Dörfer ziehen. Sie freuen sich, wenn ihr ihnen die Tür öffnet. Sie möchten singen, den Häusern den Segen anzeichnen und für Projekte sammeln, die Kindern weltweit überleben helfen.

Herzlichen Dank für eure Freigebigkeit!

Montag, 22. Dezember 2008

Weisheit des Tages ...


Es ist sehr fraglich,
ob Gänse, Karpfen und Truthähnedas Weihnachtsfest als Erlösung betrachten.
Gerrit Vissers (1887-1952)

Die 4 Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, daß man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden". Ihr Licht wurde immer kleiner und erlosch.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüßig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen." Ein Luftzug brachte die Kerze zum Erlöschen.

Traurig und leise meldete sich die dritte Kerze: "Ich heiße Liebe, aber ich habe keine Kraft mehr. Die Menschen sehen sich nur noch selber und nicht die anderen, die sie liebhaben sollen." Mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht erloschen.

Da kam ein Kind ins Zimmer herein und fing fast zu weinen an: "Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein"!

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort: "Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!"

Da nahm das Kind diese Kerze und zündete mit ihrer Flamme auch die anderen Kerzen wieder an.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Es ist ein Ros' entsprungen

Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor … Ein vertrautes Bild, vertrauter noch, wenn wir es in den Worten des Weihnachtsliedes ausdrücken: „Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art“. Isai, lateinisch Jesse, war der Vater des Königs David, der Stammvater des Hauses David gewissermaßen. Aus diesem Haus und Geschlecht Davids, das politisch bereits abgestorben scheint, wächst ein junger Trieb heraus, der es zu neuer Blüte führt.

Die Christen haben dieses Bild auf Jesus übertragen, die Blüte aus dem Geschlecht Davids. Im Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“, ist Maria dieser junge Zweig, das Reis oder Ros‘, das die Blüte, Jesus Christus hervorbringt. Und hat sich diese Prophezeiung nicht tatsächlich in Jesus erfüllt? Der Geist des Herrn lässt sich auf ihn nieder … er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes wie es recht ist … er steht da als Zeichen für die Nationen

Die Adventszeit als Zeit der Bereitung auf das Kommen Gottes in unsere Welt fordert uns auch auf, darauf zu schauen, was in uns neu zum Blühen gebracht werden kann. Der folgende Text kann uns dabei behilflich sein zu schauen, wo und wie wir dem Geist Gottes, der sich auf uns in Taufe und Firmung niedergelassen hat, Raum geben können, so dass die Menschen etwas von Gottes Kraft und Gegenwart in dieser Welt spüren.

Da kommt Einer - und Du übersiehst ihn!
Da geht Einer auf Dich zu - und du bist verschlossen!

Da klopft Einer bei Dir an - und Du verschläfst ihn!
Da tritt Einer bei Dir ein - und Du bist außer Haus!
Da wohnt Einer bei Dir - und Du wirfst ihn raus!

Da will Einer sich mitteilen - und Du schneidest ihm das Wort ab!

Da wartet Einer auf Dich - und Du zeigst ihm den Rücken!

Da fragt Einer um Hilfe - und Du verhärtest Dein Herz!

Da lässt Einer Geschenke zurück - und Du vergräbst sie!

Da hat Einer unendlich Zeit - und Du bist nie zu sprechen!

Da bringt Einer Ruhe - und Du bist zerstreut!

Da kommt Einer - und Du siehst nur Dich!

Solange Er immer noch kommt - kannst Du Dich ändern!

(Autor unbekannt)

Samstag, 20. Dezember 2008

„Nur“ Vorbereitung?

Weihnachten kommt von alleine. Jedes Jahr immer wieder. Aber ob wir bereit dafür sind, das liegt an uns. Es gilt, dieses Fest vorzubereiten. Es gilt, sich bereit zu halten, damit mehr passieren kann als nur feierliche Festtage.

Weihnachten braucht Vorbereitung. Jedes Fest braucht eine lange Vorbereitung und ist doch so schnell vorbei. Mir ist bewusst geworden, dass alles, was wir tun, erleben und feiern eine Vorbereitung erfordert. Und immer ist die Vorbereitung länger, größer und anstrengender als das Ereignis selbst.

Wenn ich eine Veranstaltung habe, muss ich sie vorbereiten, wenn ich eine Sitzung habe, muss ich sie vorbereiten, wenn ich unterrichte oder einen Vortrag halte, dann muss ich mich vorbereiten. Der eigentliche Akt ist dann viel kürzer als die Vorbereitung. Das kann manchmal auch ganz frustrierend sein: So viel Zeit investiert - und dann ist das Ergebnis so klein …

Aber mir ist deutlich geworden, wie wertvoll und wichtig die Vorbereitung ist. Unser Augenmerk liegt sehr oft nur auf dem Ergebnis, auf der (großen) Aktion - und die Vor-bereitung muss halt sein. Sie kriegt keinen eigenen Wert, wird gar nicht richtig gewürdigt. Dabei ist sie das Entscheidende.

Wenn ein großes Projekt fertig wird, dann haben viele Menschen im Vorfeld wichtige Vorbereitungen getroffen, Informationen eingeholt, Schwierigkeiten bedacht und vieles mehr. Die Lorbeeren streicht derjenige ein, der es eröffnet.

Wenn wir unseren Tag durchgehen, dann meinen wir manchmal nichts geschafft zu haben, weil wir ja „nur“ vorbereitet haben. Wenn wir hingegen etwas präsentieren konnten, sind wir zufrieden.

Montag, 15. Dezember 2008

50 jähriges Priesterjubiläum von Pastor Willi Kessel

Unter großer Anteilnahme der Pfarrangehörigen von Burg-Reuland, Steffeshausen und Ouren, seiner Familie, sowie vieler Gäste von nah und fern, feierte Pfarrer Willi Kessel am Sonntag sein Goldenes Priesterjubiläum.

Er wurde durch die Priester des Dekanats St. Vith, sowie dem ehemaligen Direktor der Bischöflichen Schule, Josef Pankert, dem in Oudler geborenen Priester Carl-Heinz Calles und Friedo Lenz, aus Auel stammend, vom Pfarrhaus zur Kirche begleitet. Der Musikverein Reuland-Lascheid begleitete den Festzug auf dem kurzen Weg dorthin.

Nachdem Sonja Kohnen im Namen der Kontaktgruppe des Pfarrverbands Reuland den Jubilar und die Christengemeinde begrüßt hatte, Überbrachte Herr Dechant Jean Pohlen Glückwünsche des Bischofs. Dieser dankte dem Jubilar für seine segensreiche Tätigkeit im Weinberg des Herrn. In seiner Festpredigt ging Dechant Jean Pohlen auf die Frage ein: "Was ist ein Priester" und beantwortete sie vom Tagesevangelium ausgehend, indem er formulierte: ...der Priester ist, wie Johannes der Täufer in der Wüste, der Mund Gottes. Nicht der Priester steht im Mittelpunkt, sondern das was er zu sagen und zu verkünden hat, das Wort Gottes. Er ist Gottes Mund. Er weist von sich selbst weg, auf einen anderen hin ...

Der Festgottesdienst wurde gesanglich umrahmt von den Kirchenchören Burg Reuland und Steffeshausen. Nach dem Dankgottesdienst geleitete der Musikverein ‘Musica Nova‘ den Jubilar zum Saal Richter-Scholtes wo ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm auf die Festgesellschaft wartete. Mehr als 30 Vereine und Vereinigungen der drei Pfarrgemeinden sowie die Gemeindeschulen von Reuland und Lascheid sorgten für ein buntes Programm, aber auch für einen reibungslosen Ablauf, indem sie die verschiedensten Dienste übernahmen, so dass der Jubilar und seine Gäste sich wohlfühlen konnten. Erni Steils führte durch das Programm unterstützt von Willi Östges, welcher, als Koordinator des Festes, im Vorfeld viel und gute Arbeit geleistet hat.

Das Fest fand seinen Ausklang bei einem Abendessen des Jubilars mit seiner Familie und geladenen Gästen. Die Pfarren Burg Reuland, Steffeshausen, Ouren und das Rektorat Bracht-Maspelt wünschen dem Jubilar weiterhin viel Freude als Priester, bei guter Gesundheit.

Eine umfangreiche Fotoserie sehen sie HIER

Advents- und Weihnachtskonzert des Kirchenchores in Burg-Reuland

Wie alle Jahre am 3. Adventssonntag üblich, veranstaltete der Kgl. Kirchenchor St. Stephanus Burg-Reuland ein großes Konzert. In diesem Jahr wirkten neben dem Kirchenchor St. Stephanus Reuland, der durch einige Mitglieder des Kirchenchores St. Hilarius Bracht-Maspelt Verstärkung erfahren hatte, ebenfalls der Kirchenchor Lützkampen, der Männerchor Großkampen und der Singkreis Leidenborn mit. Sie standen unter der Leitung von Toni Kandels sowie dessen Tochter.

Als Gastverein trug der Kgl. Musikverein Eifeltreu Lommersweiler, unter Leitung von Rolf Hagelstein zum Gelingen des Abends bei.

Weitere Fotos vom Abend sehen Sie: Hier

Samstag, 13. Dezember 2008

Herzlichen Glückwunsch, Herr Pastor!


Wort Gottes für den Tag - Sonntag, 14. Dezember

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört. Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt! Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt. Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.(1 Thess 5,16-24)
Seit vielen Jahrhunderten heißt der 3. Adventsonntag „Gaudete“, d. h. Freuet euch. Und der Grund für diese Freude heißt: Der Herr ist nahe.

Der das verkündet, Paulus, hätte allen Grund, traurig und mutlos zu sein: Er sitzt im Gefängnis wegen seines Glaubens und weiß nicht, ob es noch Zukunft für ihn gibt. Aber Paulus sieht, wie immer, weiter. Diese jubelnde Freude ist die Freude aus einer anderen Welt, die Freude über die Ankunft Gottes.

Der dritte Advent setzt ein großes »Trotzdem« gegen all die Traurigkeit, die sich in unserem Leben angesammelt hat: gegen den glanzlosen Alltag, das Einerlei, die Mühen, Sorgen, Ängste, die wir mit uns schleppen!

Wenn ich achtsam und aufmerksam bin, werde ich jeden Tag etwas finden, worüber ich mich
freuen und wofür ich danken kann. Bitten wir Gott, er möge in uns das große »Trotzdem« der Freude aufrichten, damit er ankommen kann in unserem Advent, damit wir die Freude aus der anderen Welt in diese oft so traurige, hoffnungsarme Welt hinein strahlen!
(aus: Laacher Messbuch 2009, S.43)

Freitag, 12. Dezember 2008

Adventsfeier der Landfrauen in Auel


Auch dieses Jahr luden die Landfrauen Auel-Steffeshausen wieder zur gemütlichen Adventsfeier ins Vereinshaus nach Auel ein. Neben den Mitgliedern durften auch dieses Jahr Pastor Willi Kessel und Kaplan Ludwig Hilger sich über eine Einladung freuen, welcher die beiden denn auch gefolgt waren. Ein Stehempfang, zu Beginn, bot Gelegenheit zum Austausch in ungezwungenem Rahmen. Schließlich wurde zu Tisch gebeten.

Nach einer kurzen Besinnung durch Kaplan Hilger und der daran anschließenden Begrüßungsrede von Marie-Thérèse Kaut gab es ein ausgezeichnetes Essen. Die Landfrauen und ihre beiden Gäste erwartete ein bunter Abend, der aber zu keiner Zeit hektisch verlief, sondern vor allem die Gemütlichkeit hatte Vorrang.

Jeder Gast und jede Landfrau erhielt außerdem ein Geschenk zum Abschied. Ein gelungener Abend, der auf seine Fortsetzung im nächsten Jahr wartet ...

Für weitere Fotos klicken Sie: hier

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Die Kontaktgruppe des Pfarrverbands Reuland stellt sich vor

Weshalb Kontaktgruppen ?

An der Neustrukturierung und Neugestaltung des Pfarrlebens führt - auch wenn wir noch so nostalgisch zurückblicken mögen - kein Weg vorbei, In unserem Bistum trägt das Projekt der Pfarrerneuerung den Namen "Baustelle Pfarren". Die stark rückläufige Zahl der Priester ist für die konsequente Umsetzung dieses Projektes ebenso ausschlaggebend wie die fundamental veränderte Situation des Glaubens heute. Die Kirche steht zwar immer noch mitten im Dorf, aber sie ist nicht mehr der Mittelpunkt des Dorfes... weiterhin Salz der Erde und Licht der Welt sein wollen, niüssen wir uns der neuen Situation beherzt stellen im festen Vertrauen darauf, dass Jesus Christus als Bauherr seiner Kirche mit uns auf dem Weg in eine neue, noch ungewisse Zukunft ist. Nach der offiziellen Festlegung der neun Pfarrverbände für das deutschsprachige Gebiet durch unseren Bischof sollten sich in allen Pfarren die neuen Kontaktgruppen bilden.

Die Aufgabe der Kontaktgruppe

Die Aufgabe der Kontaktgruppe besteht darin, Sorge zu tragen für das kirchlich-christliche Leben vor Ort, d. h. in der jeweiligen Ortsgemeinde (Pfarre). Die Mitglieder einer Kontaktgruppe müssen nicht alles selber tun, sondern sie achten darauf, dass alles, was das kirchlich-religiöse Leben einer Pfarrgemeinde umfasst und ausmacht, getan wird und geschieht, Dabei ist die jeweilige Kontaktgruppe nicht auf sich selber gestellt, sondern sie nimmt diese Aufgabe wahr in enger Partnerschaft mit dem für die Pfarre zuständigen Pastor und dem künftigen Pastoralteam (seiner Mitarbeiterequipe) sowie in Partnerschaft mit den anderen Kontaktgruppen des Pfarrverbandes. Um die vielfältigen Dienste und Aufgaben in Katechese, Diakonie und Liturgie wahrzunehmen, ermutigt die Kontaktgruppe Mitchristen, sich für den ein oder anderen Dienst zur Verfügung zu stellen. Dazu sind ihre Mitglieder in besonderer Weise geeignet, da sie in der jeweiligen Pfarre leben und somit die Menschen vor Ort kennen.

Die Mitglieder der Kontaktgruppe
Im Unterschied zu den bisherigen Pfarrgemeinderäten sind die Kontaktgruppen keine beratenden Gremien, sondern sie setzen sich aus Pfarrmitgliedern zusammen, die echte Verantwortung in den Bereichen Katechese, Diakonie und Liturgie übernehmen. Um dies zu tun, müssen sie ein „Gespür“ haben für den Bereich, für den sie verantwortlich sein werden. Anders ausgedrückt : Er sollte ihnen in besonderer Weise „am Herzen liegen“... Wer für diesen oder jenen Bereich Verantwortung übernimmt, muss wissen, was zu dem jeweiligen Bereich gehört. Er muss die Menschen kennen, die in diesem Bereich arbeiten und engagiert sind.

Um ihren wichtigen Auftrag im Dienste der Kirche und der Mitchristen gerecht zu werden, ist es von größter Wichtigkeit, dass sich die Mitglieder der Kontaktgruppe als eine Mannschaft, ein Team verstehen, das eng zusammenarbeitet und entsprechend um eine gute interne Kommunikation, um Offenheit gegenüber den Pfarrangehörigen und ihren Anliegen sowie um eine echte Partnerschaft und Zusammenarbeit mit dem Pastor (dem Pastoralteam) und den anderen Kontaktgruppen des Pfarrverbandes bemüht ist.


Möchten Sie den vollständigen Text lesen und die Fotos der Mitglieder der Kontaktgruppe sehen? Klicken Sie: hier

Montag, 8. Dezember 2008

Die Angst der Kerze


Eines Tages kam ein Zündholz zur Kerze und sagte: "Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden." "O nein!" erschrak da die Kerze. "Nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt! Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern!" Und sie begann zu weinen.

Das Zündholz fragte: "Aber willst du denn dein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne je gelebt zu haben?" "Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften", schluchzte die Kerze unsicher und voller Angst.

"Das ist schon wahr." entgegnete das Zündholz. "Aber das ist doch auch das Geheimnis unserer Berufung: Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig. Zünde ich dich aber nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, das Feuer zu entfachen. Du bist die Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken. Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht. Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitertragen. Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben."

Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung: "Ich bitte dich, zünde mich an."

Verfasser unbekannt

Sonntag, 7. Dezember 2008

Goldenes Priesterjubiläum von Pastor Willi Kessel

Am Sonntag, dem 14. Dezember feiern die Pfarren Burg-Reuland, Steffeshausen und Ouren ihren Pfarrer. Vor 50 Jahren empfing er aus den Händen des weißrussischen Flüchtlingsbischofs Boleslas Sloskans die Priesterweihe. Mehr dazu diese Woche hier in diesem Blog.

Am kommenden Sonntag um 13,45 Uhr geleitet die Festgemeinde den Jubilar vom Pfarrhaus zur Pfarrkirche, wo er mit den Priestern des Dekanates einen Dankgottesdienst feiert. Anschließend, um 15,30 Uhr findet eine weltliche Feier im Saal Richter-Scholtes statt.

Herzliche Einladung an alle Einwohner der drei Pfarren Burg-Reuland, Steffeshausen und Ouren, sowie des Rektorats Bracht-Maspelt.





Samstag, 6. Dezember 2008

Heute kommt der Nikolaus

Es begann so:Einmal fand ich eine Rose
an der Windschutzscheibe meines Autos.
Eine rote Rose,
sie klemmte hinter dem Scheibenwischer.
Kein Zettel dabei, keine Nachricht, kein Absender.
Aber ich war beflügelt,
in Gedanken bei einem heimlichen Verehrer
oder einem gewitzten Freund,
bei einem begeisterten Blumenliebhaber
oder einem, der einfach nur seine Rose weitergeben wollte.
Mit einem Lächeln schwebte ich durch den Tag.
Heute werde ich Rosen kaufen.
Und sie hinter die Scheibenwischer einiger Autos klemmen.
Oder ein paar Nikoläuse in Briefkästen verteilen.
Vielleicht auch einen Stern an die Türen meiner Nachbarn hängen.
Und dann werde ich mir vorstellen,
dass der eine oder die andere überrascht ist.
Sich freut und gute Laune bekommt.
Weil jemand an ihn gedacht hat.
Weil sie schon lange keinen Nikolausgruß mehr bekommen hat.
Oder den Nikolaustag ganz vergessen hatte.


Susanne Niemeyer
www.anderezeiten.de

Freitag, 5. Dezember 2008

Adventsaktion MITEINANDER T E I L E N

An diesem Wochenende, 6. und 7. Dezember, findet in den Pfarren Reuland, Steffeshausen und Ouren die Kollekte zu Gunsten von ‘MITEINANDER T E I L E N‘ statt, in den übrigen Pfarren des Pfarrverbands am Wochenende des 13. und 14. Dezember.

Alljährlich startet ‘MITEINANDER T E I L E N‘ seine Adventsaktion, deren erklärtes Ziel es ist, der Armut und Ausgrenzung hier in unserer Gemeinschaft entgegen zu wirken. Im Rahmen dieser Kampagne möchten ‘MITEINANDER T E I L E N‘ unter anderem hiesige Projekte, welche in diesem Sinne arbeiten, finanziell unterstützen, und zwar dank Ihrer Hilfe, denn: ohne Ihre Spende für die Adventsaktion wäre dies schlichtweg nicht möglich!

Seit seiner Gründung unterstützt ‘MITEINANDER T E I L E N‘ im Auftrag der belgischen Bischöfe soziale Initiativen und Projekte mit dem Ziel, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungen zu fördern, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht.

Die Diesjährige Aktion steht unter dem Motto: ‘Armut macht krank‘. In der Tat ist es so, dass schlechte Wohnbedingungen oder unausgeglichene Ernährung den Körper krank machen. Viele Menschen kranken nicht alleine wegen medizinischer Ursachen, sondern auch weil sie einsam sind, ihren Alltag nicht bewältigen können, sich in ihrer Umgebung nicht zurechtfinden, sich ausgegrenzt fühlen und somit Betreuung, Ratschläge, Orientierung, Unterstützung, Solidarität oder Freundschaften brauchen. Auch wird die Gesundheitspflege immer kostspieliger und ist somit immer weniger Menschen zugänglich, während andere sich verzweifelt verschulden, um sich eine notwendige medizinische Intervention doch „leisten zu können“.


Folgende Projekte werden unterstützt:

* AG INTERKULTURELLER DIALOG - Projekt „Hand in Hand“
* NETZWERK SÜD - „Sucht und Umgang mit Konsumenten“
* S.I.A. - Projekte "Kaufgruppe" und "WG-Renovierung"
* DER PSYCHIATRISCHE BEGLEITDIENST
* FRAUENLIGA - MULTIKULTURELLES DEUTSCHATELIER FÜR FRAUEN
* CAJ JUGENDTREFF - VIERTELHAUS CARDIJN
* AZ EPHATA - NACHHILFESCHULE





Donnerstag, 4. Dezember 2008

Heute 500. Besucher in diesem Blog


Heute besuchte der (die)
500. Besucher (in)
diesen Blog,
seit seiner Gründung vor 2 Monaten.

Herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Barbarazweige: Frühjahrsblüte zur Weihnachtszeit

Am 4. Dezember ist Barbara-Tag! Nach einem alten Brauch schneidet man an diesem Tag Zweige, um sie bis Weihnachten zum Blühen zu bringen. Bevor es richtig kalt wird, werden jetzt ohnehin Obstbäume und Ziersträucher ausgelichtet. Dabei fallen meist genügend Zweige dafür ab. Doch nicht alle Gehölze eignen sich zum Antreiben. Neben Süß- und Zierkirsche blühen auch Forsythie, Weidenkätzchen, Hasel sowie Kornelkirsche zuverlässig.
Achten Sie darauf, dass Sie nur Zweige von zwei- bis vierjährigem Holz nehmen. Einjähriges Holz hat meist nur wenig Blütenknospen.

Damit die Zweige sicher aufblühen, legt man sie nach dem Schneiden in ein Wasserbad von rund 35° C. Acht bis zwölf Stunden lang sollten sie darin bleiben. Die Wärme sorgt dafür, dass Blockadestoffe in den Blütenknospen abgebaut werden. Anschließend schneidet man die Zweige lang und schräg an und stellt sie in eine Vase.

Damit sie schon bald blühen, lohnt es sich, die Zweige ein bis zwei Mal täglich mit Wasser einzusprühen. Noch günstiger ist eine Folienhaube. Damit die Zweige nicht anfangen zu faulen, sollten Sie etwas Holzkohle mit ins Blumenwasser geben. Es wirkt desinfizierend!
Illustration: Gebhardt, Horst


Hl. BARBARA -Legende

Barbara war eine Königstochter, die zum christlichen Glauben wechselte. Der Legende nach ließ ihr Vater sie deshalb in einen Turm mit zwei Fenstern sperren. Als er nach einiger Zeit zurückkehrte, hatte der Turm drei Fenster - Symbol der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Empört über den veränderten Bau -stellte er sie zur Rede; sie offenbarte sich ihm nun als Christin. Der Vater wollte sie deswegen erschlagen lassen, aber auf wunderbare Weise fand sie einen Weg aus dem Turm, floh und fand Unterschlupf bei einem Hirten. Der verriet den nach Barbara suchenden Häschern ihren Aufenthaltsort in einer Höhle und wurde dafür zur Strafe von Gott in einen Mistkäfer verwandelt - nach anderer Überlieferung wurde er zu Stein und seine Schafe zu Heuschrecken.

Barbara wurde von ihrem Vater dem römischen Statthalter Marcianus ausgeliefert, doch auch ihm gelang es nicht, sie zur Entsagung ihres Glaubens zu bewegen, obwohl er sie geißeln ließ; Barbara sprach von den Geißeln als ob es Pfauenfedern gewesen seien; nachts erschien ihr dann Christus im Gefängnis, um ihre Wunden zu heilen. Der erbitterte Statthalter ließ Barbara mit
Keulen schlagen, ihr die Brüste abschneiden, sie mit Fackeln brennen. Dann wurde sie vor Gericht gestellt und verurteilt, sich nackt auf dem Markt den Blicken der Leute preiszugeben; auf ihr Gebet hin wurde sie aber mit Wolken und Nebel bedeckt. Daraufhin sollte sie enthauptet werden; der rachsüchtige Vater selbst hat das Urteil vollstreckt, gleich darauf traf ihn ein Blitzschlag und er verbrannte.

Gerne wird sie mit einem Turm abgebildet. Weil sie der Legende nach auf wunderbare Weise aus dem Turm fliehen konnte, und sich vor ihren Verfolgern in einer Felsspalte versteckte, ist sie Patronin der Bergleute. Da sie den Sterbenden die Letzte Kommunion spendete, sind ihre Attribute auch häufig ein Kelch und eine Hostie.
Der Brauch der Barbarazweige geht auf das 15. Jahrhundert zurück und hat ebenfalls in einer Legende seinen Ursprung. Auf dem Weg zum Gefängnis soll sich ein Kirschzweig im Gewand Barbaras verfangen haben, den sie mitnahm Barbarazweigund in einen Krug mit Wasser steckte (4. Dezember). Am Weihnachstag (25. Dezember) habe dieser Zweig zu blühen begonnen und stellt somit ein Zeichen Gottes für die himmlische Herrlichkeit dar.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Rettet den Nikolaus!

Weihnachtsmannfreie Zone

Weg mit der Zipfelmütze! Eine Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken
Warum eine "weihnachtsmannfreie Zone" Sinn macht
von ZDF-Moderator Peter Hahne

Jedes Jahr wünsche ich mir aufs Neue, dass der Advent wieder zu einer Zeit wird, in der wir uns auf Weihnachten vorbereiten. Advent heißt ja bekanntlich Ankunft: Die Geburt des Gotteskindes wird vorbereitet.

Deshalb ist diese Zeit geprägt von wunderbaren Ritualen, die unseren Kindern und unserer Seele gut tun. Die uralten Adventstraditionen gehören zu unserer Kultur und zu unserem Glauben.

Ich möchte Mut machen, hinter dem Weihnachtsmann der Konsumindustrie wieder mehr den wahren Bischof Nikolaus zu entdecken. Es liegt an uns, ob das im lauten Weihnachtsrummel gelingen kann! Die „weihnachtsmannfreie Zone" macht darauf aufmerksam, dass der am Konsum orientierte Weihnachtsmann der Geschenke-lndustrie nur noch wenig mit dem heiligen Bischof gemein hat. Nikolaus half selbstlos Menschen in Not und war ein Freund der Kinder! Äußeres Zeichen seines Bischofsamtes ist die Mitra und nicht - wie bei der erfundenen Reklame-Figur - eine rote Mütze mit weißem Bommel. Die Unterscheidung zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann fällt jungen wie alten Menschen heutzutage zunehmend schwer. Deshalb finde ich es hervorragend, dass sich das Bonifatiuswerk diese wichtige Aufklärungsarbeit auf die Fahnen geschrieben hat.

Uneigennützigkeit, Nächstenliebe, Solidarität, Schenken und Teilen - das sind Werte, die ich mit Sankt Nikolaus verbinde. Nikolaus räumt den Weg zu Gott frei. Auch heute noch kann er uns lehren: Schenken macht nicht ärmer, sondern reicher! Und: Eine gute Tat bewegt auch andere zu guten Taten.

Wer also war der heilige Nikolaus?

Zur Unterscheidung....






Der Weihnachtsmann…

ist eine Kunstfigur
ist eine Erfindung der Werbung
soll Handel und Umsatz steigern
steht für den Konsum.





Der Nikolaus…

ist ein Heiliger
ist ein Nothelfer
ist der Schutzpatron der Kinder, Schüler und Schiffsleute
ruft in Erinnerung Gutes zu tun,an den nächsten zu denken, und Freude zu schenken.

Tja, oft wird er ja mit dem Weihnachtsmann verwechselt, der eigentlich nur so etwas wie ein Geschenkebringer ist und über den man keine Legenden erzählen kann. Über den heiligen Nikolaus aber kann man viel erzählen: Er hat wirklich gelebt - vor langer, langer Zeit in Lykien. Das war ein Landstrich in Kleinasien, der heute zur Türkei gehört. Seine Eltern waren sehr reich. Als sie starben, war Nikolaus erst 16 Jahre alt, also noch nicht ganz erwachsen. Einige Jahre wohnte er allein in dem wunderschönen großen Haus und wenn hungrige Kinder oder arme alte Menschen an seine Türe klopften, gab er ihnen immer gern von seinem Reichtum ab. Eines Tages verkaufte er das Haus und zog in eine andere Stadt, in der auch sein Vetter lebte. Die Stadt hieß Myra und hatte einen großen Hafen. Nikolaus wurde bald zum Priester geweiht und später als Bischof ausgewählt.

Er war ein guter Bischof und er half den Leuten, wo er nur konnte. Von dem Geld, das er für sein großes Haus bekommen hatte, ließ er Armenhäuser für die armen Menschen bauen, die keine Wohnung hatten. Er richtete Waisenhäuser ein, für Kinder, die keine Eltern hatten oder um die sich niemand kümmerte. Und im Hafen baute er ein Haus für alle alten Seeleute, die nicht mehr aufs Meer hinaus fahren konnten. Die Menschen in Myra erlebten also wie hilfsbereit und gut ihr Bischof war. Nikolaus schenkte gern und er selbst war für andere ein Geschenk.

Als eine große Hungersnot ins Land zog, weil es eine viel zu lange Zeit nicht geregnet hatte und die Ernte vertrocknete, war auch der Bischof Nikolaus ziemlich verzweifelt. Eines Abends lief ein großes Kornschiff in den Hafen ein. Es kam aus Ägypten. Die Menschen in Myra freuten sich, sie hofften so sehr, dass sie nun Korn bekämen, um daraus Brot zu backen. Aber der Kapitän wollte keinen einzigen Sack abgeben. Die hungernden und traurigen Menschen taten ihm leid. Er hatte aber auch Angst vor seinem Herrn, der mit ihm schimpfen würde, wenn nicht alle Kornsäcke abgeliefert würden. Bischof Nikolaus versprach dem Kapitän, dass nichts passieren würde, sie redeten sehr lange. Nikolaus sagte: „Vertrau‘ mir, Du wirst bestimmt keinen Ärger bekommen.“ Und schließlich gab ihm der Kapitän zwölf Säcke Korn für die Hungernden in Myra, die damit nun endlich wieder Brot backen konnten.

Später erzählte man sich, dass der Handelsherr des Kapitäns die Säcke nachgezählt und das Getreide gewogen hätte und alles wäre in Ordnung gewesen, nicht ein winziges Körnchen hätte gefehlt... Ein Wunder war geschehen, weil der Kapitän dem Bischof Nikolaus geglaubt hatte!

Es gibt noch viele andere Geschichten und Legenden, die vom heiligen Nikolaus erzählen. Als Nikolaus alt war und starb, waren die Menschen sehr traurig. Auch aus anderen Ländern eilten sie nach Myra, um den toten Bischof noch einmal sehen zu können. Seeleute, die in viele ferne Länder fuhren, hatten dort oft von ihm erzählt - so ist er über alle Grenzen hinaus für seine Liebe zu den Menschen bekannt geworden.

Und sie haben ihn nie vergessen. Viele besuchen noch heute sein Grab in Bari, einer großen Stadt in Süditalien. Dort wird jedes Jahr ein Fest gefeiert und zwar an dem Tag, als seine Gebeine von Myra nach Bari gebracht wurden. Das war am 8. Mai im Jahr 1087. Fremde Menschen hatten Myra überfallen und ausgeraubt und die Bewohner flüchteten ins Gebirge. Kaufleute aus Bari haben das Geschehen miterlebt und ihnen gelang es, die Gebeine des heiligen Nikolaus‘ vor den Plünderen zu retten und in ihre Stadt zu bringen.
Man baute dort eine wunderschöne Kirche für seinen Heiligenschrein und nannte sie „Basilika S. Nicola“. Auch das große Fußballstadion in Bari trägt jetzt den Namen des Bischofs.

Nikolaus wird heute als Schutzpatron der Kinder, Bäcker und Seeleute verehrt und am sechsten Dezember feiern Kinder in vielen Ländern Jahr für Jahr seinen Namenstag...

Montag, 1. Dezember 2008

Wort Gottes für den Tag - Dienstag, 2. Dezember

Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er, sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib. Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist. An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig (Jes 11,1-10).


Die Lesung des heutigen Tages spricht von einem Reis, einem Spross, der aus dem Stumpf, d. h. aus dem Geschlecht Isais, des Vaters Davids (Jesse, wie wir ihn im Lied nennen), entspringt. Auf ihm ruht der Geist des Herrn. Dieser Geist wird bewirken, dass der Wolf beim Lamm wohnt und der Panter beim Böcklein liegt. Todfeinde sind sie, kein Wolf würde sich einem Lamm nähern ohne die Absicht, es fressen zu wollen. Aber Gottes Geist ist ein guter Geist. Gott möchte Gerechtigkeit unter seinen Geschöpfen, er möchte Erkenntnis und Gottesfurcht. In dieser Erkenntnis des Guten sind alle Unterschiede auf der Welt aufgehoben und alle Geschöpfe nehmen einander ohne Angst an. Wie der Wolf beim Lamm liegt, so sollen auch wir Menschen zueinander finden. Die Adventszeit bietet sich dazu an, Frieden zu stiften, wo Menschen entzweit sind; sie bereitet vor auf die Ankunft des Friedensfürsten.

Christen haben diesen Text als Ankündigung des Kommens Jesu interpretiert, und in der Tat verkündet Jesus in seiner Botschaft genau das, wovon Jesaja spricht: Gerechtigkeit und Frieden, Befreiung und Heilung; er widerspricht den Mächtigen und Gewalttätigen. Im Kommen Jesu bricht das Reich Gottes an, das freilich denen verborgen bleiben mag, die Gott hinter Gesetzen verstecken wollen. Das Reich wird denen offenbart, die unmündig und arm sind, denn ihnen wird in Christus die Befreiung zugesagt.

Sonntag, 30. November 2008

1. Dezember: Welt-Aids-Tag


Die Zahlen belegen es: Wir dürfen Aids nicht vergessen. Aids ist weltweit eine Katastrophe. Und auch bei uns infizieren sich immer mehr Menschen; 2007 so viele wie noch nie seit die Infektionen erfasst werden.

Was viele vergessen (oder gar nicht mehr wissen): Aids ist nicht heilbar. Nur weil wir kaum Aidskranke in der Öffentlichkeit sehen und sie dank moderner Medikamente länger leben, ist die Krankheit nicht verschwunden. (Und ganz nebenbei bemerkt: Der Medikamenten-Cocktail, den Aidskranke einnehmen, ist kein "Softdrink". Er schränkt die Lebensqualität ein und kann erhebliche Nebenwirkungen haben.)

Die Aids-Schleife: ein rotes Bekenntnis. Sie ist das prägnante Zeichen des Welt-Aids-Tags. Schön, alarmierend, offen und schick. Die rote Schleife, englisch: red ribbon, auch als „Aids-Schleife“ bekannt. Sie ist weltweit das Symbol der Solidarität, für Mitmenschlichkeit.Die Schleife ist Ausdruck für Verlust, Trauer, Leid, Angst, Krankheit – und für verständnisvolle Zuwendung und tatkräftige Unterstützung.

Rot ist die Farbe der Liebe, des Herzens, des Blutes – und der Gefahr. Rot ist die Warnung vor den Gefahren von Aids und den damit verbundenen sozialen Folgen: Armut, Stigmatisierung und Ausgrenzung. Ob bei der Oscar-Verleihung oder auf der Straße, ob am Blouson von Elisabeth Taylor und Sharon Stone, an der Jacke von Richard Gere oder Lady Di oder dem Pullover von Lieschen Müller: Wer die Aids-Schleife trägt, zeigt Flagge.

Geschichte: Der Welt-Aids-Tag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und 1988 zum ersten Mal von der Weltgesundheitsorganisation WHO durchgeführt. Inzwischen haben die Vereinten Nationen eine eigene Organisation für den Kampf gegen Aids gegründet, UNAIDS, die auch den Welt-Aids-Tag ausruft.

International: Das internationale Motto der Welt-Aids-Tag-Kampagnen für die Jahre 2005 bis 2010 lautet „Stop AIDS. Keep the Promise!". Es erinnert daran, dass im Juni 2001 Politikerinnen und Politiker aus 189 Ländern auf einer Sondersitzung der Vereinten Nationen das Versprechen gaben, HIV und Aids national und international stärker zu bekämpfen – ein Versprechen, das in großen Teilen immer noch nicht erfüllt ist.

Samstag, 29. November 2008

Dreister Einbruch in die Weweler Kirche

In der Nacht zum Mittwoch (26. November) drangen Unbekannte Täter in die Kirche zu Weweler ein. Sie gingen dabei nicht gerade zimperlich vor, sondern brutal und zielstrebig. Zuerst versuchten sie durch die Sakristeitüre einzudringen, was ihnen nicht gelang, denn diese war nach einem ersten Einbruch vor drei Jahren von innen verstärkt worden.

Nachdem sie durch diese Tür nicht eindringen konnten, wandten sie sich dem Hauptportal zu. Mit schwerem Eisenwerkzeug zerstörten sie das Schloss. Danach öffneten sie auf die gleiche Weise ein Metallgitter. Im Inneren der Kirche angelangt, entwendeten sie zwei Holzfiguren des hl. Hubertus und des hl. Wendelinus. Weiter entwendeten sie zwei geschnitzte Adler im Chorraum, sowie mehrere Kerzenständer. Großen Schaden richteten sie auch aùm Hochaltar an. Alles in allem kein fröhliches Erwachen in Weweler, wo der Diebstahl große Betroffenheit auslöste.







Freitag, 28. November 2008

Advent - Zeit des Wartens

Bethlehem, vor etwa 2000 Jahren: Gott kommt auf die Erde. Auf diese besondere Ankunft bereiten sich Christen ab morgen,dem 1. Adventssonntag vor. Früher fasteten und beteten sie, verzichteten auf Feste. Denn Advent meint vor allem eine innere Ankunft. Der Dichter Angelus Silesius beschrieb das so: »Wird Christus tausend Mal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst verloren.«

Noch immer ist der Advent liturgisch eine Bußzeit, dennoch stimmen heute sinnliche Symbole auf das Kommen Jesu ein. Zum Beispiel der Adventskranz, den der Erzieher und Theologe Johann Hinrich Wichern erfand. Um 1860 gestaltete Johann Heinrich Wichern, der Leiter eines evangelischen Jungenwohnheimes in Hamburg, während der Adventszeit für seine Bewohner abendliche Lichterfeiern. Er brachte dazu 24 Kerzen auf ein Holzrad auf und ließ Abend für Abend ein Licht mehr entzünden. Am Heiligen Abend erstrahlte dann feierlich der volle Kerzenglanz.

In seiner klassischen Form zeigt der Adventskranz nur einige wenige Symbole: Den Kranz, die immergrünen Zweige und die vier Kerzen.

Obwohl der heutige Adventskranz also noch relativ jung ist, greifen seine Elemente uralte Symbole auf, die von vielen Völkern verstanden werden:
• Der Kranz, der kreisrund und ohne Anfang und Ende ist, steht für Zeit und Ewigkeit.
• Die Tannenzweige stehen, da sie ihr Grün auch im Winter nicht verlieren, als Zeichen der Hoffnung und des Lebens.
• Die Kerzen bringen Licht in die dunkle Jahreszeit, in die Welt. So erinnern sie an Jesus Christus, der von sich sagte: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh, 18,12). Vier Kerzen schmücken den Adventskranz: an jedem Sonntag wird eine Kerze mehr entzündet. So wird der Adventskranz nach und nach immer heller, bis am Heiligen Abend das Kerzenlicht des Adventskranzes auf den Kerzenglanz des Weihnachtsbaumes übergeht.


Advent ist mehr als Weihnachtsmärkte, Christstollen und Geschenke kaufen. Advent ist Auszeit für die Seele. Advent ist Ampelzeit. Eine Zeit also, in der die Ampel des eigenen Lebens ruhig öfters mal auf rot oder doch wenigstens auf orange stehen könnte. Nehmen wir uns also etwas mehr Zeit für uns selbst, besinnen wir uns auf das Wesentliche. Nutzen wir diese roten Ampelzeiten doch einfach dazu, um unseren Alltag zu unterbrechen, ruhig zu werden und über uns und unser Leben nachzudenken.

Mittwoch, 26. November 2008

Auf dem Weg zur Firmung


Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Dabei wird der Firmling nach kirchlichem Verständnis durch Gottes Geist gestärkt, ein Leben aus dem Glauben zu führen.Spender des Firmsakramentes ist der Diözesanbischof oder ein beauftragter Priester, der dem Firmling die Hand auflegt, die Stirn mit Chrisam-Öl salbt und die Worte spricht: „(Name), sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist.“ Die Salbung eines Menschen mit Öl versinnbildlicht seine Erwählung durch Gott und bringt Segensfülle, Stärkung und Heil zum Ausdruck.

Mit der Firmung kommt zum Abschluss, was in der Taufe begonnen wurde: Jugendliche, die als Kind getauft wurden, haben durch die spätere Firmung die Möglichkeit, ein bewusstes Ja zu ihrem Glauben zu sagen. Als Säuglinge war ihnen das nicht möglich. Ab jetzt sind auch weniger ihre Eltern als sie selbst für ihr Glaubensleben verantwortlich - eben als „erwachsene“ Gläubige.

Für den Empfang der Firmung gibt es keinen traditionellen Tag. Jede Gemeinde stimmt einen Termin mit dem Bischof ab. Bis zur Firmung durchlaufen die Firmlinge eine Vorbereitungszeit von mehreren Monaten. Für etwa fünfzig Jugendliche aus dem Pfarrverband Reuland beginnt in den nächsten Wochen diese Vorbereitung auf die Firmung. Voraussichtlicher Firmtermin ist Ende April 2009.

Nicht mehr denkbar ist die Vorbereitung der Jugendlichen ohne Katecheten. Diese erwachsenen Menschen stellen sich in den Dienst der Pfarre, aber vor allem der Jugendlichen. Sie müssen offen für alle Fragen der jungen Menschen sein, besonders ihr persönliches Glaubenszeugnis ist sehr wichtig. Sie bringen Zeit und Kraft auf und setzen sich der besonderen Herausforderung aus, jungen Menschen in einer nicht einfachen Altersphase Orientierung zu geben. Für den Pfarrverband Reuland sind zur Zeit neun ehrenamtliche Katecheten tätig.

Glaube und Glaubensweitergabe vollzieht sich an erster Stelle in der Familie! Darum glauben wir dass es wichtig ist die Eltern in die Vorbereitung der Firmung mit einzubeziehen. Für sie besteht die Chance, neu über den Glauben in der Familie ins Gespräch zu kommen. Nicht wenige Eltern haben die Vorbereitung ihres Kindes auf die Erstkommunion oder die Firmung als Vertiefung und Erneuerung des eigenen Glaubens erlebt. Wir laden einige Wochen vor Beginn der Vorbereitungszeit die Eltern zu einem Informationsabend ein. Ziel ist es, ihnen einen Einblick in die Katechese zu geben, welche den Jugendlichen, ihren Kindern, vermittelt wird.

Ein erster Abend mit den Eltern fand am Montag statt, für die Eltern der Firmlinge aus den Pfarren Burg-Reuland, Steffeshausen und Ouren. Versammelt hatten sich mehr als zwanzig Eltern im Dorflokal in Bracht. Marianne Peters und Robert Dhur, die beiden Katecheten der Gruppe Reuland-Steffeshausen-Ouren, vermittelten den Eltern einen interessanten Eindruck in die RPP-Metode, derer wir uns bei der Firmvorbereitung bedienen. Nicht das Wissen steht an erster Stelle, sondern vor allem das Verstehen, das verinnerlichen eines Themas. Das Ziel der Vorbereitung auf die Firmung ist deshalb nicht, die Kinder nur mit frommem Wissen voll zu stopfen, sondern wir werden uns bemühen in den Gruppen über unseren Glauben zu sprechen und besonders über die Mitte unseres Glaubens, Jesus Christus. Wir werden versuchen herauszufinden, was der christliche Glaube an wichtigen Impulsen und Hilfen für das Leben anbietet.

Eine rege Diskussion schloss den Abend ab, wobei bei weitem nicht alle aufgekommenen Fragen detailliert beantwortet werden konnten. Aber eines ist sicher: Es war ein interessanter und erlebnisreicher Abend für alle Beteiligten.



Die Termine für die folgenden Elternabende:

Dürler: Freitag, 28. November 2008, 20,15 Uhr, im Pfarrhaus.
Aldringen: Freitag, 05. Dezember 2008, 20,15 Uhr, im Pfarrhaus.
Grüfflingen: Freitag, 12. Dezember 2008, 20,15 Uhr, im Jugendheim.

Dienstag, 25. November 2008

Komisch

Komisch, dass 50 Euro nach so viel aussehen
wenn man sie der Kirche spendet,
aber so wenig sind, wenn man damit einkaufen will.

Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen,
aber wie schnell 60 Minuten mit Freunden vergehen.

Komisch, wie lange ein paar Stunden in der Kirche sind
und wie kurz sie sind, wenn man ein Video schaut.

Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können,
aber wir unserem Freund immer etwas zu erzählen haben.

Komisch, wie spannend es ist, wenn es im Fußball in die Nachspielzeit geht,
und wie wir auf die Uhr schauen, wenn der Gottesdienst länger dauert als sonst.

Komisch, wie schwer es ist, ein Kapitel der Bibel zu lesen,
aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen.

Komisch, wie sich die Leute auf einem Konzert oder bei einem Spiel
um die vordersten Plätze bemühen
und sich um einen der hintersten Plätze in der Kirche drängeln.

Komisch, dass wir zwei oder drei Wochen Vorwarnung brauchen,
um ein kirchliches Ereignis in unseren Plan zu bringen,
ihn für andere Ereignisse aber im letzten Augenblick umändern können.

Komisch, wie schwer es für Leute ist, die Gute Nachricht weiterzugeben,
aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch zu verbreiten.

Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was die Bibel sagt.

Komisch, wie sich Witze im Internet verbreiten,
aber wenn man anfängt, Nachrichten, die Gott verherrlichen, zu versenden, denken die Leute zweimal nach, ob sie die weiterschicken.

Komisch, oder? Lachst du? Denkst du nach?

Verbreite die Gute Nachricht und gib Gott die Ehre!

Komisch? Traurig?

Trau dich!
(c) Bunter Faden, Monatszeitschrift des LFV, November 2008.

Sonntag, 23. November 2008

Wort Gottes für den Tag - Montag, 24. November

Welches ist das erste Gebot?

Ein Gesetzeslehrer, wollte Jesus auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Der Lehrer wollte jesus auf den Zahn fühlen, ob er wohl im Gesetz beschlagen und über die zeitgenössischen Diskussionen informiert sei. Der Wust von Hunderten Geboten, den die Schriftgelehrten aus dem Gesetz herausdestilliert hatten, war so angewachsen, daß sogar die Gesetzeslehrer mit der Frage nach dem wichtigsten Gebot eine gewisse Ordnung in die Materie bringen wollten. Ein Schwerpunkt des Gesetzes sollte gefunden werden. Worauf kommt es zunächst und überhaupt an?

Man staunt, daß Jesus sich prüfen läßt. Er gibt ruhig und demütig Antwort auf die Frage, wie er sie sieht. Er hebt nicht eines von den Zehn Geboten Gottes oder von den fast fünfhundert Geboten der Schriftgelehrten als das wichtigste heraus. Er gibt die Grund- und Kerngebote an, die allen Zehn Geboten und allen fünfhundert Geboten zugrundeliegen- das Gebot der Gottesliebe und das der Nächstenliebe.

Die Liebe ist in allen Geboten mitgeboten, sie ist die Seele aller Gebote. Wer die Liebe nicht denkt und sagt und tut, hat kein Gebot in Wahrheit erfüllt.

Samstag, 22. November 2008

Pfarrbrief für den Monat Dezember

Weltjugendtag 2008 in Sydney - Nachtreffen

Nachtreffen in Iveldingen und St. Vith

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein. (Apg 1,8). Unter diesem Motto stand der Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages 2008.

Etwa 30 Jugendliche aus Ostbelgien nahmen am XXIII. Weltjugendtag teil, der 2008 in der australischen Metropole Sydney vom 15. bis 20. Juli stattfand. Es war der erste Weltjugendtag, der in Australien stattfand und nach dem Weltjugendtag in Buenos Aires (Argentinien) 1987 erst der zweite auf der Südhalbkugel. Unter den 223.000 Dauerteilnehmern befanden sich mehr als 110.000 internationale Gäste. Angaben des Veranstalters zufolge nahmen mehr als 400.000 Pilger am Abschlussgottesdienst teil. Im Vergleich dazu nahmen am Weltjugendtag 2005 in Köln insgesamt 400.000 Pilger teil, am Abschlussgottesdienst rund 1,2 Millionen.

Die Begeisterung bei den Teilnehmern ist nach wie vor groß, an einem solchen Ereignis teilgenommen zu haben. An ihrer Freude möchten sie andere teilhaben lassen und laden zu zwei Nachtreffen ein.



Donnerstag, 20. November 2008

Wort Gottes für den Tag - Freitag, 21. November

Das Gleichnis vom guten Hirten und vom bezahlten Knecht

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.

Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. (Joh 10,1-15)


Wir leben nicht mehr in den alten Zeiten, wo die Hirten zum gewohnten Bild gehörten. Aber was mit dem Bild gemeint war, ist leicht zu übertragen. Der Hirt ist einer, dem sind nicht Sachen anvertraut, sondern Lebendiges. Lebendiges, das will gedeihen, und dafür muss er sorgen. Lebendiges, das hat Bedürfnisse, und dafür ist er verantwortlich. Lebendiges, das soll sich zu seinem eigenen Sinn entfalten, das muß er respektieren.

Nun - wenn das Hirtenaufgabe ist, dann wimmelt es von Hirten: in Politik, Wirtschaft und Medien, vom Kindergarten bis zum Altenheim, von der Schule bis zum Krankenhaus, in Familien und Gruppen. Und überall da, wo Menschen in der Hirtenrolle tätig sind, gibt es die zwei Möglichkeiten, von denen Jesus spricht: der gute Hirt und der schlechte Knecht. Wie kann man sie unterscheiden?

Zunächst gar nicht. Sie üben beide die gleiche Tätigkeit aus. Aber ihre Ziele sind so verschieden wie ihre Motive.
• Der gute Hirt interessiert sich für das, was für die gut ist, die ihm anvertraut sind. Der schlechte Hirt verfolgt seine eigenen Interessen.
• Der gute führt die Schafe auf die Weiden, der schlechte führt seine Schäfchen ins Trockene.
• Dem einen liegt an den Tieren, dem anderen an der Wolle.
• Der eine sorgt, daß sie es gut haben, der andere sorgt, daß sie möglichst viel bringen.
• Der eine lebt für die Tiere, der andere lebt von den Tieren.

Das geht lange nebeneinander her - aber wenn es ernst wird, wenn der Wolf kommt, müssen sie Farbe bekennen. Dann ist der eine weg - und der andere bleibt.

Wie leicht ist das alles übertragbar auf die Welt der Menschen. Wir wissen nur zu gut, wie und wo das alles vorkommt unter uns. Und das flaue Gefühl kennen wir ja - aus dem öffentlichen wie aus dem privaten Leben, wenn uns auf einmal von einem Menschen dämmert: Der meint gar nicht mich - der will nur etwas von mir.

Selten sind unter uns Menschen, die nur gute Hirten sind, die völlig absehn können von sich selber. Selten sind die bezahlten Knechte, denen nur an sich liegt. Aber Durchwachsenes in allen Variationen. Durchwachsen auch: wir selber. Das weiß Jesus. Aber er möchte uns Mut machen. Er möchte uns anstecken, gegen die Tarife zu leben. Uns zu orientieren nicht an dem, was der andere bringt, sondern an dem, was der andere braucht.

(c) Hans-Albert Höntges, in: Ich denke nach über dein Wort, Einhard-Verlag Aachen 1985.

Dienstag, 18. November 2008

Heilige des Tages: Die Hl. Elisabeth von Thüringen

Wir begehen heute, am 19. November das Namensfest der hl. Elisabeth v. Thüringen. Sie war Landgräfin von Thüringen und von daher hätte sie sich ein sorgenfreies Leben leisten können. Ihr Leben ist gekennzeichnet von einer tiefen Christusliebe und Christusnachfolge. In der armen Landbevölkerung, die vor dem Tor ihrer imposanten Burg um Brot bettelte, sah sie ein Abbild des Gekreuzigten Herrn.

Weltberühmt ist die Saage, dass sie eines Tages wieder den Armen Brot bringen wollte. Sie war unterwegs zum Burgtor, hatte das Brot in ihre Schürze eingewickelt, als ihr plötzlich ihr Mann entgegenkam. Auf seine Vorhaltungen hin öffnete sie die Schürze und es befanden sich lauter Rosen darin. Dieses Brotwunder liegt dem bekannten Lied „Wenn das Brot das wir teilen als Rose blüht“ zu Grunde.

Als ihr Mann in jungen Jahren verstarb, verließ sie die Burg und widmete sich ganz der Armen- und Krankenpflege. Viele Krankenhäuser sind nach ihr benannt.

Landgräfin Elisabeth von Thüringen, auch Elisabeth von Ungarn genannt, ist eine echte Volksheilige. Der Namenstag der Patronin von Thüringen und Hessen fällt auf den 19. November, den Tag ihrer Beisetzung. Die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. (* 1177; † 1235) und der Gertrud von Andechs wurde schon als Neugeborene mit einem Sohn (Ludwig) des einflussreichen Landgrafen Hermann von Thüringen verlobt. Bereits 1211, im Alter von vier Jahren, wurde die mit reicher Mitgift ausgestattete Elisabeth nach Thüringen gebracht. Die Erziehung eines jungen Mädchens in der Familie ihres zukünftigen Ehemanns war innerhalb von Adelsfamilien üblich und wurde bis weit in die Neuzeit praktiziert. Elisabeth wuchs deshalb überwiegend auf den Residenzen der thüringischen Landgrafenfamilie auf.

Landgraf Hermann von Thüringen starb 1217 und Ludwig übernahm im Alter von 17 Jahren die Regentschaft. 1221 heirateten er und die nun 14-jährige Elisabeth in der Georgenkirche in Eisenach. Die Ehe, so berichten die Quellen übereinstimmend, war glücklich.

Bereits während ihrer Lebensjahre als Landesfürstin begnügte Elisabeth von Thüringen sich nicht mehr mit dem Geben von Almosen, sondern begann im Dienst um Kranken und Bedürftige schwere und von ihren Zeitgenossen als entwürdigend angesehene Tätigkeiten zu verrichten. Sie spann Wolle und webte mit ihren Dienerinnen daraus Tücher, die sie unter den Armen verteilte. Sie wusch und bekleidete Verstorbene und sorgte für ihre Beerdigung. Ab dem Jahre 1226 half sie außerdem in dem Spital, dass sie am Fuß der Wartburg errichten ließ, persönlich bei der Pflege der Kranken und widmete sich gezielt denen, deren Krankheiten besonders entstellend waren. Die Quellen schildern ihre liebevolle Zuwendung besonders zu Kindern: sie herzte und liebkoste auch die aussätzigen, schmutzigen und verkrüppelten Kinder. www.wartburg-eisenach.de

Ludwig von Thüringen hatte sich bereits 1224 zur Teilnahme am nächsten Kreuzzug verpflichtet. 1227 leistete er diesem Gelübde Folge und brach mit umfangreichem Gefolge auf, um am Fünften Kreuzzug teilzunehmen. Die schwangere Elisabeth von Thüringen begleitete ihren Mann noch bis zur Grenze Thüringens und nahm erst dort von ihm Abschied. Ludwig zog über Hessen, Franken, Schwaben und Bayern nach Italien, um dort mit dem Kreuzzugsheer von Kaiser Friedrich zusammenzutreffen. Am 12. September, kurz nach der Einschiffung in Otranto, starb er an einer Seuche.

Mit dem Tode ihres Ehemannes war Elisabeth von Thüringen der Person beraubt, die sie bislang vor der Missgunst ihrer Verwandten, der Hofbeamten und den Vertretern des heimischen Adels angesichts ihres provozierenden Lebensstiles bewahrt hatte. Die letzten drei Jahre ihres Lebens verbrachte Elisabeth von Thüringen als ärmliche Spitalschwester in Marburg. Elisabeth starb im Alter von 24 Jahren. Elisabeth von Thüringen erkrankte am 4. oder 5. November und verstarb in der Nacht vom 16. auf den 17. November 1231. Konrad von Marburg nahm ihr die letzte Beichte ab, danach empfing sie die Sakramente. Konrad von Marburg wurde von Elisabeth von Thüringen außerdem damit beauftragt, ihr verbliebenes Vermögen an die Armen und Bedürftigen zu verteilen. Nach dem Tod wurde sie in der Kapelle des Spitals aufgebahrt. Am 19. November wurde Elisabeth von Thüringen in der Kapelle des von ihr gegründeten Franziskushospitals beigesetzt.