Samstag, 15. November 2008

Buntes Herbstkonzert der Fanfare Musica Nova

Der Musikverein ‚Fanfare Musica Nova‘ veranstaltete am Samstag, 15. November sein Herbstkonzert im Vereinssaal in Auel. Erni Steils oblag es die Gäste zu begrüßen und durch das Programm des Abends zu führen. Mit dabei war die ‚Société Musicale de Wincrange‘ und das Blechbläser-Quintett „Funky Five“.

Die ‚Fanfare Musica Nova‘ stellte bei diesem Herbstkonzert nur ihre neuesten Stücke vor. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der ‚Société Musicale de Wincrange‘ aus Luxemburg und des Blechbläser-Quintetts „Funky Five“, welche beide ein spannendes, bunt gemischtes Programm mit modernen und aktuellen, aber auch klassischen Stücken und einigen Highlights präsentierten. Dabei konnten sich die Zuhörer ein Bild von der Qualität dieser Musikgruppen machen.

Sowohl die ‚Fanfare Musica Nova‘ als auch die ‚Société Musicale de Wincrange‘ stehen unter der Leitung des Dirigenten Sébastien Lemaire, während das Blechbläser-Quintett „Funky Five“ ohne Dirigenten audkommt.


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Donnerstag, 13. November 2008

Wort Gottes für den Tag - Freitag 14. November

Aus dem Buch Deuteronomium
Und nun, Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen. Ihr sollt dem Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen; ihr sollt auf die Gebote des Herrn, eures Gottes, achten, auf die ich euch verpflichte. Ihr sollt sie innerhalb des Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr sollt auf sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker (Dtn 4,1-2.6).

Der Text aus dem Buch Deuteronomium (AT) versetzt uns in eine Zeit, in der das Volk Israel grundlegende und prägende Erfahrungen als Gottesvolk gemacht hat: auf seinem Weg aus Ägypten, dem Land der Knechtschaft, durch die Wüste. Dabei war das, was als Aufbruch in die Freiheit begonnen hatte, zu einer langen, strapazenreichen Wanderung geworden. Nun stehen sie kurz vor dem Einzug ins gelobte Land.


An dieser Stelle nun muss Moses dem Volk Israel das „Gesetz“ - wir sagen besser: „die Weisung“ des Herrn mitteilen. Diese Weisung des Herrn besteht in den „zehn Worten“ (10 Geboten), die Gott selbst auf zwei Steintafeln geschrieben hat und die Moses dem Gottesvolk überbringen musste. Diese „zehn Worte“ sind aber alles andere als zur Wahl gestellt, sondern vielmehr verpflichtend für jeden Israeliten. Die zehn Worte unterdrücken nicht, sondern befreien. Sie führen zum "Leben". Das heißt, sie garantieren das überleben der Schwachen. Sie sorgen für Gerechtigkeit und damit für Frieden. Deshalb hat Israel die zehn Worte nicht als harte Last empfunden, sondern als kostbare Gabe. Wenn andere Völker sehen, nach welcher Ordnung das Volk Israel lebt, wird es gelobt wegen seiner Weisheit.

Auch heute gelten sie noch, die „zehn Worte“. Sie sind wie ein Licht in der Nacht, wie Leuchtpfähle entlang der Straße, oder wie Leitplanken entlang unseres Lebensweges. Diese „zehn Worte“ müssen immer wieder neu ausgelegt und in die jeweilige Zeit hineingestellt werden. Immer noch gilt die Norm: Nichts darf hinzugefügt und nichts weggenommen werden denn, sie sind: Wort Gottes.

Dann sprach Gott alle diese Worte:
Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.
I. Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.

II. Du sollst dir kein Gottesbild machen
und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben,

auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.
Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen
und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen.

Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott:
Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen,
an der dritten und vierten Generation;
bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten,
erweise ich Tausenden meine Huld.
III. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen;
denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.

IV. Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!
Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.
Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht.
An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter,
dein Sklave und deine Sklavin,

dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.
Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht
und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er.

Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.

V. Ehre deinen Vater und deine Mutter,
damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.


VI. Du sollst nicht morden.

VII. Du sollst nicht die Ehe brechen.

VIII. Du sollst nicht stehlen.

IX. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

X. Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen.
Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen,
nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel
oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.

Dienstag, 11. November 2008

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch 12. November


Das Gleichnis von den zehn Mädchen

Jesus sprach: Mit dem Himmelreich wird sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Kennen Sie Menschen, die sich so verhalten, wie die törichten Mädchen? Gehören Sie etwa selbst dazu? Sagen Sie auch: „Machen wir uns nicht zu viele Gedanken, es wird schon irgendwie gehen“. Die Mädchen sind einfach schlampig und nachlässig. Sie tun sich nichts an, sie sind zu träge, das Öl zu schleppen. Vielleicht dauert es ohnehin nicht so lange, dann haben sie sich umsonst abgemüht ... Vielleicht kommt er sogar erst in ein par Tagen, dann haben wir morgen Zeit Öl zu kaufen...

Oft wird der Mensch mitten im Leben gerufen, er hätte noch dieses und jenes zu tun, aber es bleibt für immer liegen. Dies zeigt ihm, dass sein Werk nicht so unbedingt notwendig ist, wie er meint. Die Welt geht sogar ohne es und vielleicht besser weiter. Wichtig ist, dass der Christ mit dem Kommen Christi rechnet, dass er bereit ist, zur Hochzeit gerufen zu werden.

Vorbereitet sein heißt: auf Gott hin leben, im Guten und in der Liebe "festgegründet und verwurzelt" sein, der Barmherzigkeit Gottes rückhaltlos vertrauen. Der Christ ist gefasst darauf, dass Christus überraschend gleichsam um die Ecke biegt und plötzlich dasteht, wie der Auferstandene im Abendmahlssaal. Nicht, um uns zu schrecken, sondern um uns freudig zu überraschen.

Das christliche Leben bekommt durch dieses Risiko eine unerhörte Spannung. Wenn wir den Tag und die Stunde kennen würden, würden sich viele Zeit lassen und so ihre Zeit vertun. Wer nicht weiß, ob er Zeit hat und wieviel Zeit er hat, dem ist jede Stunde kostbar.

Wenn wir das ganze Evangelium zur Kenntnis nehmen wollen, dürfen wir nicht verschweigen, dass es einen Augenblick gibt, von dem an es zu spät ist. Bis dahin gilt die unbegreifliche Langmut und Geduld und Barmherzigkeit Gottes. Sie lässt sich vieles bieten und fährt nicht drein, aber einmal ist endgültig Schluss damit. Die Tür zum Hochzeitssaal wird verschlossen. Jesus macht sie im Gleichnis gar nicht mehr auf, so endgültig ist der Vorgang. Er ruft den Zuspätgekommenen durch die verschlossen bleibende Tür zu: Ich kenne euch nicht. Das nennt man Hölle. Aber, liebe Freunde, es muss ja, nicht soweit kommen!

Montag, 10. November 2008

Nie wieder Krieg - Gedanken zum Waffenstillstand

“ Nie wieder!“ Nie wieder Krieg! Das haben nach dem 11. November 1918 sehr viele Menschen gesagt. Männer, die aus dem Krieg oder aus der Gefangenschaft nach Hause zurückkehrten, Frauen, die ihre Männer oder Söhne im Krieg verloren haben, Junge und Alte, die ihr Hab und Gut durch Bombenangriffe verloren haben. Nie wieder, darin war man sich kurz nach dem Krieg einig. Aber schon 20 Jahre später hatten viele diesen Vorsatz vergessen.

Nach fingierten Grenzzwischenfällen begann am 1. September 1939 der deutsche Überfall auf Polen. 1940 weitete sich der Krieg auf Nord- und Westeuropa aus. Vier Jahre lang wütete der zweite Weltkrieg, dem Weltweit ca. 55 Millionen Soldaten und Zivilisten zum Opfer fielen, unter ihnen über sechs Millionen in den Vernichtungs- und Konzentrationslagern (KZ) ermordete Menschen.

Das Deutsche Reich verlor während des Kriegs schätzungsweise 3,8 bis 4 Millionen deutsche Wehrmachtssoldaten und 1,65 Millionen Zivilisten. Die weitaus meisten Toten beklagte mit über 25 Millionen Menschen die Sowjetunion. Relativ zur Bevölkerungszahl hatte jedoch Polen den höchsten Blutzoll entrichtet: Rund 6 Millionen tote Polen entsprachen etwa 17 Prozent der Vorkriegsbevölkerung (Quelle www.dhm.de).

Nie wieder Krieg! Das haben nach dem 08. Mai 1945 wiederum sehr viele Menschen gesagt. Doch wir wissen, wie schnell das Vergessen einsetzt, wie schnell Menschen geneigt sind, wieder mit dem Feuer zu spielen. Seit ein paar Jahren sind wieder Soldaten aus Europa, auch aus unserem Land, an den Krisenherden dieser Erde im Einsatz. Wir spielen mit dem Feuer, auch wenn Politiker es uns anders vermitteln möchten: Europa befindet sich wieder im Krieg. Sicher: in ‘humaner‘ Mission, und kein Einziger von ihnen wäre zu verurteilen. Aber doch: Das "Nie wieder" ist fast in Vergessenheit geraten.

11. November: Fest des hl. Martin

Martin wurde durch den heiligen Bischof Hilarius von Poitiers zum Glauben geführt. Er gründete das erste Kloster Galliens und wurde 371 vom Volk gedrängt, Bischof von Tours zu werden. Der Heilige ist noch heute sehr populär, wie die vielen Bräuche und Legenden um seine Person belegen. Die große Verehrung zeigt, wie sich das Volk einen Bischof wünschte: geistlich überzeugend, standhaft im Glauben, solidarisch mit den Armen. Dieses Vorbild des heiligen Martin gilt auch heute noch.

Überlieferung: Ab 334 war Martin als Soldat der Reiterei der Kaiserlichen Garde in Amiens stationiert. Die Gardisten trugen über dem Panzer die Chlamys, einen weißen Überwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit Schaffell gefüttert war. An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. Im Sinne von Mt 25,35–40 „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet … Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ – erweist sich Martin hier als Jünger Jesu.