Samstag, 29. November 2008

Dreister Einbruch in die Weweler Kirche

In der Nacht zum Mittwoch (26. November) drangen Unbekannte Täter in die Kirche zu Weweler ein. Sie gingen dabei nicht gerade zimperlich vor, sondern brutal und zielstrebig. Zuerst versuchten sie durch die Sakristeitüre einzudringen, was ihnen nicht gelang, denn diese war nach einem ersten Einbruch vor drei Jahren von innen verstärkt worden.

Nachdem sie durch diese Tür nicht eindringen konnten, wandten sie sich dem Hauptportal zu. Mit schwerem Eisenwerkzeug zerstörten sie das Schloss. Danach öffneten sie auf die gleiche Weise ein Metallgitter. Im Inneren der Kirche angelangt, entwendeten sie zwei Holzfiguren des hl. Hubertus und des hl. Wendelinus. Weiter entwendeten sie zwei geschnitzte Adler im Chorraum, sowie mehrere Kerzenständer. Großen Schaden richteten sie auch aùm Hochaltar an. Alles in allem kein fröhliches Erwachen in Weweler, wo der Diebstahl große Betroffenheit auslöste.







Freitag, 28. November 2008

Advent - Zeit des Wartens

Bethlehem, vor etwa 2000 Jahren: Gott kommt auf die Erde. Auf diese besondere Ankunft bereiten sich Christen ab morgen,dem 1. Adventssonntag vor. Früher fasteten und beteten sie, verzichteten auf Feste. Denn Advent meint vor allem eine innere Ankunft. Der Dichter Angelus Silesius beschrieb das so: »Wird Christus tausend Mal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst verloren.«

Noch immer ist der Advent liturgisch eine Bußzeit, dennoch stimmen heute sinnliche Symbole auf das Kommen Jesu ein. Zum Beispiel der Adventskranz, den der Erzieher und Theologe Johann Hinrich Wichern erfand. Um 1860 gestaltete Johann Heinrich Wichern, der Leiter eines evangelischen Jungenwohnheimes in Hamburg, während der Adventszeit für seine Bewohner abendliche Lichterfeiern. Er brachte dazu 24 Kerzen auf ein Holzrad auf und ließ Abend für Abend ein Licht mehr entzünden. Am Heiligen Abend erstrahlte dann feierlich der volle Kerzenglanz.

In seiner klassischen Form zeigt der Adventskranz nur einige wenige Symbole: Den Kranz, die immergrünen Zweige und die vier Kerzen.

Obwohl der heutige Adventskranz also noch relativ jung ist, greifen seine Elemente uralte Symbole auf, die von vielen Völkern verstanden werden:
• Der Kranz, der kreisrund und ohne Anfang und Ende ist, steht für Zeit und Ewigkeit.
• Die Tannenzweige stehen, da sie ihr Grün auch im Winter nicht verlieren, als Zeichen der Hoffnung und des Lebens.
• Die Kerzen bringen Licht in die dunkle Jahreszeit, in die Welt. So erinnern sie an Jesus Christus, der von sich sagte: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh, 18,12). Vier Kerzen schmücken den Adventskranz: an jedem Sonntag wird eine Kerze mehr entzündet. So wird der Adventskranz nach und nach immer heller, bis am Heiligen Abend das Kerzenlicht des Adventskranzes auf den Kerzenglanz des Weihnachtsbaumes übergeht.


Advent ist mehr als Weihnachtsmärkte, Christstollen und Geschenke kaufen. Advent ist Auszeit für die Seele. Advent ist Ampelzeit. Eine Zeit also, in der die Ampel des eigenen Lebens ruhig öfters mal auf rot oder doch wenigstens auf orange stehen könnte. Nehmen wir uns also etwas mehr Zeit für uns selbst, besinnen wir uns auf das Wesentliche. Nutzen wir diese roten Ampelzeiten doch einfach dazu, um unseren Alltag zu unterbrechen, ruhig zu werden und über uns und unser Leben nachzudenken.

Mittwoch, 26. November 2008

Auf dem Weg zur Firmung


Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Dabei wird der Firmling nach kirchlichem Verständnis durch Gottes Geist gestärkt, ein Leben aus dem Glauben zu führen.Spender des Firmsakramentes ist der Diözesanbischof oder ein beauftragter Priester, der dem Firmling die Hand auflegt, die Stirn mit Chrisam-Öl salbt und die Worte spricht: „(Name), sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist.“ Die Salbung eines Menschen mit Öl versinnbildlicht seine Erwählung durch Gott und bringt Segensfülle, Stärkung und Heil zum Ausdruck.

Mit der Firmung kommt zum Abschluss, was in der Taufe begonnen wurde: Jugendliche, die als Kind getauft wurden, haben durch die spätere Firmung die Möglichkeit, ein bewusstes Ja zu ihrem Glauben zu sagen. Als Säuglinge war ihnen das nicht möglich. Ab jetzt sind auch weniger ihre Eltern als sie selbst für ihr Glaubensleben verantwortlich - eben als „erwachsene“ Gläubige.

Für den Empfang der Firmung gibt es keinen traditionellen Tag. Jede Gemeinde stimmt einen Termin mit dem Bischof ab. Bis zur Firmung durchlaufen die Firmlinge eine Vorbereitungszeit von mehreren Monaten. Für etwa fünfzig Jugendliche aus dem Pfarrverband Reuland beginnt in den nächsten Wochen diese Vorbereitung auf die Firmung. Voraussichtlicher Firmtermin ist Ende April 2009.

Nicht mehr denkbar ist die Vorbereitung der Jugendlichen ohne Katecheten. Diese erwachsenen Menschen stellen sich in den Dienst der Pfarre, aber vor allem der Jugendlichen. Sie müssen offen für alle Fragen der jungen Menschen sein, besonders ihr persönliches Glaubenszeugnis ist sehr wichtig. Sie bringen Zeit und Kraft auf und setzen sich der besonderen Herausforderung aus, jungen Menschen in einer nicht einfachen Altersphase Orientierung zu geben. Für den Pfarrverband Reuland sind zur Zeit neun ehrenamtliche Katecheten tätig.

Glaube und Glaubensweitergabe vollzieht sich an erster Stelle in der Familie! Darum glauben wir dass es wichtig ist die Eltern in die Vorbereitung der Firmung mit einzubeziehen. Für sie besteht die Chance, neu über den Glauben in der Familie ins Gespräch zu kommen. Nicht wenige Eltern haben die Vorbereitung ihres Kindes auf die Erstkommunion oder die Firmung als Vertiefung und Erneuerung des eigenen Glaubens erlebt. Wir laden einige Wochen vor Beginn der Vorbereitungszeit die Eltern zu einem Informationsabend ein. Ziel ist es, ihnen einen Einblick in die Katechese zu geben, welche den Jugendlichen, ihren Kindern, vermittelt wird.

Ein erster Abend mit den Eltern fand am Montag statt, für die Eltern der Firmlinge aus den Pfarren Burg-Reuland, Steffeshausen und Ouren. Versammelt hatten sich mehr als zwanzig Eltern im Dorflokal in Bracht. Marianne Peters und Robert Dhur, die beiden Katecheten der Gruppe Reuland-Steffeshausen-Ouren, vermittelten den Eltern einen interessanten Eindruck in die RPP-Metode, derer wir uns bei der Firmvorbereitung bedienen. Nicht das Wissen steht an erster Stelle, sondern vor allem das Verstehen, das verinnerlichen eines Themas. Das Ziel der Vorbereitung auf die Firmung ist deshalb nicht, die Kinder nur mit frommem Wissen voll zu stopfen, sondern wir werden uns bemühen in den Gruppen über unseren Glauben zu sprechen und besonders über die Mitte unseres Glaubens, Jesus Christus. Wir werden versuchen herauszufinden, was der christliche Glaube an wichtigen Impulsen und Hilfen für das Leben anbietet.

Eine rege Diskussion schloss den Abend ab, wobei bei weitem nicht alle aufgekommenen Fragen detailliert beantwortet werden konnten. Aber eines ist sicher: Es war ein interessanter und erlebnisreicher Abend für alle Beteiligten.



Die Termine für die folgenden Elternabende:

Dürler: Freitag, 28. November 2008, 20,15 Uhr, im Pfarrhaus.
Aldringen: Freitag, 05. Dezember 2008, 20,15 Uhr, im Pfarrhaus.
Grüfflingen: Freitag, 12. Dezember 2008, 20,15 Uhr, im Jugendheim.

Dienstag, 25. November 2008

Komisch

Komisch, dass 50 Euro nach so viel aussehen
wenn man sie der Kirche spendet,
aber so wenig sind, wenn man damit einkaufen will.

Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen,
aber wie schnell 60 Minuten mit Freunden vergehen.

Komisch, wie lange ein paar Stunden in der Kirche sind
und wie kurz sie sind, wenn man ein Video schaut.

Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können,
aber wir unserem Freund immer etwas zu erzählen haben.

Komisch, wie spannend es ist, wenn es im Fußball in die Nachspielzeit geht,
und wie wir auf die Uhr schauen, wenn der Gottesdienst länger dauert als sonst.

Komisch, wie schwer es ist, ein Kapitel der Bibel zu lesen,
aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen.

Komisch, wie sich die Leute auf einem Konzert oder bei einem Spiel
um die vordersten Plätze bemühen
und sich um einen der hintersten Plätze in der Kirche drängeln.

Komisch, dass wir zwei oder drei Wochen Vorwarnung brauchen,
um ein kirchliches Ereignis in unseren Plan zu bringen,
ihn für andere Ereignisse aber im letzten Augenblick umändern können.

Komisch, wie schwer es für Leute ist, die Gute Nachricht weiterzugeben,
aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch zu verbreiten.

Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was die Bibel sagt.

Komisch, wie sich Witze im Internet verbreiten,
aber wenn man anfängt, Nachrichten, die Gott verherrlichen, zu versenden, denken die Leute zweimal nach, ob sie die weiterschicken.

Komisch, oder? Lachst du? Denkst du nach?

Verbreite die Gute Nachricht und gib Gott die Ehre!

Komisch? Traurig?

Trau dich!
(c) Bunter Faden, Monatszeitschrift des LFV, November 2008.

Sonntag, 23. November 2008

Wort Gottes für den Tag - Montag, 24. November

Welches ist das erste Gebot?

Ein Gesetzeslehrer, wollte Jesus auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Der Lehrer wollte jesus auf den Zahn fühlen, ob er wohl im Gesetz beschlagen und über die zeitgenössischen Diskussionen informiert sei. Der Wust von Hunderten Geboten, den die Schriftgelehrten aus dem Gesetz herausdestilliert hatten, war so angewachsen, daß sogar die Gesetzeslehrer mit der Frage nach dem wichtigsten Gebot eine gewisse Ordnung in die Materie bringen wollten. Ein Schwerpunkt des Gesetzes sollte gefunden werden. Worauf kommt es zunächst und überhaupt an?

Man staunt, daß Jesus sich prüfen läßt. Er gibt ruhig und demütig Antwort auf die Frage, wie er sie sieht. Er hebt nicht eines von den Zehn Geboten Gottes oder von den fast fünfhundert Geboten der Schriftgelehrten als das wichtigste heraus. Er gibt die Grund- und Kerngebote an, die allen Zehn Geboten und allen fünfhundert Geboten zugrundeliegen- das Gebot der Gottesliebe und das der Nächstenliebe.

Die Liebe ist in allen Geboten mitgeboten, sie ist die Seele aller Gebote. Wer die Liebe nicht denkt und sagt und tut, hat kein Gebot in Wahrheit erfüllt.