Samstag, 6. Dezember 2008

Heute kommt der Nikolaus

Es begann so:Einmal fand ich eine Rose
an der Windschutzscheibe meines Autos.
Eine rote Rose,
sie klemmte hinter dem Scheibenwischer.
Kein Zettel dabei, keine Nachricht, kein Absender.
Aber ich war beflügelt,
in Gedanken bei einem heimlichen Verehrer
oder einem gewitzten Freund,
bei einem begeisterten Blumenliebhaber
oder einem, der einfach nur seine Rose weitergeben wollte.
Mit einem Lächeln schwebte ich durch den Tag.
Heute werde ich Rosen kaufen.
Und sie hinter die Scheibenwischer einiger Autos klemmen.
Oder ein paar Nikoläuse in Briefkästen verteilen.
Vielleicht auch einen Stern an die Türen meiner Nachbarn hängen.
Und dann werde ich mir vorstellen,
dass der eine oder die andere überrascht ist.
Sich freut und gute Laune bekommt.
Weil jemand an ihn gedacht hat.
Weil sie schon lange keinen Nikolausgruß mehr bekommen hat.
Oder den Nikolaustag ganz vergessen hatte.


Susanne Niemeyer
www.anderezeiten.de

Freitag, 5. Dezember 2008

Adventsaktion MITEINANDER T E I L E N

An diesem Wochenende, 6. und 7. Dezember, findet in den Pfarren Reuland, Steffeshausen und Ouren die Kollekte zu Gunsten von ‘MITEINANDER T E I L E N‘ statt, in den übrigen Pfarren des Pfarrverbands am Wochenende des 13. und 14. Dezember.

Alljährlich startet ‘MITEINANDER T E I L E N‘ seine Adventsaktion, deren erklärtes Ziel es ist, der Armut und Ausgrenzung hier in unserer Gemeinschaft entgegen zu wirken. Im Rahmen dieser Kampagne möchten ‘MITEINANDER T E I L E N‘ unter anderem hiesige Projekte, welche in diesem Sinne arbeiten, finanziell unterstützen, und zwar dank Ihrer Hilfe, denn: ohne Ihre Spende für die Adventsaktion wäre dies schlichtweg nicht möglich!

Seit seiner Gründung unterstützt ‘MITEINANDER T E I L E N‘ im Auftrag der belgischen Bischöfe soziale Initiativen und Projekte mit dem Ziel, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungen zu fördern, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht.

Die Diesjährige Aktion steht unter dem Motto: ‘Armut macht krank‘. In der Tat ist es so, dass schlechte Wohnbedingungen oder unausgeglichene Ernährung den Körper krank machen. Viele Menschen kranken nicht alleine wegen medizinischer Ursachen, sondern auch weil sie einsam sind, ihren Alltag nicht bewältigen können, sich in ihrer Umgebung nicht zurechtfinden, sich ausgegrenzt fühlen und somit Betreuung, Ratschläge, Orientierung, Unterstützung, Solidarität oder Freundschaften brauchen. Auch wird die Gesundheitspflege immer kostspieliger und ist somit immer weniger Menschen zugänglich, während andere sich verzweifelt verschulden, um sich eine notwendige medizinische Intervention doch „leisten zu können“.


Folgende Projekte werden unterstützt:

* AG INTERKULTURELLER DIALOG - Projekt „Hand in Hand“
* NETZWERK SÜD - „Sucht und Umgang mit Konsumenten“
* S.I.A. - Projekte "Kaufgruppe" und "WG-Renovierung"
* DER PSYCHIATRISCHE BEGLEITDIENST
* FRAUENLIGA - MULTIKULTURELLES DEUTSCHATELIER FÜR FRAUEN
* CAJ JUGENDTREFF - VIERTELHAUS CARDIJN
* AZ EPHATA - NACHHILFESCHULE





Donnerstag, 4. Dezember 2008

Heute 500. Besucher in diesem Blog


Heute besuchte der (die)
500. Besucher (in)
diesen Blog,
seit seiner Gründung vor 2 Monaten.

Herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Barbarazweige: Frühjahrsblüte zur Weihnachtszeit

Am 4. Dezember ist Barbara-Tag! Nach einem alten Brauch schneidet man an diesem Tag Zweige, um sie bis Weihnachten zum Blühen zu bringen. Bevor es richtig kalt wird, werden jetzt ohnehin Obstbäume und Ziersträucher ausgelichtet. Dabei fallen meist genügend Zweige dafür ab. Doch nicht alle Gehölze eignen sich zum Antreiben. Neben Süß- und Zierkirsche blühen auch Forsythie, Weidenkätzchen, Hasel sowie Kornelkirsche zuverlässig.
Achten Sie darauf, dass Sie nur Zweige von zwei- bis vierjährigem Holz nehmen. Einjähriges Holz hat meist nur wenig Blütenknospen.

Damit die Zweige sicher aufblühen, legt man sie nach dem Schneiden in ein Wasserbad von rund 35° C. Acht bis zwölf Stunden lang sollten sie darin bleiben. Die Wärme sorgt dafür, dass Blockadestoffe in den Blütenknospen abgebaut werden. Anschließend schneidet man die Zweige lang und schräg an und stellt sie in eine Vase.

Damit sie schon bald blühen, lohnt es sich, die Zweige ein bis zwei Mal täglich mit Wasser einzusprühen. Noch günstiger ist eine Folienhaube. Damit die Zweige nicht anfangen zu faulen, sollten Sie etwas Holzkohle mit ins Blumenwasser geben. Es wirkt desinfizierend!
Illustration: Gebhardt, Horst


Hl. BARBARA -Legende

Barbara war eine Königstochter, die zum christlichen Glauben wechselte. Der Legende nach ließ ihr Vater sie deshalb in einen Turm mit zwei Fenstern sperren. Als er nach einiger Zeit zurückkehrte, hatte der Turm drei Fenster - Symbol der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Empört über den veränderten Bau -stellte er sie zur Rede; sie offenbarte sich ihm nun als Christin. Der Vater wollte sie deswegen erschlagen lassen, aber auf wunderbare Weise fand sie einen Weg aus dem Turm, floh und fand Unterschlupf bei einem Hirten. Der verriet den nach Barbara suchenden Häschern ihren Aufenthaltsort in einer Höhle und wurde dafür zur Strafe von Gott in einen Mistkäfer verwandelt - nach anderer Überlieferung wurde er zu Stein und seine Schafe zu Heuschrecken.

Barbara wurde von ihrem Vater dem römischen Statthalter Marcianus ausgeliefert, doch auch ihm gelang es nicht, sie zur Entsagung ihres Glaubens zu bewegen, obwohl er sie geißeln ließ; Barbara sprach von den Geißeln als ob es Pfauenfedern gewesen seien; nachts erschien ihr dann Christus im Gefängnis, um ihre Wunden zu heilen. Der erbitterte Statthalter ließ Barbara mit
Keulen schlagen, ihr die Brüste abschneiden, sie mit Fackeln brennen. Dann wurde sie vor Gericht gestellt und verurteilt, sich nackt auf dem Markt den Blicken der Leute preiszugeben; auf ihr Gebet hin wurde sie aber mit Wolken und Nebel bedeckt. Daraufhin sollte sie enthauptet werden; der rachsüchtige Vater selbst hat das Urteil vollstreckt, gleich darauf traf ihn ein Blitzschlag und er verbrannte.

Gerne wird sie mit einem Turm abgebildet. Weil sie der Legende nach auf wunderbare Weise aus dem Turm fliehen konnte, und sich vor ihren Verfolgern in einer Felsspalte versteckte, ist sie Patronin der Bergleute. Da sie den Sterbenden die Letzte Kommunion spendete, sind ihre Attribute auch häufig ein Kelch und eine Hostie.
Der Brauch der Barbarazweige geht auf das 15. Jahrhundert zurück und hat ebenfalls in einer Legende seinen Ursprung. Auf dem Weg zum Gefängnis soll sich ein Kirschzweig im Gewand Barbaras verfangen haben, den sie mitnahm Barbarazweigund in einen Krug mit Wasser steckte (4. Dezember). Am Weihnachstag (25. Dezember) habe dieser Zweig zu blühen begonnen und stellt somit ein Zeichen Gottes für die himmlische Herrlichkeit dar.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Rettet den Nikolaus!

Weihnachtsmannfreie Zone

Weg mit der Zipfelmütze! Eine Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken
Warum eine "weihnachtsmannfreie Zone" Sinn macht
von ZDF-Moderator Peter Hahne

Jedes Jahr wünsche ich mir aufs Neue, dass der Advent wieder zu einer Zeit wird, in der wir uns auf Weihnachten vorbereiten. Advent heißt ja bekanntlich Ankunft: Die Geburt des Gotteskindes wird vorbereitet.

Deshalb ist diese Zeit geprägt von wunderbaren Ritualen, die unseren Kindern und unserer Seele gut tun. Die uralten Adventstraditionen gehören zu unserer Kultur und zu unserem Glauben.

Ich möchte Mut machen, hinter dem Weihnachtsmann der Konsumindustrie wieder mehr den wahren Bischof Nikolaus zu entdecken. Es liegt an uns, ob das im lauten Weihnachtsrummel gelingen kann! Die „weihnachtsmannfreie Zone" macht darauf aufmerksam, dass der am Konsum orientierte Weihnachtsmann der Geschenke-lndustrie nur noch wenig mit dem heiligen Bischof gemein hat. Nikolaus half selbstlos Menschen in Not und war ein Freund der Kinder! Äußeres Zeichen seines Bischofsamtes ist die Mitra und nicht - wie bei der erfundenen Reklame-Figur - eine rote Mütze mit weißem Bommel. Die Unterscheidung zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann fällt jungen wie alten Menschen heutzutage zunehmend schwer. Deshalb finde ich es hervorragend, dass sich das Bonifatiuswerk diese wichtige Aufklärungsarbeit auf die Fahnen geschrieben hat.

Uneigennützigkeit, Nächstenliebe, Solidarität, Schenken und Teilen - das sind Werte, die ich mit Sankt Nikolaus verbinde. Nikolaus räumt den Weg zu Gott frei. Auch heute noch kann er uns lehren: Schenken macht nicht ärmer, sondern reicher! Und: Eine gute Tat bewegt auch andere zu guten Taten.

Wer also war der heilige Nikolaus?

Zur Unterscheidung....






Der Weihnachtsmann…

ist eine Kunstfigur
ist eine Erfindung der Werbung
soll Handel und Umsatz steigern
steht für den Konsum.





Der Nikolaus…

ist ein Heiliger
ist ein Nothelfer
ist der Schutzpatron der Kinder, Schüler und Schiffsleute
ruft in Erinnerung Gutes zu tun,an den nächsten zu denken, und Freude zu schenken.

Tja, oft wird er ja mit dem Weihnachtsmann verwechselt, der eigentlich nur so etwas wie ein Geschenkebringer ist und über den man keine Legenden erzählen kann. Über den heiligen Nikolaus aber kann man viel erzählen: Er hat wirklich gelebt - vor langer, langer Zeit in Lykien. Das war ein Landstrich in Kleinasien, der heute zur Türkei gehört. Seine Eltern waren sehr reich. Als sie starben, war Nikolaus erst 16 Jahre alt, also noch nicht ganz erwachsen. Einige Jahre wohnte er allein in dem wunderschönen großen Haus und wenn hungrige Kinder oder arme alte Menschen an seine Türe klopften, gab er ihnen immer gern von seinem Reichtum ab. Eines Tages verkaufte er das Haus und zog in eine andere Stadt, in der auch sein Vetter lebte. Die Stadt hieß Myra und hatte einen großen Hafen. Nikolaus wurde bald zum Priester geweiht und später als Bischof ausgewählt.

Er war ein guter Bischof und er half den Leuten, wo er nur konnte. Von dem Geld, das er für sein großes Haus bekommen hatte, ließ er Armenhäuser für die armen Menschen bauen, die keine Wohnung hatten. Er richtete Waisenhäuser ein, für Kinder, die keine Eltern hatten oder um die sich niemand kümmerte. Und im Hafen baute er ein Haus für alle alten Seeleute, die nicht mehr aufs Meer hinaus fahren konnten. Die Menschen in Myra erlebten also wie hilfsbereit und gut ihr Bischof war. Nikolaus schenkte gern und er selbst war für andere ein Geschenk.

Als eine große Hungersnot ins Land zog, weil es eine viel zu lange Zeit nicht geregnet hatte und die Ernte vertrocknete, war auch der Bischof Nikolaus ziemlich verzweifelt. Eines Abends lief ein großes Kornschiff in den Hafen ein. Es kam aus Ägypten. Die Menschen in Myra freuten sich, sie hofften so sehr, dass sie nun Korn bekämen, um daraus Brot zu backen. Aber der Kapitän wollte keinen einzigen Sack abgeben. Die hungernden und traurigen Menschen taten ihm leid. Er hatte aber auch Angst vor seinem Herrn, der mit ihm schimpfen würde, wenn nicht alle Kornsäcke abgeliefert würden. Bischof Nikolaus versprach dem Kapitän, dass nichts passieren würde, sie redeten sehr lange. Nikolaus sagte: „Vertrau‘ mir, Du wirst bestimmt keinen Ärger bekommen.“ Und schließlich gab ihm der Kapitän zwölf Säcke Korn für die Hungernden in Myra, die damit nun endlich wieder Brot backen konnten.

Später erzählte man sich, dass der Handelsherr des Kapitäns die Säcke nachgezählt und das Getreide gewogen hätte und alles wäre in Ordnung gewesen, nicht ein winziges Körnchen hätte gefehlt... Ein Wunder war geschehen, weil der Kapitän dem Bischof Nikolaus geglaubt hatte!

Es gibt noch viele andere Geschichten und Legenden, die vom heiligen Nikolaus erzählen. Als Nikolaus alt war und starb, waren die Menschen sehr traurig. Auch aus anderen Ländern eilten sie nach Myra, um den toten Bischof noch einmal sehen zu können. Seeleute, die in viele ferne Länder fuhren, hatten dort oft von ihm erzählt - so ist er über alle Grenzen hinaus für seine Liebe zu den Menschen bekannt geworden.

Und sie haben ihn nie vergessen. Viele besuchen noch heute sein Grab in Bari, einer großen Stadt in Süditalien. Dort wird jedes Jahr ein Fest gefeiert und zwar an dem Tag, als seine Gebeine von Myra nach Bari gebracht wurden. Das war am 8. Mai im Jahr 1087. Fremde Menschen hatten Myra überfallen und ausgeraubt und die Bewohner flüchteten ins Gebirge. Kaufleute aus Bari haben das Geschehen miterlebt und ihnen gelang es, die Gebeine des heiligen Nikolaus‘ vor den Plünderen zu retten und in ihre Stadt zu bringen.
Man baute dort eine wunderschöne Kirche für seinen Heiligenschrein und nannte sie „Basilika S. Nicola“. Auch das große Fußballstadion in Bari trägt jetzt den Namen des Bischofs.

Nikolaus wird heute als Schutzpatron der Kinder, Bäcker und Seeleute verehrt und am sechsten Dezember feiern Kinder in vielen Ländern Jahr für Jahr seinen Namenstag...

Montag, 1. Dezember 2008

Wort Gottes für den Tag - Dienstag, 2. Dezember

Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er, sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib. Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist. An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig (Jes 11,1-10).


Die Lesung des heutigen Tages spricht von einem Reis, einem Spross, der aus dem Stumpf, d. h. aus dem Geschlecht Isais, des Vaters Davids (Jesse, wie wir ihn im Lied nennen), entspringt. Auf ihm ruht der Geist des Herrn. Dieser Geist wird bewirken, dass der Wolf beim Lamm wohnt und der Panter beim Böcklein liegt. Todfeinde sind sie, kein Wolf würde sich einem Lamm nähern ohne die Absicht, es fressen zu wollen. Aber Gottes Geist ist ein guter Geist. Gott möchte Gerechtigkeit unter seinen Geschöpfen, er möchte Erkenntnis und Gottesfurcht. In dieser Erkenntnis des Guten sind alle Unterschiede auf der Welt aufgehoben und alle Geschöpfe nehmen einander ohne Angst an. Wie der Wolf beim Lamm liegt, so sollen auch wir Menschen zueinander finden. Die Adventszeit bietet sich dazu an, Frieden zu stiften, wo Menschen entzweit sind; sie bereitet vor auf die Ankunft des Friedensfürsten.

Christen haben diesen Text als Ankündigung des Kommens Jesu interpretiert, und in der Tat verkündet Jesus in seiner Botschaft genau das, wovon Jesaja spricht: Gerechtigkeit und Frieden, Befreiung und Heilung; er widerspricht den Mächtigen und Gewalttätigen. Im Kommen Jesu bricht das Reich Gottes an, das freilich denen verborgen bleiben mag, die Gott hinter Gesetzen verstecken wollen. Das Reich wird denen offenbart, die unmündig und arm sind, denn ihnen wird in Christus die Befreiung zugesagt.

Sonntag, 30. November 2008

1. Dezember: Welt-Aids-Tag


Die Zahlen belegen es: Wir dürfen Aids nicht vergessen. Aids ist weltweit eine Katastrophe. Und auch bei uns infizieren sich immer mehr Menschen; 2007 so viele wie noch nie seit die Infektionen erfasst werden.

Was viele vergessen (oder gar nicht mehr wissen): Aids ist nicht heilbar. Nur weil wir kaum Aidskranke in der Öffentlichkeit sehen und sie dank moderner Medikamente länger leben, ist die Krankheit nicht verschwunden. (Und ganz nebenbei bemerkt: Der Medikamenten-Cocktail, den Aidskranke einnehmen, ist kein "Softdrink". Er schränkt die Lebensqualität ein und kann erhebliche Nebenwirkungen haben.)

Die Aids-Schleife: ein rotes Bekenntnis. Sie ist das prägnante Zeichen des Welt-Aids-Tags. Schön, alarmierend, offen und schick. Die rote Schleife, englisch: red ribbon, auch als „Aids-Schleife“ bekannt. Sie ist weltweit das Symbol der Solidarität, für Mitmenschlichkeit.Die Schleife ist Ausdruck für Verlust, Trauer, Leid, Angst, Krankheit – und für verständnisvolle Zuwendung und tatkräftige Unterstützung.

Rot ist die Farbe der Liebe, des Herzens, des Blutes – und der Gefahr. Rot ist die Warnung vor den Gefahren von Aids und den damit verbundenen sozialen Folgen: Armut, Stigmatisierung und Ausgrenzung. Ob bei der Oscar-Verleihung oder auf der Straße, ob am Blouson von Elisabeth Taylor und Sharon Stone, an der Jacke von Richard Gere oder Lady Di oder dem Pullover von Lieschen Müller: Wer die Aids-Schleife trägt, zeigt Flagge.

Geschichte: Der Welt-Aids-Tag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und 1988 zum ersten Mal von der Weltgesundheitsorganisation WHO durchgeführt. Inzwischen haben die Vereinten Nationen eine eigene Organisation für den Kampf gegen Aids gegründet, UNAIDS, die auch den Welt-Aids-Tag ausruft.

International: Das internationale Motto der Welt-Aids-Tag-Kampagnen für die Jahre 2005 bis 2010 lautet „Stop AIDS. Keep the Promise!". Es erinnert daran, dass im Juni 2001 Politikerinnen und Politiker aus 189 Ländern auf einer Sondersitzung der Vereinten Nationen das Versprechen gaben, HIV und Aids national und international stärker zu bekämpfen – ein Versprechen, das in großen Teilen immer noch nicht erfüllt ist.