Samstag, 27. Dezember 2008

Kirchenkrippe in Grüfflingen

Zum Fest der Heiligen Familie


Zur Menschwerdung des ewigen Wortes gehört die Realität einer menschlichen Familie. Zur Menschheit Jesu gehört die Erfahrung von Geborgenheit und Annahme. Zu ihr gehört die Erfahrung, lernen zu müssen, was Zusammenleben auf engstem Raum vom Einzelnen verlangt. Zu ihr gehört auch das Aushalten von Not und Mangel bis hin zu der Erfahrung, wie kostbar Solidarität und menschliche Anteilnahme in schweren Stunden sein können.

So meine ich: Wir sollten mit diesem Fest der Heiligen Familie von damals den Dank an Gott verbinden für alle heiligen und weniger heiligen Alltagsfamilien heute. Behalten wir uns angesichts des Geredes über kaputte Ehen und Familien den Blick für die Wirklichkeit der vielen gelingenden Ehen und Familien, von denen unsere Gesellschaft lebt. Und auch dort, wo menschliche Schuld, manchmal auch ein unverschuldetes Geschick Ehen zerstört und Familien ins Schleudern bringt: Wir haben kein Recht, ausschließlich auf das Kaputte und das Misslingen von Beziehungen zu schauen.

Wir dürfen feiern, was Gott auch heute schenkt: dass ein Mann und eine Frau in Treue zueinander stehen, dass sie Kindern das Leben schenken und ihnen helfen, ins Leben hineinzuwachsen, dass jüngere für ältere Familienmitglieder sorgen, manchmal bis hin zu einem heroischen Durchhalten von Dienstleistungen über Jahre hinweg, etwa bei Pflege und Krankheit. Wir dürfen feiern, dass Gott in sakramentalen Ehen Menschen die Gnade schenkt, durch diese Verbindung die Treue Christi zu seiner Kirche für uns alle aufleuchten zu lassen.

Es ist ein Segen, dass es Familie gibt. Und dass es dort auch chaotisch zugehen kann, dass es dort auch Neurotisches und Krankhaftes, ja sogar Verbrechen geben kann – das alles darf uns nicht abhalten, die Familie zunächst einmal als ein Geschenk Gottes für uns Menschen anzusehen, geheiligt durch das Leben des Gottessohnes in einer menschlichen Familie zu Nazareth, geheiligt durch den Glauben und die Geduld und die Alltagsliebe so vieler christlicher und auch nichtchristlicher Menschen. Auch heute noch finden unzählige Menschen in Ehe und Familie ihr eigenes Glück und auch heute noch werden unzählige Menschen in ihren Familien zum Segen für ihre Angehörigen. Heute – am letzten Sonntag des Jahres ist eine gute Gelegenheit, dafür einmal bewusst Gott zu danken.

Bischof Joachim Wanke, Erfurt
Aus der Predigt am Fest der hl. Familie am Silvestertag 2006 im Erfurter Dom
Quelle: www.bistum-erfurt.de/aktuell

Es ist ein Segen, dass es Familie gibt

Herr, welch ein Segen ist es,
nach Hause kommen zu dürfen,
die Füße unter den Tisch zu stellen und das Mahl zu genießen,
das uns bereitet wurde.
Herr, welch ein Segen ist es,
eine Wohnung zu haben, in der ich mich wohl fühle,
in der es warm und gemütlich ist
und in der ich sein darf, wie ich bin.
Herr, welch ein Segen ist es,
geborgen zu sein, eine Familie zu haben
und füreinander einzustehen,
auch wenn wir uns manchmal auf die Nerven gehen.
Komm, Herr, sei bei uns, wohne mit uns.
Halte die Balance des Friedens und des Verstehens,
der Rücksichtnahme und der gegenseitigen Achtung.
Komm, Herr, sei bei uns, und wohne mit uns. Amen.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Die Pfarre Reuland feiert ihren Pfarrpatron

Der Kontrast zwischen dem Gesang der Engel und ihrer Botschaft des Friedens gestern und der Ermordung des Stephanus heute könnte nicht größer sein. Leben und Sterben liegen oft sehr nah beieinander. Gestern noch feierten wir die Geburt des göttlichen Kindes im Stall von Betlehem. Heute schon feiern wir den Gedenktag des ersten Märtyrers, der für das Bekenntnis zu diesem Kind sein Leben ließ. Der Hl. Stephanus starb für die Überzeugung, dass mit Jesus Gott selbst in die Welt kam.

Die Parallelen zwischen seinem Tod und Jesu Tod sind überdeutlich. Beide sind für die Wahrheit des Glaubens eingetreten und haben für diese Wahrheit ihr Leben hingegeben. Stephanus hat wie Jesus im Angesicht des Todes Gott um Erbarmen für seine Verfolger gebeten. Ein Mensch mit christusähnlichem Antlitz. Solch ein Mensch der Liebe und der Wahrheit kann den Himmel offen sehen, der für andere verschlossen bleibt.

Im 21. Jahrhundert ist ein solches Bekenntnis zwar normalerweise nicht mehr tödlich. Dennoch braucht es manchmal Mut, dazu zu stehen, dass man als Christ oder Christin an Jesus, den Sohn Gottes, glaubt.
Furchtlose Menschen wie Stephanus sind daher Vorbilder auch für unsere Zeit.

Wer sich an ihnen orientiert, wird auch dann "Ja" zu Christus sagen, wenn die Lichter am Christbaum erlöschen und der Weihnachtsglanz dem Alltag weicht.

Mehr zu diesem Heiligen Hier: www.heiligenlexikon.de

Wenn ich Stephanus hieße

Wenn ich Stephanus hieße, würde ich meinem Namenspatron alle Ehre machen. Dann würde ich mich wie er sozial engagieren. Richtig, nicht bloß so ein bisschen sozialen Touch. Nein, ganz praktisch.
Wenn ich Stephanus hieße, dann wäre ich Diakon. Nicht mit Weihe, aber der Haltung nach. Wenn ich Stephanus hieße, wäre ich Zeuge. Dann kriegte ich Ärger, weil ich Christ bin. Im Betrieb etwa.
Dann würden die Leute merken, dass ich Profil habe und Biss. Dass ich nicht alles mitmache, dass es irgendwo Grenzen gibt für mich. Von meinen Werten her.
Und ich würde kein Hehl daraus machen, warum. „Weil ich Christ bin", würde ich sagen. Auch wenn sie mich dann mitleidig belächeln und mich nicht mehr einladen zu ihrer Sylvesterparty. Oder wenn sie mich bei der Beförderung übergehen. Das nähme ich in Kauf. Da hätte ich meinen Stolz. Auch wenn sie Steine werfen würden. Dann erst recht. Ich würde nicht umkippen. Ich bliebe ein Zeuge. Ich bliebe konsequent. Wenn ich Stephanus hieße.
„Ach wie gut, dass jeder weiß, dass ich doch nicht Stephanus heiß!"

(nach: Hermann Josef Coenen, Und dennoch bleibe ich, Patmos Verlag, Düsseldorf 1993)

Das Weihnachtsfest der Tiere

Die Tiere diskutierten wieder einmal über Weihnachten. Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. "Na klar, Gänsebraten !", sagte der Fuchs. "Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?". "Schnee!", erwiderte der Eisbär. "Viel, viel Schnee!", und er schwärmte verzückt "Weiße Weihnachten! - einfach herrlich ! "

Das Reh aber sagte: "Ich brauch' einen Tannenbaum ! Sonst kann ich nicht Weihnachten feiern". "Aber nicht zu viele Kerzen!", heulte die Eule. "Schön schummerig und gemütlich muss es sein. Stimmung eben ist die Hauptsache !". "Aber mein neues Kleid muss man sehen !", sagte daraufhin der Pfau. "Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten . Und Schmuck !", krächzte die Elster. "Jedes Jahr Weihnachten kriege ich was ! Ein Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten."

"Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen !", brummte der Bär. "Das ist doch die Hauptsache. Wenn es das nicht gibt und alle die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten! "Mache es doch wie ich ! ", sagte der Dachs "Schlafen, nur Schlafen und das ist das Wahre -Weihnachten heißt für mich, mal richtig auszuschlafen.

"Und saufen !, ergänzte der Ochse, "mal richtig einen saufen und dann schlafen !" Aber dann schrie er auf einmal : "Au !" Der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt. "Du Ochse ! Denkst du denn nicht an das Kind ?" Daraufhin senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte "Das Kind ? Ja, das Kind ! Das ist doch die Hauptsache ! Übrigens, "fragte er dann den Esel "Wissen das die Menschen eigentlich auch ?"

(Herkunft unbekannt)

Außenkrippe in Bracht




Mittwoch, 24. Dezember 2008

Frohe Weihnachten

Konzert und Krippenspiel in Aldringen

Die Christmette in Aldringen wird heute Abend um 18,30 Uhr eingeleitet durch ein besinnliches Weihnachtskonzert. So können wir uns einstimmen lassen auf die Feier der Geburt Jesu um 19,00 Uhr. Mitwirkende sind an diesem Abend 'Cantica' und die 'Cinderellas', unter der Leitung von Ingrid LENTZ-Hahn, sowie die Krippenspielgruppe, die Tanzgruppe und viele, viele andere Helfer hinter den Kulissen. - Ein Erlebnis, das wir uns nicht entgehen lassen sollten.

Die Fotos aud dieser Seite zeigen einmal die Gruppe 'Cantica',
sowie Aufnahmen der Krippenlandschaft von Aldringen.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Der neue Pfarrbrief Für den Monat Januar ist da!





Gottesdienstordnung für Januar

Klicken Sie Hier

Die Sternsinger kommen



In den kommenden Tagen werden Jungen und Mädchen als Sternsinger durch die Dörfer ziehen. Sie freuen sich, wenn ihr ihnen die Tür öffnet. Sie möchten singen, den Häusern den Segen anzeichnen und für Projekte sammeln, die Kindern weltweit überleben helfen.

Herzlichen Dank für eure Freigebigkeit!

Montag, 22. Dezember 2008

Weisheit des Tages ...


Es ist sehr fraglich,
ob Gänse, Karpfen und Truthähnedas Weihnachtsfest als Erlösung betrachten.
Gerrit Vissers (1887-1952)

Die 4 Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, daß man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden". Ihr Licht wurde immer kleiner und erlosch.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüßig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen." Ein Luftzug brachte die Kerze zum Erlöschen.

Traurig und leise meldete sich die dritte Kerze: "Ich heiße Liebe, aber ich habe keine Kraft mehr. Die Menschen sehen sich nur noch selber und nicht die anderen, die sie liebhaben sollen." Mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht erloschen.

Da kam ein Kind ins Zimmer herein und fing fast zu weinen an: "Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein"!

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort: "Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!"

Da nahm das Kind diese Kerze und zündete mit ihrer Flamme auch die anderen Kerzen wieder an.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Es ist ein Ros' entsprungen

Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor … Ein vertrautes Bild, vertrauter noch, wenn wir es in den Worten des Weihnachtsliedes ausdrücken: „Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art“. Isai, lateinisch Jesse, war der Vater des Königs David, der Stammvater des Hauses David gewissermaßen. Aus diesem Haus und Geschlecht Davids, das politisch bereits abgestorben scheint, wächst ein junger Trieb heraus, der es zu neuer Blüte führt.

Die Christen haben dieses Bild auf Jesus übertragen, die Blüte aus dem Geschlecht Davids. Im Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“, ist Maria dieser junge Zweig, das Reis oder Ros‘, das die Blüte, Jesus Christus hervorbringt. Und hat sich diese Prophezeiung nicht tatsächlich in Jesus erfüllt? Der Geist des Herrn lässt sich auf ihn nieder … er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes wie es recht ist … er steht da als Zeichen für die Nationen

Die Adventszeit als Zeit der Bereitung auf das Kommen Gottes in unsere Welt fordert uns auch auf, darauf zu schauen, was in uns neu zum Blühen gebracht werden kann. Der folgende Text kann uns dabei behilflich sein zu schauen, wo und wie wir dem Geist Gottes, der sich auf uns in Taufe und Firmung niedergelassen hat, Raum geben können, so dass die Menschen etwas von Gottes Kraft und Gegenwart in dieser Welt spüren.

Da kommt Einer - und Du übersiehst ihn!
Da geht Einer auf Dich zu - und du bist verschlossen!

Da klopft Einer bei Dir an - und Du verschläfst ihn!
Da tritt Einer bei Dir ein - und Du bist außer Haus!
Da wohnt Einer bei Dir - und Du wirfst ihn raus!

Da will Einer sich mitteilen - und Du schneidest ihm das Wort ab!

Da wartet Einer auf Dich - und Du zeigst ihm den Rücken!

Da fragt Einer um Hilfe - und Du verhärtest Dein Herz!

Da lässt Einer Geschenke zurück - und Du vergräbst sie!

Da hat Einer unendlich Zeit - und Du bist nie zu sprechen!

Da bringt Einer Ruhe - und Du bist zerstreut!

Da kommt Einer - und Du siehst nur Dich!

Solange Er immer noch kommt - kannst Du Dich ändern!

(Autor unbekannt)