Samstag, 3. Januar 2009

Waren die Sterndeuter Dickköpfe?


Die Sterndeuter sind eine besondere Gruppe von Menschen. Man muss schon sehr beharrlich sein, wenn man einen neugeborenen König sucht und der Stern einen in die Wüste führt spätestens hier hätten andere aufgegeben. Man muss schon sehr beharrlich sein, wenn man im königlichen Palast zu hören bekommt, man wisse nichts von einem Neugeborenen. Spätestens hier hätten andere aufgegeben. Und man muss schon besonders beharrlich sein, wenn man trotz dieser Enttäuschungen weiterhin dem Stern folgt, obwohl er einen genau dahin führt, wo nun wirklich kein König zu vermuten ist: nach Betlehem, zu armen Leuten, die nicht einmal eine anständige Wohnung haben ...

Aber es ist genau diese Dickköpfigkeit, die die Sterndeuter zum Ziel führt: diese Beharrlichkeit, diese Treue zu dem, was sie einmal als richtig erkannt haben.

Die Sterndeuter sind Menschen des Glaubens. Sie lassen sich durch den Stern herausrufen aus ihrer Welt. Sie machen sich auf den Weg, den der Stern ihnen weist, und geben nicht auf, auch wenn dieser Weg ins Dunkel führt.

So müssen wir uns heute fragen lassen: Bin ich noch auf der Suche? Lasse ich mich herausrufen? Bin ich bereit, neue Wege zu gehen, oder habe ich mich - auch in meinem Glaubensleben - schon mehr oder weniger eingerichtet und möchte ungestört leben?

Wer dem Stern folgt, der kommt garantiert zum Kind an der Krippe und findet das, was für ihn wichtig ist. Allerdings, dazu braucht es eine gehörige Portion Beharrlichkeit.

Kirchenkrippe in Bracht

Außenkrippe in Weweler

Freitag, 2. Januar 2009

Bischöflicher Segen für die kleinen Könige

900 Kinder beim bistumsweiten Start der 25. Sternsingeraktion mit Bischof Aloys Jousten in Lüttich (von Lothar Klinges)

Die 25. ostbelgische Sternsingeraktion ist eröffnet. Aus vielen Teilen des Bistums hatten sich am Dienstag rund 900, darunter 750 aus Ostbelgien, als Könige verkleidete Mädchen und Jungen mit ihren Betreuern bei Minusgraden und strahlendem Himmel auf den Weg in die Bischofsstadt gemacht.
Ziel war die zentrale Feier mit Bischof Aloys Jousten in der Lütticher Kathedrale, wo er die Sternsinger mit dem Segen aussandte. In den kommenden Tagen werden in ganz Ostbelgien und in zahlreichen Pfarren des französischsprachigen Teils des Bistums rund 2000 kleine Könige von Tür zu Tür ziehen, den Segensspruch schreiben und für Not leidende Kinder auf der ganzen Welt Spenden sammeln.
„So viele Könige auf einmal habe ich in der Kathedrale noch nicht gesehen“, freute sich Bischof Aloys Jousten, der zugleich von einem Zeichen der „Verbundenheit und Geschwisterlichkeit“ zwischen den beiden Sprachgruppen seines Bistums sprach, die zunächst einmal Anerkennung und Ermutigung verdienten. „Ihr bringt den Segen zu den Menschen. So seid ihr dem lieben Gott sehr ähnlich, denn er hat Jesus in die Welt gesandt, um deutlich zu machen, wie sehr er die Menschen liebt“, sagte der Bischof. „Ich sende euch zu allen Leuten, damit ihr für sie Segensbringer und selbst ein Segen werdet.“
Der Missio-Diözesandirektor und Nationalsekretär des Kindermissionswerkes in der DG, Jean Lazarus, der vor 25 Jahren die Sternsingeraktion in Ostbelgien initiiert hat, sprach im Angesicht so vieler kleiner Könige von dem „schönsten Geburtstagsgeschenk“, dass man ihm und der gesamten Aktion zum silbernen Jubiläum gemacht habe. Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder suchen Frieden" und beleuchtet besonders die Gewaltproblematik im lateinamerikanischen Kolumbien Die Kinder hatten sich auf die Aussendungsfeier vorbereitet und über 600 Bilder zum Jahresthema gezeichnet, die auf großen Fahnen in der Kathedrale und im Chorraum zu sehen waren. Bischof Aloys Jousten rief die Kinder auf, „Friedensbringer zu sein, „denn der Segen Gottes ist immer voller Güte und Liebe“. Dass sie dies als Gruppe tun, zeige, dass sie nicht im eigenen Namen, sondern „als Gesandte, die Christus in die Häuser bringen“, unterwegs seien.
Alsdann segnete der Bischof die Kreide, mit der die Sternsinger den Segensspruch in den nächsten Tagen an den Häusern schreiben. Er und die einzelnen Sternsingergruppen erhielten eine geschmückte Geburtstagskerze für den heimischen Altartisch. Jedes Kind erhielt vom Bischof ein Foto von seiner China-Reise, das ein einheimisches Kind auf seinen Armen zeigt. „Auch ihr Sternsinger seht weltweit“, kommentierte er sein Geburtstagsgeschenk. Als weiteres Andenken erhielt jede(r) Sternsinger(in) einen bunten Zier-Drachen aus Baumwollfäden aus Kolumbien, Cometa genannt, der als Symbol für Frieden und Freiheit steht. Zum Abschluss segnete der Bischof die Jungen und Mädchen und schrieb in Begleitung einiger Sternsinger den Segensspruch 20*C+M+B+09 - Christus Mansionem Benedicat (Christus segne dieses Haus) am Hauptportal der Kathedrale. „Das fand ich sehr ermutigend“, meinte Jean Lazarus danach, der darin auch einen Hinweis erkannte, den Segen auf die Türen der heimischen Pfarrkirche zu schreiben.
Nach der Feier, die vom Kodaly-Chor aus Born unter der Leitung von Helga Piette-Margraff und von Pfarrer Claude Theiss mitgestaltet wurde, erhielten die Kinder im Kreuzgang der Kathedrale einen Imbiss, so dass sich ein Verweilen in gemütlicher Runde geradezu anbot.

@ Umfangreiche Fotogalerie und Stimmen auf der Website der ostbelgischen Regionalkirche www.ostbelgien.catho.be



Einige Stimmen von Begleitpersonen:
Marianne Peters (44) aus Lascheid: „Ich bin seit sechs Jahren Begleiterin und bin begeistert, wie man Kinder dazu begeistern kann, Gutes für andere Kinder zu tun, sich Mühe zu geben und nicht einfach vor dem Fernsehgerät zu sitzen, damit andere Kinder es besser haben.“


Hubert Simons (49), Igelmonderhof: „Als Religionslehrer unterstütze ich sehr gerne dieses Projekt. Die Aktion ist erzieherisch-pädagogisch sehr wertvoll, da sie unseren Kindern bewusst macht, was Kinder in der weiten Welt erleiden. So entwickeln sie ein Gefühl für Gerechtigkeit und entdecken, dass sie sich nicht passiv, sondern aktiv für mehr Gerechtigkeit und Toleranz einsetzen können. Den Segen zu den Menschen bringen, d. h. Gottes Liebe weitergeben, finde ich ganz wichtig.“

Andrea Hillen (42) aus Thommen: „Seit zehn Jahren begleite ich die Sternsinger. Es bewegt mich immer sehr, die Euphorie der Kinder zu sehen, ihre Augen zu sehen, wenn sie von Haus zu Haus ziehen und mit einer tollen Summe zurückkehren und wissen, wofür sie es getan haben. Hier zeigt sich, dass Kinder wirklich Kindern helfen und nicht tatenlos zusehen.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Danke

Liebe Mitchristen im Pfarrverband Reuland

Am Ende dieses Jahres DANKE ich all jenen, die sich in unserem Pfarrverband eingesetzt haben. Ihr tragt dazu bei, dass unser Pfarrverband lebt.
Herzlichen Dank.

Unser Pfarrverband hat auch in diesem Jahr wieder eine schöne und tiefgehende Weihnachtszeit erleben dürfen. In den vielen Gottesdiensten zwischen Heilig Abend und Neujahr haben viele von uns Gott loben und preisen können für das Geschenk der Menschwerdung Jesu.

Danken möchte ich unter anderem
- den Krippenbauern, welche die Krippen in den Pfarrkirchen und in den Kapellen, sowie auch an verschiedenen Stellen draußen aufgebaut haben.
- den Kindern und Begleitpersonen, die Krippenspiele geprobt und begeisternd aufgeführt haben.
- den Mitgliedern der Kontaktgruppen Liturgie, Cariatas und Katechese.
- den Mitgliedern der Kirchenvorstände.
- jenen, die unsere Pfarrkirchen und Kapellen geschmückt und hergerichtet haben.
- unseren Organisten und unseren Chören.
- den Ministrant(inn)en, Lektor(inn)en und Kommunonhelfer(inne)n
- den Katecheten, die Kinder auf die Erstkommunion und die Firmung vorbereiten.
- Unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Küsterinnen und Küstern in den Pfarrkirchen und Kapellen...
- jenen, die geputzt und sich um so vieles gesorgt haben.
- den vielen, die mir und den beiden anderen Priestern, Batti Hack und Willi Kessel, liebe Weihnachts– u. Neujahrswünsche übermittelt haben.
- für Eure rege Teilnahme an den Gottesdiensten, die aktiv mitgestaltet und mitgefeiert wurden.

Euch allen, besonders den Kranken und Betagten, wünsche ich den Frieden des in Bethlehem geborenen Retters.
Möge dieser Friede Euch an jedem Tag des NEUEN JAHRES 2009 begleiten.

Ludwig Hilger



Kirchenkrippe in Thommen

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Kirchenkrippe in Bracht



Rezept zum Jahreswechsel



Zum Gelingen des neuen Jahres möchte ich euch heute ein Rezept vorstellen:

„Man nehme ein irdenes Gefäß, reinige es mit klarem Wasser der Erkenntnis
und reibe es aus mit dem scharfen Sand der Vergebung, man entferne Bitterkeit und Geiz, Kleinlichkeit und Angst, auf dass nichts Giftiges und nichts Verderbliches mit ins neue Jahr gerate!

Dann gebe man in dieses Gefäß:
5 Kilo Hoffnung,
denn ohne sie wäre der Start schon verpasst;
ein halbes Kilo Zufriedenheit,
denn ohne sie wäre jeder Tag eine Plage.
Ein halbes Kilo Gelassenheit
und ein halbes Kilo Ausgeglichenheit sind nötig,
sonst wäre jeder Tag zu stressig.
Geduld braucht es mindestens ebenfalls so viel
und einen gewaltigen Schuss Humor,
sonst wäre das neue Jahr nicht zu ertragen.
Eine Prise Rücksicht und Demut sollte auch nicht fehlen,
denn du bist nicht der Nabel der Welt.
Eine Portion Optimismus braucht es,
sonst versinkst du ins Grübeln.
Das Ganze rühre man fleißig um und
gebe immer wieder vom Öl des Gottvertrauens dazu!

Man erwärme alles auf dem Feuer der Liebe
und achte sorgfältig darauf,
dass der Inhalt nicht erkalte.

Wenn du täglich
mit dem Löffel der Beharrlichkeit ein kräftiges Gebet dazu fügst,
wird der Schimmel der Verzagtheit nicht aufkommen,
das Jahr wird nicht verdunkelt,
vielmehr wird Zuversicht deine Tage hell machen
und Gottes Segen dich begleiten“.

Gottes Segen für das Neue Jahr 2009 wünscht von Herzen

Der Webmaster, Rektor von Bracht&Maspelt, Ludwig Hilger

Dienstag, 30. Dezember 2008

Kirchenkrippe in Oudler



Anita Michaelis: Küsterin in Bracht

Seit 23 Jahren ist Anita Michaelis-Maraite - neben dem Heiligen Geist - der gute Geist in der Kirche in Bracht. Als Küsterin bereitet sie die Kapelle für liturgische Feiern vor und sorgt sich um den Blumenschmuck. Die Liebe zu diesem Dienst sieht man ihr an, wenn man ihr bei der Arbeit zuschaut. Natürlich hat sie auch schon mal Stress, denn neben der Kirche hat die gelernte Altenpflegerin noch eine Familie zu versorgen.

Anita Michaelis erinnert sich noch gut daran, wie sie zu dieser Tätigkeit kam. Der damalige Rektor Franz Jaegers beauftragte sie ab und zu schon einmal mit dem Tränken der Blumen in der Kirche. Sie hat diese Arbeit allem Anschein nach so gut gemacht, dass sie bald schon größere Verantwortung übertragen bekam. Inzwischen sind 23 Jahre ins Land gezogen und die Brachter können sich ihre Kirche ohne Anita kaum vorstellen.

Viele schöne Erinnerungen verbindet Anita Michaelis mit ihrer langjährigen Tätigkeit in der Kirche. Obwohl es nicht immer nur „schöne“ Einsätze sind. Der Dienst bei Beerdigungen gehört nämlich genauso dazu, wie die Arbeit an „schönen“ Tagen etwa bei festlichen Gottesdiensten an Weihnachten und Ostern, Taufen oder Hochzeiten.

Neben ihrer Tätigkeit als Küsterin singt sie mit im Kirchenchor, stimmt in den Werktagsgottesdiensten die Lieder an und ist auch sonst immer bereit zum mitmachen, wenn es darum geht ein Fest vorzubereiten.

Jede Woche Freitagabend, Wochentagsmesse, 14-tägig Sonntagsgottesdienst, Anita kennt keinen Leerlauf. Gewissenhaft und auf die für sie so typische unauffällige und bescheidene Art leistet sie ihren Dienst. Und so hoffen und wünschen wir uns in Bracht, dass wir Anita noch lange behalten.

Im Namen aller Brachter möchte ich ihr meinen Dank und meine Anerkennung für ihren treuen Dienst aussprechen.

Ludwig Hilger, Rektor von Bracht und Maspelt

Montag, 29. Dezember 2008

Für Trauernde da sein


„Wer ist da für die Trauernden?“

Zu dieser Thematik bietet der ' Arbeitskreis kirchlicher Erwachsenenbildung' (AKE) im Januar 2009 wieder ein Wochenende in der Bildungsstätte Kloster St. Raphael in Montenau an und zwar von Freitag, 9.Januar 2009 um 18 Uhr bis Sonntag 11.um 15 Uhr 30.

Alle Menschen, die Trauer besser verstehen und Trauernde besser begleiten wollen sind zu dieser Tagung herzlichst eingeladen.

-Was leben Menschen nach dem Tod eines Nahestehenden?
-Wie lange kann Trauer dauern?
-Wie sollte ich einem trauernden Menschen begegnen?
Für solche und ähnliche Fragen gibt es in diesem Seminar Zeit und Raum.

Das Wochenende ist auch eine Gelegenheit sich einmal mit dem Thema „ Tod' auseinander zu setzen. Fritz Roth, der bekannte Bestatter aus Bergisch Gladbach sagte im vergangene Jahr auf einem Forum in Eupen: „Wenn wir die Realität des Todes begreifen dann können wir dem Leben wieder mehr Würde und Dynamik geben“.

Die Teilnehmerzahl zu dieser Veranstaltung ist begrenzt.

Interessierte erhalten gerne weitere Auskünfte bei den Kursleiterinnen:
Margot Piel- Herren: Tel. 087/554436
Marita Hilgers- Dahmen: Tel. 087/657180

Kirchenkrippe in Lengeler

Sonntag, 28. Dezember 2008

Spruch des Tages




Wer seinen Nächsten verurteilt,
kann irren;
wer ihm verzeiht, irrt nie.

(Karl Heinrich Waggerl)


Kirchenkrippe in Steffeshausen