Mittwoch, 22. Juli 2009

Das Gleichnis vom Sämann

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen.

Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre! (Mt 13,1-9)
Herr,
du bist der Sämann,
der Same ist dein Wort.
Ich selber bin der Boden.

Manchmal da bin ich wie felsige Erde:
Ich bin begeistert von deiner Botschaft,
aber sie geht nicht tief genug,
ich vergesse schnell wieder, was du mir sagst.

Ein andermal bin ich der festgetretene Weg.
Dein Wort kommt erst gar nicht an bei mir.
Ich beachte es nicht, nichts geht auf.


Auch gibt es da die Dornen in mir.
Sorgen und Stress, das Allerlei des Alltags,
ersticken dein Wort.
Es ist keine Zeit und kein Platz
für das, was du mir zu sagen hast.



Aber da ist auch der gute Boden in mir.
Wenn ich dir vertraue und dich liebe.
Wenn ich nach deinem Willen frage
und mein Leben auf dich baue.

Herr,
wenn auch vieles von deinem Wort
keine Frucht in mir und durch mich bringt,
so weiß ich doch:
ein Teil wird seinen Ertrag bringen,
dreißig, sechzig, ja vielleicht sogar hundertfach!
Darauf vertraue ich und danke dir dafür.

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