Sonntag, 26. Juli 2009

Wort Gottes für den Tag - Montag, 27. Juli 2009

Jesus verließ die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.

Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre! (Mt 13,36-43)

Weizen und Unkraut, Gut und Böse sind Wirklichkeiten unseres Lebens. Mit dem Bösen scheint es zu sein, wie mit dem Unkraut: Es wächst überall, und je mehr man sich bemüht, es auszureißen, umso mehr wächst es. Was hilft, ist das Wachstum des Weizens, des Guten zu stärken, damit sich das Böse weniger entfalten kann. Wobei unsere Geduld und unser Vertrauen in die Macht des Guten manchmal schon arg strapaziert werden. Andererseits sind wir in der Gefahr, manches für böse zu halten, was gar nicht so böse ist, nur weil es nicht unseren Vorstellungen vom Guten und Richtigen entspricht.

Jesus sagt ja in seinem Gleichnis, dass sich Weizen und Unkraut sehr ähnlich sind und es passieren kann, dass wir vor lauter Tatendrang mit dem Unkraut auch den Weizen ausreißen.

Überlassen wir also das Verurteilen dem Herrn der Ernte. Wir können und sollen dem Guten in unseren Herzen Raum geben, damit es wachsen und reifen kann und so das Gute in der Welt groß und mächtig wird.

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