Donnerstag, 27. August 2009

28. August: Hl. Augustinus

„Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade“ – dieses bekannte Wort passt ganz besonders zum heutigen Tagesheiligen, Augustinus. Obwohl durch seine Mutter Monika christlich erzogen, entfremdete er sich dem christlichen Glauben völlig, gehörte zur gnostischen Sekte der Manichäer, einer halbchristlichen Lehre, und suchte Karriere zu machen als Rhetorik-Professor in Mailand.

Nach langem inneren Kampf gab Augustinus, im Alter von 33 Jahren seinen Lehrstuhl der Rhetorik an der Schule von Mailand auf und zog sich im Herbst 386 auf das Landgut des Verecundus, eines Mailänder Kollegen bei Cassiciacum zurück. Dort verbrachte er in Gemeinschaft mit seiner Mutter und einigen Freunden mehrere Monate in fruchtbarer geistiger und seelischer Tätigkeit. Dort lernte er den Bischof Ambrosius kennen, dessen Predigten und Unterweisungen ihn so faszinierten, dass er sich in der Osternacht 387 zusammen mit seinem Sohn Adeodatus und seinem Freund Alypius taufen ließ.

Die Erfahrung des gemeinsamen Lebens mit gleichgesinnten Gottsuchern zu Cassiciacum hatte in ihm die Überzeugung geweckt, daß er berufen sei, in Gebet und Arbeit in klösterlicher Stille Christus zu dienen. Mit diesem Ziel vor Augen kehrte er nach Afrika zurück. Doch in Ostia starb seine Mutter. Dadurch verzögerte sich seine Heimkehr ein ganzes Jahr. Er verbrachte dieses Jahr in Rom sehr nutzbringend damit das Klosterleben in Rom kennen zu lernen . Nach seiner Ankunft in Thagaste gegen 388 gründete er mit einigen Freunden auf einem Besitz, den er von seinen Eltern geerbt hatte, eine Gemeinschaft von Laienmönchen. Von Thagaste aus verbreitete sich der Ruf seiner Frömmigkeit und Gelehrsamkeit.

Bei einem Besuch in Hippo Regius (Nordafrika) im Jahre 391 verlangte die dortige Christengemeinde einstimmig, dss er für ihre Geschäfts- und Hafenstadt zum Priester geweiht werde. Er empfing vom bejahrten Bischof Valerius die Priesterweihe und drei Jahre später die Bischofsweihe. Er war zunächst Hilfsbischof des Valerius, nach dessen Tod, wahrscheinlich im Jahre 396, wurde er Bischof von Hippo.


Als hoch verehrter Kirchenvater beeinflusst seine Lehre bis heute die Theologie des gesamten Westens.



Der um Bezete gelegene Landstrich ist als »Grünes Tunesien« bekannt. Es ist eine wunderschöne Gegend mit Hügeln, Bergen und fruchtbaren Ebenen. Das Wetter ist auch im Sommer etwas kühler als im Süden. Die Hotels an der Küste sind erstklassig.








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