Montag, 10. August 2009

Lorenzi gut, einen schönen Herbst verheißen tut.

Am 10. August feiert die Kirche einen, der zu den meist verehrten Heiligen gehört, den Diakon Laurentius. Er ist nicht nur ein großer Heiliger, sondern sein Namenstag ist ein entscheidender Lostag bei den Bauernregeln. Wie das Wetter an St. Lorenzi ist, davon hängt vieles ab ...

Schauen wir zunächst auf seine Person: Die Griechen nennen ihn sogar „Großmärtyrer“. Allein in Rom sind ihm über dreißig Kirchen geweiht. Papst Leo der Große sagte über ihn: „Das Feuer, das in ihm brannte, half ihm, das äußere Feuer des Martyriums zu bestehen.“

Viel Legendarisches rankt sich um sein Leben. Die Legende erzählt: Als Diakon von Rom war Laurentius in Vertretung des Papstes für die Verwaltung des örtlichen Kirchenvermögens und seine Verwendung zu sozialen Zwecken zuständig. Nachdem der römische Kaiser Valerian Papst Sixtus hatte enthaupten lassen, wurde Laurentius aufgefordert, alles Eigentum der Kirche innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Laurentius weigerte sich, umging diese Anordnung indem er das Kircheneigentum an die Armen verteilte und sie dem Kaiser als den ‚wahren Reichtum präsentierte‘.

Dieser Affront gegenüber dem römischen Herrscher kostete ihn das Leben. Kaiser Valerian ließ Laurentius mehrfach foltern und dann durch Grillen auf einem eisernen Gitterrost qualvoll hinrichten. 258 fand er den Tod.Im Martyrium zeigte er Größe und Fröhlichkeit, er pries Gott und betete. Seine Gebeine sind in S. Lorenzo beigesetzt, einer der sieben Hauptkirchen Roms.



Gott liebt einen fröhlichen Geber, so lesen wir es in der Epistel, die am Gedenktag des hl. Laurentius im Gottesdienst vorgelesen wird. Diese Eigenschaften trafen in einzigartiger Weise auf den heiligen Laurentius zu. Sein soziales Engagement und seine Zivilcourage haben ihm berühmt und bekannt gemacht. Indem er nach dem Tod Papst Xystus II. den Kirchenbesitz unter den Armen verteilte, auf den es der damalige römische Kaiser abgesehen hatte, erwies Laurenzius sich als wahrer Diakon seiner Kirche.

Die Leichtigkeit, mit der er sein Martyrium ertrug, darf aber wohl eher im Bereich der frommen Legende angesiedelt werden. So soll er auf dem glühenden Rost zu seinen Verfolgern gesagt haben: „Der Braten ist fast fertig gebraten, wendet ihn um und kommt dann zum Essen.“

Was er in seinem Leben reichlich gesät hat, wurde dadurch belohnt, dass sich sein Ruf schnell verbreitete. So gehörte er in kurzer Zeit zu den am meisten verehrten Heiligen der Kirche.






Der St. Laurenzius-Tag
ist in den Bauernregeln ein entscheidender Tag.
Das Wetter sollte schön, sonnig und warm sein:

Lorenzi gut, einen schönen Herbst verheißen tut.

Regnet's am Sankt Laurenztag, gibt es eine große Mäuseplag'.

Sonnenschöner Lorenz - du machst auch den Herbst zum Lenz.

Auf Laurentius Sonnenschein - folgt gutes Jahr und guter Wein;
doch mäßigen Wein gibt's heuer, wenn der Lorenz ohne Feuer.

Der Laurentius steht bei den Bauern in Gnaden,
weil bald die Gewitter nicht mehr schaden.

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