Mittwoch, 16. September 2009

Heiligengedenktag: Hildegard von Bingen


Wenn eine Frau in verworrenen Zeiten der Kirche mit „Feuereifer“ gepredigt, geforscht, gebetet hat und mit Gottes visionärem Geist gefüllt worden ist, dann diese große, vielleicht größte deutsche Ordensfrau: Hildegard von Bingen. Ihre momentane Popularität verdankt sie vermutlich weniger ihren Visionen, politischen Briefen und zeitkritischen Bußpredigten als vielmehr ihrem uralten und hochaktuellen Wissen über Anbau und Wirkung der Kräuter aus dem Klostergarten. Bei Hildegard von Bingen denken Menschen heute eher an warme Dinkelkissen als an dunkle Visionen, die sie „umbra lucis viventis - Schatten des lebendigen Lichtes“ nennt.

Von Kind auf ist sie visionär begabt. Aber keine weltfremde Mystikerin, sondern starke, herbe, fast harte Persönlichkeit, die weiß, was und wie sie es will. Sie stirbt am 17. September des Jahres 1179 in Rupertsberg, doch lebendig lebt sie mitten unter uns wie eh und je.

Im Einsatz für das Evangelium brennt sie in Liebe. Im mystischen Blick schaut sie das wirksame Feuer Gottes. Im Dienst an der Kirche predigt sie den hohen Herren lodernd den einen und einzigen Herrn der Kirche. Ihr Wissen um die Heilkraft der Kräuter ist heiß begehrt. Den Mitschwestern ist sie eine warmherzige und aufrechte Äbtissin. In der Politik mischt sie sich mit Feuer und Flamme ein. Ihr Leben war ein Sein im Schatten des lebendigen Lichtes. Kein Wunder also, dass sie leuchtet bis in unsere Zeit.



Interessante Links zu Leben und Werk der hl. Hildegard:
www.abtei-st-hildegard.de

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