Mittwoch, 30. September 2009

Wort Gottes für den Tag - Donnerstag, 01. Oktober 2009

Ein Mann redete Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.

Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben.
Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes!

Wir alle haben schon folgende Sätze ausgesprochen: „Man müsste schon längst, dieses oder jenes getan haben!“ – „Man sollte endlich anfangen das oder das zu ändern!“ – „Es gäbe viel zu tun, aber …ich habe keine Zeit, oder sagen wir ehrlicher, keine Lust !“ Solche und ähnliche Sätze gebrauchen wir immer wieder. Es geht manchmal aber auch anders herum. Dann bekommen wir gesagt: „Das schaffst Du nie! Dafür hast Du nicht die Kraft! Das bringst Du doch nie fertig!“?

Bei Jesus ist das anders. Jesus traut uns zu, dass wir
Nachfolge schaffen, dass durch uns das Reich Gottes Gestalt gewinnt, dass die Welt hoffnungsfroher und liebevoller, herzlicher und friedlicher wird. Das gelingt aber nur, wenn wir sagen: „Ja, da mache ich mit! Ja, da trage ich das Meine dazu bei! Ja, dafür hab ich Talent! Ja, das wäre doch gelacht!“ – Das gelingt auch nur, wenn wir nicht gleich wieder sagen: "morgen, morgen, nur nicht heute ...". Nein, nicht auf morgen verschieben, sondern gleich beginnen. Nachfolge Jesu heißt Exodus, "Auszug" aus Ruhe und Geborgenheit und heißt Abschied von menschlichen Bindungen, letzten Endes Abschied vom Ich, und das alles jetzt und ganz.

Die Heilige Schrif ist voll von solchen Leuten, die Nägel mit Köpfen gemacht haben und wussten: Ich brauche es nicht allein zu tun. ER ist mit seinem Segen bei mir. Und: Der Beistand
anderer Menschen bleibt nicht aus.

Ich bin mir sicher, dass es uns oft besser ginge, wenn wir uns wirklich unseren Aufgaben stellen, kleine und größere Erfolge ernten und erfahren: Es gelingt mir. Mein Dasein ist kostbar. Ich habe eine Berufung. Und: Ich kann ganz viel. Wir müssen nicht die ganze Welt verändern. Aber die Welt wird anders, wenn wir das Unsere tun. Dies wirkt vielleicht sogar ansteckend und andere machen mit.

Keine Kommentare: