Freitag, 18. September 2009

Wort Gottes für den Tag - Samstag, 19. September 2009

Der Apostel Paulus an seinen Schüler Timotheus: ... Wir haben nichts in die Welt mitgebracht, und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen

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Wer aber reich werden will, gerät in Versuchungen und Schlingen, er verfällt vielen sinnlosen und schädlichen Begierden, die den Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen. Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet.
Du aber, ein Mann Gottes, flieh vor all dem. Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut. (1 Tim 6,3ff)

Das Habenwollen hat seinen Ursprung im Absichern der eigenen Existenz und der Fürsorge für die eigene Familie und das ist an und für sich nicht schlecht.

Wenn aber Eifer und die Freude an der Arbeit zur Sucht wird, dann fangen die Probleme an. Immer, wenn etwas in die Sucht umkippt, wird es selbstzerstörend und gemeinschaftsschädigend:
Die Habsucht ist gierig und alle Mittel sind recht, um den eigenen Besitz und die eigene Macht zu vermehren. Der Kapitalismus, der nur noch von der Gier nach mehr gesteuert ist verliert die soziale Verantwortung aus dem Auge. Alle Mittel sind recht, um das eigene Ziel durchzusetzen. Diese Formen der Selbstsucht verengen den Blick und machen ein Leben in Frieden unmöglich.

All das ist mit der Botschaft Jesu nicht zu vereinbaren. Paulus beschreibt in seinem Brief ein Art Kontrastprogramm, wie wir leben sollen. Er nennt das die Weisheit von oben und beschreibt, wie das Leben gelingen kann, wenn wir uns vom Beispiel Jesu leiten lassen: Das unermüdliche Streben nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut.

Wenn wir die Weisheit von oben beherzigen, die Art zu leben, wie Jesus sie uns vorgelebt hat,
dann entsteht ein Klima, in dem alle Menschen in Frieden und Gerechtigkeit leben können. Die Weisheit von oben wirkt sich positiv auf unser Zusammenleben aus. Eifersucht, Streitsucht, Habsucht sind überflüssig, weil sie die falschen Ziele im Auge haben. Wer versucht, die Weisheit Gottes umzusetzen, für den ist es nicht mehr wichtig, wer der Größte, der Reichste, der Mächtigste ist. Denn er weiß: Vor Gott zählt, ob wir gütig, wohlwollend und aufrichtig mit unseren Mitmenschen umgehen.

Versuchen wir, die Welt mit Gottes Augen zu sehen.

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