Donnerstag, 29. Oktober 2009

Der neue Pfarrbrief ist da!

Die Gottesdienstordnung für den Monat November finden Sie Hier

Nicht nur, dass der Monat November mit dem Fest Allerheiligen beginnt, ist ein Grund zur Freude, sondern der ganze Monat ist geprägt von großen Heiligengestalten. Der November hat mehr Wärme und Licht als wir ihm zutrauen. Man muss nur daran glauben. Man muss nur daraus leben. (Gerhard Ebeds)

1.November: Allerheiligen Das Fest Allerheiligen lässt sich als eine Art „Erntedankfest“ verstehen – Dank für die Ernte des Lebens so vieler Menschen vor uns, die wie wir gelebt, ihr Leben genossen, aber auch gekämpft und gelitten haben und die zur Vollendung bei Gott gelangt sind. Wir selbst haben auch schon so einiges in die Erntescheune unseres Lebens eingefahren, sind aber immer noch mitten im Pflügen, Säen und Schwitzen.

Das Fest heute will uns Mut machen, im Blick auf das Ziel neue Kräfte zu sammeln und die Herausforderungen unseres Lebens anzunehmen.

2. November: Allerseelen - Der Gräbergang an diesen Tagen gehört immer noch zu den am meisten gepflegten Traditionen der Christen. Es ist gut, wenn es einen Ort gibt, zu dem ich kommen kann, um mich an Menschen zu erinnern, mit denen ich verbunden war und bin. Je mehr wir bereit sind in betender Weise an jene zu denken, die uns verlassen haben, umso näher werden sie uns sein; umso bereiter werden sie uns schützen und segnen.

11. November: Sankt Martin - Es gibt kaum einen Heiligen, um den sich so viele Legenden und Bräuche ranken, wie um den heiligen Martin. So gehen am Martinstag schon seit Jahrhunderten Kinder und Erwachsene in Umzügen und Prozessionen auf die Straße, um an die bekannte Mantelteilung zu erinnern und zu heischen. Auf diese Weise kann Martin, der Heilige der Nächstenliebe, uns immer wieder daran erinnern, wie wesentlich die Caritas zur Nachfolge Christi gehört.

Als Kirche und als Christen sind wir täglich neu herausgefordert, die frierenden Bettler unserer Tage zu sehen und mit ihnen unseren Soldatenmantel, wie immer dieser auch aussehen mag, zu teilen.

"Indem Martin Gutes tut,
wird er nicht arm,
vielmehr begegnet er Christus selbst.
Er findet im Geben und Teilen den Sinn,
Christus, der seinem Leben Gestalt gibt
und geben wird."
Gebhard Fürst (Bischof von Rottenburg)



19. November: Hl. Elisabeth von Thüringen
- Eine Legende über die heilige Elisabeth besagt, dass sie ihre landgräfliche Krone abgesetzt und vor den Gekreuzigten gelegt habe. Christus ist ihr König, dem sie ihr ganzes Leben anvertrauen möchte. Und so teilt Elisabeth in Überfülle von den Fähigkeiten aus, die sie von Gott geschenkt bekommen hat.

Am Festtag der heiligen Elisabeth werden wir uns neu bewusst: Der Herrgott hat mich als Rose gedacht: er will, dass ich blühe.Immer wenn wir unsere Berufung leben, sagen die Menschen: Gott ist noch da, er hat sich nicht von den Menschen zurückgezogen.



22. November: Christkönigssonntag
- Wir feiern den letzten Sonntag im Kirchenjahr, den Christkönigssonntag. Mit Königen und Königinnen verbinden wir immer noch Reichtum, Ansehen und Interesse der Medien. Die ungeheuere Machtfülle, die die Herrscher in den vergangenen Jahrhunderten noch ausgezeichnet hat, ist ihnen allerdings inzwischen vielfach abhanden gekommen. Dennoch übertragen wir vielleicht manche Vorstellung oder Informationen über die Königshäuser unserer Tage auf Jesus Christus als König: Er ist prächtig gekleidet, von vielen Höflingen umgeben, ihm mangelt es an nichts. Doch das ist nicht seine Vorstellung, auch wenn sich Jesus Christus selbst als König bezeichnet hat. Dies zeigt auch das Evangelium des Tages (Joh 18,33-37).

29. November: 1. Adventssontag - Ein Stern geht auf! Nehmen wir uns in diesen Wochen vor Weihnachten doch die Zeit im Gebet, in der Stille und im Gespräch die Ankunft des Erlösers zu erwarten. Bleibt wach. Seid wachsam. Viermal kommt das Wort vom Wachsein heute im Evangelium des 1. Adventssonntages vor. Auch im Adventslied taucht es in diesen Tagen auf: „Wachet auf, ruft uns die Stimme der Wächter sehr hoch auf der Zinne, wach auf, du Stadt Jerusalem.“ Die Wachsamkeit ist eine Tugend, die es vor allem in der Adventszeit anzustreben gilt.

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