Donnerstag, 1. Oktober 2009

Schutzengelfest

Engel sind "In"

So langsam geht sie wieder los: die Hochsaison für Engel! Nachdem wir am 29. September das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael gefeiert haben, folgt nun am 2. Oktober das Schutzengelfest. Demnächst, in zwei Monaten, in der Adventszeit, begegnen sie uns wieder überall: Die Engelfiguren, die uns in eine fröhliche Kauflaune versetzen wollen, vor Weihnachten.

Engel sind ganz gut im Geschäft, sie sind in, nicht nur zu Weihnachten. Die Händler haben längst erkannt, dass sie uns ansprechen, neugierig machen und anlocken. Die Menschen scheinen sich nach ihnen zu sehnen. Aber bevor Händler Geschäfte mit Engelfiguren und Engelbüchern machten, hat schon die hl. Schrift an einer Vielzahl von Stellen von Engeln berichtet und die Kirche hat den 2. Oktober zum Fest der hl. Schutzengel erklärt.

Selbst eine Versicherung bedient sich des Bildes vom Schutzengel und gibt sich als solchen aus. Sie weiß, dass die Vorstellung von den guten Mächten, die uns in Gefahren und Risiken beschützen, den Menschen in seiner Tiefe ansprechen.

Passen wir auf, dass uns die Engel nicht abhanden kommen durch Versicherungen und anderen Ersatz. Die wahren Engel sind Gottes gute Geister, die uns auf unserer irdischen Pilgerfahrt begleiten und beschützen. Sie sind in der Bibel sicher nachgewiesen und keine bloße Legende. Darum dürfen wir an sie glauben und fest auf sie vertrauen.


Schutzengel in der Malerei

Eine häufige Form der Schutzengelbilder zeigt einen Schutzengel neben kleinen Mädchen im Nachthemd beim Morgen- und Abendgebet vor einem eisernen oder hölzernen Kinderbett. Derartige Darstellungen, die nicht selten erotische Anspielungen aufweisen, wurden vor allem in süd- oder mitteleuropäische Länder vertrieben. Der Prototyp für diese Bildgattung der „betenden Kinder“ war das Gemälde The Infant Samuel von Joshua Reynolds.

Eine andere wichtige Form ist das Engelgeleit in freier Landschaft. Hier wiederum spielen die „Abgrundbilder“ eine große Rolle. Sie gehen meist auf Bernhard Plockhorsts Schutzengelbild zurück, das 1886 an der Preußischen Akademie der Künste zu Berlin ausgestellt wurde. Das Motiv selbst ist allerdings noch älter und bereits in den 1830er Jahren anzutreffen. Zunächst wurden fast ausschließlich Darstellungen von Junge und Mädchen am Felsabgrund oder auf einem brüchigen Steg produziert, zusammen mit einem Engel, der mit seinen schützenden Händen über das hübsch herausgeputzte Kinderpaar wacht.

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