Donnerstag, 12. November 2009

Wort Gottes für den Tag - Freitag, 13. November 2009

Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch.
Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden. (Lk 17,20-25)

Jesu Predigt war von der Ankündigung der Herrschaft Gottes geprägt. Es ist nicht verwunderlich, dass er nach dem Zeitpunkt gefragt wurde.
In der Geschichte der Kirche hat es bis auf den heutigen Tag immer wieder Versuche gegeben, das Weltende, das Gericht Gottes und den Anbruch der Herrschaft Gottes im Voraus zu bestimmen.Auch die Christen der jungen Kirche bewegte diese Frage, offenbar so, dass sie neben der Erwartung auch Zweifel wegen ihres Ausbleibens hervorrief. Hier bedurfte es einer Antwort.Die Antwort Jesu erfolgt in doppelter Weise. Zunächst heißt es: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Damit ist grundsätzlich und klar gesagt, dass alle Vorhersagen vom Ende der Welt Spekulation, ja Unsinn sind. Es aber nicht auszuschließen, dass die Jünger in große Bedrängnis geraten und Verfolgungen ausgesetzt sind. Das bedeutet aber noch nicht das Ende. Wohl werden die Jünger Jesu sich danach sehnen, dass er kommt. Den Gläubigen geht es somit nicht anders als Jesus selber: Vorher aber muss er vieles erleiden.
Jesus mahnt seine Jünger, für die Zeit der Bedrängnis und des Gerichts gewappnet zu sein. Denn der Tag wird kommen, wie der Dieb in der Nacht. Darum gilt es auf diesen Tag vorbereitet zu sein. Er trägt ihnen daher auf, um die vollendete Erlösung im Reich Gottes zu beten. Wenn der Menschensohn kommt wird mit ihm die Gottesherrschaft vollends offenbar werden.

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