Dienstag, 17. November 2009

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 18. November 2009

Jesus kam er nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.

Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.
Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Lk 19,1-10)

Jesus sagt von sich, dass er gekommen sei, um zu suchen und zu retten, besonders was in unseren Augen verloren scheint.

Er wartet nicht, bis die Menschen zu ihm kommen, sondern er geht ganz konkret auf sie zu. So wie heute im Evangelium auf Zachäus. Zachäus, ausgegrenzt, gemieden von den Anderen, hat sich selbst in diese Situation gebracht. Auch er hört von Jesus und wird neugierig. So beschließt er, ihn zu suchen. Doch die Menschenmenge ist zu groß. Jetzt ist er der Kleine. Sie lassen ihn nicht durch, versperren ihm die Sicht, zahlen es ihm zurück, was er ihnen als oberster Zollpächter an Unrecht getan hat.

Zachäus erkennt seine Chance: jetzt ist die Stunde. Die Stunde der Umkehr und der Einkehr. Die Initiative geht allerdings von Jesus aus. Er lädt sich bei Zachäus ein. „Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ Indem Zachäus Jesus die Tür öffnet - ihn bei sich einlässt - erfährt er Heilung. Er hat aber auch durch diese Begegnung mit Jesus sein Leben radikal geändert.

Sind auch wir bereit, uns auf eine solche Begegnung einzulassen? Zur Umkehr ist es nie zu spät, doch es gilt die Momente, die Gott uns schenkt, zu nutzen, damit es nicht doch einmal zu spät sein kann.

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