Donnerstag, 24. Dezember 2009

Frohe Weihnachten



Weihnachten - das ist eine schöne Bescherung!

Und zwar durchaus im der doppelten Bedeutung des Wortes ... Das ist ein wunderschönes Fest - wir feiern, dass Gott sich uns schenkt, dass er in unser Leben hineinkommt, dass er unsere Menschenwege mitgeht. Aber: Weihnachten ist auch eine "schöne Bescherung"! Da warten Menschen auf einen großen und starken Gott - und da kommt in einem Stall ein Kind zur Weit. Kein Wunder, dass sogar die drei Weisen aus dem Morgenland erst mal die falsche Adresse angelaufen haben. Und die meisten Menschen in Betlehem verschlafen das Ereignis sogar. Nur die Ärmsten der Armen, die bei ihren Herden Nachtwache halten, hören den Chor der Engel - und so besonders laut kann der ja dann wohl auch nicht gesungen haben!

Und die Flucht nach Ägypten! Gott kommt zur Welt - und muss flüchten, damit ihn nicht irgendwelche machtgierigen Herrscher kaltblütig ermorden! Schöne Bescherung ...

Könnte es sein, dass da was gründlich schief gegangen ist? Mag sein, dass da nach menschlichem Denken wirklich was schief gelaufen ist.

Wir wollen gerne einen großen und mächtigen Gott - wenn wir an den glauben, dann haben wir vielleicht ein wenig teil an dessen Größe und Macht und Herrlichkeit! Deshalb möge dieser Gott bitte auch unserem Bild von ihm entsprechen, Weihnachten aber ist die Einladung zu einem anderen Weg. Er mag unseren Vorstellungen nicht entsprechen - aber vielleicht einer tiefen, inneren Sehnsucht. Er mag manche gesellschaftlichen Erwartungen nicht erfüllen, aber vielleicht einen leisen Traum. Es geht nicht um Macht, sondern um Dienen, es geht nicht um Ansehen und Ehre, sondern um Hingabe, es geht nicht um Paläste, sondern um den Stall, die Krippe, die armselige Hütte. Das ist nun wirklich eine schöne Bekehrung


Andrea Schwarz, in: „Und jeden Tag mehr leben.“

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