Dienstag, 8. Dezember 2009

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch,, 09. Dezember 2009

Weh der trotzigen, der schmutzigen, der gewalttätigen Stadt.

Sie will nicht hören und nimmt sich keine Warnung zu Herzen. Sie verlässt sich nicht auf den Herrn und sucht nicht die Nähe ihres Gottes. Ihre Fürsten sind brüllende Löwen. Ihre Richter sind wie Wölfe der Steppe, die bis zum Morgen keinen Knochen mehr übrig lassen. Ihre Propheten sind freche Betrüger. Ihre Priester entweihen das Heilige und tun Gewalt dem Gesetz an.


Aber der Herr tritt für das Recht ein in ihrer Mitte, er tut kein Unrecht. Morgen für Morgen fällt er das Urteil, es fehlt nie beim Aufgang des Lichts. Doch der Böse kennt keine Scham.
Ich habe ganze Völker ausgerottet, ihre Zinnen liegen zertrümmert am Boden. Ich habe ihre Straßen entvölkert, keiner geht dort mehr umher; ihre Städte sind verwüstet, ohne Menschen, ohne Bewohner. Ich dachte: Sicher fürchtest du mich jetzt, nimmst dir die Warnung zu Herzen; und alles, was ich ihnen auftrug, werden sie immer vor Augen haben. Aber nein, sie begingen immer wieder all ihre schändlichen Taten. Darum wartet nur - Spruch des Herrn - auf den Tag, an dem ich auftreten werde als Kläger. Denn ich habe beschlossen: Völker will ich versammeln und Königreiche biete ich auf; dann schütte ich meinen Groll über sie aus, die ganze Glut meines Zorns. Denn vom Feuer meines Eifers wird die ganze Erde verzehrt.

Dann werde ich die Lippen der Völker verwandeln in reine Lippen, damit alle den Namen des Herrn
anrufen und ihm einmütig dienen. An jenem Tag brauchst du dich nicht mehr zu schämen, wegen all deiner schändlichen Taten, die du gegen mich verübt hast. Ja, dann entferne ich aus deiner Mitte die überheblichen Prahler und du wirst nicht mehr hochmütig sein auf meinem heiligen Berg. Und ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk, das seine Zuflucht sucht beim Namen des Herrn.

Der Rest von Israel wird kein Unrecht mehr tun und wird nicht mehr lügen, in ihrem Mund findet man kein unwahres Wort mehr. Ja, sie gehen friedlich auf die Weide und niemand schreckt sie auf, wenn sie ruhen. Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! (Zef 3,1-14)



Gott schafft einen neuen Anfang

Der Prophet Zefanja übt harsche Kritik an den Missständen in Jerusalem. Gewalt und Ausbeutung haben sich eingeschlichen. Doch Zefanja geht es um mehr als eine bloße Kritik an den sozialen Zuständen seiner Zeit. Er wirft seinen Zeitgenossen vor, sie würden leben, als ob es Gott nicht gäbe. Gegen diese Gottvergessenheit seiner Umgebung erinnert der Prophet an das kommende Gericht Gottes. Wer Gott nicht fürchtet und nicht auf ihn vertraut, hat sich
selbst das Urteil gesprochen.

Die Warnung Zefanjas ist eindeutig und hart. Das Gericht Gottes, auf das der Prophet hinweist, ist ein Weckruf. Gott will Israel erneuern und auch darüber hinaus die Völker läutern. Gott allein kann einen neuen Anfang setzen und die Menschen aus den Verstrickungen ihrer sündhaften Lebensweise herausreißen – wenn sie seinen Ruf nicht überhören.

Der Advent lädt uns wieder dazu ein, einen neuen Anfang zu machen und dem Ruf Gottes mit neuer Entschiedenheit zu folgen.

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