Samstag, 17. Januar 2009

Seniorennachmittag in Lascheid

Liebe Seniorinnen und Senioren,

Zu einem gemütlichen Sonntagnachmittag am 18. Januar 2009, ab 14.30 Uhr, im Saal „An der Brücke“, lädt die Dorfgemeinschaft Lascheid-Richtenberg recht herzlich ein. An diesem Nachmittag sollen Sie in gemütlicher Runde ein paar abwechslungsreiche Stunden verbringen.

Das Programm wird von mehreren hervorragenden Künstlern gestaltet.


• Ludwig Wirtzfeld lädt Sie ein zur Fotoausstellung „Mensch, und Natur Lascheid-Richtenberg“. Hervorragende Aufnahmen führen Sie an Orte der näheren Umgebung die Sie wahrscheinlich gut kennen, die Sie aber aus dieser Perspektive von Ludwig Wirtzfeld noch nie gesehen haben.




• Währenddessen unterhält Sie die Singgruppe "Contento" mit einfühlsamen Melodien.

• Ihre Lachmuskeln werden aufs Ärgste strapaziert, wenn Heinz Erhard-Imitator Franz Königs aus seinem Programm eine Auswahl zum Besten gibt.

• Karten-und Gesellschaftsspiele stehen ebenso auf dem Programm, wie Tanz- und Unterhaltungsmusik, die Quirin Schwall serviert.




Kommen Sie doch einfach vorbei und bringen Sie Ihren Partner / Partnerin oder Ihre Bekannten mit, auch wenn diese jünger als 65 Jahre sind! Bei Kaffe und Kuchen ist für ein gemütliches Beisammensein bestens gesorgt.

Freitag, 16. Januar 2009

Lengeler feiert den Hl. Antonius

Am Wochenende 17./18. Januar feiert die Ortschaft Lengeler ihren Kirchenpatron, den heiligen Antonius (der Einsiedler) in einem feierlichen Gottesdienst. Welche Bedeutung hat ein Patronatsfest? Ist es nur geeignet, um ein weiteres Fest in unserem sowieso schon überfüllten Terminkalender einzufügen, oder will dieser Festtag mehr?

In einem Buch, das Heiligenleben beschreibt und dokumentiert stand folgendes:

Heilige sind wie Geläute.
Jeder ist wie eine Glocke, die ihren eigenen Klang hat.
Heilige haben, wie Glocken, eine Botschaft.
Offen sein für diese Botschaft, das ist alles.


Wenn ein Dorf seinen Kirchenheiligen feiert, ist es also gut, auf diesen Menschen zu schauen, auf sein Leben. Was hat er besonderes in seinem Leben geleistet, was hat er anders gemacht als andere, dass die Kirche ihn in den Kreis der Heiligen erhob? Was hat sein Leben zum klingen gebracht, und was ist seine Botschaft für die Menschen unserer Zeit? Das ist es also, was wir heute bedenken sollten.

Schauen wir auf sein Leben: Geboren 251/252 in Kome in Mittelägypten. Finanziell war er gut abgesichert, seine Familie war wohlhabend. Doch als seine Eltern plötzlich starben, entstand für ihn eine gewisse Leere. Es stellte sich für ihn die Frage nach dem Sinn des Lebens mehr als bisher. Er stellte fest, dass das Materielle allein nicht glücklich macht. Als er dann auch noch in der Kirche, während der Messe das Evangelium vom 'reichen Jüngling' hörte war auf einmal alles klar für ihn.

In diesem Evangelium fragt bekanntlich ein junger Mann den Herrn Jesus was er tun müsse um das ewige Leben zu gewinnen. Jesus antwortet ihm mit einem Verweis auf die Gebote, die er halten soll. Instinktiv scheint der junge Mann aber gespürt zu haben, dass das Halten der Gebote noch keine endgültige Erfüllung bringt; darum hakt er gewissermaßen nach und fragt weiter, indem er sich die Gebote von Jesus aufzählen lässt. Dieser nennt sie ihm: Du sollst nicht töten, nicht die Ehe brechen, nicht stehlen, nicht falsch aussagen, Vater und Mutter ehren und den Nächsten lieben. Das scheint ihm aber nicht zu genügen, er weiss wie wichtig das Halten der Gebote für ein gelingendes Leben ist; er will von Jesus wissen, was er tun muss um das ewige Leben zu gewinnen. Er will sich einen Schatz im Himmel sichern, er will sicher gehen, dass er nach seinem Tod einen Platz bei Gott findet. Diese Sorge war ihm sehr wichtig.

Wir kennen die Antwort Jesu an den jungen Mann: "Geh und verkaufe deinen Besitz, dann gib das Geld den Armen, dann komm und folge mir nach, dann wirst du einen Schatz im Himmel haben. Wir kennen auch die Reaktion des Jungen Mannes; er ging traurig weg, denn er hatte ein großes Vermögen, erzählt das Evangelium.

Ganz anders aber die Reaktion des jungen Antonius, als er dieses Evangelium gehört hatte. Er hat das Evangelium ohne Zögern in die Tat umgesetzt. Er hat seine kleine Schwester, für die er nach dem Tod der Eltern verantwortlich war, gutmütigen Menschen anvertraut, dann hat er alles verkauft, und hat sich in die Wüste zurückgezogen um in der Stille, in der Einsamkeit und in einem ganz schlichten, einfachen Leben Gott zu suchen, um sich einen Schatz im Himmel zu sichern.

Aber dann geschieht etwas merkwürdiges: Ursprünglich war es sein Bestreben gewesen, sein eigenes endgültiges Glück zu finden, seinen Platz im Himmel wollte er sich sichern. Er ist in die Wüste gegangen, um unter großen Entsagungen und Kämpfen mit sich selbst, Gott zu finden. Er hat ihn auch gefunden - aber er hat nach einiger Zeit erkannt, dass er nicht bei sich selbst stehen bleiben kann. Dass es gar nicht Gottes Wille ist, ausschließlich als Einsiedler zu leben, um sich sein eigenes Seelenheil zu sichern. Denn Gott hat es so gefügt, dass viele Menschen den Einsiedler in der Wüste aufsuchen gingen, um von ihm Rat zu erbitten. Seine Weisheit und Güte hatte sich schnell herumgesprochen. Den vielen Menschen, die ihn in der Wüste aufsuchen kamen hat er sich nicht verschlossen, sondern hat auch ihnen, die genauso wie er, nach Sinn und Orientierung im Lebens suchten, weitergeholfen und auf ihre Fragen geantwortet.

Immer mehr Jünger sammelten sich um ihn, es bildeten sich kleine Unterkünfte und zahlreiche Einsiedeleien. So stand Antonius am Anfang des Klosterwesens und wird "Vater des Mönchtums" genannt. Die von ihm geprägte Form des Mönchtums beruht auf Askese und Zurückgezogenheit. Antonius soll 105 Jahre alt geworden sein.

Von Antonius können wir lernen: Wenn wir uns bemühen Gott zu suchen dann ist das keine Angelegenheit, die sich ausschließlich in der Wüste oder in unserem stillen Kämmerlein abspielt, sondern wirkliche Gotteserkenntnis zielt letztlich auf die anderen Menschen hin. Unser Gott ist ein Gott der Menschen, wer ihm wirklich nahe kommt, den führt er automatisch zu den Menschen.

Das musste Antonius erst lernen. Das können wir von Antonius lernen. Wir brauchen dafür nicht alles zu verkaufen, wir brauchen nur einiges loszulassen und an andere abzugeben. Das muss nicht unbedingt Geld sein, dass kann auch Zeit sein, denn wie das Sprichwort sagt, ist Zeit Geld. Es tun sich uns viele Möglichkeiten auf das in unserer näheren Umgebung umzusetzen.

Heilige sind getaufte Christen, wie wir, und sind ihren Lebensweg konsequent gegangen mit allen Höhen und Tiefen. Ihr Leben war geprägt von einer tiefen Christusliebe und Christusnachfolge, was sie zu dem werden ließ, was sie geworden sind: Heilige.

Heilige wollen nicht nur verehrt und gefeiert werden, sondern nachgeahmt werden.

Das Antoniuskreuz

Das Antoniuskreuz, Antoniterkreuz, Taukreuz oder Ägyptisches Kreuz hat die Form eines „T“. Der Name Taukreuz leitet sich vom 19. Buchstaben des griechischen Alphabets Tau bzw. dem letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets Taw ab.

Das T-förmige Kreuz ist ein elementares graphisches Symbol, das sich schon in frühesten steinzeitlichen Felsritzungen und Malereien nachweisen lässt. In der Mythologie des alten Orients symbolisiert das Taukreuz die Vollendung. Ursprünglich handelt es sich dabei um ein Zeichen der assyrischen Herrscher, die ein Taukreuz auf der Brust trugen.

Das Tau als christliches Symbol leitet sich vom alttestamentlichen Propheten Ezechiel her, der Prophet zeichnete die Stirn der Glaubenstreuen mit einem Taukreuz (Ez 9, 4). In der Offenbarung des Johannes wird ebenfalls das Taukreuz als Symbol zur Kennzeichnung der Gläubigen verwendet, die erlöst werden sollen. (Offb 7, 2 ff; 9,4). Es findet über das (mit einem Kreis gekrönte) koptische Kreuz früh Eingang in die christliche Symbolik. Daher trägt diese Kreuzform auch die Bezeichnung Ägyptisches Kreuz.

Später findet sich die Form in Mönchsstäben mit Querholz. Der Heilige Antonius der Einsiedler, auch Antonius Abbas genannt, wird meist mit diesem Stab dargestellt, es ist sein ikonographisches Attribut, daher stammt die Bezeichnung Antoniuskreuz.

Das Taukreuz wurde ebenfalls zum Symbol des Franziskanerordens.
Mit diesem Zeichen segnete der Ordensgründer Franz von Assisi Menschen und unterschrieb seine Briefe. Für Franziskus war das T das Zeichen der Erwählung, wie es beim Propheten Ezechiel im 9. Kapitel steht. Bevor das Strafgericht über die Stadt Jerusalem hereinbricht, lässt der Herr die Gerechten mit einem T auf der Stirn bezeichnen. Sie sollen von den Mächten der Zerstörung bewahrt bleiben. Ähnlich werden am Ende der Zeiten alle, die zu Christus gehören, mit dem Siegel gekennzeichnet und befreit. (Offb 7,3).

Das T ist daher ein Symbol für die Franziskanische Familie: ein Vermächtnis des Heiligen Franziskus, ein Zeichen des Segens und des Friedens. Es erinnert uns auch an das Kreuz, das Zeichen unserer Erlösung. Durch das Setzen des Kreuzzeichens bekundete Franziskus den Sinn, das Ziel und die Art seines Lebens. Er bezeugte durch dieses Zeichen, dass er sich von Gott getragen wusste, von Jesus Christus geliebt und erlöst, und dass er durch ein Leben in Hingabe, in Einfachheit, in Vertrauen und Liebe die Nachfolge Jesu zu leben versuchte.

Auch wir haben die Möglichkeit dieses Zeugnisses. Auch wir können uns durch das Tragen eines Kreuzes - sei es nun ein normales Kreuz oder ein Tau - verbunden zeigen mit Christus und zugleich mit vielen anderen Menschen, die sich wie Franziskus auf den Weg gemacht haben, auf den Weg zu einem erfüllten und von Gott vollendeten Leben.

Antonius mit dem Schwein


Antonius, der Mönchsvater, wird oft mit einem Schwein dargestellt. Warum das?

Die Schweine, mit denen er dargestellt wird, stehen für seine berühmten Versuchungen: So erschien ihm nach der Überlieferung der Teufel in Gestalt einer oder mehrerer schöner Frauen; in anderen Fällen wurde er mit Krallen, Zähnen oder Hörnern verwundet, zu Boden geschlagen, an den Haaren gerissen und, während seine Zelle in Flammen aufging, schließlich unter bedrohlichen Angriffen von allen Seiten in die Lüfte gehoben. Tatsächlich hat das Symbol der Schweine seine Begründung darin, dass später der Antoniterorden bevorzugt Schweine hielt - die er als Gottes Geschöpfe aber frei laufen ließ, worauf der Ausspruch "frech wie ein Antoniusschwein" zurückgeht.

Eine andere Legende sagt, dass Antonius sich ein junges Schwein hielt. Mit diesem ging er, eine kleine Glocke läutend, dann von Haus zu Haus und bat darum, das Schwein zu füttern. Wenn es dann genügend Fleisch angesetzt hatte wurde es geschlachtet und das Fleisch an die Armen verteilt.

Bauernregel



"Wenn Antoni (17. Januar) die Luft ist klar

gibt's bestimmt ein trocknes Jahr."

Donnerstag, 15. Januar 2009

Papst Benedikt ruft ein Paulusjahr aus

Machen wir uns gemeinsam mit Paulus auf den Weg

Eine Initiative von Papst Benedikt XVI.
zum 2000. Geburtstag des Apostels der Völker PAULUS VON TARSUS.
(ca. 8/9 - 64/67 n.Chr.)



Anlässlich der zweitausendjährigen Wiederkehr der Geburt des Völkerapostels Paulus hat Papst Benedikt XVI. ein „Paulusjahr ausgerufen. Der Heilige Vater lädt uns vom 28. Juni 2008 bis 29. Juni 2009 ein, in liturgischen Feiern, in kulturellen oder ökumenischen Veranstaltungen das Jubiläum zu begehen und uns auch in pastoralen Initiativen von der Spiritualität des Apostels Paulus anregen zu lassen.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Apostel auch in unseren Pfarrgemeinden, Bibelkreisen, Gruppen und kirchlichen Bewegungen zum Thema zu machen und sich von seinem Eifer für den christlichen Glauben inspirieren zu lassen.

Der heilige Paulus, der aus Tarsus in Kleinasien stammt, ist einer der kraftvollsten theologischen Denker der Weltgeschichte. Er, der vom Glauben getragen war, dass mit Jesus Christus, dem auferweckten Gekreuzigten, die Zeit angebrochen ist, in der allen Menschen das Heil zuteil werden soll, fühlte sich „Griechen und Nichtgriechen, Gebildeten und Ungebildeten verpflichtet.

... Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt" (Röm 1,14f.) - für diese frohe Botschaft war er bereit, bis an die - geographischen wie physischen - Grenzen zu gehen und er ist an die Grenzen gegangen, ja hat versucht, bestehende Grenzen zu überwinden und Brücken unter den Menschen zu bauen. Dabei vermochte er es wie kein anderer, das Evangelium von der unverdienten Liebe Gottes in unterschiedliche Lebensräume hinein zu übersetzen, weil er die Sprache seiner Hörer sprach: Zu den Juden als Jude, zu den Griechen als Grieche, zu den Schwachen als Schwacher (vgl. 1Kor 9,20f.).

Indem er seine Hörer am Wort Gottes und an seinem Leben teilhaben ließ (1Thess 2,8), war er den Menschen nahe. Darin ist und bleibt er Vorbild für uns wie für die gesamte Kirche.

Machen wir uns gemeinsam mit dem Apostel Paulus auf den Weg! Entdecken wir dabei neue Seiten dieser vielseitigen Persönlichkeit der Urkirche. Auf dieser Internet-Seite werde ich in regelmäßigen Abständen auf dieses wichtige Ereignis eingehen. Weitere Informationen finden Sie aber auch auf der offiziellen Webseite der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk-paulusjahr.de

Mittwoch, 14. Januar 2009

Wort Gottes für den Tag - Donnerstag, 15. Januar '09

Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war (Mk 1,32-34).

Wir verbinden mit der Vorstellung eines unreinen Geistes sehr leicht etwas, das wir in die Zeit Jesu hineindenken, höchstens noch ins Mittelalter.

Unreine Geister sind aber auch heutzutage noch aktiv und halten Menschen gefangen. Etwa, wenn Leidenschaften jeglicher Art wie Stolz, Unbarmherzigkeit, Gier, Unfreundlichkeit, Neid, Süchte aller Art Menschen so sehr in Anspruch nehmen, dass sie dadurch zu regelrechten Sklaven dieser Leidenschaften werden und dadurch kein freies Leben mehr führen können. Nur dadurch dass wir die unreinen Geister in unserem KLeben erkennen, können wir davon befreit werden.

„Und Jesus heilte viele,die an allen möglichen Krankheiten leiden“. Ich beneide die Menschen der damaligen Zeit schon ein wenig um diese Möglichkeit, ihre Kranken einfach zu Jesus zu bringen. Wir können das leider nicht. - Oder vielleicht doch? Heute sind wir das Zeichen, durch das Jesus zu den Menschen kommt. Durch uns kann den Menschen die Nähe Gottes spürbarer und glaubhafter werden: durch unseren Besuch, unser Da-Sein, unser Mitleid, Mitaushalten, stummes Dasitzen, vielleicht auch Mitweinen. Durch die Zeit, die wir uns für den anderen nehmen, durch geduldiges Zuhören, geschenkte Zuwendung, zarte Berührung kann Heilung geschehen. Oft zwar nicht in einem spektakulären Sinn. Aber für mich ist es schon ein Wunder, wenn ein Mensch wieder Trost und Mut bekommt, seinen schweren und schmerzhaften Weg weiterzugehen.


BRF-Reportage 75 Jahre Banneux

Im November strahlte das BRF-Fernsehen eine dreiviertelstündige Reportage von Redakteurin Margit Hebertz über den Wallfahrtsort Banneux aus, der 2008 sein 75jähriges Bestehen feierte.

Wer eine Kopie dieses Films auf DVD wünscht (oder als VHS-Cassette), kann diese zum Preis von 8 Euro erhalten. Bestellungen bitte telefonisch unter 087/59.11.11 am BRF-Empfang in Eupen, im BRF-Studio St.Vith unter 080/31.00.30 oder via Mail unter info@brf.be. Die Kopien des Films fertigt das Medienzentrum der DG an, das diese zusammen mit der Rechnung verschickt.

Montag, 12. Januar 2009

Heiliger des Tages: Hilarius


Die Weihnachtszeit ist vorbei, der Alltag ist eingekehrt. Die ganze Stimmung des Weihnachtsfestes und der Festtage hat uns vielleicht angerührt, aber grundlegend geändert haben diese Festtage uns und unseren Lebenslauf nicht. Wir sind weiterhin Suchende, erfüllt von der Sehnsucht nach Geborgenheit und Halt für unser Leben.

Nicht anders ging es Hilarius, dem Kapellenpatron von Maspelt, dessen Festtag wir heute begehen. Hilarius, geboren um 315 in Poitiers, schlug zunächst die Laufbahn eines Juristen und Philosophen ein. Er heiratete und wurde Vater einer Tochter. Dann fand er zum christlichen Glauben, ähnlich wie Augustinus, durch seine Suche nach dem Sinn des Lebens.

Eine Antwort fand er in der Lektüre der Bibel. Besonders das Johannes- und das Matthäusevangelium begeisterten ihn so sehr, dass er sich schließlich taufen ließ und zu einem überzeugten Christen wurde. Er war außerdem ein begnadeter Rhetoriker, d. h. er konnte gut und überzeugend reden, so dass die Bewohner von Poitiers ihn schließlich zu ihrem Bischof wählten. In zahlreichen Schriften trat er für den rechten Glauben ein und verstand es, klares Denken und ein gläubiges Herz zusammenzubringen. Um 367 starb Hilarius in Poitiers. Lebendig und kräftig und schärfer – so verkündete Hilarius das Wort Gottes. Aber
immer mit einer gehörigen Portion Güte und Liebe darin.

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wird das Dorf Maspelt am kommenden Sonntag seinen Kapellenpatron ehren.