Samstag, 7. Februar 2009

Das Leben

Das Leben ist wie ein Fluss,
der sich ausspannt
zwischen Quelle und Mündung,
fließend über Stock und Stein,
vorwärts und stets bergab,
durch Tages- und Jahreszeiten,
an stillen Ufern vorbei,
zwischen Lärm und einzelnen Lauten,
mitnehmend, was nur geht,
rastlos und ohne Stillstand.





Bilder der Vergänglichkeit,
wenn es das Ziel nicht gäbe:
im Fließen doch einzumünden
in das Meer der Ewigkeit,
um endlich zu Hause zu sein
bei dem Schöpfer der Quelle,
deren kleinen Wasserstrahl
er auf große Reise schickte.

(Ursula Bittner)


Glaubenskurs im Pfarrverband



Freitag, 6. Februar 2009

Jesus der Kinderfreund

Man brachte Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie (Mk 10,13-16)
Die Jünger meinen, Kinder würden Jesus nur vom Eigentlichen abhalten. Daher schicken sie die Leute, die ihre Kinder bringen, damit Jesus sie segne, weg. Sie sind dem pharisäischen Denken verhaftet. Die Pharisäer haben in ihrer Humorlosigkeit keinen Sinn für Kinder. Sie meinen, das Spielen mit Kindern wäre für den Frommen Zeitverschwendung. Kinder schätzen sie nur als Nachkommenschaft. Aber sich mit Kindern abgeben, das geziemt einem Rabbi nicht.

Jesus sieht das anders. Er wird unwillig und zornig über die Einstellung seiner Jünger. Voller Grimm fährt er sie an, weil sie die Kinder abgewiesen haben. Immer wenn Jesus zornig wird,
zeigt er, wie unsinnig die Haltung derer ist, gegen die er sich wendet. Während die Pharisäer darüber diskutieren, ob die Kinder überhaupt am Reich Gottes teilhaben, da sie ja keine Werke des Gesetzes vorweisen können, stellt Jesus das Kind als Beispiel vor Augen, wie wir zu Gott stehen.

Nicht das Erfüllen von Vorschriften schenkt uns Anteil am Gottesreich, sondern das Kleinwerden wie ein Kind, das Eingeständnis, dass wir vor Gott immer mit leeren Händen dastehen. Das Reich Gottes anzunehmen, Gott in sich Raum zu gewähren, das bedeutet zugleich, ganz wir selbst zu werden, die Rollen und Masken abzulegen, die wir vor Gott aufsetzen zu müssen glauben. So wie Jesus die Kinder in seine Arme nimmt, sollen wir mit dem Kind in uns in Berührung kommen. In uns gibt es ein verletztes Kind, das übersehen, geschlagen, gekränkt worden ist.

Wenn wir das verletzte Kind in den Arm nehmen, hört es auf zu trauern und uns am Leben zu hindern. Es darf so sein, wie es ist, hilflos, verwundet, allein gelassen. Das verletzte Kind in uns braucht eine schützende Hand. Der Segen Jesu ist wie ein Schutzraum, in dem die Kinder sich behütet fühlen, geborgen, gehalten. In diesem Schutzraum kann das verletzliche Leben in uns aufblühen.

(Anselm Grün: Bilder von Jesus, Vier-Türme-Verlag, 2001)



Donnerstag, 5. Februar 2009

Der falsche Hundert-Euro-Schein

Ein Kriminalbeamter hat einen falschen Hundert-Euro-Schein beschlagnahmt. Ins Protokoll für die vorgesetzte Dienststelle schreibt er: “… aus Sicherheitsgründen habe ich den Betrag per Postanweisung an Sie geschickt.”

von: http://www.witze-blogger.de

Ein Wort kann genug sein

Ein Wort kann genug sein.
Ein Wort das sagt: es ist gut, du darfst hoffen,
du darfst getrost nach vorn schauen.
Lass alles hinter dir, was hart und dunkel war.

Ein Wort kann genug sein.
Ein Wort des Dankes das sagt:
gut dass du da bist, du bist ein Geschenk des Himmels.

Ein Wort kann genug sein.
Ein Wort - hineingesprochen in ein verwundetes Herz.
Ein Wort, aufgenommen mit aufmerksam hörendem Ohr.
Ein Wort kann genug sein - um Unheil in Heil zu verwandeln

(Herkunft unbekannt)

Dienstag, 3. Februar 2009

Demnächst: Eine Woche Heilfasten

Für viele Menschen bedeutet Fastenzeit Verzicht und Einschränkung: Verzicht auf Süßigkeiten, Verzicht auf Alkohol, Verzicht auf manche Bequemlichkeit. Manche wollen diesen Weg nicht mehr gehen, weil sie keinen Sinn darin sehen. Dabei bedeutet Fastenzeit in allererster Linie Gewinn. Wie das zusammen geht, Fastenzeit und Gewinn, das können Sie erfahren, wenn Sie das Angebot in der Bildungsstätte St. Raphael in Montenau annehmen.
Von Sonntag, 15.bis Freitag, 20. März 2009 wird dort eine Heilfastenwoche angeboten. Diese Heilfastenwoche bietet, in einem passenden Ambiente, Raum für persönliche Besinnung, Kreativität, Entspannung und Gespräche.

Heilfasten kann helfen freier zu werden, Entscheidungen bewusster zu treffen und die Dinge im eigenen Leben neu zu ordnen. Außerdem verbessert es den Gesundheitszustand und steigert die Abwehrkräfte.

Auf der Basis von Wasser, Obst- und Gemüsesäften, und ermutigt durch die Unterstützung der Gruppe, gelingt es jedem Menschen, mehrere Tage ohne feste Nahrung zu bleiben. Das Fasten innerhalb einer Gruppe ist außerdem eine ausgezeichnete Möglichkeit, Zeit und Aufmerksamkeit für geistige und spirituelle Nahrung aufzubringen. Es ist, für Körper, Geist und Seele wohltuend, die heilende Kraft des Fastens zu entdecken. Das bestätigen die Menschen, die sich auf diese Erfahrung eingelassen haben.

Infos und Anmeldung bei: Marita Hilgers- Dahmen Tel. 087/657180

Montag, 2. Februar 2009

Das Wort Gottes mit anderen teilen

In persönlicher Vertiefung und gemeinsamem Austausch kann Gottes Wort erfahren werden wie nahrhaftes Brot, das unseren Glauben stärkt, und unser Leben bereichert.

Im Pfarrverband treffen sich mehrere Bibelkreise regelmäßig zum Bibel-Teilen bzw. zum Austausch im Bibelkreis und zwar:

- im Pfarrheim in Oudler, jeden 1. Mittwoch im Monat, um 20,15 Uhr.
- in der Kirche in Thommen, jeden 1. Montag im Monat, um 20,00 Uhr.
- im Pfarrhaus in Aldringen, jeden 2. Donnerstag im Monat, um 20,00 Uhr.

Wer Interesse hat am gemeinsamen Austausch über die Heilige Schrift ist herzlich Willkommen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Nur eine Bibel sollte man mitbringen.

Bibel-Teilen in 7 Schritten


Das Bibel-Teilen, auch Lumko-Methode oder "Sieben Schritte-Methode", ist eine Methode für das gemeinsame Lesen der Bibel, die für den Gläubigen einen persönlichen Zugang zur Botschaft Gottes in der Heiligen Schrift ermöglichen soll. Das Bibel-Teilen hat eine lange Tradition und kann auf vielerlei Weisen erfolgen.

Es ist für kleine Gruppen von idealerweise vier bis acht Personen gedacht, für die keine theologische Bildung oder geschulte Leitung vorausgesetzt werden kann. Als Text, der jedem Teilnehmer vorliegen soll, dienen in der Regel Kapitel aus den Evangelien. Durch meditative Elemente, persönliche Reflexion, Austausch und Gebet soll es einen spirituellen Zugang zur Heiligen Schrift öffnen.

Christen, für die die Bibel das Wort Gottes ist, sollen auf diese Art herausfinden können, was Gott und seine Botschaft für sie persönlich bedeuten. Die Teilnehmer der Gruppe sind aufgefordert ihre Gedanken und Eindrücke mitzuteilen und selbst den anderen zuzuhören, wovon sich die Bezeichnung Bibel-Teilen ableitet. Allerdings ist nicht vorgesehen, dass die Beiträge der anderen kommentiert oder kritisiert werden, sondern gemeinsam wird nach der Bedeutung des Textes für die Gemeinschaft und den einzelnen gesucht.

Die Methode soll nicht das Bibelstudium als kritische Auseinandersetzung ersetzen, sondern unterscheidet sich vom Bibelstudium dadurch, dass sie als spiritueller Weg verstanden wird, das Wort Gottes mit anderen zu teilen.

Das Bibel-Teilen wurde vom südafrikanischen Lumko-Pastoralinstitut in den 1970er-Jahren insbesondere für Hauskreise entwickelt und hat seitdem Verbreitung in vielen Ländern auf der ganzen Welt gefunden.

Lesen Sie mehr über das Bibel-Teilen HIER

Sonntag, 1. Februar 2009

Wort Gottes für den Tag 02. Februar

Jesus rief, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Vom griechischen Philosophen Diogenes wird berichtet, daß er am hellen Tag mit einer leuchtenden Laterne in der Stadt umherging, um Menschen zu suchen. Zwar standen genügend Leute lachend herum, sie konnten aber nicht sehen und erkennen, worauf Diogenes sie verwies. Und er fand keine Menschen, die sein suchendes Licht erkannten.
Jesus findet in den Unmündigen, Armen, Kranken, Ausgestoßenen, Lahmen, Krüppeln, Stummen und Fremden Menschen, die ihn und sein Licht erkennen. Die Weisen und Klugen sehen ihn nicht.

Auch heute ist wohl mein Sehen oft durch Oberflächlichkeit und Gewohnheit eingeengt. So ist meine Welt manchmal sehr naiv und klein. Die Dinge haben ihren Sachwert. Alles wird nach

dem Nützlichen und Brauchbaren bewertet - und nichts dahinter. Aber, "man sieht nur- mit dem Herzen gut". Obwohl das Herz vordergründig keine Augen hat, schaut es das da-hinter-liegende Geheimnis. So preist Jesus diejenigen glücklich, deren Augen wirklich sehen.