Samstag, 14. Februar 2009

Bimbo

»Zeig her deinen Fahrschein, Bimbo.« Breitbeinig fordert der Kontrolleur einen Fahrschein von dem farbigen Fahrgast der Straßenbahn. Der Afrikaner greift in seine Tasche, sagt: »Bimbo besitzt keinen Fahrschein.« Zufrieden zückt der Kontrolleur seinen Block, greift gleich nach dem Kugelschreiber, um eine berechtigte Strafe zu kassieren. Wieder einer, den er erwischt hat.

Als ihm der Fahrgast schwarzer Hautfarbe einen Ausweis entgegenstreckt. »Bimbo hat keinen Fahrschein, dafür eine Jahreskarte für die Verkehrsbetriebe.«

»Das hättest du doch gleich sagen können, Bimbo, oder begreift dein schwarzer Hirnkasten nicht, dass wir hier nicht im Urwald sind.« Verärgert steckt der Kontrolleur seinen Block zurück in die Jacke. »Bei uns gibt es nämlich Vorschriften und Gesetze, die deinesgleichen offenbar fremd sind.«

»Bimbo kennt und achtet die Gesetze, darum möchte Bimbo Ihre Dienstnummer erfahren, denn Bimbo ist Rechtsanwalt und Bimbo wird Sie anzeigen. Bimbo lässt sich nämlich nicht alles gefallen.« Dem Kontrolleur fiel der Kugelschreiber aus der Hand.

nach: Manfred Chobot, Stadtgeschichten. Erzählungen mit Fotos von Manfred Horvath. Verlag publication PN°1Bibliothek der Provinz, A 3970 Weitra

Witz zum Wochenende





Der Junge hat während Mamas Abwesenheit aus ihrer Plätzchendose genascht. Sie stellt ihn zur Rede: "Das hat der liebe Gott gesehen. Was hat er zu dir gesagt"?

Junge: er sagte "wir sind unter uns, nimm zwei"!

Donnerstag, 12. Februar 2009

Maspelter Altweiber unterwegs

An Altweiber geht´s den Männern an die Schlipse. Mancherorts gehen die Männer schon laufen, wenn sie die „alten Weiber“, adrett mit Samtjäckchen, gestärktem Bäffchen und Federhut zurechtgemacht, nur entdecken, aber ihnen entkommt keiner! Warum auch?

Das Altweibertreiben hat Tradition. An diesem Tag „verkehrt“ sich die alte Ordnung. Die Frauen erkämpfen sich den Schlüssel zum Rathaus und haben damit - wenigstens für einen Tag - die Macht in den Dörfern.

Das Symbol der herrischen Weiber ist die Schere, mit der sie die Krawatten der Herren erbarmungslos kürzen. Woher dieser Brauch ursprünglich stammt, ist ungewiss. Manche deuten das Schlips-Abschneiden als weibliche Kastrationsfantasie - ganz im Sinne der Psychoanalyse. Und andere glauben, dass das Abschneiden der Krawatte schlicht Symbol für das sein soll, was an diesem Tag gilt: Alle sind gleich, ohne Krawatte ist ein Mann eben kein Chef mehr.

Heute waren sie unterwegs, die Altweiber von Maspelt. Bei strahlemden Sonnenschein zogen sie gutgelaunt von Haus zu Haus, eine Augeweide für jeden Mann. Bevor es den Maspelter Männern an den Kragen oder den Schlipps ging, wurde Station beim Rektor in Bracht eingelegt.





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Mittwoch, 11. Februar 2009

Wort Gottes für den Tag - Donnerstag, 12.Februar

... es gab auf der Erde noch keine Feldsträucher und es wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte; aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.

Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte. Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben. (Gen 2,5-9)

Der zweite Schöpfungsbericht der Genesis, skizziert das Verhältnis des Menschen zu seinem Schöpfer. Dem Menschen wird der Lebensatem eingehaucht und er bekommt in der Schöpfungsordnung einen herausragenden Platz. Ihm wird das Werk Gottes anvertraut mit dem Auftrag, die Erde zu bebauen und zu hüten. Er soll die Möglichkeiten, die in der Schöpfung liegen, positiv gebrauchen, und das Gute, das in sie hineingelegt worden ist, für kommende Generationen erhalten.

Weil Gott dies dem Menschen zutraut, weiß er aber auch um die Gefahren. Dass der Mensch
seine Grenzen und Möglichkeiten ausprobieren will und damit in Bereiche vorstößt, in denen er sich an die Stelle des Schöpfers selbst stellen will, liegt in der Natur des Menschen. Er gerät aber leicht in die Gefahr alles machen oder zumindest ausprobieren zu wollen ohne Einschränkung. Er will sein wie Gott. In diesem Falle sprechen wir von der Ursünde.

Vom Umweltschutz verstehen wir mehr denn je. Wir wissen sehr gut, dass die Erde, auf der wir leben, ein verletzliches System ist, und dass sie von uns als Lebensgrundlage zumindest teilweise mutwillig zerstört werden kann. Es geht nicht anders als dass wir begreifen und gelten lassen, dass die Welt eine Gabe ist, eine Gabe für alle Menschen, nicht nur für einige wenige. Eine Gabe, gegeben, zur Verfügung gestellt, nicht unser Besitz.

Arbeit und Verantwortung gehört wesentlich zum Leben eines jeden
Menschen im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten, die sehr unterschiedlich sind. Bebauen und beschützen, bewahren sind Grundformen seines Arbeiten. Nicht nur im Bereich der Natur und der Wirtschaft. Es gibt mindestens noch zwei andere Bereiche, in denen wir nach biblischem Verständnis zur Arbeit und Verantwortung berufen sind. Der eine ist das Zusammenleben, die menschliche Gemeinschaft. Bebauen und beschützen heißt hier, daran mitzuwirken und seinen Teil dazu beitragen, dass sich eine Gemeinschaft entwickeln kann, dass die notwendigen Aufgaben getan werden und dass das Zusammenleben durch Recht geschützt wird.

Verantwortung für die Gemeinschaft gehört ebenso gegenüber dem Reich Gottes. Das Reich Gottes ist der Bereich in unserer Welt, wo Gott anerkannt wird und wo sein Wille maßgeblich ist. Auch hier lautet die Aufgabe: Mitbauen und beschützen.

Gott traut uns etwas zu.

Dienstag, 10. Februar 2009

Jesus, der gute Hirte


Können wir eigentlich eine Vorstellung entwickeln, was es heißt, dass Gott unser Hirte ist? Ja, Witzigkeiten mit den kleinen Schafen fallen uns schnell ein. Aber trotzden ist es ein toller Gedanke, der in der Bibel immer wieder, besonders in Psalm 23, entfaltet wird.
Als Christ darf ich wissen, ein Kind Gottes in den Händen des Vaters im Himmel zu sein. Als ein durch Jesus Christus Erlöster darf ich eine neue Dimension des Lebens kennenlernen. Sind diese Aussagen vielleicht eine Herausforderung für dich? Zögere nicht, mit uns zu diskutieren!

Der Herr ist mein Hirte

Der Herr Jesus schützt mich, er behütet mich. Er leitet, führt, bewahrt und trägt seine Schafe. Das sind die, die sich ihm anvertrauen. Der Hirte lässt sie nicht verloren gehen. Er führt die Seinen sicher zum Ziel, durch alle Stürme und Dürreperioden im Leben hindurch.
Es geht um mehr, als um das täglich Brot oder Euros oder Dollars, obwohl auch Fürsorge am täglich Notwendigen von Gott verheißen wird. Dürreperioden gibt es nicht nur in Äthiopien. Auch hier! Hier fehlt es vielleicht nicht an Brot, aber an Liebe, Halt, Orientierung, Sinn, oft auch an Zielen. Trotz Geld "en masse" und Love Parade - Mangelerscheinungen gibt es auch bei uns genug! Kann man sich da noch vorstellen, dass jemand Interesse hat, uns zu leiten, zum Ziel zu führen, zu bewahren? Gott als guter Hirte, eine neue Dimension des Daseins!

Mir wird nichts mangeln und er führt mich zu grünen Wiesen und zu frischen Wassern

Jesus versorgt mich an Geist, Seele und Leib. Nicht gerade so mit dem Existenzminimum, sondern er gibt die Fülle. Alles an Sorgen kann ich abgeben, er sorgt für mich. Bei Ihm habe ich wirklich keinen Mangel. Er ist das Brot des Lebens. Er gibt Lebenswasser. Er ernährt mich beständig und lässt kein Verschmachten zu.

Er erquickt meine Seele

Gott belastet nicht, sondern er entlastet, erquickt und erfreut. Bei Ihm kann ich mich recht entfalten. Gott schränkt nicht ein, sondern er erbaut.

Er führt mich den rechten Weg

Gott leitet mich und stattet mich mit allem aus, was notwendig ist, damit ich nicht falsche Wege und Irrwege gehe. Er möchte vor Stolpersteinen bewahren. Dazu setzt er Leitplanken und Begrenzungen an Gefahrenpunkten, damit ich sicher gehen kann und das Ziel auch erreiche.

Und ob ich schon wanderte im Tal der Todesschatten, fürchte ich kein Unglück

Selbst in höchster Gefahr und in den tiefsten Tiefen im Leben habe ich Hoffnung auf ein Halten Gottes und kann gewiss sein, dass er hilft und nicht los lässt.

Du bist bei mir und tröstest mich

Er ist immer treu und bleibt bei mir. Ich bin gewiss, dass der Herr immer nahe ist und mich nicht verlässt. Er ist mein Trost in aller Not, Trauer und Traurigkeit.

Du bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde

Du lässt die, die mir - wie auch immer - ans Leder wollen nicht herrschen und triumphieren. Du schenkst Überwindung und Sieg, auch wenn es nicht immer gleich sichtbar wird. Und das auch über den größten Feind: Sünde, Tod und Teufel. Und du gibst mir sogar die Kraft, für meine menschlichen Feinde zu beten und sie in deinem Namen zu segnen.

Du salbst mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein

Danke für den heiligen Geist, mit dem du mich gesalbt hast. Du hast mich versiegelt und Angeld auf das versprochene ewige Erbe gegeben. Du hast in mir Wohnung genommen und ermöglichst ein Leben, wie du es dir vorstellst.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang

Du bist ein Gott der Güte und der Barmherzigkeit. Gott, der Vater, will Gutes, weil er uns, seine Kinder, liebt. Und allen, die ihn lieben, dient alles zum Besten. Und das nicht ab und zu, sondern in unserem ganzen Leben, auch wenn es manchmal nicht so scheint.

Ich will für immer im Hause des Herrn bleiben

Und was ist meine Schlussfolgerung? Bei diesem wunderbaren Gott möchte ich bleiben. Jesus fordert uns auf, in Ihm zu bleiben. Ja ich will. Ohne Ihn kann ich nichts tun. Ich will nichts anderes, keine andere Religion. Keinen anderen, der sich Gott nennt, aber nur Götze sein kann. Keine Wahrsagerei, kein Horoskop-Hokuspokus, kein Esoterik-Trugbild. Nicht Geld und Karriere, allein der Herr ist mein Hirte, meine Stütze. Nur Ihm will ich vertrauen.

Montag, 9. Februar 2009

Die alte Botschaft


Die Botschaft Gottes ist zwar alt,
doch zeitlos, kräftig, voll Gehalt.
So öffne ihr, o Mensch, dein Ohr,
denn Gottes Heil stellt sie dir vor!

Du sagst auch von der Sonne nicht:
"Sie ist so alt, was soll ihr Licht?"
Noch immer brauchen wir die Kraft,
die leuchtet, wärmt und Leben schafft.

Sonntag, 8. Februar 2009

Wort Gottes für den Tag - Montag, 9. Februar

Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. (Mk 1,32-35)


Zwischen Arbeit und Stress schaltet Jesus eine Zeit der Stille und des Gebetes. Ohne diese Zeit mit Gott allein hätte Jesus nachher nicht die Kraft gehabt, ganz für die Menschen da zu sein.

Auch für uns gilt: Beides gehört zusammen, das Beten und das Arbeiten. Schon die alten Mönche wussten das. Vom Hl. Benedikt stammt der Grundsatz: Ora et labora, bete und arbeite! Dabei muss mit beten nicht nur das sprechen von endlosen Gebetstexten gemeint sein, sondern beten kann ganz einfach darin bestehen, dass ich die Arbeit für eine Zeit ruhen lasse, meine Hände in den Schoß lege und meine Arbeit anschaue und sie Gott hinhalte. Vielleicht ihm von den Schwierigkeiten erzähle, die mir meine Arbeit bereitet, weil sie mir zu schwer ist, oder weil sie zu eintönig ist, ihm aber auch von der Freude die meine Tätigkeit mir bereitet erzähle.



Beten kann auch sein, dass ich einen meditativen Text oder einen Abschnitt aus einem guten Buch lese. Indem ich die Arbeit ruhen lasse und mich dem meditativen Beten zuwende, werde ich innerlich frei. Mein Kopf wird frei, um neue Gedanken und Ideen umzusetzen. Nicht selten ist es so, dass die Arbeit nach einer schöpferischen Pause leichter von der Hand geht.

Manche richten sich in der Wohnung oder in ihrem Zimmer einen Platz her mit einem schönen Bild, mit einem Kreuz, einer Blume. Solch ein Ort ist eine Einladung Gottes: Komm doch einmal vorbei, setz dich ein paar Minuten zu mir. Vergiss alle Hektik, alles Laute und Lärmende. Spüre das Licht, die Wärme, spüre die Liebe. Dann kannst du gestärkt wieder hinausgehen zu deinen Aufgaben und zu den Menschen die dich brauchen.

Mitten in einer arbeitsreichen Zeit heißt es von Jesus: Er ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Das war der Grund, warum sein Tun nicht ins Leere lief. Unser Mühen und Arbeiten soll auch nicht ins Leere zu laufen. Darum: Bete und arbeite, arbeite und bete!