Samstag, 21. Februar 2009

Papst spricht "Apostel der Leprakranken" heilig

Der aus Belgien stammende "Apostel der Lepra-Kranken", Damian de Veuster (1840-1889), wird am 11. Oktober von Papst Benedikt XVI. im Vatikan heiliggesprochen. Das wurde am Samstag nach einem Konsistorium im Apostolischen Palast bekannt.

Bei der Kardinalsversammlung erließ der Papst Dekrete für insgesamt zehn Selige, die er im Laufe dieses Jahres zu höchster Ehre der Altäre erheben will. De Veuster starb nach aufopferungsvollem Einsatz unter Aussätzigen auf Hawaii. Papst Johannes Paul II. sprach ihn während seines Belgien-Besuchs 1995 selig. Am 1. Dezember 2005 wurde Pater Damian von einem breiten Publikum in Flandern zum größten Belgier aller Zeiten gewählt.

Die Ordensgemeinschaft von Pater Damian, die Kongregation von den Heiligsten Herzen sieht in der Heiligsprechung eine Bestätigung für das bemerkenswerte Wirken und Leben ihres Mitbruders. Auch die deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe begrüßte die Nachricht aus dem Vatikan. Eine eigene Website des besonders auch in Deutschland tätigen Ordens informiert über die Heiligsprechung. © KNA


Er liebte sie bis zum Äußersten


Zunächst ist das Wort ein Zitat aus dem Evangelium (Joh 13,1), das sich auf Jesus bezieht, der seine Liebe bis zur Vollendung erweist, als er sich vorbereitet, in sein Pascha einzugehen. Es ist der Beginn der Erzählung vom letzten Abendmahl. Es ist der Moment des Neuen Gebotes, der Fußwaschung, der Eucharistie. Damit wird ein Bezug auf das hergestellt, was für Damian das Wichtigste war, ohne dass man ihn nicht verstehen kann: sein Glaube an Jesus Christus, den Herrn seines Lebens, und die Verwandlung seines Wesens nach dem Bild seines Meisters. Nach dem Vorbild des Herrn gilt das Leitwort auch für Damian.

Er liebte... Es geht um die Liebe. Die Heiligkeit Damians findet ihre Quelle in der Liebe Christi, im liebenden Herzen des Herrn. Damian trinkt aus diesem Herzen und wird selbst jemand, der dieses Wasser weiterleitet. Gott zeigt seine Liebe durch die leidenschaftliche Liebe Damians. Die Liebe hört niemals auf. Heiligkeit ist Liebe. Gott ist Liebe.

Er liebte sie... Wenn das Evangelium von der Liebe Jesu spricht, bezieht es sie auf die “Seinen, die in der Welt waren”, auf die Jünger. In ihnen können wir die unergründliche Tiefe der Liebe Christi zur ganzen Menschheit ahnen. Damian liebte nicht auf abstrakte Weise, sondern erwies seine Zuneigung auf eine sehr konkrete Art und Weise, indem er mit all seinen Kräften den “Seinen” diente, die in Molokaii waren, seinen Brüdern, den Leprakranken, jenen, die am meisten verlassen und ausgeschlossen waren.

Bis zum Äußersten. Die Liebe drängt Jesus, sich ganz zu geben, sich verzehren zu lassen, sich ganz seiner selbst zu entleeren, das Leben hinzugeben, bis zum Tod am Kreuz. Gott gibt uns in seinem Sohn alles, ohne etwas für sich zu behalten. Das “Außerste” der Liebe Damians kann man im Laufe seines ganzen Lebens sehen: bei den Gelübden unter dem Leichentuch, beim Abschied von seiner Familie und seinem Land, in dem Angebot, nach Molokaii zu gehen, in der Annahme der Krankheit, im Sterben als Sohn der Heiligsten Herzen... Damian bezahlte mit seiner eigenen Person den verwirrenden “Preis” der Liebe. Das Bild des leprakranken Damian ist eine Ikone der Liebe, des Dienstes und des Glaubens bis zum Ende, bis zum Äußersten, den sein ganzes Leben mit dem Siegel der Heiligkeit prägt, das die Kirche sich nun zu verkünden anschickt.

Generalsuperior P. Javier Alvarez-Ossorio SSCC
in einem Brief an die Kongregation vom 21. Juli 2008


Link: www.damian.sscc.de





D
en guten Taten
folgt Segen
wie dir dein Schatten.

(Japanisches Sprichwort)

Freitag, 20. Februar 2009

Anbetung zu Karneval im Kloster "Jungfrau der Armen"

Wie jedes Jahr bietet die Kongregation der Franziskanerinnen im Kloster »Jungfrau der Armen« (ehemals »Karmel«) in Bütgenbach an den Karnevalstagen Momente der Stille und Besinnung an. In diesem Jahr stehen die Gebetszeiten ganz im Zeichen des Paulus-Jahres.

Paulus aus Tarsus in der heutigen Türkei ist eine der ganz großen Gestalten der Kirchengeschichte. Weithin bekannt ist von ihm, dass aus dem einstigen Christenverfolger der beseelte Christusverkündiger wurde. Sein Bekehrungserlebnis vor Damaskus machte aber nicht einen Ungläubigen zum Gläubigen. Vielmehr war dieser junge Saulus immer ein Gottsuchender gewesen. Sein Damaskuserlebnis will darauf hinweisen, dass der christliche Glaube keine Ansammlung von Lehrsätzen und Verhaltensanweisungen ist. Gelebtes Christsein beruht auf einer persönlichen Christusbegegnung. Paulus vemimmt die Stimme: »Ich bin Jesus, den du verfolgst.« Aus dieser Begegnung wächst diese innige Freundschaftsbeziehung, aus der heraus Paulus dann sein weiteres Leben gestaltet.

Die Gebetszeiten im Kloster »Jungfrau der Armen« in Bütgenbach sind wie folgt festgelegt:

Sonntag, den 22. Februar 2009
* 15.00-16.30 Uhr
* 16.30-18.00 Uhr

Montag, den 23. Februar 2009
* 14.00-17.30 Uhr (Stille Anbetung)

Dienstag, den 24. Februar 2009
* 13.30-15.00 Uhr
* 15.00-16.30 Uhr
* 16.30-18.00 Uhr
* 20.00-21.30 Uhr

Jede(r) ist herzlich willkommen.

Spruch des Tages 20.02.2009



J
eder möchte die Welt verbessern;
und er könnte es auch,
wenn er nur bei sich selbst
anfangen wollte.

Karl Heinrich Waggerl

Donnerstag, 19. Februar 2009

Brachter Möhnen unterwegs



Eine umfangreiche Fotonachlese sehen Sie HIER

Mittwoch, 18. Februar 2009

Wort Gottes für den Tag - Donnerstag, 19.02.2009

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.

Jesus fordert von seinen Jüngern eine weit größere Gerechtigkeit, als die, welche die Schriftgelehrten fordern. Er formuliert: Ich sage euch - das heißt: ich lehre euch verbindlich; wenn ich etwas sage, dann gilt es. Ich gebe euch ein neues, gültiges Gesetz im Auftrag Gottes.
Das alte jüdische Gesetz hatte sich mit der Forderung begnügt: Du sollst nicht morden. Aber Jesus spürt die Mördergrube im Herzen auf. Wer seinem Bruder (einen Fremden gibt es für Jesus nicht!) auch "nur" zürnt, oder ihn beschimpft, wer Hass und Rachsucht im Herzen hegt, ist ein oft nur zufällig verhinderter Mörder. Er gehört vor das Gericht. Aber weil die irdischen Gerichte dazu nicht ausreichen würden und mit solchen Fällen heillos überfordert wären, droht Jesus eine höhere Instanz an, Gottes Gericht. Dieses Gericht wird mit Milliarden Menschen im Augenblick fertig, ihm entkommt kein einziger. Nur wer Barmherzigkeit geübt hat, dem wird Barmherzigkeit zuteil.

Jubiläumsfeierlichkeiten zu „50 Jahre Pfarrkirche St. Vith“

Die Kirche, ein offenes Haus im Herzen der Stadt St. Vith (von Lothar Klinges)

In diesem Jahr feiert die Pfarre und Stadt St. Vith den 50. Geburtstag der Kirche, die am 14. Juni 1959 von Bischof Wilhelm-Maria van Zuylen feierlich konsekriert wurde. Heute, fünfzig Jahre danach, soll aber nicht nur dieses denkwürdigen Ereignisses gedacht werden. Die Kirche besteht aus „lebendigen Steinen“, die heute das Gotteshaus zu einem „Ort der Begegnung“ machen und wir möchten unsere Kirche feiern, denn wir haben Grund, dankbar zu sein, dass nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg unsere Vorfahren ein neues Gotteshaus gebaut haben“, sagte Dechant Jean Pohlen anlässlich eines Treffens der Vertreter der vierzehn St. Vither Wohnviertel.

„Aus den Ruinen ist eine neue Kirche entstanden.“ Die mächtige, in neoromanischem Stil wieder erstandene St. Vitus Pfarrkirche präsentiert sich deshalb mit den auf breiten Füßen stehenden, zum Himmel strebenden Turm mit seiner hohen schlanken Spitze ganz bewusst als Auferstehungskirche. Auch die überlebensgroße, über dem Altar schwebende Holz-Schnitzfigur des Gekreuzigten bezieht die Auferstehungssymbolik mit ein, erklärte Jean Pohlen, der zusammen mit der Kontaktgruppe und dem Kirchenvorstand das Jubiläum vorbereitet und die gesamte Bevölkerung zur Mitarbeit einlädt.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten, die mit dem Kirchweihfest (Kirmes) am 14. Juni beginnen und die Vitus-Oktav einbeziehen, enden mit einem großen Pfarrfest mit Volksfestcharakter rund um die Pfarrkirche mit einem vielfältigen Animationsprogramm, das von Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen, Wohnvierteln und Vereinigungen mitgestaltet wird. Das Volksfest kann auch als „Plattform“ dienen, um Menschen zu ermöglichen, ihre Talente im Schnitzen, Malen, Singen, usw. zu zeigen.

„Ein solches Fest können wir nicht alleine als Kontaktgruppe und Kirchenfabrikrat organisieren“, sagte Jean-Claude Louis, seit zweieinhalb Jahren Mitglied der St. Vither Kontaktgruppe und deren Koordinator. Deshalb starten die Pfarrverantwortlichen einen Aufruf zur Mithilfe, „denn das Pfarrfest soll von uns allen mitgestaltet werden.“ Es soll den Kontakt zwischen den Menschen in der Nachbarschaft fördern und stärken, bringt der 52-jährige St. Vither seinen Wunsch zum Ausdruck. „Wir hoffen, so viele Menschen wie möglich mit unserer Freude für dieses Jubiläumsfest anzustecken.“





Weitere Infos unter www.vitus.be.

Montag, 16. Februar 2009

Wort Gottes für den Tag - Dienstag,17.Februar 2009

Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. (Mk 9,2-7)

„Das Thema Gott habe ich für mich abgeschlossen“ sagen manche Menschen. Viele tun sich schwer mit dem Glauben. Meist haben wir keine so spektakulären Gotteserfahrungen wie die Jünger auf dem Berg Tabor. Unser Verstand möchte so gerne Beweise, die es im Glauben aber nicht gibt.

Um glauben zu können, muss ein Mensch Gott begegnen! Um Gott begegnen zu können, muss ein Mensch zunächst einmal für ihn offen sein. Solange das eigene Leben in geordneten Bahnen verläuft, alles so klappt wie geplant, keine Not und keine wirkliche Sorge drücken, verschwenden Menschen in der Regel nicht viele Gedanken an Gott.

Meist bedarf es dazu einer einschneidenden Erfahrung. Eine solche Erfahrung muss gar nicht so spektakulär sein wie die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor. Das kann ein Moment großen Glücks sein – wenn etwa junge Eltern das erste eigene Kind im Arm halten. Es kann aber auch ein Moment bodenloser Trauer sein – etwa dann, wenn man aus heiterem Himmel einen lieben Menschen verliert. Oder ein Moment stiller Ergriffenheit – wenn man etwa nach langer
Zeit wieder einmal in den Sternenhimmel blickt und sich bewusst wird, wie klein, wie verloren wir Menschen uns doch im Weltall vorkommen müssen. Solche Momente, solche Stimmungen können es sein, die uns öffnen für die Fragen, die sonst kaum in uns hochkommen: Die Fragen nach dem Woher und Wohin unseres Lebens.

Abschlussbericht Festkomitee "Goldenes Priesterjubiläum"

Auf den Tag genau 50 Jahre nach seiner Priesterweihe in Eupen am 14. Dezember 1958 beging Pfarrer Willi Kessel am 14. Dezember 2009 sein „Goldenes Priesterjubiläum“. Zahlreiche Pfarrangehörige, seine Verwandtschaft, die Vertreter der Zivilgemeinde unter Vorsitz von Bürgermeister Joseph Maraite, Vertreter aller Ortsvereine der Pfarren Reuland, Ouren und Steffeshausen, sowie viele Freunde nahmen am Festgottesdienst und der anschließenden Saalfeier teil und gratulierten dem Jubilar.

Ein Festkomitee, bestehend aus den drei Kirchenfabrikräten der drei Pfarren welche Pfarrer Willi Kessel betreut, sowie Vertreter der Ortsvereine traf sich zum ersten Mal am 21.01.2008 zwecks Planung und Vorbereitung des Festes. Willi Oestges wurde von den Mitgliedern zum Koordinator bestimmt. Während der Dauer der Vorbereitungen hat er sich als sehr fähig und kompetent erwiesen, so dass das gute Gelingen des Jubelfestes nicht zuletzt seinem Organisationstalent zu verdanken ist.

Heute nun konnte er den Anwesenden Vertretern der Vereine und der Kirchenvorstände den Abschlussbericht bezüglich aller Unkosten vorlegen. Dieser schließt mit Einnahmen von 9.808 € und Ausgaben von 9.767,72 € , folglich mit einem Überschuss von 40,28 €.

Namens des Jubilars und der Pfarrangehörigen bedanken wir uns für seine geleistete Arbeit.

Sonntag, 15. Februar 2009

Wort Gottes für den Tag - Montag, 16. Februar 2009

Die Jünger hatten vergessen, bei der Abfahrt Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie dabei. Und er warnte sie: Gebt Acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes! Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten. Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darüber Gedanken, dass ihr kein Brot habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstockt? Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht: Als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie viele Körbe voll Brotstücke habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten ihm: Zwölf. Und als ich die sieben Brote für die Viertausend brach, wie viele Körbe voll habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten: Sieben. Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?


Wenn die Jünger doch mehr Glauben hätten! Sie haben den Herrn des Lebens im Boot und machen sich Sorgen, weil sie kein Brot bei sich haben. Jesus ist zu Recht enttäuscht, denn nach allem, was die Jünger mit ihm inzwischen erlebt haben, müssten sie es eigentlich begriffen haben.

Doch, dürfen wir mit dem Finger auf die Jünger zeigen? Schauen wir lieber auf uns. Worum kreisen denn unsere Sorgen? Nach allem, was wir inzwischen mit Jesus erlebt haben, müsste doch auch unser Glaube, unser Vertrauen auf seine sorgende Güte viel größer sein. Oder muss Jesus heute auch uns zurufen: Versteht ihr immer noch nicht?