Samstag, 28. März 2009

Ab Sonntag ist wieder Sommerzeit

Eine Stunde weniger Schlaf:In der Nacht auf Sonntag ist es wieder so weit. Um 2 Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt, und es gilt wieder die Sommerzeit. Enden wird die Sommerzeit am 25. Oktober.

Damit alle öffentlichen und inzwischen auch die meisten Privatuhren sich pünktlich umstellen gibt es den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main. Bereits vor drei Wochen hatten die Wissenschaftler der PTB den Sender entsprechend programmiert. Mit einer Reichweite von etwa 2000 Kilometern erreicht das Signal des Senders Funkuhren in fast ganz Europa.

Vor- und Nachteile der Umstellung:

Längere Abende
Die Tageslichtphase wird scheinbar nach hinten verschoben. Statt beispielsweise schon um ca. 3:30 Uhr morgens geht die Sonne erst gegen 4:30 Uhr auf, dafür aber erst um 22:15 Uhr statt um 21:15 Uhr unter. Da um 3–4 Uhr morgens der Großteil der Menschen schläft, um 22 Uhr abends aber nicht, verschiebt sich der helle Teil des Tages also stärker in die Wachphasen der meisten Menschen hinein.

Energie
Eine der offiziellen Begründungen für die Einführung der Sommerzeit war die Einsparung von Energie. Diese ist allerdings fraglich. Beispielsweise haben kalifornische Wissenschaftler 2008 in einer neueren Untersuchung durch dreijährige Beobachtung des Stromverbrauchs von 7 Millionen Haushalten in Indiana, wo die Sommerzeit erst jüngst eingeführt wurde, festgestellt, dass der Stromverbrauch nach der Umstellung auf die Sommerzeit um 1 bis 3 Prozent anstieg. So könne das ursprünglich verfolgte Ziel der Energieeinsparung durch die Sommerzeit nicht erreicht werden. Demnach falle die Energiebilanz sogar negativ aus, da „geringfügige Einsparungen im Frühjahr einem umso stärkeren Stromverbrauch im Spätsommer und Herbst“ entgegenstünden. Die Einwohner Indianas zahlten rund 8,6 Millionen US-Dollar pro Jahr mehr für den zusätzlichen Energieverbrauch.

Menschliche Natur
Während Befürworter der Sommerzeit argumentieren, es sei für die Menschen vorteilhaft, abends länger bei Tageslicht das Leben genießen zu können, wodurch ihre Produktivität erhöht werde, argumentieren die Gegner, die Anpassung an den neuen Tagesrhythmus dauere mindestens mehrere Tage, sei gesundheitsschädlich und verringere während der Umstellungsphase die Produktivität.

Landwirtschaft
Aus der Landwirtschaft ist bekannt, dass die Milchkühe ein bis zwei Wochen benötigen, um sich auf die neuen Melkzeiten umzustellen. Besonders bei der Herbst-Zeitumstellung ist der veränderte Tagesablauf auf den Höfen am lauten Muhen einiger Kühe morgens deutlich zu verfolgen. Bei der Frühjahrsumstellung ist die Milchleistung einige Tage lang geringer. Die meisten Landwirte verteilen inzwischen die Zeitumstellung für das Melken über mehrere Tage, um so das Problem zu mildern.

Freitag, 27. März 2009

Lebenshilfe

Eines Tages kommt Bischof Ammonas in ein Dorf, in dem die Leute schwer aufgebracht sind, weil der Mönch, der am Berg wohnt, eine Frau zu sich hereinläßt. Dieser Mönch hat schon lange einen schlechten Ruf. Die Leute bestürmen den Bischof: "Jetzt bist du da, jetzt musst du der Sache ein Ende bereiten. Das ist ja ungeheuerlich, was sich auf dem Berg da oben abspielt."

Also stapft der Alte den Berg hinauf, die gesamte Dorfbevölkerung hinter ihm her. Als der Mönch die Leute kommnen sieht, packt ihn die Panik, und er steckt die Frau kurzerhand in ein Faß.

Ammonas ist als erster oben, und als er in die Hütte kommt, durchschaut er die Situation blitzschnell. Er setzt sich sofort auf das Fass, winkt die Leute herein und sagt: "Jetzt durchsucht die Hütte, sucht die Frau!" Als sie sie nicht finden, sagt er: "So, jetzt kniet nieder und bittet Gott um Verzeihung, dass ihr dem Bruder so übel nachgeredet habt."

Als sie weg sind, geht er zu dem Mönch, nimmt ihn bei der Hand und sagt: "Bruder, gib auf dich acht!"

Donnerstag, 26. März 2009

Wort Gottes für den Tag - Freitag, 26. März 2009

Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.
Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus. So tat Jesus sein zweites Wunder (Joh 4,43-54).
Wir Menschen suchen in unserem alltäglichen Leben nach Sicherheit durch Versicherungen und Verträge. In unserem Glaubensleben ist das manchmal nicht anders: Hier sind es Zeichen und Wunder, die uns unsere Zweifel nehmen und den Glauben ermöglichen sollen.

Doch Glaube ist mehr, als auf Zeichen und Wunder zu vertrauen. Glauben heißt, jemandem vertrauen, ihm letztendlich das Herz schenken.
Dann werden Zeichen und Wunder zweitrangig, ja sogar überflüssig, weil die tiefe innige Verbundenheit und das Getragensein solche Absicherungen unnötig machen.

Jesus Christus vertrauen, ihm zutrauen, dass er mein Leben zu einem guten Ende führen kann, ja sogar darüber hinaus, dass er mich zum Himmel, zum ewigen Leben führt; in diesem Glauben müssen wir jeden Tag ein bisschen mehr wachsen.

Dienstag, 24. März 2009

Segensbitte

Der Herr segne dich.
Er mache dich frei
von allen inneren und äußeren Zwängen,
von allen Erwartungshaltungen anderer.
Er gebe dir Mut und Kraft,
deinen eigenen Weg zu gehen,
den für dich bestimmten Weg,
zu suchen und zu finden.


Er behüte dich

und schütze dich vor allem Unheil.
Er stelle dir jederzeit
einen guten Menschen zur Seite.
Er lasse sein Antlitz über dir leuchten,
sei dir gnädig
und schenke dir reichlich sein Erbarmen.
Er schenke dir jeden Tag ein fröhliches Herz,
ein Lächeln auf deinen Lippen,
und die Gabe,
dich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

In dunklen Stunden
sende er dir einen Stern, der dir leuchtet,
in Traurigkeit einen Menschen, der dich tröstet.
Mit seinem Segen sei er dir alle Zeit nahe,
umgebe dich mit seinem Beistand,
auf dass du wachsen und reifen kannst
und deinen Weg finden.
So bewahre dich der Herr, unser Gott,
der uns ins Leben rief und will, dass wir leben und glücklich sind.








So segne und behüte dich der uns liebende Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Hl. Geist.
(Heinz Pangels)

Montag, 23. März 2009

Gottes Wort für den Tag - Dienstag, 24. März

Gott aber, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet. Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben. Dadurch, dass er in Christus Jesus gütig an uns handelte, wollte er den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zeigen. Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt - nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann. Seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im Voraus bereitet hat. (Eph 2,4-10)

Dass Leistung notwendig ist und zum menschlichen Leben und zu einer Gesellschaft dazugehört, ist unbestreitbar. Aber wenn sie faktisch immer mehr zum alles bestimmenden Maß wird und Menschen einfach kaputt macht, dann läuft etwas falsch.

Kann eine solche Gesellschaft, die so absolut und einseitig auf Leistung und Konkurrenz fixiert und getrimmt ist, den Apostel Paulus noch verstehen, der als eine Grundbotschaft des Evangeliums erkannt hat: »Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -, nicht aufgrund eurer Werke ... «?

Diese Sicht des Apostels kommt daher, weil er die Erfahrung gemacht hat, dass die genaue Erfüllung der zahlreichen Vorschriften und Gebote des jüdischen Gesetzes unerreichbar ist. Kein Mensch kann vor Gott bestehen allein aufgrund der akribischen Erfüllung der Gebote oder auf Grund eines perfekten Lebens - das es sowiso nicht gibt - und geben kann. Ja, die Beachtung der Gesetzesvorschriften hat den Blick auf Gott selbst verstellt. Das Gesetz hat eigentlich nur aufgedeckt, dass es für Menschen auf diesem Weg nicht möglich ist, im Ansehen Gottes zu stehen, vor ihm zu bestehen.

Darum hat Gott Jesus Christus gesandt, um durch ihn den Menschen zu zeigen: Gerettet wirst du aus Liebe und Gnade. Bestehen kannst du vor Gott nur, weil er dich bedingungslos liebt, weil er durch Jesus Christus gütig an dir gehandelt hat, weil du mit ihm einen Platz im Himmel, also einen Platz bei Gott hast. Wenn du das glauben kannst, dann hast du die rechte Beziehung zu Gott, dann bis du gerechtfertigt und kannst vor Gott bestehen. Denn die Fülle des Lebens, den bleibenden, ewigen Wert des Lebens - den Himmel - den kannst du dir nicht selbst verdienen, der ist Geschenk, Gnade, Gabe.

Wenn es uns gelingt, dieser Göttlichen Liebe zu vertrauen, uns in dieser Liebe zu bergen, aus dieser Liebe zu leben, können wir selbst in der Liebe wachsen - und wir dürfen wissen dass wir geliebt sind, auch dann, wenn wir meinen, es am wenigsten zu verdienen ...

Sonntag, 22. März 2009

Ausflug der Firmlinge zur Mutter Gottes nach Banneux


Am Samstag besuchten etwa 50 Jugendliche mit ihren Begleitern aus den Pfarren Aldringen, Dürler, Reuland, Steffeshausen, Ouren und Thommen das Heiligtum in Banneux. Sie alle empfangen am 25. / 26. April das Sakrament der Firmung. Zum Abschluss der Firmvorbereitung gehört inzwischen ein Besuch bei der Mutter Gottes von Banneux.

Nach der Ankunft begrüßte uns Rektor Leo Palm und lud ein zu einem Film, welcher den Werdegang der Erscheinungen sehr anschaulich beschreibt. Demnach erschien im Jahr 1933 zwischen dem 15. Januar und dem 2. März die Gottesmutter achtmal der damals zwölf jährigen Mariette, dem ältesten Kind der Becos, im Garten des elterlichen Hauses, jeweils gegen 19 Uhr in gleicher Kleidung und Haltung. Mariette wuchs in ärmlichen, beengten Verhältnissen heran und im Elternhaus war für Religion kein Platz. Von der ersten Erscheinung an fühlte sich das Kind veranlasst, wieder am religiösen Leben der Gemeinde teilzunehmen. Nach anfänglichem Widerstand folgte ihr bald die Familie. Bei ihrer zweiten Erscheinung weist Maria auf die Quelle hin, zu der sie die kleine Mariette Beco viermal führt.

Rektor Leo Palm führt uns zu den einzelnen Stellen, an der die Gottesmutter der kleinen Mariette erschien. Für uns alle war es ein besonderer Augenblick, als Leo Palm uns einlud, unsere Hände ins Wasserbecken zu tauchen, das aus der Quelle gespeist wird, von der die "schöne Dame" gesagt hat, dass diese Quelle allen Nationen gehört. Ein verborgener Hinweis auf die Tatsache, dass inzwischen rund 600.000 Menschen den Gnadenort jährlich besuchen, und sie kommen aus allen Nationen der Welt...

Nach dem Picknick zum Mittag, besuchten wir Schwester Seraphim-Marie in der Anbetungskapelle. Sie gab bereitwillig Auskunft zu ihrer Berufung als Ordenschwester, vor zehn Jahren. Die heute 35-jährige Frau ist ausgebildete Kindergärtnerin und hat auch in diesem Beruf gearbeitet, bis der Ruf des Herrn sie traf um in seinen Dienst als Anbetungsschwester zu treten. Mit ihrem Gebet begleiten Schwester Seraphim-Marie und ihre Mitschwestern die vielfältigen Anliegen der Pilger, welche nach Banneux kommen.

Ein weiterer Höhepunktwar der Besuch des Hauses "Emanuelle". Hier finden junge behinderte Menschen ein Zuhause im Kreis einer Familie.Die Jugendlichen erfahren: Behindert sein heißt nicht vom sozialen Leben ausgeschlossen zu sein, sondern Menschen mit einer Behinderung gehen einer Arbeit nach, treiben Sport, haben Familie... Das Haus vermittelt behinderte Kinder an solche Ehepaare, welche ein behindertes Kind adoptieren möchten. Sicher keine einfache Aufgabe, aber durchaus realisierbar.

Für uns alle hat sich der Tag sicher gelohnt. Es war ein schöner Tag, zumal die Sonne noch den ganzen Tag geschienen hat. Vielen Menschen sind wir begegnet, haben neue Eindrücke gewonnen. Wir bedanken uns bei Joseph Maraite, der diesen Tag für uns vorbereitet hat. Wir haben alle unseren Horizont wieder etwas erweitern können und bstimmt hat der eine oder die andere der Mutter Gottes einen Wunsch oder eine Bitte, vielleicht sogar ein Geheimnis anvertraut.




Eine Fotoserie zum Ausflug findet ihr HIER