Samstag, 11. April 2009

Frohe Ostern




Freitag, 10. April 2009

Ostern - Osterbräuche

Ostern (lateinisch: pascha; von hebräisch: pessach) ist die jährliche Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung Jesu, der nach christlicher Überlieferung als Sohn Gottes den Tod überwunden hat.

Da nach dem Zeugnis des Neuen Testaments die Heilsereignisse in eine Pessachwoche fielen, ist Ostern ein bewegliches Fest. Somit bestimmt der Termin dieses jüdischen Hauptfestes auch das Osterdatum: Ostern wird immer am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert und fällt daher – bei der Berechnung mittels des Gregorianischen Kalenders – frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April.

In der Alten Kirche wurde Ostern als Einheit von Leidensgedächtnis und Auferstehungsfeier in der Osternacht begangen („Vollpascha“). Ab dem 4. Jahrhundert wurde das höchste Fest im Kirchenjahr als Drei-Tage-Feier (Triduum paschale) historisierend entfaltet. Die Osterfeierlichkeiten erstrecken sich seitdem in den meisten Liturgien von der Feier des Letzten Abendmahls am Gründonnerstagabend – dem Vorabend des Karfreitags – über den Karsamstag, den Tag der Grabesruhe des Herrn, bis zum Anbruch der neuen Woche am Ostersonntag.

Mit dem Ostersonntag beginnt die österliche Fünfzigtagezeit („Osterzeit“), die den Zeitraum bis einschließlich Pfingsten umfasst. Im Mittelalter entwickelte sich aus dem ursprünglichen Triduum ein separates Ostertriduum, das die ersten drei Tage der Osteroktav von der restlichen Feierwoche abhob. Im Laufe der Zeit wurde dieser arbeitsfreie Zeitraum weiter verkürzt, so dass nur noch der Ostermontag als gesetzlicher Feiertag erhalten blieb.

Der im Deutschen gebräuchliche Name Ostern ist altgermanischen Ursprungs und hängt etymologisch wohl zusammen mit der Himmelsrichtung „Osten“, dem Ort der aufgehenden Sonne, die im Christentum als Symbol des auferstandenen und wiederkehrenden Christus gilt.

In zahlreichen Ländern sind Osterbräuche bekannt, die zum Teil vorchristlicher Herkunft sind. Vergleichbar dem Brauchtum an Weihnachten, gehören sie für viele Menschen – unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund – zum Osterfest.



Mit der Osternachtfeier am Karsamstag (Beginn erst nach einbruch der Dunkelheit) erreicht die „Heilige Woche“ ihren Höhepunkt.

Es ist die Nacht, in der das Kreuz, der Tod, und das Leiden überwunden ist. Jesus ist also auferstanden und es beginnt von jetzt an das ewige neue Leben, denn Gott setzt mit der Auferstehung den Anfang des Lebens.
Das Fest der Auferstehung Jesu ist das älteste der christlichen Kirchen, hervorgegangen aus dem jüdischen Passahfest.
Mit der Osternacht, beginnt also die sieben Wochen andauernde Osterzeit

Die Liturgische Farbe ist jetzt Weiß

Die Osternacht besteht im wesentlichen aus vier Teilen,

1. Die Lichtfeier - Entzündung und Weihe des Osterfeuers
2. Ein Wortgottesdienst wird abgehalten (meist mit mehreren Lesungen)
3. Der dritte Teil der Osternachtliturgie ist die Tauffeier
4. Der letzt Teil der Osternacht wird mit der Eucharistiefeier abgeschlossen.

Die Christen feiern die Auferstehung Jesu, das Fundament des christlichen Glaubens. Die Osternacht-Liturgie beginnt mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ („Licht Christi“). Man nennt dies auch die Lichtfeier, bei der auch ein Gebet,(Segensgebet des Osterfeuers) zur Einführung gesprochen wird.


Bei der Osternachtfeier wird im Freien ein Feuer entfacht, an dem die Osterkerze, ein Sinnbildbild für den auferstandenen Christus, entzündet wird. Die Osterkerze brennt in jedem Gottesdienst von Ostern bis Pfingsten. An diesem Osterfeuer entzünden dann alle Gläubigen ihre mitgebrachte Kerze.

Die Prozession mit der brennenden Osterkerze in die finstere Kirche soll an die Feuersäule erinnern, die den Isrealiten den Weg in die Freiheit wies. Sie ist aber auch Erinnerung an die Worte Christi: „Ich bin das Licht der Welt.“

Der Ostersonntag hatte ursprünglich keine Liturgie, weil der Osternacht-Gottesdienst bis in die Morgenstunden dauerte. Inzwischen wird längst in allen Kirchen an diesem Tag ein Hochamt gelesen.

Nach der Lichtfeier wird ein Wortgottesdienst abgehalten während des Gottesdienstes sollten die Kerzen brennen bleiben, um den alten Brauch, nämlich das Osterlicht (wie früher das Osterwasser) mit nach Hause zu nehmen. In vielen Gemeinden ist dieser Brauch schon selbstverständlich geworden.

Der dritte Teil der Osternachtliturgie ist die Tauffeier. Wo unsere Wege zu enden scheinen, setzt Gott einen neuen Anfang und schenkt uns neues Leben und Licht, Unsere Antwort darauf geben wir in der Erneuerung unseres Taufversprechens. So bekunden wir in der Tauferneuerung unseren guten Willen, unser Leben im Lichte Christi und mit Gottes Geist zu gestalten.
Dies geschieht meist durch die sogenannte Weihwassersprengung (Der Pater, Pfarrer geht in der Kirche mit den Ministranten den Mittelgang entlang und besprüht alle Gläubigen mit dem Weihwasser.

Mit der Eucharistiefeier, dem vierten und letzten Teil, endet die Heilige Osternacht. Die Eucharistiefeier besteht aus einem Gabengebet, Schlussgebet sowie dem Segen. Im Mittelpunkt für viele, steht heute die Segnung von Speisen und hierbei insbesondeere die Ostereier.



Der Ursprung des Osterwassers liegt in heidnischer Zeit. Das Wasser gilt als Ursymbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde bei den Germanen zum Gedenken an die Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. Es hat angeblich Heil- und Segenskraft, erhält jung und schön. Besonders unverheiratete Frauen haben sich in fließendem Osterwasser gewaschen.

Das Wasser besitzt so eine gewaltige Kraft. Vielerorts war es üblich, sich mit Osterwasser zu bespritzen um sich Glück und Segen zu wünschen. Außer dem Quellwasser , galt auch das Wasser als heilbringend, das in der Osternacht vom Himmel regnete. Das Sich-Bekreuzigen mit Oster- oder Weihwasser ist eine Segens und Reinigungsgeste. Vor allem in Süddeutschland findet sich solch ein Weihwasserbehälter (Weihwasserschale) auf allen Grabsteinen. Man segnet beim Betreten, wie auch wieder beim verlassen des Grabes, mit einem Palmbuschen oder Buschen aus Buchsbaum das Grab und Bekreuzigt sich damit.

Heute wird als Osterwasser hauptsächlich das in der Kirche gesegnete Wasser, das Taufwasser, so bezeichnet. Das Osterwasser dient dazu, das ganze Jahr über die Weihwasserbecken in den einzelnen Räumen zu füllen. Ein schöner Brauch ist es, zu Hause ein Weihwasserbecken an der Schlafzimmerwand zu befestigen oder zentral im Haus aufzuhängen, etwa im Treppenhaus. Gerne wird als Segen ein Kreuzzeichen mit Weihwasser gemacht, morgens, beim Verlassen des Hauses oder abends vor dem Schlafengehen. Zu jeder Zeit möchte man sich unter den Schutz und Segen Gottes stellen. Diese Tradition wurde in den letzten Jahrzehnten allerdings in den Hintergrund gedrängt.

An diesem Osterfest, am kommenden Samstag und Sonntag, möchte die Kontaktgruppe des Pfarrverbands Reuland diesen sinnvollen Brauch neu beleben. Mitglieder dieser Gruppe verschenken Flaschen mit gesegnetem Osterwasser (= Weihwasser) an alle Familien. Es wäre schön, wenn dieses Weihwasser zu Hause in Gebrauch genommen würde und sollte die kleine Flasche einmal leer sein, dann kann sie ohne weiteres am Weihwasserkrug in der Kirche gefüllt werden.
Weitere Infos bei den Mitgliedern der Kontaktgruppe



Das Osterfeuer

Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht.

Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird.

Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten, Regionen und Gemeinden von Jungen Burschen Holz und Reisig gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet. Dort, wo Osterfeuer symbolhaft für das Lichtwerden durch die Auferstehung Christi stehen, ist es Brauch, dass sie am Abend des Ostersonntags mit dem Licht der Osterkerze aus der Pfarrkirche entzündet werden.

Die Osterkerze

In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens !

Die Osterkerze und die Lichtfeier zu Beginn der Liturgie haben ihre frühesten Wurzeln in der Sitte der alten Kirche, die Osternacht mit zahl- reichen Kerzen zu erhellen. Zusätzlich gab es in Rom den Brauch, die Osternachtsfeier mit zwei ca. 2m hohe Kerzen zu erleuchten.

Die gesamte Feuersymbolik des Osterfeuers ist auf die Osterkerze übertragen worden. Sie steht heute im Mittelpunkt der Osternachtfeier! Die Osterkerze symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden und auferstandenen Jesus Christus. Die Symbolik der Kerze die ihren Leib vom Feuer (Licht) verzehren läßt legt ihre Verwendung im Osterbrauchtum nahe.

Die Osterkerze wird in der Osternachtliturgie am geweihten Feuer entzündet und in den dunklen Kirchenraum getragen nachdem sie vorher gesegnet wurde. Zu ihrem Lob wird das Exlutet gesungen das ins 1. Jahrtausend zurückgehende Preislied auf die "magnalia die" die Großtaten Gottes die in der Auferstehung gipfeln. Die Osterkerze bleibt - festlich geschmückt - der liturgische Mittelpunkt der Osternacht.



Das Lamm - oder eine junge Ziege - ist Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, den Scherer und den Schlächter, es ist das klassische Opfertier im Alten Testament. Auch Jesus Christus wird als Lamm bezeichnet: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt" (Johannesevangelium 1, 29). Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt. Das Lamm als Symbol der Wehrlosigkeit war bereits Opfertier im Alten Testament.

Die Juden schlachten zum Gedenken an Gott zum Passahfest ein Lamm. Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter dem Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt. Das Lamm ist symbolisch zum Lamm Gottes geworden. Es symbolisiert die Unschuld Christi.

Das Osterlamm steht als Symbol für die unschuldigen Hingabe, das Sterben von Jesus. Bis zur Mitte des 16. Jhdts war ein Lammbraten Bestandteil der österlichen Festtafel. Dann wandelte sich diese Sitte und es gab immer häufiger Hase statt Lammbraten. Damals nahm man keine Rücksicht auf die Junghasen und es fanden österliche Hasenjagden statt, die am Karfreitag beendet sein mussten. Heutzutage werden am Gründonnerstag für das Osterfrühstück die Osterlämmer aus Biskuitteig gebacken


Das Osterei

Das beherrschende Sinnbild unseres Osterfestes ist heute das Osterei. Nach alten Mythen ist die Welt aus dem Ei entstanden, oder die Götter gehen aus dem Ei hervor. Wer das Ei verzehrt, der verleibt sich nach dem mythischer Denken Kräfte des Ursprungs ein.

Die kirchliche Eierweihe ist schon im 4. Jahrhundert nachzuweisen. In dieser Zeit wurden Eier auch schon bunt bemalt, wie Funde aus der Gegend von Worms zeigen.

Um die Bedeutung des Eies hervortreten zu lassen, wird es gefärbt. Schon früh bezeugt ist die rote Färbung der Eier. Rot ist die Farbe des stärksten Lebens.

Sehr alt muss aber auch die Verzierung der Eier mit Sinnbildern sein, wie wir sie heute noch in vielen deutschen Landschaften finden.

Für die einen war die Eischale Sinnbild des alten Testamentes und der Kern des Eies Symbol des neuen Testamentes. Zum Osterfest werde der Kern zur „Nahrung der Gläubigen“



Der Osterhase

Der Hase steht als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite als auch der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera wurde ein Hase als heiliges Tier zugeordnet.

Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert. [Eier bemalender Hase]

Für die Verbindung von Ostern und Hase kann es zwei Gründe geben. Der Hase war das erste Tier, das schon im zeitigen Frühjahr Junge gebar. So wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol.

Aus weltlicher Sicht ist der Gründonnerstag für die Verbindung von Hase und Ei wesentlich wahrscheinlicher, galt der Gründonnerstag doch als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger.

Wahrscheinlich, und das sieht nicht nur die katholische Kirche so, haben evangelische Familien den Osterhasen als Eierlieferanten im 17. Jahrhundert entwickelt. Er sollte die Eier bemalen, verstecken und legen. Damit wollten die Protestanten sich von den Katholiken distanzieren, deren Fastenbräuche und insbesondere die Eierweihe sie strikt ablehnten.


Donnerstag, 9. April 2009

Messdienerausflug 6. Tag




Gründonnerstag


Gemeinschaft und Abschied, Erinnerung und Schmerz kennzeichnen den Gründonnerstag. Jesus hat zum Mahl am Beginn, des Paschafestes eingeladen - zunächst nicht ungewöhnlich: Ganz Israel feiert darin die Befreiung aus der Knechtschaft Ägyptens. Aber Jesus hat das Mahl neu gedeutet. Es ist das letzte Mahl, das er mit den Seinen feiert. Denn er proklamiert am Ende seines Lebens feierlich, was sein ganzes Leben war und als was wir es auch zu deuten haben: Über Jesu ganzem Leben stehen zwei Wörter, die Maßgebend für sein ganzes Wirken waren. „Für euch“! Jesu Leben war ein Leben der Hingabe für andere!

Jesus macht das Gesagte noch einmal deutlich, indem er den überraschten Jüngern die Füße wäscht. Das war eigentlich eine Aufgabe, die den Sklaven vorbehalten war. Jesus nimmt diese Arbeit zum Gleichnis für seine innere Wirklichkeit: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Aber er verbindet damit auch einen Auftrag an seine Jüngerschaft, an seine Kirche: Macht es ebenso!

Osterwasser-Aktion im Pfarrverband Reuland

Weihwasser ist ein schönes Zeichen, das uns in fast allen Religionen begegnet. Das Weihwasser gibt es in Schalen, die an den Eingängen der Kirche angebracht sind. Wenn wir eine Kirche betreten, benetzen wir unsere Finger mit dem Weihwasser und bekreuzigen uns dabei. Dies ist für uns ein Zeichen, dass wir nicht irgendeinen Raum oder irgendeine Festhalle betreten, sondern einen Gottesdienstraum, ein Gotteshaus. Das Weihwasser ist wie in anderen Religionen auch ein Zeichen der Reinigung. Wenn wir uns damit bekreuzigen, können wir auch ein kurzes Stoßgebet sagen: Lieber Gott, wasche mich rein von meinen Sünden und Fehlern. Ich bitte um Verzeihung! Und dann erinnert auch das Kreuzzeichen, dass wir mit dem Weihwasser machen, an unsere Taufe. Es ist eine kurze Erinnerung und eine Bekräftigung, indem wir sagen: Ja, ich möchte auf Gott vertrauen und an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist glauben.

Ein schöner Brauch ist es, zu Hause ein Weihwasserbecken an der Schlafzimmerwand zu befestigen oder zentral im Haus aufzuhängen, etwa im Treppenhaus. Gerne wird als Segen ein Kreuzzeichen mit Weihwasser gemacht, morgens, beim Verlassen des Hauses oder abends vor dem Schlafengehen. Zu jeder Zeit möchte man sich unter den Schutz und Segen Gottes stellen. Diese Tradition wurde in den letzten Jahrzehnten allerdings in den Hintergrund gedrängt.

An diesem Osterfest, am kommenden Samstag und Sonntag, möchte die Kontaktgruppe des Pfarrverbands Reuland diesen sinnvollen Brauch neu beleben. Mitglieder dieser Gruppe verschenken Flaschen mit gesegnetem Osterwasser (= Weihwasser) an alle Familien. Es wäre schön, wenn dieses Weihwasser zu Hause in Gebrauch genommen würde und sollte die kleine Flasche einmal leer sein, dann kann sie ohne weiteres am Weihwasserkrug in der Kirche gefüllt werden.

Weitere Infos bei den Mitgliedern der Kontaktgruppe

Mittwoch, 8. April 2009

Messdienerausflug nach Rom


Am 4. und 5. Tag ihres Aufenthaltes in Rom besuchten die Messdiener einige geschichtsträchtige Orte in Rom. So das Kolosseum und die Kirche St. Peter vor den Mauern. Hier einige Eindrücke:
















Weihe der Heiligen Öle in Lüttich

In der Kathedrale zu Lüttich weihte am Mittwochabend Bischof Alois Jousten unter großer Teilnahme der Bevölkerung swie zahlreicher Dechanten, Priester und Diakone während der feierlichen Chrisammesse die Heiligen Öle, die während des Jahrs in den Gemeinden bei der Spendung einiger Sakramente und Sakramentalien verwendet werden: das Chrisam für die Salbung bei der Taufe, für die Firmung, die Weihe des Bischofs und des Priesters, auch für die Weihe von Kirchen und Altären; das Katechumenenöl für die Salbung der Taufbewerber vor der Taufe; das Krankenöl für das Sakrament der Krankensalbung.

Nach der Chrisammesse nahmen Vertreter der Dekanate des Bistums Lüttich die Öle in Empfang. Diese werden in die Gemeinden gebracht, wo sie am Gründonnerstag in Empfang genommen werden sollen.
















Dienstag, 7. April 2009

Friedhof für Moslems in Bütgenbach


Ein Bürger aus Weywertz hat im Namen der muslimischen Glaubensgemeinschaft bei der Gemeinde Bütgenbach angefragt, ob hier ein muslimischer Friedhof eingerichtet werden kann. Der 45-Jährige ist seit 1992 praktizierender Moslem. Er macht sich schon jetzt Gedanken über seine letzte Ruhestätte. Eine Beisetzung in der »Heimaterde« entspricht den Richtlinien des Islams.
Doch muslimische Gräber sind weder in der Gemeinde Bütgenbach noch in der gesamten Deutschsprachigen Gemeinschaft zu finden. Diese Erkenntnis stellt den Mann aus Weywertz vor ein Problem. Die islamische Glaubensgemeinschaft muss nach Robermont bei Lüttich oder nach Aachen (»Auf der Hülst«) ausweichen. Alleine dort können in der näheren Umgebung Moslems nach ihren Ritualen und Traditionen bestattet werden.
Bütgenbachs Bürgermeister Emil Dannemark reagierte auf den Antrag mit Verwunderung. Er ließ aber verlauten, das Gemeindekollegium werde sich ernsthaft mit dem Anliegen befassen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Vorstoß des Weywertzers eine Grundsatzdebatte in Ostbelgien auslösen wird, ausgehend von der Feststellung, dass Friedhöfe allen Menschen offen stehen sollten.
Quelle: grenzecho-net

Montag, 6. April 2009

Wort Gottes für den Tag - Dienstag, 07. April 2009

Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.

Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte. Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue. Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten, weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten. (Joh 12,1-11)

Mit der Zeitangabe „sechs Tage vor dem Paschafest“ ist für Jesus die letzte Woche seines
irdischen Lebens angebrochen. So mutet das Mahl bei seinen Freunden eher wie ein Abschiedsmahl an. Johannes berichtet uns davon. Während dieses Mahles nimmt Mariaein Pfund echten kostbaren Nardenöls, um Jesus damit die Füße zu salben. „Ein Pfund“ dieses kostbaren Öles war eine ungewöhnliche Menge; es dürfte den Preis von zehn Monatsverdiensten ausmachen. Maria gibt alles für Jesus. Für sie gibt es ihm gegenüber kein „zuviel“. Wahre, echte Liebe ist immer verschwenderisch. Sie möchte stets im Übermaß geben. Wer nicht (mehr) liebt, kann solches Tun anderer nicht verstehen.

Judas zeigt dann auch in seiner Haltung und in
seinen Worten, dass er die Gebärde Marias nicht rechtfertigen kann. Er war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr fähig zur Verschwendung für den Herrn. Sein Herz krampfte sich immer mehr zusammen. Sein Blick verengte sich zusehends. Er konnte seinem Meister nicht mehr ehrlich gegenübertreten. Johannes stellt ihn uns als Dieb dar, der
nicht nur Jesus, sondern die ganze Gemeinschaft der Jünger hintergeht.
Wie reagiert Jesus auf den anklagenden und verurteilenden Judas?
Er weist nicht zurecht, er tadelt nicht, er stellt die Geste Marias nicht als ein hervorragendes und ideales Gegenbeispiel hin. Allein mit den Worten „lass sie“ erkennt er das Tun Marias an.

Dürfen wir in dieser
souveränen Haltung Jesu eine Parallele sehen zum „Gleichnis vom
Unkraut im Weizen“ (Mt 13, 24–30), wo der Mann beides wachsen lässt bis zur Ernte: Hier die sich verschwenderisch hingebende Liebe und den Hass; die tiefe Zuneigung und die Ablehnung bishin zum Verrat?

Sonntag, 5. April 2009

Beichten? - Gedanken zum Bußsakrament


Schlechte Erfahrungen?
"Zu meiner Schulzeit war das Beichtengehen ein Horror. Mich kriegt niemand mehr in den Beichtstuhl!" "Ich habe keinen umgebracht und komme mit meinen Mitmenschen recht gut aus. Was sollte ich beichten?" "Was gehen den Pfarrer meine Sünden an? Schafft die Beichte ab!" Solche und ähnliche Äußerungen machen klar: Die Beichte ist derzeit nicht "in". Der Beichtboom früherer Jahrzehnte ist vorbei. Zwischen 1850 und 1965 wurde so oft und so viel gebeichtet wie niemals zuvor in der Kirchengeschichte. Ohne Zweifel ging das auf Kosten der Qualität. Moralische Kleinkrämerei, übertriebene Sündenangst und Zwang in der religiösen Erziehung verdüsterten zusätzlich die Schönheit dieses Sakramentes. Es wurde von vielen nicht mehr als Geschenk, sondern als Last erlebt.

Neuentdeckung?
Manches muss längere Zeit ruhen, bevor es neu entdeckt werden kann. Vielleicht gilt das auch für die Beichte und alles, was dazugehört. Denn sie ist ja etwas, was dem Wesen des Menschen durchaus entspricht. Wer ehrlich mit sich selber ist, wird im Laufe des Lebens immer wieder sagen müssen: Hier habe ich versagt. Hier habe ich einen Schnitzer gemacht. Hier habe ich mich verrannt.

Wer ehrlich ist, weiß auch, dass sich vieles nicht einfach mit ein bisschen guten Willen zurechtbiegen lässt. Und er weiß, dass es Schuld gibt, die man eigentlich nicht wiedergutmachen kann, vielleicht weil der Mitmensch, an dem man schuldig geworden ist, nicht mehr erreichbar ist, vielleicht weil die bösen Folgen eigenen Versagens sich trotz Reue der Kontrolle entziehen. Wir haben das, was wir getan haben und tun, nie ganz in unserer Hand. Es übersteigt unsere Kräfte.


Wird alles wieder gut?
Jesus, der große Menschenkenner, weiß um diese verzwickte Situation des Menschen und verkündet deshalb eine Vergebung, die weit über menschliches Verzeihen hinaus geht: "Deine Sünden sind dir vergeben" - Es wird alles wieder gut! So etwas kann nur Gott selbst versprechen. Nur er hat das "Wort, das alles heilt" (Weisheit 16,11). Nur Er kann auch die krummsten Dinge, die Menschen gedreht haben, zu einem guten Ende führen. Und Er tut das auch wirklich, wenn Menschen seine Vergebung annehmen und in sich wirken lassen. Diese erlösende Wahrheit hat Jesus gelebt und dafür ist er gestorben.


Sündenvergebung in vielen Formen
Es ist der Wille Jesu, dass dieses Wort der Vergebung in der Welt nicht verstumme. Deshalb gibt er – so bezeugt die Bibel – seinen Aposteln etwas Wichtiges mit auf den Weg: "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben ...!" (Joh 20,23) Seit 2000 Jahren bemüht sich die Gemeinschaft der Kirche, diese Vergebung Gottes auf verschiedene Weise sichtbar und hörbar an die Menschen weiterzugeben: durch das Verkünden des Evangeliums, durch die Feier der Taufe und der heiligen Messe, durch Bußgottesdienste, Fürbitten usw. Und Menschen zeigen ebenfalls auf vielfältige Weise, dass sie erneut den Weg des Guten gehen wollen: durch tätige Reue, Werke der Nächstenliebe, Gebete, Versöhnungsbereitschaft, Feindesliebe usw.


Eine besondere Form
Eine ganz besondere Form der Sündenvergebung ist das Sakrament der Buße, bei uns meist sehr verkürzt "Beichte" genannt, weil man dabei seine Schuld nicht nur innerlich bereut, sondern auch mutig beim Namen nennt ("beichtet"). Der Priester, der in der Nachfolge der Apostel steht, darf dann im Sinne Jesu die Lossprechung (Absolution) geben. Sein Vergebungswort ist das menschliche Zeichen für die Vergebung Gottes (ähnlich wie bei der hl. Messe Brot und Wein sichtbares Zeichen für die Gegenwart Jesu sind.) Wer dieses Sakrament aufrichtig empfängt, erhält eine große Kraft für die sinnvolle Gestaltung seines Lebens.


Muss man in den Beichtstuhl?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Sakrament der Buße zu empfangen. Manche gehen gerne in einen Beichtstuhl (wegen der größeren Anonymität), andere bevorzugen das Aussprachezimmer eines Priesters. Man muss bei einer Beichte nicht alle Sünden aufzählen oder gar irgendwelche Formeln auswendig aufsagen, wie manche meinen. Nach einer ernsthaften Gewissenserforschung weiß man normalerweise, was wichtig ist und was benannt werden soll. Für jemanden, der dieses Sakrament schon länger nicht empfangen hat, ist es wohl am besten, wenn er mit einem Priester ein Gespräch vereinbart. Der Priester hilft dann gerne weiter.


Pflicht zur Beichte?
Die Kirche lädt die Gläubigen ein, das Sakrament der Buße öfter zu empfangen. Dazu verpflichtet sind nach der Lebensordnung der katholischen Kirche die Gläubigen allerdings nur dann, wenn sie sich einer schweren Sünde bewusst sind. In diesem Fall sollen sie innerhalb eines Jahres, aber nach Möglichkeit bevor sie wieder zur heiligen Kommunion gehen, das Sakrament der Buße empfangen. Als schwer gilt eine Sünde dann, wenn sie (1.) eine „wichtige Sache" betrifft, also im groben Kontrast zum christlichen Leben, wie es sein soll, steht, (2.) vom Gewissen klar als Sünde erkannt und (3.) trotzdem mit bedachter Zustimmung begangen wird.


"Buße" kommt von "bessern"
"Es gibt heute weniger Beichten als vor 40 Jahren, aber ihre Qualität hat zugenommen", sagt ein erfahrener Seelsorger. Das Ziel des Bußsakramentes und aller anderen Formen der Buße liegt darin, dass es dem Menschen im Vertrauen auf Gott immer "besser" gelingt , ein versöhnter Mensch zu sein - versöhnt mit Gott, mit den Mitmenschen, mit der Schöpfung, mit dem eigenen Leben. Auf jeden Fall ein erstrebenswertes Ziel.
Karl Veitschegger



Online beichten?

Jesus hat zu seinen Aposteln gesagt: "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." Diese Vollmacht ist auf die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe und ihre Mitarbeiter, die Priester übergegangen. Somit ist die Beichte in
der katholischen Kirche das Original und durch kein sonstiges "Angebot" ersetzbar.

Websites, die eine so genannte "Online-Beichte" anbieten, fallen in die Kategorie Spaß, Lebenshilfe, Seelenstriptease oder Verwirrtheit. Sie mögen zum Teil den Menschen helfen, Sünden werden dort nicht vergeben.

Sakramente sind grundsätzlich an die persönliche Anwesenheit des Spenders und des Empfängers am selben Ort gebunden. Daher gibt es die Beichte nur "live". Weder Telefon, Fax, e-mail oder Internetforum bieten adäquaten Ersatz.