Samstag, 18. April 2009

Der zweite Ostersonntag: Auch weißer Sonntag genannt ...

Der Sonntag Quasimodogeniti oder Weißer Sonntag (lat. Dominica in albis), auch Klein-Ostertag oder Kleinostern genannt, ist der Sonntag nach Ostern in der römisch-katholischen Kirche und den lutherischen Kirchen. Mit dem Weißen Sonntag endet die Osteroktav, jene acht Tage vom Ostersonntag an, die liturgisch alle als Hochfest begangen werden.

Der Ursprung der Bezeichnung Weißer Sonntag ist nicht gewiss. Wahrscheinlich hängt er mit den weißen Taufgewändern zusammen, die in der frühen Kirche von den in der Osternacht Getauften bis zu diesem Tag getragen wurden. Da am Sonntag nach Ostern das Evangelium vom zweifelnden Thomas vorgelesen wird, heißt dieser Tag auch Sonntag der Zweifler.

Seit Jahrhunderten ist in der katholischen Kirche der Weiße Sonntag traditionell der Tag für die feierliche Erstkommunion der Kinder. Wegen der Osterferien wählen viele Pfarreien dafür inzwischen einen anderen, meist späteren Termin.

Das Wort „Kommunion“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Gemeinschaft“. Die Mädchen und Jungs werden darauf vorbereitet, in der Gemeinschaft der Gläubigen während einer Messe die Eucharistie zu feiern. Die Eucharistie (griech.: letztes Abendmahl) ist für Katholiken der Höhepunkt der Messe. Während dieser Zeremonie erinnern sie sich an das letzte gemeinsame Mahl Jesu’ mit seinen Freunden. Vom Tag der Erstkommunion an sind sie nun auch berechtigt, wie die "Großen" die Hostie, den Leib Christi zu empfangen. Leider hat das Fest viel von seinem Ursprung eingebüßt. Geschenke jeglicher Art seitens der Verwandten lassen die Kinder glauben, dass es vor allem um das Beschenkt-werden geht. Dabei ist das eigentliche Geschenk Jesus, den das Kind an diesem Tag ganz nah an sein Herz nehmen kann und den es jeden Tag mehr lieben lernen soll.

Freitag, 17. April 2009

Wort Gottes für den Tag - Samstag, 18. April 2009

Jesus offenbarte sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.

Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war. (Joh 21,1-14)

Das Osterbild, das uns die Bibel heute vor Augen führt, zeichnet den Stimmungswandel der Jünger. Sie waren beim Fischfang erfolglos geblieben und machten dann die überraschende Erfahrung eines reichen Fischfangs, als sie es auf das Wort des Auferstandenen hin noch einmal probierten.

Dieser kleine Ausschnitt aus dem Johannesevangelium ist ein Bild für unsere Kirchen heute. Christen brauchen besonders heute Ermutigung. Die Zeiten sind für die Kirche nicht rosig. Die Zahl der Gläubigen geht zurück. Kirchen werden geschlossen. Viele machen sich Sorgen um die Zukunft der Kirche. In der Seelsorge stellt sich häufig Erfolglosigkeit ein. Da werden wir an das heutige Evangelium erinnert. Die Jünger blieben bei ihrem nächtlichen Fischfang erfolglos. Das ist ein Bild für die Erfahrung frühchristlicher Gemeinden. Die Anfangsbegeisterung der Christen hatte sich gelegt. Es war nicht mehr so leicht, Menschen für den christlichen Glauben zu gewinnen.
Da will Johannes die Gläubigen trösten und ermutigen.

Seine Osterbotschaft zielt darauf ab, die Resignation zu überwinden. Die Jünger versuchen den Fischfang auf das Wort Jesu hin noch einmal und der Erfolg blieb nicht aus. Schließlich steht der Auferstandene am Ufer und bereitet den Jüngern ein Mal zur Stärkung.

Auch wir Christen von heute dürfen uns auf ihn verlassen. Er bleibt der Herr seiner Kirche. Wenn wir in seinem Auftrag handeln. bleibt der Segen nicht aus. Er fordert uns zum Fischfang auf, zur Seelsorge, zur Mission. Er füllt die Netze zu gegebener Zeit. Er ist es auch, der uns stärkt durch sein Mahl. Wir müssen nicht resignieren. Haben wir nur Geduld! Christen dürfen Optimisten sein.

Donnerstag, 16. April 2009

Schwester Wilfrieda aus Maspelt feiert am 19. April ihr platines Ordensjubiläum

Ein seltenes Jubiläum begeht am Sonntag, dem 19. April, Schwester Wilfrieda, geborene Josefine (Fina) Holper, aus Maspelt. Sie darf auf 70 Jahre Ordensleben zurückblicken. Diese Zeit verbrachte sie im Kloster Sacré Coeur in Heverlee, in der Gemeinschaft der "Annunziatinnen", welche nach der Regel der Heiligen Johanna von Frankreich leben.

Die Schwestern sind vorwiegend tätig in der Schulausbildung. Von der Kinderkrippe bis zur Hochschule hat der Orden alles zu bieten, was die Ausbildung von jungen Mädchen betrifft, Internat einbegriffen. In der Einrichtung in Heverlee hat Schwester Wilfrieda sich vor allem mit der Ausbildung von Mädchen im Fach „Hauswirtschaft“ betätigt. Darüber hinaus in der Beaufsichtigung der Essensausgabe in der großen eigenen Hotellerie für die Schülerinnen.

Schwester Wilfrieda wurde als das jüngste von elf Kindern der Eheleute Markus Holper und Magdalena geborene Wangen am 1. Juni 1919 in Maspelt geboren. Die Kinderschar der Familie Holper bestand aus 9 Mädchen und 2 Jungen. Zwei Mädchen starben im frühen Kindesalter, die beiden Söhne kamen nicht mehr aus dem Krieg zurück und gelten als vermisst. Zusammen mit ihrer Schwester Barbara trat sie im November des Jahres 1939 in den Orden der Annunziatinnen in Heverlee ein. Schwester Wilfrieda ist die einzige noch Lebende der Geschwister Holper. So Gott will, feiert sie am 1. Juni ihren 90. Geburtstag.

Die Dorfgemeinschaft Maspelt gratuliert der rüstigen Jubilarin zu ihrem gnadenen Ordensjubiläum und wünscht ihr, nach einem arbeitsreichen Leben im Dienste Gottes und der Menschen, einen geruhsamen Lebensabend im Kreis ihrer Mitschwestern bei bester Gesundheit.

Dienstag, 14. April 2009

25. Missionsausstellung in Thommen-Grüfflingen am kommenden Sonntag, 19. April


Die Missionsgruppe will DANKE sagen:

• Für so viele Jahre Treue im Dienst an die Missionen.
• Für so viele Menschen, die Hand angelegt haben, um jedes Jahr eine sehenswerte Ausstellung zu gestalten.
• Für so viele Besucher, denn was ist die Missionsausstellung ohne Besucher.
• Für so viel Geld, womit die Missionare unzähligen Menschen Leben geschenkt haben (fast 110.000 €.)
• Für so viele Zeichen der Dankbarkeit und Ermutigung seitens der Missionare und Priester.

Am Sonntag, den 19. April lädt die Missionsgruppe Thommen-Grüfflingen alle Mitmenschen des Pfarrverbandes und der ganzen Gegend ein zu ihrer 25. Missionsausstellung im Saal Unitas in Grüfflingen von 11.00 Uhr bis 17.30 Uhr, Wie in den vergangenen Jahren gibt es das Angebot eines Mittagessens: Kasselerschinken, Kartoffeln mit Speck, Sauerkraut oder Salat zum Preis von 9 E für die Erwachsenen und 4,50 E für Kinder unter 12 Jahren. Fürs Essen bitte anmelden bis zum 13. April unter 080/329353 oder 080/329539.

Begehrte Hand- und Bastelarbeiten, eine Verlosung, ein Ratespiel, sowie Kaffee und Kuchen erwarten die Besucher an diesem Tag und geben ihnen die Gelegenheit, unsere Missionare zu unterstützen.

Sonntag, 12. April 2009

Osterwasseraktion der Kontaktgruppen war ein großer Erfolg

Wie in diesem Blog mehrfach erwähnt, starteten die Mitglieder der Kontakktgruppen eine einmalige Aktion und brachten sage und schreibe 90 Liter Osterwasser unter das Kirchenvolk. Denn etwa 450 Flaschen mit dem gesegnetem Wasser wechselten den Besitzer am Osterwochenende.

In Ouren, während der 18,00-Uhr-Messe wurde das Osterwasser gesegnet ebenfalls in Reuland um 19,30 Uhr, wovon dann die kleinen Flaschen gefüllt wurden.

Die Osternacht ist die bedeutsamste Nacht des ganzen Kirchenjahres. Schon immer haben Christen in dieser Nacht wachend und betend die Auferstehung Jesu gefeiert. Diese Nacht ist ganz anders als alle anderen Nächte. Diese Nacht verwandelt die Geschichte unserer Welt und der Menschheit. Diese Nacht wird hell wie der Tag, sie wird erleuchtet durch das Licht des auferstandenen Herrn. Die Christen feiern Ostern, es ist Pascha, die Nacht des Übergangs: vom Dunkel ins Licht, vom Tod ins Leben, von der Verlorenheit in die sichere Zukunft Gottes.

Das Segnen der Osterkerze
Auf Christus, den Herrn deutet in der Feier die große Osterkerze, die durch eine Segnung für ihren erhabenen Dienst vorbereitet wird. Alpha und Omega ist Christus, so steht es auf der Kerze, und das erinnert an die Worte des Glaubensbekenntnisses: „Durch ihn ist alles geschaffen“, und: „Er wird wiederkommen zu richten die Lebenden und die Toten, und seiner Herrschaft wird kein Ende sein“. Christus, der Herr der Zeiten, hält die große Geschichtszeit wie auch die kurze Lebenszeit der Menschen in seinen Händen. Beides ist versinnbildlicht durch die Jahreszahl, die auf der Kerze vermerkt ist.



Die Taufwasserweihe



Das Segnen des Wassers erinnert uns an unsere Taufe. Durch die Taufe gehören wir zum Kreis der Jünger Jesu. Immer, wenn wir uns mit Weihwasser bekreuzigen, bekennen wir uns zu unserer Taufe und zu Jesus Christus.













Der Priester taucht die Osterkerze in das soeben geweihte Wasser. Untertauchen der Osterkerze bedeutet den Tod , auftauchen die Auferstehung. Damit wollen wir sichtbar machen, dass wir durch die Taufe Anteil erhalten am ewigen Leben. Wer auf Christus getauft ist und stirbt, wird auch mit Christus auferstehen.

Anschließend zieht der Priester durch die Kirche und senet die Menschen mit dem neuen Osterwasser, in Erinnerung an ihre Taufe.







Die „Aktion Osterwasser“ der Kontaktgruppe , welche in Ouren, Reuland, Steffeshausen, Lascheid und Maspelt durchgeführt wurde stieß auf große Resonanz. Sätze wie: „Eine schöne Geste“ oder „eine gute Idee“ waren zu hören. Es bleibt nun zu wünschen, dass die Weihwasserkännchen zu Hause gefüllt werden und dass so Gottes Segen sich auf die Häuser und ihre Bewohner verteilt.

Herr segne unsere Hände,
dass sie offen sind zu geben, wo Not ist.
Herr segne unsere Gedanken,
dass sie nicht nur um sich selbst kreisen,
sondern dass sie hell und klar bleiben,
wo die Welt im Dunkel versinkt.
Herr segne unsere Herzen,
dass sie offen bleiben für Freude und Trauer,
dass sie hörend bleiben auf dein Wort,
das Erlösung bringt.
So segne uns der allmächtige Gott
+ der Vater, der Sohn und der heilige Geist.


Ministranten wieder zu Hause - Eine Foto-Nachlese