Samstag, 2. Mai 2009

4. Sonntag der Osterzeit: Sonntag des Guten Hirten

Wir beten um Priester- und Ordensberufe
Heute, am vierten Sonntag der Osterzeit, dem Sonntag des Guten Hirten, wird der Weltgebetstag für geistliche Berufungen gefeiert. Alle Gläubigen sind aufgerufen, in besonderer Weise um Berufungen zum Priestertum und zum geweihten Leben zu beten. Wir sind eingeladen, an all jene zu denken, die der Herr weiterhin bei ihrem Namen ruft, wie er es einst mit den Aposteln am Ufer des Sees von Galiläa tat, damit sie »Menschenfischer« würden, das heißt seine engsten Mitarbeiter in der Verkündigung des Evangeliums und im Dienst am Reich Gottes in unserer Zeit.

Bitten wir für alle Priester um die Gabe der Beharrlichkeit: damit sie dem Gebet treu bleiben, die heilige Messe mit immer neuer Hingabe feiern, im Hören auf das Wort Gottes leben und sich Tag für Tag die Empfindungen und Haltungen Jesu Christi, des Guten Hirten, aneignen. Beten wir dann für die, die sich auf das Priesteramt vorbereiten und für die Ausbilder in den Seminaren der ganzen Welt; beten wir für die Familien, daß in ihnen weiterhin der »Same« der Berufung zum priesterlichen Dienst aufgehen und reifen kann. (Papst Benedikt XVI. in einer Ansprache am 29. April 2007)

Der gute Hirte im Neuen Testament
In einer der großen Gleichnisreden des Johannesevangeliums (Kap. 10, 1-18) sagt Jesus von sich selbst: "Ich bin der gute Hirte" (Joh 10,11.14) und führt das Bildwort unter verschiedenen Aspekten aus: Der gute Hirte unterscheidet die Schafe und kennt sie beim Namen. Die Schafe erkennen ihn an der Stimme. Bis zur Hingabe des eigenen Lebens setzt sich der gute Hirte (im Gegensatz zum Lohnhüter) für die Herde ein.

Der gute Hirte im Alten Testament
Im Hintergrund der jesuanischen Hirtenworte steht das im Alten Testament verbreitete Hirtenbild. Abel, Abraham, Isaak oder Jakob übten den Beruf aus. Mose wurde als Hirte seines Volkes angesehen. Die bedeutendste Rolle als Hirte nahm David ein. Der Hirte hat zugleich Pflichten und Vollmachten. Er "leitet" und "regiert" die Herde, hat dies aber so zu tun, dass sie Weidegründe und Wasserquellen findet und nicht in Gefahr gerät.



Wer, ich?

Und Gott sagte: Geh!
Und ich sagte: Wer, ich?
Und Gott sagte: Ja, Du.
Und ich sagte:
Aber ich bin noch nicht fertig,
und es kommt noch Besuch,
und ich kann die Familie nicht allein lassen,
und Du weißt,
es gibt niemanden, der mich ersetzen könnte.


Und Gott sagte: Du übertreibst.


Wieder sagte Gott: Geh!

Und ich sagte:
Höre, ich zähle nicht zu den Leuten,
die sich in Kontroversen verwickeln lassen.
Im Übrigen: meine Familie möchte es nicht.
Und was werden die Nachbarn denken?

Und Gott sagte: Unsinn.

Und zum dritten Mal sagte Gott: Geh!

Und ich sagte: Muss ich?

Und Gott sagte: Liebst Du mich?

Und ich sagte: Sieh, ich habe Angst.
Die Leute werden mich nicht verstehen
und werden über mich reden,
und ich kann nicht alles selbst übernehmen.

Und Gott sagte: Wo glaubst du, werde ich sein?

Und Gott sagte: Geh!

Und ich seufzte: Hier bin ich, sende mich.
(nach L. Rensberger)

Donnerstag, 30. April 2009

Willkommen im Monat Mai

Wir sind im Monat Mai. Der Mai wird zu Recht von vielen als der schönste Monat im Jahr bezeichnet. ‘Wonnemonat‘ nennt man diesen Monat auch. Er ist der Monat der Liebe und der Blüten. Die Natur explodiert geradezu vor Blütenfülle. Nach Monaten langer Nächte und kurzer Tage freuen die Menschen sich auf den Frühling. Der Winter hat sich nun endgültig verabschiedet. Die Natur ist zu neuem Leben erwacht.

Kaum ein Monat im Jahr ist so gefüllt mit kirchlichen Bräuchen und Festen wie der Monat Mai. Es lohnt sich sie einmal der Reihe nach zu betrachten und ihre Bedeutung zu ergründen.

Der Monat beginnt festlich. Die Nacht zum ersten Mai ist vor allem in der Eifel gekennzeichnet durch den Brauch, dass die jungen Burschen ihrer Geliebten einen Maibaum aufrichten und das Lied von der ‘Maienacht‘ singen.

Der Tag selber ist ein Feiertag für alle. Wir feiern den Tag der Arbeit, indem wir, zumindest die meisten von uns, nicht arbeiten. Wir besinnen uns darauf, wie wichtig es ist eine Arbeit zu haben um dadurch ein geregeltes Einkommen zu haben und somit unseren Lebensunterhalt zu sichern. Dieser Tag kann uns sensibel machen für die Nöte der Menschen, die um ihren Arbeitsplatz bangen. Denn es ist nicht mehr selbstverständlich, dass wir Arbeit haben. Auch das Klima am Arbeitsplatz ist rauher geworden. Stress, Leistungs- und Konkurrenzbanken unter Arbeitnehmern vermiesen so manchem seine Arbeitsstelle.

Die Kirche erinnert an diesem Tag an den Hl. Josef, den Schutzpatron der Arbeiter. Durch den hl. Josef hat Jesus selber die Welt der Arbeit kennen gelernt. Neben dem hl. Josef wird aber auch die Gottesmutter Maria im Monat Mai verehrt. Maiandachten und Rosenkranzgebet werden in diesem Monat besonders gepflegt während Kinder einen Maialtar zu Hause errichten, den sie täglich mit frischen Feldblumen schmücken. Die Maiandachten bieten die Gelegenheit, Gestalt und Sendung Marias in ihrer ganzen Fülle, in ihrer Bezogenheit auf Christus und in ihrer Bedeutung für uns Menschen meditativ und betend zu erschließen.


Die Mütter stehen am 2. Sonntag im Mai im Mittelpunkt, denn dann feiern wir Muttertag. Obwohl das kein kirchliches Fest ist, ist es doch eine sympathische Angelegenheit. Allen Müttern, auch den Großmüttern und Schwiegermüttern, den Pflegemüttern und Stiefmüttern sei an diesem Tag Gruß und Glückwunsch ausgesprochen für ihren Einsatz in der Familie, den sie ohne viel Aufhebens während des ganzen Jahres leisten. Muttertag will aber mehr sein als eine Feier für Frauen, die uns ganzjährig mit Essen und frischer Wäsche versorgen. Muttertag will uns erinnern an alle mütterlichen Menschen, weil sie uns etwas von der Liebe Gottes vorleben.



Der Monat Mai ist traditionell der Monat der Bittprozessionen. An den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt ziehen die Menschen betend und singend durch die Fluren, um für günstige Witterung und gutes Wachstum der Feldfrüchte zu beten, sowie den Segen Gottes für ihre Arbeit zu erbitten und für den Erhalt des Friedens zu beten. Zwar sind sie nicht mehr überall anzutreffen, aber vielerorts gibt es sie noch, diese Bittprozessionen. Ihr Ursprung dürfte wohl darin zu suchen sein, dass Menschen sich angewiesen wussten auf den Segen Gottes, der für die Menschen sorgt so, wie er für die Blumen des Feldes und für die Vögel am Himmel sorgt. Dieses Bewusstsein, des Angewiesen-Seins auf Gott ist dem modernen Menschen unseres Industriezeitalters aber leider vielfach verloren gegangen.

Vierzig Tage nach Ostern feiern wir Christen die Erhöhung des auferweckten Christus im Fest Christi Himmelfahrt. Der Sohn Gottes ist heimgekehrt in die Herrlichkeit des Vaters und sitzt nun zu seiner Rechten. Die Himmelfahrt Jesu betrifft aber nicht nur Christus, sondern auch uns, die wir alle einmal hoffen bei Gott im Himmel zu sein.

10 Tage später feiern wir das Pfingstfest. Wir erinnern uns an ein Geschehen, das sich vor 2000 Jahren in Jerusalem ereignet hat: Die Jünger Jesu sitzen beisammen und warteten betend auf den versprochenen hl. Geist. Die Mutter Jesu, Maria, war auch bei ihnen. Ohne Jesus hatten sie Angst vor der religiösen Obrigkeit und verschlossen die Türen, wenn sie sich versammelten. Bis dann, an jenem Tag, es war jüdisches Pfingstfest, viele Pilger waren in Jerusalem, da kam vom Himmel her plötzlich ein lautes Brausen, wie ein heftiger Sturm und erschütterte das ganze Haus in dem sie waren. Und Feuerflammen ließen sich auf einen jeden von ihnen nieder. Da spürten sie plötzlich eine Veränderung an sich. Die Angst war wie weggeflogen. Sie öffneten die Türen und traten nach draußen und bekannten sich zu Jesus, den sie als Messias und Retter verkündigten. Aus ängstlichen Menschen waren tapfere und begeisterte Verkünder der frohen Botschaft von Jesus geworden. Dieser Tag ist der eigentliche Geburtstag der Kirche. Denn von dem Tag an zogen die Jünger Jesui hinaus in die Welt und gründeten kleine Christengemeinden. Auf diese Weise ist der Glaube auch zu uns gekommen.

Dienstag, 28. April 2009

Seltener Vogel in Bracht

In letzter Zeit kann man in den Wiesen unterhalb von Bracht einen seltenen Vogel beobachten. Er schreitet gemächlich entlang des kleinen Baches, um dann plötzlich blitzschnell mit dem Kopf nach unten zu stoßen. Meistens hat er Glück, ein Frosch oder eine Forelle sind die Beute. Die Rede ist hier vom Schwarzstoch, wovon sich zur Zeit ein Exemplar auffallend oft dort aufhält.

Moglich ist, dass es ein Männchen ist und dass sein Gelege in der Nähe ist. Ludwig Wirtzfeld hat sich in der Nähe auf die Lauer gelegt und für uns die folgenden schönen Aufnahmen eingefangen:

Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist neben dem Weißstorch (Ciconia ciconia) die einzige in Europa brütende Art aus der Vogelfamilie der Störche (Ciconiidae). Er ist neben dem Weißstorch (Ciconia ciconia) die einzige in Europa brütende Art aus der Vogelfamilie der Störche. Er ist ist etwas kleiner als der Weißstorch (Ciconia ciconia). Oberseite, Kopf, Hals und Vorderbrust sind metallisch glänzend schwarz, das Gefieder schillert metallisch je nach Lichteinfall grünlich, purpurn, aber auch kupferfarbig. Nur Brust, Bauch, der rumpfnahe Teil des Unterflügels sowie die Unterschwanzdecken sind weiß. Die Weibchen sind nur geringfügig matter gefärbt als die Männchen, ihr Schnabel ist meistens gerade, während jener der Männchen ganz leicht aufwärts gebogen erscheint. In Gewicht und Größe besteht zwischen den Geschlechtern kein Unterschied. Die Gefiederfarbe ist beim Weibchen stumpfer, eher tief braunschwarz, der metallische Schimmer fehlt.

Lebensraum: Anders als sein bekannterer Verwandter, der Weißstorch, lebt der Schwarzstorch meistens verborgen in alten, aber nicht zu dichten, reich strukturierten Wäldern; Laubwälder und Laubmischwälder mit Lichtungen, Fließgewässern, Tümpeln und Teichen sind sein idealer Lebensraum. Ebenso gehören waldnah gelegene, feuchte, extensiv genutzte Wiesen zu einem optimalen Schwarzstorchhabitat. Schwarzstörche sind sehr empfindlich gegenüber Störungen und meiden daher weitgehend die Nähe von menschlichen Siedlungen; die verschiedentlich aufgestellte Behauptung, der Schwarzstorch brüte in Transkaukasien auch im Bereich menschlicher Siedlungen, ließ sich durch neuere Untersuchungen nicht stützen.

Verbreitung: In Nord- und Mitteleuropa kommt der Schwarzstorch in größerer Regelmäßigkeit, aber immer noch sehr lückenhaft vor. Ein weit vorgeschobener Ausbreitungskeil reicht derzeit von den Waldgebieten der belgischen und luxemburgischen Ardennen über Nordost- und Zentralfrankreich südwestwärts bis ins Perigord. In seinem gesamten asiatischen Verbreitungsgebiet ist der Schwarzstorch ein sehr seltener Brutvogel mit nur äußerst lückenhafter Verbreitung.

Nahrung: Die Nahrung des Schwarzstorches setzt sich in viel höherem Maße als beim Weißstorch aus Tieren zusammen, die im oder am Wasser leben. Dabei spielen Fische und Rundmäuler die größte Rolle. Daneben werden auch abhängig vom verfügbaren Angebot Amphibien und Wirbellose erbeutet; der Anteil der Säugetiere ist im Vergleich zum Weißstorch gering.

Unter den Fischen gehören offenbar Forellen zur Hauptbeute, gefolgt von Groppen, Aalen und während der ersten beiden Fütterungswochen Elritzen und Bachschmerlen. Dort, wo Bachneunauge und Flussneunauge in Schwarzstorchhabitaten vorkommen, zählen auch diese Rundmäuler zu den Beutetieren der Art.

Neststandort und Nest: Schwarzstörche bauen umfangreiche Baum- oder Felsennester. Die Baumnester liegen im mittleren, häufiger aber im oberen Drittel verschiedener Laub- und Nadelbäume, meistens in Stammnähe, gelegentlich aber auch weit vom Stamm entfernt auf weit ausladenden starken Ästen. Unter den Horstbäumen ist eine Bevorzugung der Eiche festzustellen, wohl vor allem deshalb, weil Eichen schon im mittleren Stammabschnitt starke Äste mit vielen Verzweigungen ausbilden, die als stabile Nestauflage gut geeignet sind.

Der Schwarzstorch benutzt seine Nester oft über viele Jahre hinweg, setzt sie immer wieder instand und erweitert sie, sodass sie beträchtliche Ausmaße und ein großes Gewicht erreichen können, was bei zu schwacher Nestunterlage nicht selten zu Nestabstürzen führt. Die Horste sind selten kreisrund, sondern eher rundoval mit Maßen von etwa 150 x 120 Zentimetern bei einer Höhe von rund 50 Zentimetern. Diese Ausmaße können jedoch um Einiges überschritten werden. Oft legt ein Revierpaar neben dem Hauptnest noch einige Ausweichnester an.

Gelege und Brut: Der Zeitpunkt der Eiablage ist von der geographischen Lagklimatischen Bedingungen abhängig. In Mitteleuropa beginnt sie selten vor Mitte April. Die westlichen Störche beginnen eher früher zu brüten, die östlichen später. Die südafrikanische Brutzeit fällt in den dortigen Winter und erreicht ihren Gipfel in den Monaten Juni und Juli.

Ein Vollgelege besteht am häufigsten aus vier rundovalen, anfangs grünlichen, später reinweißen Eiern in der mittleren Größe von 66 x 48,5 Millimetern. Es kommen auch Gelege mit drei bis sieben Eiern vor. Nachgelege enthalten selten mehr als drei Eier.

Die Eier werden in Abständen von zwei Tagen gelegt; das Weibchen beginnt meistens nach dem zweiten Ei fest zu brüten, sodass die Küken in Abständen bis zu sechs Tagen schlüpfen und erhebliche Größen- und Entwicklungs-unterschiede zwischen den Küken bestehen können. Beide Elternteile brüten, nachts jedoch immer das Weibchen. Gelegentlich wird das Weibchen während der Brutzeit vom Männchen mit Nahrung versorgt. Die mittlere Brutzeit beträgt 34 bis 38 Tage. In den ersten drei bis vier Wochen werden die Jungstörche ständig von einem Altstorch bewacht und wenn nötig gehudert oder beschattet. Die Fütterung übernimmt zuerst ausschließlich das Männchen, nach der zweiten Lebenswoche, manchmal auch erst später, füttern beide Elternteile. Mit 21 Tagen können die Jungen zumindest kurzzeitig aufrecht stehen, mit etwa 60 bis 70 Tagen sind sie flügge. Die Jungstörche werden noch zwei bis vier Wochen von den Eltern betreut und kehren auch noch oft zum Nest zurück. Danach verlassen sie meistens das Aufwuchsgebiet.

Montag, 27. April 2009

Ostbelgiens Klerus auf den Spuren von Roger Greisch und seinen Schülern



Hochkarätigen Besuch erhielt die Ausstellung "VITA BREVIS - Das Leben ist kurz, die Kunst langlebig". Am Sonntag weilte Bischof Aloys Jousten zur Firmung in Thommen und nutzte die Gelegenheit anschließend die Ausstellung zu besuchen. "Voller Bewunderung stehe ich vor den Arbeiten von Roger Greisch, Josef Belling und Karl Valentin" schrieb er in das Gästebuch und sprach den Organisatoren seine Bewunderung und seinen wohlverdienten Dank aus.


Am Montag besuchten die Priester des Dekanats St. Vith die Vernissage. Auch sie drückten ihre Bewunderung und Anerkennung für die gezeigten Werke aus. Das Interessante an der Ausstellung ist sicherlich die Tatsache dass hier Werke des Meisters und seiner Schüler gezeigt werden. Schüler, die inzwischen selber Meister in ihrem Fach geworden sind und international guten Ruf genießen. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich, so die übereinstimmende Meinung der Priester.





Sonntag, 26. April 2009

Firmfeier in Thommen mit Bischof Aloys Jousten

Nachden gestern Jugendliche aus den Pfarren Burg Reuland, Dürler, Steffeshausen und Ouren das Sakrament der Firmung erhielten stand am Sonntag dieses Ereignis für dreißig junge Menschen aus den Pfarren Thommen, und Aldringen an. Sie erfuhren durch Handauflegung und Salbung den Hl. Geist. Das Thema war auch hier, wie in Burg Reuland, der Baum, der am Wasser gepflanzt ist.

Neben dem Aspekt, dass der Baum, der am Wasser gepflanzt ist, durch das ständige zur Verfügung - Haben von Wasser gut gedeihen kann, stellte der Bischof in seiner Ansprache die Sonne als weiteres Element in den Mittelpunkt. Wir leiden, besonders in unseren Breitengraden, oft Mangel an Sonnenschein, was sich negativ auf das Wohlbefinden des Menschen ausdrückt. Somit kommt der Sonne, nach Aussage des Bischofs, für das Gedeihen und Wachsen und besonders für das Früchte-Tragen eines Baumes eine hervorgehobene Stellung zu, was wiederum sinngemäß auf das Wachsen und Gedeihen eines Menschen übertragbar ist.

Wissenswertes zum Sakrament der Firmung
Die Firmung hat sich im Laufe der ersten Jahrhunderte der christlichen Kirche als Aspekt der Taufe oder als eigenständige Feier entwickelt. Die Eigenständigkeit einer Firmung wird biblisch vor allem mit Stellen aus der Apostelgeschichte begründet:

„Als aber die Apostel... hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie den Petrus und den Johannes zu ihnen. Diese zogen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfangen möchten. Denn er war noch über keinen von ihnen gekommen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Da legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.“ (Apg 8,15)

Nach kirchlichem Verständnis spendet Paulus auch in der Erzählung (Apg 19,5ff) die Firmung:

„Da sie dies hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und Sprachen prophetisch. Es waren im ganzen ungefähr zwölf Männer“.

Hier wird erkennbar, dass dieselbe Verheißung wirksam ist, die den Aposteln an Pfingsten gegeben wurde.

Bedeutung der Firmung
Die Bedeutung besteht nach der römisch-katholischen Kirche vor allem in zwei Aspekten:
a) engere Verbindung mit der Kirche, b) Stärkung (lat. firmus, „stark“) durch die Kraft des Heiligen Geistes; außerdem wird durch die Firmung die Taufe vollendet in der Hinsicht, dass der Firmling durch die Aufnahme in das Volk Gottes nun uneingeschränkt der Kirche angehört („Vollbürger im Reiche Christi“ ist).

Der Firmling wird mit seiner Firmung von Jesus Christus und der Kirche in Besitz genommen. Gleichzeitig wird er bevollmächtigt, „nämlich in der Kraft des Heiligen Geistes als Zeuge Jesu Christi den Glauben durch Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen und so zum Aufbau und Wachstum des Leibes Christi, der Kirche, beizutragen.“ Schließlich wird er dazu gesegnet und gestärkt durch den Heiligen Geist. Alle diese Aspekte werden durch die schon von jeher zur Form des Sakraments gehörende Handauflegung ausgedrückt. Außerdem wird die (bereits in der Taufe vermittelte) Teilhabe am Priestertum, Königtum und Prophetentum Christi „in einem volleren Maße“ bewirkt was durch die Salbung ausgedrückt wird.


Da die Firmung in der Regel von einem Diözesanbischof gespendet wird, stellt sie außerdem die sichtbare Verbindung zum Bistum und zur Weltkirche her. Daher ist es sehr unüblich, dass die Firmung durch den eigenen Ortspfarrer gespendet wird. Hier wäre die besondere Beauftragung durch den Bischof erforderlich.