Freitag, 8. Mai 2009

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!

Wie oft hat nicht schon der Herr diese Worte zu uns gesprochen! In jeder Heiligen Messe wünschen wir uns so den Frieden, einen besonderen Frieden, einen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Aber hat die Zusage dieses Friedens uns und die Welt entscheidend verändert? Ist wirklich Frieden auf Erden? Ist Frieden unter uns?

Die Welt propagiert einen seltsamen Frieden: Friedenstruppen sichern den Frieden. Die Soldaten mit ihren blauen Helmen fahren Panzer und tragen Uniform, sie sind bewaffnet mit Maschinengewehr und Panzerfaust, mit Präzisionswaffen, die Menschen in Sekundenbruchteilen töten können. Doch viele Massengräber, zerstörte Dörfer und Kriegswaisen erzählen davon, dass es die Friedenstruppen nicht geschafft haben, einer bestimmten Region oder gar der Welt den Frieden zu bringen.

Frieden schaffen ohne Waffen – so lautete der Slogan der Friedensbewegung in den 70er und 80er Jahren – aber oft wurde und wird aus zunächst friedlichen Demonstranten ein wütender Mob: von einem Pflasterstein getroffen sinkt ein Polizist blutend zu Boden. – Frieden hinterlasse ich euch.

Um den Frieden zu sichern, hatten die Weltmächte ein wahnwitziges Atomwaffen-Arsenal aufgebaut. Indien, Pakistan, Iran, Nordkorea und andere Staaten wollen nun auch den Frieden sichern und basteln an der Atombombe herum, sie stecken Millionen in die Entwicklung dieser schrecklichen Waffe, während Menschen in ihrem Land verhungern. – Frieden hinterlasse ich euch.

Berliner Mauer und eiserner Vorhang wurden von Politikern als friedensnotwendig propagiert. Die Mauer wurde niedergerissen, der eiserne Vorhang ist verschwunden, aber die Mauer der Vorurteile zwischen Ost und West, zwischen denen im früheren Ostblock und denen im freien Westen, diese Mauer steht immer noch. Und Israel hat jetzt auch eine so eine „Friedens-Mauer“ gebaut. – Frieden hinterlasse ich euch.

Oftmals ein fauler oder kalter Frieden, wackelige Kompromisse, damit wenigstens kein Krieg ausbricht, vielleicht noch friedliche Koexistenz, leben und leben lassen – das ist der Friede, den die Welt zu bieten hat.

Ja, uns ist der Friede nicht einfach so gegeben. „Frieden hinterlasse ich euch“ – diese Worte sind ein Auftrag, und zwar ein Dauerauftrag. Deshalb ist es ist gut, dass wir immer wieder an diesen Frieden erinnert werden.

Der Friede des Herrn bedeutet: das Wort des Herrn festhalten. Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, segnet die die euch verfluchen, liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Die Bergpredigt und die ganze Heilige Schrift sind voll von solchen Schlüsselwörtern, die zeigen, wie Frieden geht, und die uns Christen und der ganzen Welt wirklich ein Reich des Friedens aufschließen können. (Robert Weinbuch)

Donnerstag, 7. Mai 2009

Am 10. Mai ist Kirmes in Bracht

Der Kirmesreigen in Ostbelgien beginnt traditionell in der südlichsten Gemeinde und dort im kleinen Ort Bracht. Am Sonntag feiert die Doprfgemeischaft den Weihetag ihrer Kirche.

Die Festlichkeiten beginnen am Freitagabend mit dem Aufrichten des Kirmesbaums. Sonntag, um 10,15 Uhr, feierliches Hochamt mitgestaltet durch den Kirchenchor von Steffeshausen. Danach Frühschoppen, musikalisch umrahmt durch den Kgl. Musikverein "Burgecho" Reuland-Lascheid. Nachmittags können die Kinder sich auf der Kinderspringburg austoben, während die Erwachsenen ihre Kräfte beim Fußballspiel messen können. Es kommt zur Begegnung JGV Amel - Bracht. Abends sind alle zur Kirmesparty eingeladen.


Kirche: Haus für alle

Es ist etwas völlig anderes, ob man ein fix und fertiges Haus kauft oder ob man selbst ein Haus baut. Mal ganz abgesehen von der Arbeit und der Zeit, die man in den Hausbau stecken muss, man bekommt ein völlig anderes Verhältnis zu seinem Haus. Menschen die mit eigenen Händen für sich und die Familie ein Zuhause gebaut haben, die wissen das. Man hat dadurch auch ein ganz anderes Verhältnis zu dem Haus. Ein Haus, das selbst gebaut wurde, ist eben nicht bloß irgendein Dach über dem Kopf, es ist das eigene Haus, das eigene Heim, ein Stück Heimat.

In der Bibel wird die Christengemeinde vor Ort an verschiedenen Stellen immer wieder als ein Haus beschrieben. Die Kirche - damit ist nicht nur das Bauwerk gemeint, sondern die Christengemeinde - wird mit einem Bau verglichen, dem Haus Gottes. Und wir, die Menschen, sind lebendige Steine, die Gott in seinen Bau einfügt, aus denen er sein Haus erbaut.

Die Kirche ist für manche nur eine Institution, die mir in bestimmten Lebensbereichen oder Lebensphasen nützlich sein kann, eben ein Dach über dem Kopf bietet wenn sich meine Lebensumstände geändert haben, etwa bei der Taufe eines Kindes, oder wenn jemand aus der Familie stirbt. Ein wirkliches, persönliches Verhältnis zur Kirche wie zu einem selbst- und eigenhändig gebauten Haus, haben heute die wenigsten.

Kein Zweifel, natürlich ist die Institution Kirche dazu da, Menschen in schwierigen Lebensphasen ein Dach zu bieten, Schutz und Hilfe anzubieten. Aber Kirche ist viel mehr. Und vor allem, sie ist ja niemals einfach unabhängig von mir. Sie ist nie bloß ein Dach über dem Kopf, ein Zweckbau, mit dem ich selbst nichts zu tun habe. Sie ist vielmehr wie ein Haus, an dem ich ständig weiter mit baue. Ich und Du, Wir bilden das Haus.

Viele Menschen kritisieren heute die Kirche und sagen: Das bringt mir nichts! Die Kirche hat mir nichts zu bieten! Sie ist zu unmodern, zu langweilig, zu altmodisch oder was auch immer. Aber wer so denkt und redet, der hat nicht begriffen, was Kirche bedeutet. Die Kirche ist nur so gut und wohnlich, wie wir bereit sind uns als lebendige Steine einzubringen.

Genau so wünsche ich mir Gemeinde und Kirche: als eine lebendige Gemeinschaft, in der jeder wichtig ist und jeder seinen Teil zum Ganzen beiträgt. Ein Haus, das zugleich gastlich ist, in dem sich auch Fremde und Besucher wohl fühlen können, die vielleicht nur mal kurz vorbeischauen wollen und dabei spüren: Das ist ein Haus, das ist eine Gemeinde, die Charme hat und lebendig ist, kein toter Betonklotz, der architektonisch noch so raffiniert sein kann, der aber keine Wärme ausstrahlt; ein einladendes Haus, zu dem die Menschen gerne kommen.

Aldringen feiert seinen Junggesellenverein

Mittwoch, 6. Mai 2009

Mütter: So kostbar wie ein Edelstein

Sonntag ist Muttertag
Bei uns fällt der Mutterag in diesem Jahr auf den 10. Mai. In Belgien und Deutschland ist es so, dass der Muttertag laut überlieferter Regel auf den 2. Sonntag im Mai fällt. In anderen Ländern wird das anders gehalten.

Den Reigen, von Jahresanfang an gesehen, eröffnet Norwegen, wo man am 2. Sonntag im Februar dem Muttertag feiert. Am 30. Tag des Monats Schevat, der meist im Februar liegt nach dem jüdischen Kalender, feiert Israel seine Mütter. Am 4. Fastensonntag feiern Großbritannien und Nordirland Muttertag.

In Georgien wird der Muttertag am 3. März begangen, am 8. März in Albanien, Serbien, Bulgarien und Montenegro, gefolgt von Ägypten, Syrien und Marokko am 21. März. In zahlreichen Ländern wird jedoch im Mai der Muttertag begangen, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten. So wird Muttertag in Litauen, Ungarn, Portugal und Südafrika, wie auch in Spanien und Rumänien der Muttertag an einem anderen Datum, nämlich am 1. Sonntag im Mai gefeiert.

Wie so viele andere Bräuche stammt auch der Muttertag aus den USA. Übernommen wurde er dann schließlich um 1922/23 auch in Deutschland- natürlich vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. So fand der erste Muttertag dann auch am 13.Mai 1923 statt. Beworben durch Plakate, Werbekampagnen und Veranstaltungen ebnete sich der Muttertag als Feiertag langsam seinen Weg in unser Konsumdenken und gilt nun als Brauch, der am 2. Sonntag im Mai stattfindet. Festgelegt wurde dieses Datum von den Floristenverbänden. Und so nutzen wir diesen Tag guten Gewissens, um zu zeigen wie lieb wir sie haben.



Um Geschenke geht es den meisten Müttern an diesem Tag überhaupt nicht. Etwas Selbstgemachtes von den Kindern oder ein Strauß Blumen sind ja noch in Ordnung, aber alles darüber hinaus ist nicht notwendig, so ergab eine Umfrage unter Müttern. Viel wichtiger ist den meisten Müttern, dass die ganze Familie an diesem Feiertag beisammen ist und gemeinsam etwas Schönes unternimmt.

Ein Zwanghaftes Beschenken der Mütter an einem Tag im Jahr ist nicht wirklich sinnvoll. Viel mehr sollte es darum gehen, das ganze Jahr lang immer wieder zu zeigen, dass wir unsere Mutter gern haben.

Ein Gedicht

Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher
und dreckig wär' das Hemd!

Wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn Du nicht täglich sorgest,
das alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße
und Zähne schwarz wie Ruß-
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen
wenn du nicht noch mal kämst
und uns, bevor wir träumten
in deine Arme nähmst.

Und trotzdem!
Sind wir alle auch manchmal eine Last:
Was wärst du ohne Kinder?
Sei froh, dass du uns hast!
(Autor unbekannt)


Dienstag, 5. Mai 2009

Gegrüßet seist du, Maria


Maialtar
in der Kapelle zu Lascheid
(Foto: Ludwig Wirtzfeld)

Montag, 4. Mai 2009

Maria, die Maienkönigin

Blumen und Blüten sind Symbole für Maria in ihrer Gnadenfülle. Für Gläubige ist sie die "Rose ohne Dornen" und die "schönste Blume" wie es in einem Marienlied heißt. Schwertlilien, Anemonen und Nelken erinnern an Maria, die schmerzhafte Mutter. Das Maiglöckchen gilt als Beigabe Marias und steht - als beliebte Heilpflanze - für das Heil der Welt.

Im frühen Mittelalter stellten Künstler Maria häufig inmitten von Blumen dar. Sie sollten auch das verloren gegangene Paradies versinnbildlichen. Der Frühling steht für erwachendes Leben und Fruchtbarkeit, beides ist ebenfalls mit Maria als der Mutter Gottes verbunden.

Übrigens: In Ländern der Südhalbkugel feiern Katholiken nicht den Marienmonat Mai, vielmehr ist der dortige Frühlingsmonat November der Gottesmutter gewidmet.

Wie entstand die Tradition der Maiandachten?
Fast vergessen ist bei uns der Brauch, den Monat Mai mit feierlichen Marienndachten zu eröffnen. Bereits im Mittelalter versuchte die Kirche einst heidnische Maifeste in christliche Feiern umzuwandeln. Die erste Maiandacht feierte der Kamillianer-Orden 1784 in der oberitalienischen Stadt Ferrara. Im folgenden Jahrhundert verbreitete sich diese Form der Marienverehrung und setzte sich schließlich weltweit in der katholischen Kirche durch.

Marienlieder und Gebete
Am 1. Mai ehren vor allem die Bayern Maria als ihre Landespatronin mit blumengeschmückten Altären und festlichen Andachten. Andernorts beten Gläubige zur Gottesmutter und empfangen den eucharistischen Segen. Rosenkranzgebete, gesungene Litaneien, das Marienlob oder Lichterprozessionen gehören zur Liturgie.

"Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen", heißt es in einem alten Marienlied. Es ist eines von unzähligen Liedern. Organisten schöpfen aus einem breiten Repertoire, wenn sie die Gottesdienste im Mai musikalisch begleiten.

Maialtärchen
In den Kirchen werden jetzt die Marienaltäre mit Blumen geschmückt. Bis nach dem zweiten Weltkrieg gab es den Brauch, auch im eigenen Heim einen kleinen Maialtar zu errichten. Dazu schmückten die Menschen eine Marienfigur oder ein Bild üppig mit Blumen und frischem Grün. Morgens mittags und abends betete die Familie zusätzlich ein Ave Maria.

© katholisch.de / Janina Mogendorf