Samstag, 16. Mai 2009

Bittprozessionen vor Christi Himmelfahrt


Der Auferstandene kehrt heim zum Vater. Das werden wir am kommenden
Donnerstag, dem Fest „Christi Himmelfahrt“, feiern. Wir geben ihm in den Tagen vorher, den so genannten Bitttagen, unsere Bitten und Anliegen mit auf den Weg. Wir wissen: Christus lässt uns nicht allein. Er tritt beim Vater für uns ein. In diesem Vertrauen gestalten wir die Gottesdienste an den Tagen vorher.


Wir beten
• für den Frieden
• für die Feldfrüchte
• für die Heiligung der Menschlichen Arbeit

Vorläufer im heidnischen Rom
Die Bittprozessionen der drei Tage vor Christi Himmelfahrt sind aus vorchristlichen Flurumgängen entstanden. Im heidnischen Rom gab es am 25. April eine ähnliche Veranstaltung, um von den Gottheiten eine gute Ernte zu erbitten. Dieser Brauch wurde fortgeführt und mit christlichem Geist erfüllt. Sogar der Prozessionsweg war derselbe, nur endete er jetzt in der St. Peterskirche. Bischof Mamertus von Vienne in Südfrankreich gab den Flurumgängen um 470 eine feste liturgische Form. In Deutschland erhielten sie durch das Mitführen von ,,Heiltümern’’ wie Statuen und Reliquien und des Allerheiligsten ein besonderes sakrales Gepräge. Die Bittprozessionen zogen sich oft viele Stunden hin. Mancherorts wurden Haustiere mitgeführt zwecks Teilnahme am göttlichen Segen.

Grundlagen des Zusammenlebens werden angesprochen
Die Prozession, die in die Feier des Messopfers mit besonderen Gebeten mündete, wurde als Hinweis auf die Grundlagen alles menschlichen und christlichen Zusammenlebens verstanden. Sie sollte ebenso zur ,,Erweckung der Demut vor dem Schöpfer’’ führen, der uns Brot , Arbeit und Frieden gibt. Und da ausbleibender Segen und drohendes Unheil als Folgen menschlicher Schuld begriffen wurden, erhielten Bittprozessionen auch Bußcharakter. Dies war an ihrer Gebetsausstattung und am Violett als Paramentenfarbe zu erkennen.

Verantwortung des Christen
Bis zur Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils kannte die Liturgie der katholischen Kirche Bittprozessionen am 25. April und an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt. Die Reform des liturgischen Kalenders 1969 hat die Bittprozession am 25. April aufgegeben. Bittprozessionen um Gottes Segen für die Erde, die Abwendung drohender Gefahren oder die Befreiung aus Notsituationen zu erbitten, erhalten in unserer Zeit wieder besondere Bedeutung im Blick auf die wachsende Sorge und die Verantwortung der Christen um die Bewahrung der Schöpfung.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Darf ich vorstellen: Stundenblume


Stundenblume ist eine Organisation von Freiwilligen, die ältere Personen ein Stück in ihrem Alltag begleitet. Sowohl Gesellschaft leisten, wie gemeinsames Einkaufen oder Arztbesuche u.ä. gehören zu den Aufgaben der freiwilligen, ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Vor mehr als 15 Jahren hat die Stundenblume einmal ganz klein angefangen. Nun, wo sie aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist, benötigt sie mehr Platz im wahrsten Sinne des Wortes. So wird am 29. Mai die neue Zweigstelle in der Heckingstraße 13 in St. Vith eröffnet.

Dort wird ab dem 2. Juni eine Bürokraft jeden Vormittag von 9h – 12h unter der Rufnummer 080/341 005 Ihre Anrufe entgegennehmen, Informationen erteilen und als Ansprechpartnerin für Sie da sein. So werden die jeweiligen Einsätze und Anfragen der Eifel direkt von dieser Niederlassung koordiniert und festgelegt.

Das gesamte Team der Stundenblume freut sich auf die anstehende Neueröffnung und hofft mit diesem Projekt die Nachhaltigkeit und Besonderheit der Stundenblume unterstreichen zu können. Eine herzliche Einladung gilt an alle, welche die neuen Räumlichkeiten ab dem 2. Juni „beschnuppern“ möchten sowie die neue Ansprechpartnerin kennenlernen möchten.

Die Mitarbeiter von "Stundenblume" freuen sich, Sie dort begrüßen zu dürfen.



Weitere Infos: www.dglive.be


Was bedeutet Stundenblume?

Stunde = Zeit
Blume = Geschenk
StundenBlume = Zeitgeschenk
Der Name kommt aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende.
Da steht die „Stundenblume“ für „Zeit“.
Das Ziel ist „weniger mobilen Menschen“ Zeit schenken und somit eine Kultur des Miteinanders weiterpflegen.
„Weniger mobil“ sehen wir sehr breit. Wir sind da um Menschen in Engpässen beizustehen, bis sie eine dauerhafte Lösung gefunden haben.


Wie funktioniert das System unserer Hilfeleistung?

Ehrenamtliche machen Einsätze in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Sie werden von den Kontaktpersonen betreut: Zwei Kontaktpersonen pro Dekanat: Eupen, Büllingen und Sankt Vith. Wer Hilfe in Anspruch nehmen möchte ruft ausschließlich bei der jeweiligen Kontaktperson an und diese bemüht sich, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, eine(n) Ehrenamtliche(n) zu vermitteln.


Wer sind die Ehrenamtlichen?

Das sind Männer und Frauen, die Freude daran haben, ihre Zeit zu verschenken. Sie haben einen Vertrauensvertrag unterschrieben und eine Basisausbildung bei der Organisation erhalten. Es werden ständig Weiterbildungen angeboten und eine Auswahl an Fachliteratur steht zur Verfügung. Die Ehrenamtlichen bei Stundenblume stellen Ihre ZEIT kostenlos zur Verfügung. Ihnen entstehen jedoch Kosten. Z.B. Fahrten, Telefonate, Briefmarken… Die betreuten Personen bezahlen die anfallenden Fahrtkosten (Pauschale: Berechnung 0,28 Euro pro Km und 3 Euro pro Einsatz). Diese ist nicht sofort zu bezahlen. Die betreuten Personen erhalten eine Rechnung per Post. Diese Rechnung ist innerhalb von 30 Tage zu bezahlen. Eventuelle Ausgaben (z.B. das Parkgeld) gehen zu Lasten der betreuten Person und werden sofort bezahlt.


Wer möchte Zeit verschenken?

Landfrauenverband-Stundenblume sucht Menschen (Frauen und Männer) in den ostbelgischen Dörfern, die anderen einen Teil ihrer Zeit schenken, mit anderen teilen möchten, damit diese mehr am Leben teilnehmen können. So entsteht ein Gewinn für beide Seiten!
Wir bieten unseren Ehrenamtlichen
- Aus- und Weiterbildung
- Entsprechende Versicherung
- Eine sinnvolle, mit-menschliche Tätigkeit
- Einen Freundeskreis mit Gleichgesinnten
Verschwiegenheit wird vorausgesetzt, sie ist Ehrensache!

Spenden
werden gerne entgegengenommen auf Konto Nr. 731-1065845-81.


Die Stundenblume (Hibiscus trionum, auch Einjähriger Stundeneibisch, Stundenröslein oder Gelber Hibiskus genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung des Hibiskus (Hibiscus) in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).

Die Stundenblume wächstals ein-, selten zweijährige, krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen von etwa 20 bis 50 cm, manchmal auch bis zu 80 cm. Der Stängel ist etwas borstig behaart. Die Laubblätter besitzen einen 2 bis 4 cm langen Blattstiel. Die 3 bis 6 cm große Blattspreite weist zwei unterschiedliche Formen auf: einfach eiförmig oder drei- bis fünflappig. Die fadenförmigen Nebenblätter sind etwa 7 mm lang.

Jede, einzeln in den Blattachseln stehende, Blüte öffnet sich in der Hauptblütezeit von Juni bis September nur einen Tag lang und dann nur für wenige Stunden (daher der Name). Die fünffächerige Kapselfrucht weist einen Durchmesser von etwa 1 cm auf. Die Samen sind schwarz.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Ungemütlich

Es ist ein Jammer, dass so viele ihr Zuhause verloren haben, das gemeinsame Leben in einer Familie.
Es ist weithin einem neuen Lebensstil zum Opfer gefallen. Neue Gewohnheiten sind entstanden
durch neue technische Errungenschaften,
allgemeinen Wohlstand und verbreiteten Luxus.


Man hat ein Auto draußen vor der Tür
und hält es zu Hause nicht mehr aus.
Man hat einen wunderbaren Fernseher und hängt den ganzen Abend an der Glotze.
Man kann im Supermarkt oder Schnellimbiss billig essen und setzt sich nicht mehr zu Hause an den Tisch.


Lebst du noch, oder wirst du gelebt?
Gelenkt, gedreht, gewendet und abtransportiert
wie auf einem Förderband für Massenprodukte?
Kein Wunder, wenn Zufriedenheit, Freude und Glück auf der Strecke bleiben. Darum lass das Auto stehen, mach den Fernseher aus und genieße das gemütliche Zusammensein,das gemeinsame Essen in der Familie.
Versuche auf einfache Weise glücklich zu sein,
Suche vor allem das Glück nicht in leblosen und sinnlosen Dingen. Such es an allererster Stelle im liebevollen Miteinander mit deiner Familie und deinen Freunden. (Phil Bosmanns)

Montag, 11. Mai 2009

Die Eisheiligen kommen!

Die Gärtner fürchten sie mehr, als dass sie sie verehren: Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie, die wir vom 12. bis 15. Mai feiern. Diese Heiligen sind uns vor allem dadurch bekannt, weil um die Mitte des Monats oft eine kurze Kälteperiode mit Nachtfrösten einsetzt. Im Volksmund sind sie bekannt als die ‘Eisheiligen‘. Viele zarte Triebe und junges Grün, das in den ersten Maiwochen gewachsen ist und manche Obstbaumblüten sind ihnen schon zum Opfer gefallen. Darum sollten wir mit dem Auspflanzen von empfindlichen Garten- und Balkonpflanzen warten. Doch dann, nach der ‘kalten Sophie‘, die wir am 15. Mai feiern, nimmt die Wärme zu und geht es endgültig dem Sommer entgegen.

Pankratius (12. Mai)
Märtyrer (geboren um 290 in Phrygien, gestorben um 304 in Rom)

Die Legende besagt, daß der verwaiste Sohn eines reichen Römers im Jahr 303 mit seinem Onkel nach Rom reiste. Mit seinem ererbten Vermögen half Pankratius dort den verfolgten und im Gefängnis sitzenden Christen. Nach dem Tod des Onkels wurde Pankratius von einem der Verfolgungsbefehle Kaiser Diokletians (284-305) erfasst und vor den Kaiser gebracht. Der Vierzehnjährige ließ sich trotz aller Verlockungen nicht vom Glauben abbringen, weshalb er öffentlich enthauptet und sein Leichnam Hunden zum Fraß vorgeworfen wurde. Eine Christin barg ihn unter Lebensgefahr und setzte ihn in den Katakomben an der Via Aurelia bei. Über seinem Grab errichtete Papst Symmachus (498-514) im Jahr 500 eine Kirche, an deren Stelle die heutige Kirche S. Pancrazio fuori le mura steht. Der römisch-deutsche Kaiser Arnulf von Kärnten (887-899) schrieb seine Eroberung von Rom am 12. Mai 896 der Fürbitte zu Pankratius zu. Daraufhin blühte die Verehrung des Heiligen in Mitteleuropa auf. Pankratius ist Patron der Erstkommunikanten und Kinder, der jungen Saat und Blüte sowie gegen Meineid, falsches Zeugnis, Krämpfe und Kopfschmerzen.

Servatius (13. Mai)
Bischof von Tongern, Märtyrer (geboren in Armenien?, gestorben 13. Mai 384? in Maastricht)

Servatius soll der Sohn jüdischer Eltern aus Armenien gewesen sein. Sicher ist, daß er um das Jahr 340 Bischof von Tongern wurde. Ein Engel hat der Legende nach Servatius von Jerusalem nach Tongern geführt, ihm Ring und Stab des verstorbenen Vorgängers auf dem Bischofsstuhl von Maastricht, die auf dem Altar bereitlagen, überreicht und ihn damit selbst zum Bischof geweiht. Zahlreiche Heilungen und Wunder werden ihm zugeschrieben. Hunnen und feindlich gesonnene Einwohner vertrieben ihn, woraufhin er in Rom um Asyl bat. Legenden zufolge soll er mit einem Holzschuh erschlagen worden sein. Andere Quellen berichten, daß Servatius seinen Tod vorausahnte und nach Maastricht ging, weil er dort begraben werden wollte. Tatsächlich ist sein Grab in Maastricht. Nach dem Vandaleneinfall im Jahr 406, den Servatius vorhergesagt haben soll, nahm sein Kult in ganz Westeuropa großen Aufschwung. Sein Grab war einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte des Mittelalters. Die Servatius-Kirche von Maastricht ist die älteste Kirche der Niederlande. Servatius ist Stadtpatron von Maastricht, Goslar, Limburg/Lahn, Quedlinburg sowie Patron der Lahmen, der Schlosser und der Tischler. Außerdem gegen Fieber, Fußleiden, Rheumatismus, Todesfurcht, Frostschäden, Mäuse- und Rattenplagen und gegen das Lahmen von Tieren.

Bonifatius von Tarsus (14. Mai)
Märtyrer (geboren in Rom?, gestorben um 306 in Tarsus)

Der junge Römer Bonifatius war zunächst kein Christ. Er wurde von einer reichen Römerin beauftragt, in Tarsus Reliquien christlicher Märtyrer zu suchen und zu ihr nach Rom zu bringen. Als Bonifatius in Tarsus die Folterungen und Tötungen in der Christenverfolgung unter Kaiser Galerius (305-311) miterlebte, ließ er sich taufen und bekannte sich zum Christentum. Daraufhin wurde er selbst mit siedendem Pech getötet. Seine Begleiter brachten seine Gebeine nach Rom, wo sie an der Via Latina beigesetzt wurden.






Sophia von Rom (15. Mai)

Märtyrerin (geboren in Rom, gestorben um 304 in Rom)

Sophia wurde während der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian (284-305) als christliche Märtyrerin getötet. Teile ihrer Reliquien befinden sich in Straßburg. Sophia ist Patronin gegen Spätfröste und für das Wachstum der Feldfrüchte.




Bauernregeln

* Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz.
* Wenn's an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.
* Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
* Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.
* Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.
* Pankrazi, Servazi und Bonifazi, sind drei frostige Bazi.
* Und zum Schluss fehlt nie, die Kalte Sophie.

Info: www.bauernregeln.net

Sonntag, 10. Mai 2009

Brachter Kirmes von der Sonne verwöhnt




Die Kirmes in Bracht hat den Reigen der Kirmesfeiern in Ostbelgien eröffnet. Am Freitagabend wurde der Kirmesbaum errichtet, wobei nicht mehr Manneskraft gefragt ist, sondern die passende Maschiene... Jedenfalls war es für Erwin ein Leichtes den Baum in die Höhe zu bekommen und es bedurfte nur noch einiger Handgriffe um ihn zu sichern.











Am Samstagabend sah es dann so aus, als ob die Kirmes verregnet sein werde, aber der Sonntagmorgen belehrte uns eines Besseren. Ob es der schöne Gesang der Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores Steffeshausen war, oder ob Petrus es einfach nur gut mit den Brachtern meinte, der Sonntag war von der Sonne verwöhnt.







Auch kleine Leute haben bei diesem Wetter Durst.


Bei milden Temperaturen um die 20 Grad gestaltete sich der Kirmessonntag zum Publikumsmagnet. Nach dem Hochamt spielte der Musikverein von Reuland-Lascheid zum Frühschoppen auf, während es dann am Nachmittag sportlich weiter ging. Es kam zum Derby JGV Amel-Eibertingen gegen Mabra.

Die Mannschaften boten den Zuschauern ein spannendes Spiel, wobei die erste Halbzeit klar und deutlich zu Gunsten vom JGV Amel-Eibertingen ausfiel. Mabra zeigte deutliche Schwächen , vor allem im Tor und auch sonst schien die Mannschaft recht Kopflos.



Nach der Pause überzeugten dann die Spieler von Mabra. Sie entwickelten eine gute Technik und konnten Tore aufholen, so dass am Ende des Spiels ein ausgeglichenes Resultat vonn 3:3 Toren vorlag. Der Schiedsrichter - und sicher auch die Spieler - wollten aber eine Entscheidung zu Gunsten der einen oder anderen Spielergruppe und so kam es zum Elfmeterschießen, welches die Gäste aus Amel-Eibertingen klar für sich entschieden.



Beiden Mannschaften kann man für ihre Leistungen gratulieren, wobei nicht alleine der sportliche Wettkampf, sondern auch das freunschaftliche Beisammen-Sein eine wichtige Rolle an diesem Sonntagnachmittag gespielt haben. Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten bei diesem Derby, welches sicher irgendwann und irgendwo seine Fortsetzung findet.










Das Elfmeterschießen


Und kommt beim Trinken dann der Hunger auf,
fährt Luc ganz schnell den Berg hinauf.
Warum hab' ich schon so lang' den Schinken in dem Schrank?
Herr Wirt. Jetzt reich uns gleich den nächsten Trank!