Samstag, 23. Mai 2009

Wort Gottes für den Tag - Sonntag, 24. Mai 2009

Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln. Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. (Joh 16,20–23)
Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln“. Wer aktuell in Trauer, Angst oder Sorge ist, wird diesen Satz aus dem Evangelium nur mit Widerstand hören.

Die Frage, wozu es denn überhaupt Leid in der Welt gibt und warum wir durch das Tor des Todes gehen müssen, um zum Leben zu gelangen, wird immer wieder gestellt und kann doch von keinem Menschen beantwortet werden. Auch Jesus sagt nicht: „Darum“ oder: „Dazu“, aber er gibt uns einen Fingerzeig und nennt das Beispiel einer gebärenden Frau.

Eine Frau, die bereits ein Kind geboren hat, weiß von den Schmerzen der Wehen. Trotzdem wollen Frauen oft nach ihrem ersten Kind weitere Kinder. Sie wissen um das Glück und die Freude, die sie empfinden, wenn sie das Baby in ihren Armen halten. In solcher Situation wird das Zitat aus dem Evangelium „Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln!“ Wirklichkeit.




So hat alles im Leben seinen Sinn, auch das
Schwere. Ist es nicht oft so, dass sich Dinge, die uns in der Vergangenheit bekümmert haben, zum Guten gewendet haben? Haben wir nicht selbst schon kleine Wunder erlebt, bei denen sich ausweglose Situationen zum Guten verwandelt haben?

Freitag, 22. Mai 2009

Der verunsicherte Priester

Der Priester ist verunsichert denn:
predigt er länger als zehn Minuten, gilt er als Kirchenleerer,
predigt er kürzer, dann hat er sich schlecht vorbereitet.
Spricht er bei der Predigt laut, dann schreit er,
spricht er "normal" dann versteht man ihn nicht,
Besitzt er ein Auto, dann ist er weltlich gesinnt,
besitzt er kein Auto, dann geht er nicht mit der Zeit.
Wenn er Hausbesuche macht, ist er nie zu Hause,
wenn er immer zu Hause ist, macht er keine Hausbesuche,
Wenn er um Spenden bittet, ist er auf das Geld aus,
wenn er es nicht tut, hält er sich dafür zu vornehm.
Wenn er sich im Beichtstuhl Zeit nimmt, macht er es zu lang,
wenn er es kurz macht, fertigt er die Leute ab.
Beginnt er die Messe pünktlich, dann geht seine Uhr vor,
beginnt er etwas später, dann hält er die Gemeinde auf.
Renoviert er die Kirche, dann wirft er das Geld heraus,
tut er das nicht, dann lässt er alles verkommen.
Ist er jung, dann hat er keine Erfahrung,
ist er alt, dann soll er sich bald pensionieren lassen.
Solange er lebt, hat er immer Leute, die alles besser wissen,
wenn er stirbt, ist niemand da, der ihn ersetzt.



Donnerstag, 21. Mai 2009

Aldringer Schüler zu Besuch beim Brachter Bienenpastor


Wo ist die Königin? Warum gibt es in einem Bienenstock nur eine Königin? Was machen die Drohnen? Wie weit muss eine Biene fliegen und wieviele Blüten besuchen, um Nektar für ein Kilo Honig zu sammeln? Wieso zieht der Bienenschwarm aus? - Diese und ähnliche Fragen stellten die Schulkinder aus Aldringen (und einige Tage vorher die Kinder aus der Schule Kreuzberg), als sie den „Bienenpastor“ in Bracht besuchten.

Es ist für die Kinder faszinierend das Leben des Bienenvolkes ganz aus der Nähe zu beobachten. Ihre Lehrerin Melanie Calles hatte sie gut vorbereitet, indem sie ein passendes Video über das Leben der Biene geschaut hatten. Nun folgte die Praxis. Nachdem der Imker den Deckel der Bienenwohnung geöffnet hatte konnten die Kinder die Bienen bei der Arbeit beobachten.

Die geöffnete Beute zeigt die Bienen auf den Waben

Eine schön ausgebaute Drohnenwabe

Arbeiterinnenwabe

oben: Honig
darunter: Pollen
unten: Brut in verschiedenen Stadien

Verdeckelte Honigwabe










Montag, 18. Mai 2009

Ein Wunder der Natur




Jetzt, im Frühjahr können wir jeden Tag neue Wunder der Natur entdecken. Ein besonderes entdeckte Hobby-Fotograf Ludwig Wirtzfeld in den Wiesen ganz in der Nähe von Bracht. Er stellt uns diese Fotos freundlicherweise zur Verfügung. Die Fotos sprechen für sich. Darum kein Kommentar.











Sonntag, 17. Mai 2009

Im Kreuz ist Heil im Kreuz ist Leben

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. (Joh 15,13)

Nach allem, was das Evangelium sagt, ist das Kreuz Jesu nicht eine Panne bei der Erfüllung des Auftrags, mit dem Jesus gesandt war; nicht blindwütiges Schicksal, sondern bewusste und gewollte Hingabe des Lebens aus Liebe. Indem Jesus das Kreuz annimmt und es bis zum bitteren Ende trägt, wird aus dem so unmenschlichen und widergöttlichen Kreuz sein Kreuzesopfer.



Eigenliebe isoliert

Ein Weizenkorn versteckt sich in der Scheune.
Es wollte nicht gesät werden.
Es wollte nicht sterben.
Es wollte sich nicht opfern.
Es wollte sein Leben retten. -
Es wurde nie zu Brot.
Es kam nie auf den Tisch.
Es wurde nie gesegnet und ausgeteilt.
Es schenkte nie Leben.
Es schenkte nie Freude.
Eines Tages kam der Bauer.
Mit dem Staub der Scheune fegte er das Weizenkorn weg.
(Willi Hofsümmer, Kurzgeschichten 1)