Samstag, 30. Mai 2009

Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu

Schwestern und Brüder, Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. (Apg 2,1-11)

Die alten Griechen nannten die Fremden Barbaren, die Römer nannten sie gar Feinde (hostes). Die ersten Christen sagten: die Fremden: Das sind aber auch unsere Freunde, weil sie Freunde Gottes sind, denn der Geist Gottes schert sich nicht um Grenzen, um Kulturen und Nationalitäten.
Gottes Geist spricht vielmehr in allen Sprachen. Die vielen Ländernamen der Lesung wollen uns das sagen. Der Geist spricht zu jedem in seiner Muttersprache, d.h. der Geist Gottes ist dem Fremden genauso nahe wie mir selbst. jede nationale Arroganz, jede Überheblichkeit gegenüber anderen Kulturen verbietet sich.
Die Kirche ist nicht erst im Lauf der Zeit universal geworden, sondern sie ist es kraft des Heiligen Geistes vom Ursprung her, es ist ihr in die Wiege gelegt. Niemand ist in ihr Ausländer.
Einheit in der Vielfalt, das ist die große Herausforderung unserer Weltstunde und auch unserer Kirche. Unsere Erde ist durch die modernen Möglichkeiten der Kommunikation ein globales
Dorf geworden. Darin werden wir auf Dauer immer dichter beieinander wohnen, nicht unbedingt alle in einem Haus, aber doch ohne den Wahn eines gewalttätigen Nationalismus.

Fremde werden Freunde, das ist die Botschaft vom Ursprung her, aus dem Geist Gottes her. Leider sind bei dieser Tatsache auch heute noch nicht wenige von allen guten Geistern verlassen.


Freitag, 29. Mai 2009

Lütticher Bischof apeliert an die Spendenfreudigkeit der Christen

Am Wochenende, wenn wir in den Kirchen das Pfingstfest begehen, werden in allen Kirchen die Kollekten gehalten zu Gunsten der "seelsorglichen Projekte" des Bistums.Was darunter genau zu verstehen ist erläutert der Bischof in einem Schreiben, das er allen Priestern des Bistums zukommen ließ. Hier der Wortlaut des Briefes:

Liebe Brüder und Schwestern!
Der auferstandene Christus hatte den Heiligen Geist als treibende Kraft zur Stärkung der Kirche verheißen. Pfingsten feiern wir die Ankunft des Heiligen Geistes. Bis zum heutigen Tag beseelt er die Kirche. Die Verkündigung des Evangeliums ist die vorrangige Aufgabe der Kirche. Indem die Kirche die Botschaft des Evangeliums lebt, ist sie ein glaubwürdiges Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen.

Heute ist uns dieser Auftrag anvertraut. Bischof, Priester, Ordensleute und Laien sind berufen, eine Kirche im Dienste der Menschen zu sein. Die vor zwei Jahren produzierte DVD zeigt das Engagement von Christen in zahlreichen Bereichen. Seit acht Jahren habe ich die Freude und das Glück, in unserer Diözese diesen gelebten Glauben zu beobachten und zu bewundern. Dieser Einsatz lässt mich sagen, dass Sie, meine Mitchristen, ein lebendiger Brief sind, den der Heilige Geist geschrieben hat und weiterschreibt. Ich danke dem Herrn für alle Liebe, Hoffnung und Glauben, die in diesem Lebenszeugnis herauszuhören sind. Wir müssen den großzügigen und tollen Einsatz in so vielen Bereichen unterstützen und fördern, damit die Zukunft gewährleistet bleibt. Die Herausforderungen sind groß-, dazu gehört auch deren Finanzierung.

Bis heute sind wir uns der Unkosten der seelsorgerischen Tätigkeiten und ihrer Animation eigentlich nicht bewusst. Das erklärt sich vor allem aus der besonderen Art der Finanzierung der Kirche in unserem Land: der Staat kommt für die Gehälter der Priester und Pfarrassistentinnen auf; die Kirchenfabriken erhalten Zuschüsse seitens der Gemeinden und der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Doch für die Seelsorge als solche erhalten wir keine öffentliche Finanzhilfe. In verschiedenen Bereichen der Seelsorge, z.B. für die Familienpastoral, brauchte unser Bistum jedoch dringend Personal. Ich möchte auch erwähnen, dass es im Bistum ärmere Pfarrverbände gibt, die auf unsere Solidarität angewiesen sind. Schließlich muss jede Diözese auch Dienste und Initiativen auf nationaler Ebene mitfinanzieren.

Liebe Brüder und Schwestern! Die hier kurz aufgezählten Bedürfnisse stellen uns vor die Frage: was bin ich bereit zu spenden, damit die frohe Botschaft Christi heute und auch morgen in Wort und Tat verkündet werden kann? Am Pfingstsonntag werden wir eingeladen, unseren Möglichkeiten entsprechend, zur finanziellen Solidarität auf Bistumsebene beizutragen.


Im Voraus danke ich jedem für seine Großzügigkeit. Jedes Jahr werde ich einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben des Bistums im Bereich der in diesem Brief angesprochenen Seelsorgearbeit vorlegen.

Ihr Bischof + Aloys Jousten



Donnerstag, 28. Mai 2009

Ein Löffel Honig

Ein Löffel Honig in meinem Mund, und ich stutzte plötzlich
und fragte mich:
Wie viele Flugstunden von wie vielen Bienen stecken
in so einem Löffel Honig?
Ich fühlte Freude und Dankbarkeit, denn ich mag Honig.

Da hat einer Bienen auf den Weg geschickt,
Blumen für sie blühen und die Sonne scheinen lassen,
denn bei Regen fliegen die Bienen nicht.
Da hat einer die Bienen gebeten, gratis zu arbeiten,
und den Blumen eingegeben, gratis zu blühen.
Da muss mich einer sehr gern haben, um das alles
zu organisieren für einen Löffel herrlichen goldgelben Honig am Morgen. Da wurde eine ganz große Liebe eingebaut.




Mit einem Löffel Honig am Morgen kannst du glücklich sein
und voller Freude Gott danken für die ganze Schöpfung.

(Phil Bosmans)






Mittwoch, 27. Mai 2009

Im Monat Juni den Glauben bezeugen

Der Monat Mai geht seinem Ende entgegen. Mai - das ist die Zeit der Blumen und Blüten, der grünen Landschaften und der warmen Sonnentage. Mai - das ist auch der Monat der Gottesmutter Maria, die in Maiandachten und bei Wallfahrten von Katholiken verehrt wird.

Genau nach vierzig Tagen ist die Fastenzeit zu Ende und die Christen feiern das höchste Fest der katholischen Kirche: Ostern. Mit diesen Tagen sind viele Bräuche und Traditionen verknüpft. Angefangen beim Osterfeuer bis hin zur bunten Eiersuche.

40 Tage nach Ostern ist Christi Himmelfahrt, der Tag an dem Jesu vor den Augen seiner Jünger in den Himmel auffuhr. Er wurde emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen, heißt es in der Bibel. Zugleich wird an diesem Tag der Vatertag gefeiert.

An Pfingsten feiern Christen das Fest des Heiligen Geistes. Damit endet die 50-tägige Osterzeit. Das Wort Pfingsten leitet sich ab von "Pentekoste", dem griechischen Begriff für "fünfzig". Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens.

Mit Fronleichnam geht es munter weiter im Reigen der Kirchenfeste. Fronleichnam, im französischen "Fête Dieu" - Fest Gottes, ist vielleicht das katholischste aller Feste im Jahreskreis. Prachtvoll und bewusst öffentlich zelebriert, feiert die Kirche diesen Tag. In vielen katholischen Regionen wird ihm besonderen Glanz zu verleihen.

Jeweils am dritten Freitag nach Pfingsten ist das Herz-Jesu-Fest, das Papst Pius IX. 1856 als Gedenktag für die ganze Kirche eingeführt hat. Das Herz gilt in der Bibel vor allem als Bild der Mitte des Menschen. Das Herz ist Sinnbild der ganzen Person, besonders seines Fühlens und Wollens. Das Fest will uns die Augen öffnen für die Liebe Jesu, der für uns gelitten hat.

In der Mitte des Jahres, am 24. Juni, sechs Monate vor Weihnachten feiert die Kirche den Johannistag. Der kirchliche Festkalender hat das Fest der Geburt Johannes des Täufers (nicht zu verwechseln mit dem Evangelisten Johannes) mit Bedacht auf den 24. Juni gelegt. Bestimmend dafür war die Vorgeschichte der Geburt Jesu, wie sie in der Heiligen Schrift vom Evangelisten Lukas erzählt wird (vgl. Lukas 1, 5-80).


Peter und Paul gehören zusammen. Das Fest der beiden größten Apostel wird seit dem 4. Jahrhundert am 29. Juni gefeiert. Nicht der Todestag der beiden Apostel Peter und Paul wird am 29. Juni gefeiert, sondern die vermutliche Übertragung ihrer Reliquien in die Katakombe an der Via Appia, nahe bei der heutigen Kirche San Sebastiano in Rom. Das heutige Fest wird zum ersten Mal im römischen Staatskalender von 354 erwähnt. Zeitnah zu diesem Tag finden in vielen katholischen Diözesen Priesterweihen statt.

Der Monat Juni ist voll gespickt mit kirchlichen Festen. Feste wirken - soziologisch gewendet - Gemeinschaftstiftend und Gemeinschafterhaltend. Bestimmte Rituale z. B. das Festmahl festigen den Zusammenhalt.

Und damit Sie keines vergessen gibt es den Pfarrbrief. Schauen sie doch immer wieder mal rein! Oder noch besser! Schauen Sie jeden Tag hier auf dieser Seite vorbei. Dann sind Sie immer auf dem Laufenden!

Gottesdienstordnung für den Monat Juni
Klicken Sie HIER



Wenn der Monat Juni zu Ende ist gibt es Schulferien und auch die ersten Betriebe entlassen ihre Bediensteten in den wohlverdienten Urlaub.


Zum Schluss noch was zum Lachen:

Dienstag, 26. Mai 2009

Montag, 25. Mai 2009

Trier hat einen neuen Bischof

Grund zum feiern hatten am Sonntag die Christen unseres Nachbarbistums Trier. Anlass war die Amtseinführung des neuen Bischofs Stephan Ackermann als 102. Bischof von Trier.

Seit mehr als einem Jahr hatten die etwa 1,5 Millionen Katholiken im Bistum auf einen neuen Bischof gewartet. Ackermanns Vorgänger Marx war im Januar 2008 zum Erzbischof von München und Freising berufen worden. Ackermann ist seit 1980 der erste Bischof von Trier, der aus dem Bistum stammt. Zuvor war er Weihbischof des ältesten Bistums Deutschlands. Der 46-jährige ist nun der jüngste Bischof Deutschlands.

Im mit 2000 Plätzen vollbesetzten Trierer Dom nahm Ackermann die Ernennungsurkunde vom Nuntius des Papstes in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Pérriset, entgegen.

Der neue Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, war Regens am Studienhaus St. Lambert in Lantershofen, bevor er Weihbischof wurde. Gerade auch in diesen beiden Funktionen hat er wichtige Erfahrungen gesammelt. Wir wünschen dem neuen Bischof Gottes Segen für seine verantwortungsvolle Tätigkeit.


Erste überlieferte Bischöfe von Trier waren Eucharius, Valerius und Maternus, der auch als erster Bischof von Köln belegt ist. Die Amtszeit dieser Bischöfe bewegt sich in der Zeit zwischen 250 und 300 n.Chr. In Trier (früher die bedeutende römische Stadt Augusta Treverorum) gab es wahrscheinlich schon seit der Spätantike einen Bischof, diese sind jedoch nicht belegt. Das Erzbistum Trier war ein bedeutendes geistliches Territorium im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sein Oberhaupt, der Erzbischof, stand einem Gebiet entlang des Flusses Mosel zwischen Trier und Koblenz vor. Er war seit dem späten Mittelalter einer der sieben Kurfürsten.

Sonntag, 24. Mai 2009

Traktor geriet in Brand

Glück im Unglück hatte ein Landwirt heute, als sein Traktor während der Erntearbeit in Flammen aufging. Es hätte noch weitaus schlimmer ausgehen können. Trotzdem, der Schaden ist beträchtlich, denn der Traktor hat nur noch Schrottwert...






Erstkommunionfeier in Burg Reuland


Alle waren in Festtagslaune, als der Kgl. Musikverein "Burgecho" - Reuland Lascheid die Erstkommunionkinder vom Kulturhaus zur Kirche begleitete. Neun Jungen und Mädchen durften zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen.

"Seit Beginn der Fastenzeit haben wir uns jede Woche für den Kommunionunterricht getroffen, nun ist es soweit", so sagte Pfarrer Willi Kessel. Die Feier stand unter dem Thema "Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir mangeln"(Psalm 23). Tatsächlich bietet der Psalm 23 uns ein Bild von unserm Gott, das Vertrauen weckt. Wer möchte nicht gerne Schaf sein bei einem Hirten, der jedes einzelne mit Namen kennt und jedem Schaf nachgeht, wenn es vom Weg abgekommen ist. Dessen Sorge einzig und allein darin besteht gut für die Tiere zu sorgen und sogar bereit ist sein Leben für die Schafe zu riskieren. In aller Finsternis ist Gott bei uns wie ein guter Begleiter. Gott gewährt Entspannung und Muße wie eine schattige Rast sie uns gibt. Gott, gibt Selbstvertrauen vor den Augen der Neider und Feinde. Unser Leben lang sorgt Gott liebevoll für jeden von uns.

Wir alle möchten sicher keine Willenlosen Schafe sein. Aber trotzdem ist dieses Bild von Gott und den Menschen ein sehr beliebtes und dabei auch noch ein sehr zutreffendes Bild für das Verhältnis Gott -Mensch. Wie der Hirte für seine Schafe da ist, ist Gott mir nahe.

Das Bild von Gott, dem Guten Hirten wurde spielerisch in einem Dialog gut vermittelt von Jeremy und Vanessa . Für die Erstkommunionkinder ihre Eltern und Gäste war es ein unvergesslicher Tag.