Samstag, 6. Juni 2009

Am Wochenende: Kirmes in Aldringen und Dürler


Am Wochenende gedenken die Dörfer Aldringen und Dürler der Einweihung ihrer ersten Kirche durch den Bischof. Das Kirchweihfest (im Volksmund "Kirmes") ist die Gedächtnisfeier desjenigen Tages, an welchem eine Kirche durch besondere Zeremonien zum Hause Gottes bestimmt wurde. Wir begehen den Tag, an dem die Kirche in Dienst genommen wurde: von Gott und von uns, seiner Gemeinde. Die Kirche aus Steinen ist Mittelpunkt unseres Dorfes. Hier versammeln wir uns, um um gemeinsam die Geheimnisse unseres Glaubens und die bleibende Nähe Gottes zu feiern.

Unsere Kirche, mit ihrer Orgel, den Kirchenfenstern und der schönen Inneneinrichtung ist mehr als nur ein Gebäude und sie ist erst recht kein Museum, in das man gehen kann, um das eine oder andere zu betrachten.

In unserer Kirche wird Gottes Wort und die frohe Botschaft von seiner lebensspendenden Liebe verkündigt. Immer wieder höre ich Menschen sagen: Wenn ich in die Kirche gehe, dann ist das etwas Besonderes, da passiert etwas mit mir, dann fallen die Alltagssorgen von mir ab, dann genieße ich diese Atmosphäre. Über solche Aussagen freue ich mich natürlich sehr.

Wenn wir Gottesdienst zur Kirchweihe feiern, dann erinnern wir uns auch daran, wie über all die Jahrhunderte seit ihres Bestehens Menschen in ihr und durch sie getröstet wurden, wie viele Menschen hier den Bund fürs Leben schlossen vor Gott und der Gemeinde, wie viele Kinder hier getauft wurden. Wir erinnern uns daran, dass hier der Ort ist, wo die unterschiedlichsten Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen zusammenkommen, um miteinander zu beten, um miteinander das Andenken an Jesu Abendmahl zu feiern.

Unsere Kirche ist mehr als das Gebäude. Sie ist für viele Menschen Heimat und Lebensbegleitung. Sie ist der Ort, in dem Menschen Gott begegnen können, in dem sie Geborgenheit und Gottes Wort erfahren können.

Freitag, 5. Juni 2009

Ministrantentreffen in St. Vith

Die Pilgerreise der Ministranten nach Rom ist noch in guter Erinnerung, da kündigt sich ein weiterer Höhepunkt an: Eine Begegnung mit dem Liedermacher "Reinhard Horn" in der Kirche St.Vith.

Reinhard Horn hat eine Reihe religiöse Kinderlieder geschrieben und produziert: "Kirchenhits" - "Bibelhits" - "Ministrantenlieder" - Lieder für Kindergarten bis hin zu Liedern für Jugendliche in der Sekundarstufe.


Ein Portrait:

Reinhard Horn, Komponist, Pianist, Arrangeur und Produzent. Jahrgang 1955, verheiratet mit Ute Horn und Vater von Rebecca und Simon, Studiendirektor für Musik und Kath. Religion. Internat. Konzerttätigkeit, Seminarangebote, Rundfunk- und Fernseharbeit.

Bekannt wurde er als Gründer, Komponist und Bandleader der Gruppe 'KONTAKTE', mit der er die ganze Welt bereist hat. Er gehört zu Deutschlands bekanntesten und beliebtesten Kinderliedermachern und seine Lieder werden täglich nicht nur im Kindergarten und in der Grundschule fröhlich gesungen.

Reinhard Horn selbst sagt: „Das schönste Kompliment, das ich von einem kleinen Jungen nach einem Kinderkonzert bekommen habe: „Du bist der tollste Kinderversteher!“

Vergangenes Jahr hat der Verlag eine CD und ein Buch herausgegeben mit dem Titel "Echte Kinderrechte". Die Lieder wurden gemeinsam erdacht, geschrieben und gesungen mit Kindern aus den "Bethanien Kinder- und Jugenddörfer", also mit Kindern und Jugendlichen, die wissen, wovon sie singen.

Dieser Mann wird an dem Treffen in St.Vith mit uns eine Stunde lang singen und musizieren und anschließend einen kleinen Gottesdienst mitgestalten.

Hier die genauen Angaben:
Sonntag, 22. November 2009
Pfarrkirche St.Vith
Beginn: 14.00 Uhr Ende gegen 16.30 Uhr

An dem Nachmittag dürfen Eltern und Geschwister, Oma und Opa und wer es sonst noch möchte, teilnehmen. Für euch Ministrant(inn)en wird ein besonderer Platz reserviert sein. Damit wir aber wissen, zu wie vielen Ministranten und Ministrantinnen ihr ungefähr sein werdet, solltest du den Abschnitt, den du zusammen mit der Einladung erhalten hast, am besten sofort ausfüllen und bei deinem Pastor bis spätestens Montag, 8. Juni 2009 abgeben. Es muss nämlich noch vieles konkret organisiert werden.

Danke für deine schnelle Antwort. Die Priester des Dekanates St.Vith

Donnerstag, 4. Juni 2009

Dreifaltigkeitssonntag

Am Sonntag nach dem Pfingstfest, den wir den Dreifaltigkeitssonntag nennen, feiern wir das größte Geheimnis unseres Glaubens: das „Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit“.

Diese Dreifaltigkeit bekennen die Gläubigen z.B. beim Sprechen des Glaubensbekenntnisses, wo es heisst: "Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat ... Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater ... Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten ..."

Die etwa 1422 entstandene Ikone der Heiligen Dreifaltigkeit des Mönchs und Malers Andrej Rublev ist wohl die berühmteste Ikone der Welt. Das lichtdurchflutete Bild in vorwiegend goldenen Farbtönen begeistert durch seine Harmonie. Drei Engelgestalten sind hier Symbol für das innergöttliche Gespräch zwischen Vater, Sohn und Hl. Geist.

Das kürzeste Bekenntnis zum dreifaltigen Gott ist das Kreuzzeichen. Wir glauben an den Vater, den Sohn und den heiligen Geist.






Gnadenstuhl

Im Barock wurde für die Darstellung des dreifaltigen Gottes ein Bildmotiv gefunden: Der Vater hält das Kreuz mit dem leidenden Christus, über ihnen (oder darunter) schwebt der Geist in Gestalt einer Taube









Gott ist viel mehr, als wir über ihn sagen können.

Bei aller theologischen Interpretation bleibt dieser "Gott in drei Personen" ein Geheimnis, dem man sich nur staunend, mit gläubigem Herzen nähern kann.

Auch wenn wir uns viele kluge Gedanken machen, so müssen wir doch immer wieder feststellen, dass Gott unseren menschlichen Verstand bei weitem übersteigt. Wir können Gott nicht fassen und begreifen. Das musste auch schon der Kirchenlehrer Augustinus im 4. Jahrhundert erfahren. Eine Legende über ihn erzählt, dass er am Strand entlangging und einen kleinen Buben beobachtete, der mit einer Muschel Meerwasser in ein Sandloch schöpfte.
Augustinus fragte den Buben: "Was machst du da?", und er antwortete ihm: "Ich schöpfe das Meer aus." "Unmöglich", rief Augustinus aus, "das schaffst du nie."
"Siehst du", erwiderte der Bub, "und genauso wenig kannst du Gott erforschen mit deinen Gedanken."


Sachen zum Lachen ...



Mittwoch, 3. Juni 2009

Zieht euch warm an, die Schafskälte kommt

Es wird frisch. Empfindlich frisch, in den Eifler Landen. Im Gegensatz zu den letzten Tagen wird es sogar richtig kalt. Und für Schafe und Menschen in den Höhenlagen kann der nächtliche Boden unter den Füßen frostig werden - Schafskälte sei dank.

Ein Fell ist eine wunderbar warme Einrichtung, ohne wird es bibberkalt. Diese Erfahrung können geschorene Schafe im Juni machen, darum heißt der Kälteeinbruch, der immer wieder zu dieser Zeit zu beobachten ist, "Schafskälte". "Gewöhnlich kommt der kurze Kälteeinbruch erst Mitte Juni, aber in diesem Jahr halt schon ein bisschen früher", sagen die Meteorologen. In 70 bis 80 Prozent der Fälle habe es in den letzten Jahren tatsächlich eine Schafskälte gegeben, schätzen die Wetterfrösche. Ursache der Kälte sei eine Kombination aus einem Hoch über dem Nordmeer bei Island und einem Tief über Skandinavien. Dazwischen werde kalte Luft zu uns geschaufelt. Eine ähnliche Wetterlage habe man bei den Eisheiligen im Mai.

Am Mittwoch ging es schon los: Es war deutlich kühler, bei Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad. Ein frischer Nordwest-Wind sorgte für weitere Abkühlung. In der Nacht zum Donnerstag fallen die Temperaturen auf vier bis acht Grad, in den Höhenlagen von Eifel kann es auch zu Bodenfrost kommen. Die Talsohle erreichen wir am Donnerstag mit 11 bis 16 Grad. Am Donnerstag drohen auch Regen und leichte Schauer.

Die Aussichten fürs Wochenende

Am Freitag und Samstag wird es wieder wärmer, die Temperaturen gehen auf 18 Grad hoch und am Wochenende werden wieder 20 Grad erreicht. Am Freitag soll es eher wechselhaft werden. Der Samstag soll dafür trocken bleiben. Der Sonntag zeigt sich dann so richtig durchwachsen. Die Regenwahrscheinlichkeit liege bei 70 Prozent, immer wieder könne es zu Schauern kommen.

Montag, 1. Juni 2009

Eine Ausstellung zum 50.Jahrestag der Kirchenweihe in St. Vith

Mit dem Bau der Vitus-Basilika (1954-1959) - Weihe am 14.6.1959 - wurde eine der letzten Wunden geschlossen, die die Bombenangriffe des Jahres 1944 in St.Vith geschlagen hatten. Lange Planungen, viel Ausdauer, Geduld und Verhandlungsgeschick waren erforderlich, um das ganze Projekt zu einem guten Ende zu bringen.

Neben vielen bislang unveröffentlichten Fotos und Dokumenten vom Bau der Kirche geht die Ausstellung auch auf die jahrhundertealte Geschichte der Pfarre und der St.Vither Kirchenbauten ein und beleuchtet das Leben der Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen.




Eröffnung der Ausstellung am 12. Juni 2009,
ab 19.00 Uhr in der St.Vither Pfarrkirche.

Sonntag, 31. Mai 2009

Gottes Wort für den Tag - Pfingstmontag

An jenem Tag brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel.Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort.(Apg 8,1.4)

Gottes Geist wirkt manchmal auf Wegen, die man nicht für möglich hält; er wirkt sogar in Katastrophen. Gerade, weil eine schwere Verfolgung über die Kirche von Jerusalem hereinbrach und sich die Gläubigen zerstreuten, wurde auch der Same der Frohen Botschaft in alle Winde zerstreut und konnte so in der Breite Fuß fassen.

Es ist ein Geheimnis unseres Glaubens, dass der Glaube sich gerade dort ausbreitet, wo Christen verfolgt werden. Die Kirche hat in ihren Märtyrern immer eine Saat des Lebens gesehen: "Das Blut des Martyriums ist der Samen des Christentums."