Freitag, 12. Juni 2009

Fronleichnam: Demonstration des Glaubens

Wir feiernam Wochenende mit der ganzen Kirche das Fronleichnamsfest, das Gedenken an die Einsetzung der heiligen Eucharistie. Anders, als unsere Deutschen Nachbaren, die das Fronleichnamsfest am Donnerstag begangen haben, ziehen wir Samstagabend und Sonntagvormittag durch unsere Dörfer mit dem Leib des Herrn.

Gott hat uns das Zeichen der Eucharistie geschenkt. Der auferstandene Herr, der unter den schlichten Gestalten von Brot und Wein bei uns bleibt, ist Weg,Wahrheit und Leben für jeden, der es möchte.

Das feiern wir sonst, in jeder Messfeier, innerhalb der Kirchenmauern. An Fronleichnam dagegen tun wir das öffentlich. Wenigstens einmal im Jahr machen wir das "Geheimnis unseres Glaubens" öffentlich. Unser höchstes Gut, den Leib des Herrn tragen wir durch die Strassen unserer Dörfer und verehren ihn öffentlich dort, wo er im Alltag mit uns ist.

Prozessionen

Die Prozessionen sind der bedeutendste und spektakulärste Ausdruck von Fronleichnam. Die geweihte Hostie wird durch die Gemeinde getragen. Natürlich nicht einfach in der bloßen Hand oder einem einfachen Kelch. Die Hostie steckt in einem speziellen Behältnis, der Monstranz. Sie ist meistens aus einem Edelmetall und oft mit wertvollen Steinen verziert. Hinter einem Fenster steckt die Hostie. Bei der Prozession kann so jeder den Herrn sehen. Übrigens: Der Priester berührt die Monstranz auch nicht einfach so. Er bedeckt dabei seine Hände mit dem Stoff eines Schulterüberwurfes und trägt so die Monstranz – meistens unter einem Baldachin – zu vier Altären. Dort werden jeweils ein Evangelium und Fürbitten gelesen sowie die Gläubigen gesegnet.

Blumen

Fronleichnam ist nicht nur wegen der Prozessionen spektakulär. Tradition haben auch Blumenteppiche und Blütenmandalas, die die Straßen in bunte Farben tauchen. Damit soll nicht zuletzt auch an den Palmsonntag und den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert werden. In vielen Orten werfen die Gläubigen Blüten vor die Prozession.
Erstkommunionkinder
Die Erstkommunionkinder begleiten meistens die Prozessionen. Sie laufen dem Zug voran, streuen Blumen und zeigen so kurz nach ihrer Ersten Heiligen Kommunion ihre Zugehörigkeit zur Kirche.
Herkunft und Bedeutung
Der Name „Fronleichnam“ kommt aus dem Althochdeutschen: „Fron“ bedeutet „Herr“, „liknam“ Leib. Es geht also an diesem Tag um den „Leib des Herrn“. Der Herr ist Jesus Christus. Deshalb lautet die offizielle Bezeichnung „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“.

„Leichnam“ ist dagegen eine etwas unglückliche Übersetzung. Denn es geht gerade nicht darum, dass wir etwas Lebloses anbeten. Sondern wir feiern, dass Jesus lebendig mitten unter uns ist. Wie kann er das sein? In der Eucharistiefeier verwandeln sich Brot und Wein durch Gottes Segen in Leib und Blut Christi. Diese Feier hat Jesus selbst am Gründonnerstag beim Letzten Abendmahl eingesetzt. An Fronleichnam feiern wir also die Eucharistie als Sakrament, das uns den Leib Christi gibt, und erinnern uns an Jesu Geschenk. Das Brot ist der lebendige Leib Christi.

Am „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ zeigen wir der Welt diesen lebendigen Gott. Bei der Prozession zieht die Gemeinde zusammen mit der geweihten Hostie in der Monstranz durch die Straßen. Die Kirche tritt damit hinaus in die Welt. Wenn auch oft die Kirche als „Haus Gottes“ bezeichnet wird, so zeigt sich an Fronleichnam ganz klar: Gott ist überall zu Hause. Gott versteckt sich nicht in einem Gebäude. Er will hinaus zu uns, zu seinen Kindern.

Zu laut für die Karwoche

Fronleichnam wird am ersten Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest und am zweiten nach Pfingsten gefeiert. Der Donnerstag verweist auf den Gründonnerstag, an dem Jesus das Letzte Abendmahl feierte und so die Eucharistiefeier stiftete. Allerdings wollte man am Gründonnerstag keine großen Prozessionen und laute Umzüge veranstalten, zu deplatziert wäre das in der stillen Karwoche gewesen. Aus diesem Grund findet Fronleichnam nach dem Osterfest statt. Papst Urban IV. setzte es 1264 als offizielles Kirchenfest ein. Doch schon zuvor gab es ein Fest zur Verehrung der Eucharistie: 1246 wurde auf eine Vision der heiligen Augustinernonne Juliana von Lüttich hin in Lüttich solch eine Feier begangen.

Mittwoch, 10. Juni 2009

St. Vith läd ein zur Vitus Oktav





In Verbindung mit dem Jubiläum der St. Vither Pfarrkirche möchten die Gläubigen auf ihr Christsein als Volk Gottes schauen mit der Aussage:




Wir sind das Kirchenvolk!


Der Benediktiner Pater Hieronymus aus dem Kloster St.Michael in Siegburg wird mit uns darüber nachdenken, was es heißt, ein "Volk " zu sein und worum wir "Kirche" heißen.

Andere Fragen, die aufgeworfen werden: wem gehört eigentlich die Kirche? Brauchen wir, um unsere Nächsten lieben zu können noch die Kirche, das geht doch besser Z.B. bei Caritas, beim Roten Kreuz, bei der Feuerwehr oder ... ? Hilft uns die Kirche bei der Gotteserfahrung, oder steht sie dieser im Wege? Warum hat die Kirche heute ein so schlechtes "Image"? darf man die Kirche, die Christen, die Priester kritisieren, sich über sie ärgern? Spricht die Kirche noch die Sprache der heutigen Menschen? Ist sie noch eine missionarische Kirche?

Diese und ähnliche Fragen werden bei den Predigten, Meditationen und abendlichen Diskussionen von Pater Hieronymus aufgeworfen, wir werden nach Antworten suchen und uns besser oder neu darauf besinnen, was wir sind: das Volk Gottes, die Kirche (Ez.14,11b). Möge die Vitusoktav 2009 unsere Freude an Gott und an unserem Glauben bestärken, neu entfachen oder auch neues Interesse wecken.


In jeder hl. Messe ist eine ausführliche Predigt, in jeder Andacht eine kurze Besinnung zum Tagesthema.
Nach jeder Feier wir der Segen mit der Reliquie des hl Vitus gespendet, zuerst allgemein, dann (auf Wunsch) auch einzeln.

Programm der Vitusoktav
Samstag, 13.6
18.00:hl Messe

Sonntag,14.6


Kirchweihe vor 50 Jahren durch Mgr W.M. van Zuylen
7.45 Klosterkapelle: hl Messe
9.00 Hl. Messe (mit Exodus) dann
Fronleichnamsprozession
„Immer noch nicht aus der Kirche ausgetreten- warum eigentlich nicht?!“
17.00 : Andacht


Montag,15.6
Festtag des hl Vitus, Pfarr- und Stadtpatron
10.00 : hl Messe (+Beichtgelegenheit)
„Ich wurde irgendwann einmal getauft, aber keiner hat mich gefragt“
14.30: Andacht
19.15: hl Messe

Dienstag, 16.6
10.00:hl Messe (+Beichtgelegenheit)
14.30: Andacht
19.15:hl Messe
„Früher war das alles Sünde, aber heute sieht man es doch anders“
20.15: Vortrag

Mittwoch, 17.6
7.00 -7.15: Morgengebet( für alle)
10.00:Hl Messe (+Beichtgelegenheit)
14.30: Messe mit Krankensalbung ( durch BRF2 direkt übertragen- auch in Krankenhaus, Seniorenheim, Psychiatrie)
19.15: Hl Messe
„Was bringt das denn überhaupt, wenn wir uns mit Öl salben lassen“
20.15: C. Siegers:
„In der Familie-Wie mit Gott groß werden?“
(Pfarrheim)

Donnerstag,18.6
10.00:hl Messe (+Beichtgelegenheit)
„Was haben Christen noch mit den Juden zu tun?“
14.30:Andacht
ab 19.00 STERNWANDERUNG
ab 20.30 hl Messe
( danach :Möglichkeit der NACHTANBETUNG bis 7.30)

Freitag, 19.6
Herz Jesu Fest
10.00: hl Messe (+ Beichtgelegenheit)
14.30: Andacht
17.15: hl. Messe (besonders für Kinder/Familien)
19.15: hl. Messe
„Braucht Gott ein gekreuzigtes, blutiges Menschenopfer, um uns endlich vergeben zu können?

Samstag, 20.6
10.00: hl Messe (+Beichtgelegenheit)
„Wenn doch Christen charmanter wären“
ab 16.00:BEICHTGELEGENHEIT
18.00: hl Messe (mit d. Sängerbund)

Sonntag, 21.6
7.45.:Klosterkapell: Hl. Messe
10.15: Hochamt (mit Madrigalchor)
„Wer an Gott glaubt muss dennoch sterben!“
17.00:SCHLUSSANDACHT:
„Wir sind gesandt im Glauben zu wachsen“
Unsere Bischöfe laden uns ein, auf das WACHSEN im GLAUBEN zu achten.. mit
dem Wort Gottes, mit der Kirchengemeinde...

Damit sind wir nie fertig, denn Wachstum lässt sich nicht aufhalten oder in Grenzen setzen. Viele Getaufte tun aber so, als wären sie genügend ausgerüstet im Glauben, um das ganze Leben und die Herausforderungen der sich wandelnden Zeit bestehen zu können. Das ist aber oft ein zu kurzes Verstehen des Glaubens.

Daher wollen wir uns in diesem Jahr des Jubiläums unserer Pforrkirche den Glauben als Kirchen bildendes Element sehen und auch die Hilfe erkennen, die uns "KIRCHE" für unser Glaubensleben sein möchte und sein kann.

Montag, 8. Juni 2009

Ehrenamtliche gesucht!

Das ÖSHZ Burg-Reuland plant gemeinsam mit dem ÖSHZ St. Vith und der Stundenblume eine Verbesserung der Mobilitätssituation von Senioren und möchte in Kürze einen Fahrdienst anbieten. Es werden ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer gesucht, die gegen Unkostenentschädigung bei der Durchführung dieses Angebotes mitarbeiten möchten.


Interessierte können sich gerne melden unter:
Stundenblume: 080/341 005

ÖSHZ St. Vith: 080/282 030
oder oshz.sanktvith@publilink.be

ÖSHZ Burg-Reuland: 080/329 007
oder anne.donis@publilink.be

Sonntag, 7. Juni 2009

Wort Gottes für den Tag - Montag, 08. Juni 2009

Als Jesus einmal im Tempel dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt. (Mk 12,41-44)

Im Sport, aber auch bei anderen Gelegenheiten, betonen wir oft, dass wir bereit sind, alles zu geben. Wie schön wäre es doch, wenn dies auch im Glauben und im Leben sichtbar würde.

Im Evangelium hören wir, wie Jesus die Menschen beobachtet, die ihre Opfergabe im Tempel abgeben. Zuvor belehrt Jesus seine Zuhörer darüber, dass sie sich nicht an den Schriftgelehrten ein Beispiel nehmen sollen. Er weiß um ihre zweifelhafte Glaubwürdigkeit.

Jesus will uns sagen: Theorie und Praxis klaffen oft auseinander und sind nur schwer vereinbar. Mit dem Verweis auf die arme Witwe, die alles gibt, was sie hat, zeigt Jesus uns, dass der Glaube ernst genommen werden muss. Die Frau begibt sich auf den Weg des Glaubens, in dem sie sich
Gott mit ihrem ganzen Leben anvertraut. Indem sie das letzte gibt, was sie hat, begibt sie sich ganz in die Hände Gottes. Sie legt ihr Leben in die Hände Gottes.

Da bleibt die Frage an dich und mich: Könnten wir das auch?