Samstag, 18. Juli 2009

Wort Gottes für den Tag - Sonntag, 19. Juli 2009

Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. (Mk 6,30-32)
Dem heutigen Abschnitt des Evangeliums geht die Aussendung der 12 Jünger voraus, die wir am vergangenen Sonntag hörten. Wir wurden Zeuge, wie sie mit der Vollmacht Jesu gesandt wurden, die unreinen Geister auszutreiben. Er gab ihnen die Macht, Menschen von ihren Sünden zu heilen und von Dämonen zu befreien. Und bewusst sollten sie dazu nichts mitnehmen außer einem Wanderstab, um zu zeigen: Was sie tun, ist Gabe Gottes; sie handeln nicht in eigener Kraft, sondern im Auftrag Jesu.
Nach ihrer Wanderung kehren die Apostel nun zurück - und sie berichten, was sie gelehrt und getan haben. Jesus sagt zu ihnen: "Kommt mit an einen einsamen Ort und ruht ein wenig aus." Dazu eine kleine Legende:

Der Apostel Johannes spielte gerne mit einem zahmen Rebhuhn. Ein Jäger, der ihn besuchte, konnte nicht verstehen, dass ein Mann seiner Qualität dafür Zeit vergeude. "Warum vertust du deine Zeit durch nutzlose Spielereien mit einem Tier?" fragte er den Apostel. Johannes war darüber verwundert: "Warum ist dein Bogen in der Hand nicht gespannt?" - "Weil er seine Spannkraft verlieren würde, wenn er immer gespannt wäre. Wenn ich dann einen Pfeil abschießen möchte, hätte er keine Kraft mehr", war die Antwort. Und die Schlussfolgerung des Apostels: "Siehst du, so geht es mir auch. Wenn ich mich nicht von Zeit zu Zeit entspanne und einfach spiele, habe ich keine Kraft mehr, das zu tun, was notwendig ist und den ganzen Einsatz meiner Kräfte fordert."

Als Mensch brauche ich diese Momente der Ruhe. Ich brauche "Oasen", wo ich ausruhen kann, um zu mir selber kommen zu können. Bei aller Notwendigkeit, uns anzustrengen im Beruf, in Beziehungen, auch im Glauben: Wir können nicht immer angespannt sein, dann würden wir unsere Spannkraft verlieren. Wir brauchen den Rhythmus von Arbeit und Entspannung, von Einsatz und Ruhe; nur so können wir die nötige innere Kraft sammeln, um unsere Aufgaben wahrzunehmen - auch Jesus und seinen engsten Freunden ging es so.
Ruht ein wenig aus! Das sagt Jesus auch zu jedem von uns hier. Werde still, denk in Ruhe nach über Dinge, die dich schon lange beschäftigen, die dir auf dem Herzen liegen. Nimm dir Zeit dafür. Nimm dir Zeit für deine Familie und deine Freunde. Pflegt das gemeinsame Essen, das miteinander sprechen über Dinge, über die lange Zeit nicht gesprochen wurde, weil keine Zeit dafür da war. Ordne deine Gedanken, löse dich von Unwichtigen Dingen, die dich nur unnütz belasten.

Ruhe ein wenig aus! Und öffne deine Augen und dein Herz für die kleinen Dinge um dich
herum, für eine schöne Blume, für den Gesang der Vögel, für einen Sonnenaufgang oder einen Sonnenuntergang, für Menschen, die Herzlichkeit verschenken! Freu dich einfach nur da zu sein! Jesus selbst schenkt dir Ruhe und Frieden.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Atem holen - Urlaub im Kloster

Die Menschen von heute verreisen gerne. Sie fliegen im Flugzeug in die ganze Welt, sie erkunden mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß die Schätze im eigenen und fernen Land.

Eine weitere Möglichkeit, seinen Urlaub zu verbringen, liegt für viele Menschen nicht so ohne weiteres auf der Hand. Gemeint ist ein Urlaub im Kloster. Vor allem in Österreich, aber auch in Deutschland und in der Schweiz gibt es dafür vielfältige Angebote für die unterschiedlichsten Interessen und Gruppen: für Familien und Alleinstehende, für Männer und Frauen, für Junge und Ältere, für die, die nur wenig Zeit haben, und für die, die mehr Zeit investieren wollen, für Gesundheitsbewußte und Kulturinteressierte, für Ruhesuchende und Menschen, die sich auf sich selbst besinnen wollen. Die klösterliche Gastfreundschaft hat für viele Menschen etwas zu bieten.


Buchtipp

Klöster haben Konjunktur. Vor einigen Jahren entdeckte zunächst eine Minderheit das zeitweilige Leben in der Klausur. Nur wenige Konvente waren damals darauf vorbereitet. Aber die Menschen haben Lust bekommen aufs Klosterleben, vor allem seit sich herumgesprochen hat, dass nicht nur Frömmler sich für einige Tage zu geistlichen Übungen hinter den Schutz der Klostermauern zurückziehen. Zur Klientel zählen genauso gehetzte Manager, Familien mit Drang zur Stille, Studenten mit Prüfungsangst oder Rock-Sänger wie Campino, der im Kloster die Texte für das Tote-Hosen-Album „Opium fürs Volk“ komponierte.

Hanspeter Oschwald, der schon bei der dpa, der Welt und dem Focus beschäftigt war, schreibt mit „Zeit für Klöster“ bereits sein zweites Buch über diesen "neuen" Reisetypus "Urlaub im Kloster", ist also einer der sachkundigsten Autoren auf diesem Gebiet. Ihm zur Seite steht Mirko Milovanovic, der die Innenräume, Gartenanlagen und Außenfassaden der Klöster fotografierte.

Wer sich definitiv für einen Urlaub im Kloster entschließt, findet jede Menge brauchbarer Infos am Ende der jeweiligen Kapitel: Anreisebeschreibungen, Reservierungshinweise und Anmerkungen zum Gottesdienst.

Hanspeter Oschwald, Mirko Milovanovic: Zeit für Klöster. Orte der Ruhe und Besinnung. 224 Seiten, Verlag: Bucher, 2003, ISBN 3765813265, 29,90 Euro.


Informationen über klösterliche Angebote: Die Broschüre Atem holen


Die Broschüre ATEM HOLEN - herausgegeben von www.orden.de - macht mit einer Auswahl von klösterlichen Niederlassungen zahlreicher Männerorden und Frauenorden in Deutschland bekannt. ATEM HOLEN ist eine überarbeitete Neuauflage der viele Jahre lang verbreiteten Broschüre KLOSTER AUF ZEIT.

Aufgeführt sind Angebote für Frauen und Männer, für Familien und auch für Gruppen. Sie können wählen, ob sie in einer Gemeinschaft mitarbeiten möchten und ob sie während des Aufenthaltes im Kloster eine persönliche (geistliche) Begleitung wünschen. Auch nach behindertengerechten Unterkünften kann man in der Broschüre suchen.

Die meisten Klöster nehmen während des ganzen Jahres Gäste nach Vereinbarung auf. Sie können für einzelne Tage, ein verlängertes Wochenende oder eine ganze Woche kommen. Nach Vereinbarung kann man in vielen Gemeinschaften auch länger bleiben. Bewährt hat sich für den ersten Aufenthalt etwa eine Woche. Wann und wie lange man in einem Kloster zu Gast sein möchte und welche Kosten dabei entstehen, klärt und vereinbart man rechtzeitig vorher mit dem Haus seiner Wahl. Die Möglichkeiten zum Gespräch oder zur intensiven persönlichen Begleitung sind in den einzelnen Häusern unterschiedlich. Was man wünscht und was vor Ort möglich ist, sollte man bei einer Anfrage ebenfalls vorher klären.

Gegen Voreinsendung von 1,80 Euro in Briefmarken kann man die Broschüre unter folgender Adresse schriftlich bestellen:

Haus der Orden
Postfach 16 01
53006 Bonn








Einen Überblick über die Angebote der Klöster finden Sie im Internet unter folgenden Adressen:

für Deutschland unter http://www.orden.de
für Österreich unter http://www.kloesterreich.at
für die Schweiz unter http://www.kath.ch/orden/

Dienstag, 14. Juli 2009

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch, 15. Juli 2009

"O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege! Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Wer hat ihm etwas gegeben, sodass Gott ihm etwas zurückgeben müsste? Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen." (Röm 11,33-36)
Wie unerforschlich sind Gottes Wege
Religionskritiker haben oft gemeint und meinen es noch immer, der christliche Gott sei das Produkt menschlicher Wünsche und Phantasien. Aber wie oft berichtet uns nicht die Bibel, dass
Gottes Pläne anders sind als die Wünsche der Menschen!
Von Paulus werden wir ein Stück weiter geführt. Weg vom Vordergründigen hin zu dem, was dahinter liegt. Er wird fähig, auch hinter dem Leid vieler noch einmal Gottes geheimnisvolle Heilsabsicht zu erkennen und zu preisen. Er ist überwältigt von Gottes Vorsehung. Er kann nur mehr in das Preislied einstimmen: "Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen ".
Was will das für uns konkret heissen? Ganz einfach! Wir kennen das Sprichwort: "Der Mensch denkt und Gott lenkt", oder "Gott schreibt gerade auch auf krummen Zeilen".
Fragen wir uns: Welche leidvollen Erfahrungen haben mich "geläutert"? Oder gibt es zerschlagene vordergründige Wünsche, die mich für Größeres frei gemacht haben, so dass ich jetzt sagen kann.- Es ist gut, dass meine Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, sondern dass es so gekommen ist.

Kenne ich Beispiele aus meinem Leben oder aus meiner Umgebung?

Sonntag, 12. Juli 2009

Reger Zuspruch beim Karmelfest in Bütgenbach / Domäne

Das Haus, das an der viel befahrenen Regionalstraße zwischen Bütgenbach und Büllingen liegt, erwies sich auch in diesem Jahr als ein echter Anziehungspunkt für über 800 Christen aus der Eifel und darüber hinaus, die einerseits ihren Glauben nähren wollten und andererseits die Verbundenheit mit dem Kloster der Franziskanerinnen ausdrückten.



Die ehemalige preußische Domäne, die die Franziskanerinnen vor 20 Jahren von den Karmelitinnen übernahmen, ist seit vielen Jahrzehnten eine Anlaufstelle für viele Menschen, die ihre Sorgen dem „offenen Ohr“ und Gebet der Ordensfrauen anvertrauen, und ein „geistlichen Zentrum“ in der ostbelgischen Kirchenlandschaft.

Das „Karmelfest“, das sich über drei Tage hinzog, und in diesem Jahr von Pfarrer Albert Brodel geleitet wurde, stand unter dem Leitwort „Maria bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen und dachte darüber nach“.



Wo der Papst Urlaub macht


Auch der Papst braucht eine Auszeit. Bereits zum dritten mal verbringt der Papst seinen Urlaub im Aosta Tal. Papst Benedikt XVI. liebt das Aostatal, diese unglaublich malerische, kleinste Region Italiens. Das Bild zeigt ihn nach seiner Ankunft im Jahr 2005 im Garten der Residenz Les Combes, wo er untergebracht ist.








In diesem Ferienhauses in Les Combes ist der Papst untergebracht.





Das Aostatal, eine autonome Region Italiens, mit einer Ausdehnung von 3.262 qkm, liegt im Nord-Westen Italiens. Der niedrigste Punkt liegt mit 340 m in Pont Saint Martin; der höchste Punkt mit 4.810 m auf dem Mont Blanc.

Das Aostatal beherbergt die höchsten Berge der Alpen. Neben den 20 Gipfeln, die höher als 4.000 m sind, ragen insbesondere der Mont Blanc (4.810 m) der Monte Rosa (Dufour Spitze 4.634 m), das Matterhorn (4.478 m) und schließlich der Gran Paradiso mit 4.061 m hervor.




Direkt am Eingang des Aostatals liegt die kleine Gemeinde Pont-Saint-Martin mit der gleichnamigen Brücke.








Eines der entzückendsten Ausflugsziele im Aostatal ist Bard: Eine kleine Gemeinde mit knapp 150 Einwohnern am Fluss Dora Baltea.










Und noch eine Spezialität, für die die Region berühmt ist: der Käse Fontina








Mit 4808 Metern der höchste Berg der Alpen: der Montblanc. Hier, im Juli 2005, unterhält er sich mit den Touristen.




Bis zum 29. Juli bleibt Benedikt XVI. im wunderschönen Aostatal. Nach dem Alpenurlaub begibt er sich nach Castelgandolfo in die Albaner Berge bei Rom. Dort wird er wie gewohnt die übrigen heißen Sommermonate verbringen. Während der Ferien finden keine Generalaudienzen statt. In der gesamten Sommerperiode sind laut Vatikan auch Privat- und Sonderaudienzen ausgesetzt. (Quelle: Glaubenslust.de)