Samstag, 8. August 2009

Dekanatspilgerfahrt

Wort Gottes für den Tag - Sonntag 09. August 2009

Jesus sprach: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. (Joh 6,51)

Manche Evangelien haben wir schon oft gehört - und doch bleiben sie rätselhaft. So geht es mir mit dem heutigen Text. „Ich bin das Brot des Lebens“. Trotz aller Erklärungsversuche: Es bleibt viel Geheimnisvolles in den Worten Jesu. Mir hilft es dann manchmal, auf die Lesung aus dem Alten Testament zu hören: „Steh auf, iss und trink“, sagt der Engel zu dem müden, resignierten Propheten Elija. „Sonst ist der Weg zu weit für dich.“

Elia ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. Er sagte: Nun ist es genug, Herr. Nimm mein Leben; denn ich bin nicht besser als meine Väter. Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein. Doch ein Engel rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Als er um sich blickte, sah er neben seinem Kopf Brot, das in glühender Asche gebacken war, und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder hin. Doch der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal, rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich. Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt, vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb.

Das kenne ich gut: Hungrig und durstig zu sein, das macht schlapp und missmutig. Da wird jeder Schritt zur Qual, jedes Ziel scheint unerreichbar. Das Leben, das Unterwegs-Sein macht keine Freude mehr. Der Weg ist zu weit, ohne sich stärken zu lassen. Das Ziel ist unerreichbar, wenn man sich abkapselt von den anderen. Das gilt auch - nein ganz besonders! - für den Weg mit Jesus, für das Unterwegs-Sein zu dem Ziel, zu dem er uns führen will.

Wenn er uns nicht stärkt im gemeinsamen Essen und Trinken, im Gottesdienst-Feiern mit den anderen Wandergefährten, dann wird jedes kleine Hindernis zur unüberwindlichen Mauer, an jeder Kreuzung verlieren wir die Orientierung. „Steh auf und iss“, sagt der Engel und er sagt es nicht nur einmal. Nur so schafft es Elija bis zum Gottesberg. Nur so erreichen auch wir unser Ziel: Die himmlische Stadt. (Christina Bramkamp)

Donnerstag, 6. August 2009

Geh auf Gottes Wegen - Wort für den Tag 07. August 2009

Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir außer dem einen: dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf allen seinen Wegen gehst, ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dienst; dass du ihn fürchtest, indem du auf die Gebote des Herrn und seine Gesetze achtest, auf die ich dich heute verpflichte. Dann wird es dir gut gehen. (Dtn 10,12-13)

Viele Forderungen stellt das Leben an uns. Es beginnt schon in der Schule: Lernen, Hausaufgaben, Prüfungen. Später dann: Leistung erbringen in Lehre und Beruf, sein Bestes geben. Oder der Haushalt: Putzen, Kochen, Waschen. Oder die Kinder: alle Termine im Kopf behalten, ihnen beistehen, sich um sie kümmern. Oder der Staat: Steuern, Sozialabgaben, Behördengänge. So viel ist notwendig, so viel ist zu tun.

Die vielen Anforderungen engen uns ein, hindern uns oft an der eigenen Entfaltung, werden nicht als Herausforderung, sondern als Belastung empfunden.

Auch Religion wird für viele als Belastung und Einengung empfunden: am Sonntag in die Kirche gehen, Spendenaufrufe, mahnende Worte von Papst, Bischof und Pfarrer, und viele Gebote und Verbote, nach denen man sich richten muss.

Geh auf Gottes Wegen! Das ist keine zusätzliche Forderung, das ist eine Aufforderung, eine Einladung zum Glücklich-Sein. Wenn wir der Liebe mehr Raum geben als der Selbstsucht, wenn wir dankbar und zufrieden unser Leben annehmen, weil uns jeden Tag so viel Gutes und Schönes begegnet, wenn wir vertrauensvoll unsere Sorgen und alles Schwere, das wir nicht ändern können, in die Hand Gottes legen, und wenn wir versuchen, unser Leben nach seinen Geboten auszurichten – dann wird unser Leben gelingen. „Geh auf Gottes Wegen!“

Mittwoch, 5. August 2009

Hundstage bescheren uns herrliches Sommerwetter

"Hundstage" ist die Bezeichnung für eine Schönwetterperiode vom 23. Juli bis 24. August, die nach dem Hundsstern Sirius ("Großer Hund"), der Anfang August mit der Sonne auf- und untergeht, benannt wurde. Während der Hundstage, die bei uns oft schon um Mitte August enden, befindet sich Mitteleuropa überwiegend auf der Südseite, auf der so genannten warmen Seite, der Wetter bestimmenden Höhenwestwindströmung und liegt damit indirekt oder direkt unter dem subtropischen Hochdruckgürtel.

Die mit südlichen und östlichen Bodenströmungen herangeführten Warmluftmassen bilden über Mitteleuropa wiederholt meist schwache, dafür aber warme und andauernde Hochdruckgebilde aus. Unter diesen Hochs und Hochdruckbrücken gibt es viel Sonne, allgemein keinen Regen und es bleibt auch relativ Windschwach. Genießen wir diese schöne Zeit!



Dienstag, 4. August 2009

Ich will mein Elend nicht mehr ansehen

Die Israeliten begannen wieder zu weinen und sagten: Wenn uns doch jemand Fleisch zu essen gäbe! Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst zu essen bekamen, an die Gurken und Melonen, an den Lauch, an die Zwiebeln und an den Knoblauch. Doch jetzt vertrocknet uns die Kehle, nichts bekommen wir zu sehen als immer nur Manna.

Mose hörte die Leute weinen, eine Sippe wie die andere; jeder weinte am Eingang seines Zeltes. Da entbrannte der Zorn des Herrn; Mose aber war verstimmt und sagte zum Herrn: Warum hast du deinen Knecht so schlecht behandelt und warum habe ich nicht deine Gnade gefunden, dass du mir die Last mit diesem ganzen Volk auferlegst? Habe denn ich dieses ganze Volk in meinem Schoß getragen oder habe ich es geboren, dass du zu mir sagen kannst: Nimm es an deine Brust, wie der Wärter den Säugling, und trag es in das Land, das ich seinen Vätern mit einem Eid zugesichert habe? Woher soll ich für dieses ganze Volk Fleisch nehmen? Sie weinen vor mir und sagen zu mir: Gib uns Fleisch zu essen! Ich kann dieses ganze Volk nicht allein tragen, es ist mir zu schwer. Wenn du mich so behandelst, dann bring mich lieber gleich um, wenn ich überhaupt deine Gnade gefunden habe. Ich will mein Elend nicht mehr ansehen. (Num 11,4-15)


Was mutet Gott manchen Menschen zu? Das frage ich mich als Seelsorger manchmal, wenn Menschen mir im Gespräch ihr Leid klagen. Mose und dem Volk Israel geht es nicht anders. Sie empfinden ihr Leben, ihren Weg ins gelobte Land als Zumutung und sehnen vergangene Zeiten herbei. Sie klagen, murren und begehren auf.

Mose wird zum Sprachrohr der Unzufriedenen. Er wendet sich an den Herrn und klagt ihm das Leid der Israeliten und seine eigene Last. Er fühlt sich von Gott im Stich gelassen.

Ähnlich empfinden heute Menschen manchmal ihre Situation. In ihrem Leiden vermissen sie die Fürsorge und Nähe Gottes. Manche verwehren sich aus Furcht vor Gott die offene Klage, andere schreien laut auf, fragen Gott nach dem Warum und kommen sogar ins Zweifeln.

Mose und auch Jesus zeigen uns: Wir dürfen in Situationen des Leidens uns an Gott wenden, wir dürfen hadern, klagen und fragen. Das Fragen und Zweifeln gehört zum Glauben dazu. Erst wenn wir ganz verstummen, haben wir uns und Gott aufgegeben.





Montag, 3. August 2009

Bittprozessionen nach Neundorf, am 09. und 15. August

... Maria zu dir kommen wir,
deine Fürbitt‘ erflehen wir.Bild hinzufügen

Mit dieser Bitte ziehen am kommenden Sonntag wieder die Pilger aus Maspelt nach Neundorf. Niemand weiss genau, wann zum ersten mal eine Pilgerprozession von Maspelt nach Neundorf gezogen ist. Möglich ist, dass das Verschont-Werden vor der Pest, oder eines ähnlichen Unheils, die Menschen veranlasst hat, nach Neundorf zu pilgern, um der Mutter Gottes zu danken und ihr weiteres Leben unter ihren Schutz zu stellen.

Wenn wir am kommenden Sonntag (9. August) nach Neundorf pilgern, dann wollen wir der Gottesmutter unsere vielfältigen Bitten und unseren Dank vortragen. Wir starten an der Kirche in Maspelt um 13,00 Uhr. Die Prozession schließt mit einer Andacht in der Kirche von Neundorf, um 15,30 Uhr. Jeder ist herzlich eingeladen, sich unserer Pilgergruppe (auch gerne unterwegs) anzuschließen.

Auch die Pfarre Aldringen pilgert nach Neundorf. Allerdings erst am 15. August, Fest Mariä Himmelfahrt. Abgang in Aldringen um 12,30 Uhr, in Maldingen gegen 12,50 Uhr und in Braunlauf gegen 13,20 Uhr. Die Andacht in Neundorf ist um 14,30 Uhr. Anschließend Kaffeepause. Um 16,00 Uhr geht die Prozession wieder Richtung Heimat.

Herzliche Einladung!

Die Gottesdienstzeiten für den Monat August finden Sie HIER

Beachten Sie bitte die vielen Gottesdienste an Mariä Himmelfahrt

Sonntag, 2. August 2009

Papst Benedikt XVI seit vergangener Woche in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo

Am 29. Juli ist Benedikt XVI. nach seinem Urlaub im Aostatal in Castel Gandolfo eingetroffen. Guter Dinge (trotz eines Unfalles, bei dem er sich das Handgelenk brach) hatte er zuvor Abschied in Südtirol genommen mit den Worten: "Leider hat mein Schutzengel meinen Unfall nicht verhindert, aber sicher auf höhere Anweisung. Vielleicht wollte der Herr mir mehr Geduld und Demut beibringen und mir mehr Zeit für Gebet und Meditation geben."

Nun beginnt für den Papst der Sommer in Castel Gandolfo. Wie in den "Himmel über Rom" fährt man, wenn man sich Castel Gandolfo nähert, dem Ort in den Albaner Bergen, 24 Kilometer südöstlich von der italienischen Hauptstadt. Seit 1626 nutzen die Päpste mit Unterbrechungen das dortige Gelände der früheren Domitianvilla als Sommerresidenz.

Die Geschichte reicht aber freilich viel weiter zurück: Von etwa 1100 bis 600 v Chr. soll an der Stelle des Ortes die antike Stadt Alba Longa gestanden haben. Um 312 v Chr. entstand der Vorgängerbau des heutigen päpstlichen Palastes: die Villa des Kaisers Domitian, die nach dessen Tod geplündert und zerstört wurde. Ruinen davon stehen noch heute auf dem Gelände."Hier fühle ich mich wie neugeboren und gehe gern dort spazieren, wo mein Blick entzückt über die ausgedehnten Felder schweifen kann. Hier bekommt der Körper neue Kräfte und das Alter liegt weit entfernt, sagte Papst Urban VIII. (1623-1644) einmal über Castel Gandolfo. Ähnlich scheint es Papst Benedikt XVI. zu empfinden: Bereits zum 16. Mal in seinem bislang vierjährigen Pontifikat hält er sich in der Residenz in Castel Gandolfo auf.

Es sind, in der Tat, nicht die herrlichen Paläste, sondern es ist die Gemütsruhe, die die Menschen hier glücklich macht. So sind die Gärten rund um den Palast von überwältigender Schönheit und Gepflegtheit. Die Hecken so geschnitten, daß sie dem römischen Aquädukt gleichen. In der Ferne glitzert das Meer.

Drei Villen, mehrere Gärten sowie ein Gutshof mit einer kleinen Landwirtschaft gehören insgesamt zum Komplex. Anders als die vatikanischen Gärten, können jene in Castel Gandolfo nicht besichtigt werden.


Die Ruhe und Zurückgezogenheit Castel Gandolfos im Vergleich zum Vatikan nutzt Benedikt XVI. für zahlreiche Privataudienzen, die jeweils ca. rund eine halbe Stunde dauern. Nur von einem Teil der Audienzen erfährt die Öffentlichkeit, etwa wenn es sich um illustre Persönlichkeiten handelt wie hier Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ansonsten widmet sich der Papst in seiner Sommerresidenz sehr intensiv seinem geistigen Schaffen, dem Vernehmen nach insbesondere dem zweiten Band seines Jesus-Buches. Geplant ist zudem ein Besuch seines Bruders Georg Ratzingers. Voraussichtlich im September kehrt Benedikt XVI. dann wieder nach Rom zurück.