Samstag, 26. September 2009

Lebensweisheiten

Barmherzugkeit will ich ...

Eines Tages kommt Bischof Ammonas in ein Dorf, in dem die Leute schwer aufgebracht sind, weil der Mönch, der am Berg wohnt, eine Frau zu sich hereinläßt. Dieser Mönch hat schon lange einen schlechten Ruf. Die Leute bestürmen den Bischof: »jetzt bist du da, jetzt musst du der Sache ein Ende bereiten. Das ist ja ungeheuerlich, was sich auf dem Berg da oben abspielt.«

Also stapft der Alte den Berg hinauf, die gesamte Dorfbevölkerung hinter ihm her. Als der Mönch die Leute kommen sieht, packt ihn die Panik, und er steckt die Frau kurzerhand in ein Faß.

Ammonas ist als erster oben, und als er in die Hütte kommt, durchschaut er die Situation blitzschnell. Er setzt sich sofort auf das Faß, winkt die Leute herein und sagt: »jetzt durchsucht die Hütte, sucht die Frau! «

Als sie sie nicht finden, sagt er: »So, jetzt kniet nieder und bittet Gott um Verzeihung, daß ihr dem Bruder so übel nachgeredet habt.«

Als sie weg sind, geht er zu dem Mönch, nimmt ihn bei der Hand und sagt: »Bruder, gib auf dich acht!«



Sich ein wenig verkleiden
(Wahrheit und Märchen)

Die Wahrheit ging durch die Straßen, ganz nackt, wie am Tag ihrer Geburt. Kein Mensch wollte sie in sein Haus einlassen. jeder, der sie traf, flüchtete voller Angst vor ihr.

Eines Tages ging die Wahrheit wieder in Gedanken versunken durch die Straße. Sie war sehr betrübt und verbittert. Da begegnete sie dem Märchen. Das Märchen war geschmückt mit herrlichen, prächtigen und vielfarbigen Kleidern, die jedes Auge und jedes Herz entzückten.

Da fragte das Märchen die Wahrheit: »Sage mir, geehrte Freundin, warum bist du so bedrückt und drehst dich auf den Straßen so betrübt herum?« Da antwortete ihm die Wahrheit: »Es geht mir sehr schlecht. Ich bin alt und betagt, und kein Mensch will mich kennen. «

Hierauf erwiderte ihr das Märchen: »Nicht, weil du alt bist, lieben dich die Menschen nicht. Auch ich bin sehr alt, und je älter ich werde, desto mehr lieben mich die Menschen. Siehe, ich will dir das Geheimnis der Menschen enthüllen: Sie lieben es, daß jeder geschmückt ist und sich ein wenig verkleidet. Ich will dir solche Kleider borgen, mit denen ich angezogen bin, und du wirst sehen, dass die Leute auch dich lieben werden. «

Die Wahrheit befolgte diesen Rat und schmückte sich mit den Kleidern des Märchens. Seit damals gehen Wahrheit und Märchen zusammen, und beide sind bei den Menschen beliebt.

Freitag, 25. September 2009

Juble Tochter Zion



Dass ich diesem Menschen begegnet bin, den ich liebe und der mit mir lebt, dass ich Kinder habe, Enkel, Freunde, gute Nachbarn ... alles, alles Gründe zum Danken! Alles Gnade!

Das Erkennen, von daher zu leben, zu loben und zu danken das wäre die Freude in unserem Herzen. Da würde sie wachsen, Früchte tragen, unser ganzes Leben durchziehen und verwandeln.

Wofür möchte ich heute danken?