Samstag, 17. Oktober 2009

Kurzgeschichten

Was ist das Leben?

An einem schönen Sommertag war um die Mittagszeit tiefe Stille im Wald eingetreten. Die Vögel steckten ihre Köpfe unter die Flügel, und alles ruhte. Da steckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte: »Was ist das Leben?«

Alle waren betroffen über diese schwere Frage. Eine Rose entfaltete gerade ihre Knospe und schob behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie sprach: »Das Leben ist eine Entwicklung.« Weniger tief veranlagt war der Schmetterling. Lustig flog er von einer Blume zur anderen, naschte da und dort und sagte: »Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.« Drunten am Boden schleppte eine Ameise sich mit einem Strohhalm ab, zehn mal länger als sie selbst, und sagte: »Das Leben ist nichts als Mühe und Arbeit ... «

Es hätte nun einen großen Streit gegeben, wenn nicht ein feiner Regen eingesetzt hätte, der sagte- »Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen ... «

Hoch über ihnen zog ein Adler majestätisch seine Kreise, der frohlockte: »Das Leben ist ein Streben nach oben. « Dann kam die Nacht. Nach einer Welle ging ein Mann durch die leeren Straßen nach Hause. Er kam von einer Lustbarkeit und sagte vor sich hin: »Das Leben ist ein ständiges Suchen nach Glück und eine Kette von Enttäuschungen.«

Nach der langen Nacht kam endlich die Morgenröte und sagte: »Wie ich, die Morgenröte, der Beginn des kommenden Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit. «


Auf die richtigen Worte kommt es an!

Bei strahlendem Malwetter kommen zwei Werbeleute an einem Blinden vorbei, der in der Fußgängerzone sitzt und um ein Almosen bittet. Er trägt ein Schild um den Hals mit der Aufschrift: "Von Geburt an blind".

Nur wenige Passanten beachten ihn; sein Hut ist leer.»Er hat die falsche Methode«, bemerkt einer der Werbeleute. »Wetten, dass ich es schaffe, ihm mit einem anderen Text den Hut zu füllen?« Er dreht das Schild des Blinden um und schreibt etwas darauf. Aus der Ferne beobachten die beiden, wie sich nach einer gewissen Zeit der Hut füllt.

Da geht der andere der beiden Werber zu dem Blinden und liest: "Es ist Frühling. Ihr seht ihn. Ich nicht." (c) Willi Hofsümmer, Kurzgeschichten 5

Freitag, 16. Oktober 2009

Bete und denke positiv




Die 4 Evangelisten: Verfasser der "Guten Nachricht"


Das griechische Wort Evangelion, bedeutet soviel wie Gute Nachricht oder Frohe Botschaft. In der Frühzeit des Christentums wurden alle als Evangelisten bezeichnet, die die frohe Botschaft verkündeten. Die frühe Kirche wählte aus einer ganzen Reihe von Evangelien vier aus, die sie als maßgeblich oder kanonisch bezeichnete. Es waren die bekannten Evangelien des Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Die ersten drei Evangelisten haben neben eigenen Teilen auch viele Abschnitte, die teilweise identisch sind. Sie haben also voneinander abgeschrieben. Das älteste Evangelium des Neuen Testaments ist das Markus-Evangelium, welches Matthäus und Lukas dann später als Quelle verwandten. Matthäus und Lukas benutzten auch noch eine zweite, heute unbekannte Quelle, die aber von der Bibelwissenschaft als Logien-Quelle oder Quelle Q benannt und sogar rekonstruiert wurde. Das Evangelium des Johannes nimmt eine Sonderstellung ein.

Im Neuen Testament tauchen die Evangelisten in der Reihenfolge Matthäus, Markus, Lukas und Johannes auf. Ihnen zugeordnet sind die geflügelten Wesen (in gleicher Reihenfolge): Mensch (Engel), Löwe, Stier und Adler. Die vier geflügelten Wesen leiten sich aus der Offenbarung des Johannes ab, welche wiederum auf eine Vision des Propheten Ezechiel (1,4-28) Bezug nimmt. Ezechiel sah menschliche Wesen mit Stierfüßen, vier Flügeln und vier Gesichtern. Sie hatten ein Menschengesicht, ein Löwengesicht, ein Stiergesicht und ein Adlergesicht.

Am Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhundert wurde das viergestaltige Wesen von dem Bischof Irenäus von Lyon als Symbol für die Evangelien und die Evangelisten gedeutet. Dabei steht der Löwe für das Tatkräftige und Königliche, der Stier oder das Stierkalb für das Opfer, der Mensch für die Menschwerdung, der Adler für den Geist.

Ab 400 ordneten dann Hieronymus und Gregor der Große die Symbole den Evangelisten zu.




Matthäus bekam den Menschen, weil sein Evangelium mit dem Stammbaum des Mensch gewordenen Sohn Gottes anfängt.




















Markus erhielt den Löwen, da dessen Evangelium eingeführt wird von Johannes dem Täufer, des Rufers in der Wüste.
















Lukas wurde der Stier zugeordnet , da er mit dem Opfer des Zacharias, des Vaters des Johannes, beginnt.















Zu guter Letzt ging der Adler zu Johannes, da sein Evangelium das Vergeistigteste ist und sich vor allem mit dem Wesen des Christus als dem wahren Licht der Göttlichkeit des Wortes Gottes beschäftigt.










Das Matthäusevangelium:
Das erste, aber nicht das älteste ...


Mit dem Evangelium des Matthäus beginnt das Neue Testament und das Evangelium beginnt mit einer recht langen Auflistung des Stammbaumes Christi. Das Matthäus- Evangelium ist nicht nur das erste, sondern auch das längste Evangelium. Da es aber das Markus- Evangelium als Quelle benutzt, kann es nicht auch noch das älteste sein.

Matthäus hatte bei der Niederschrift wohl vor allem die Absicht, mittels der Texte des Alten Testament zu beweisen, dass Jesus wirklich der Messias war.

Bedeutsam sind im Evangelium auch die sechs große Reden Christi, von denen die Bergpredigt sicher die Bekannteste ist. Am Ende des Matthäus-Evangeliums taucht dann noch die für die Kirche bedeutsame Episode auf, in der Jesus Petrus als den Felsen bezeichnet, auf dem er seine Kirche bauen will. Daraus leitet sich auch der Auftrag zur Mission ab. Petrus sollte später der erste Papst in Rom werden.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Buchausstelung und Exerzitien im Alltag

Neues Konzept auf der Ausstellung religiöser Bücher!

Am 25. + 26. Oktober steht das religiöse Buch wiederum im Mittelpunkt der südlichen Eifel. Das Pfarrheim in Sankt Vith bietet auf seinen 3 Etagen einen idealen Standort, um in Ruhe sich die Vielfalt der religiösen Literatur anzuschauen. Diese Bücher können auf der Ausstellung bestellt werden. Am 21.+23. November können diese Bücher am gleichen Ort auch abgeholt werden.

Ein neues Konzept wurde erarbeitet, so dass nur mehr Bücher und andere Materialien auf der Ausstellung zu sehen sind, die in genügendem Vorrat und im zeitlichen Rahmen bestellbar sind. Der Erlös dieser Ausstellung kommt dem Projekt der Bananenfarmer in Kanyakumari in Indien zugute, dass im Augenblick auch die Ministranten unterstützen.


Öffnungszeiten
(St. Vith):


Sonntag, 25.10.: von 13.00-18.00 Uhr
Montag, 26.10.: von 10.00-17.30 Uhr
Im Pfarrheim Sankt Vith, Bleichstrasse 6-8
(Aufzug ist vorhanden)

Kaffee und Kuchen werden Ihnen angeboten zur Stärkung.


Öffnungszeiten (Weywertz):


Im Pfarrheim in Weywertz ist die Ausstellung am Dienstag, 27.10. von 14.00-20.30 Uhr.



Noch ein Angebot:
Im Advent: „Exerzitien im Alltag“ in der Bildungsstätte „Kloster St. Raphael“ in Montenau
"Da berühren sich Himmel und Erde“
Unter diesem Thema werden in der Adventszeit wieder "Exerzitien im Alltag" angeboten. Die bald beginnende Adventszeit ist eine besondere Zeit sich auf die Ankunft Jesu vorzubereiten, Platz zu machen, dass Gott in uns Mensch werden kann. Der Ort braucht kein anderer zu sein als das eigene zu Hause und die Form die das möglich macht können eben diese „Exerzitien im Alltag“ sein. Gerade weil der Alltag bewusster wahrgenommen wird, können die Teilnehmer/-innen besser herauszuspüren was in ihnen lebt oder erst noch zum Leben kommen möchte.
Der Kurs umfasst fünf Treffen in der Gruppe und wird in der Bildungsstätte "Kloster St. Raphael" in Montenau angeboten. Es finden zwei getrennte Kurse statt: einer am Dienstagmorgen der andere am Dienstagabend!
Da die Themen der einzelnen Wochen inhaltlich aufeinander aufbauen wird die Teilnahme an allen fünf Treffen vorausgesetzt.
Ein Element der Exerzitien im Alltag sind die wöchentlichen Treffen, bei denen alle zusammenkom­men, die auf diesem Exerzitienweg gemeinsam unterwegs sind. Die Gruppe soll jedem das Gefühl geben, nicht alleine zu sein. Jeder darf sich getragen fühlen von einer Gemeinschaft Gleichgesinnter, die in diese Adventszeit mit dem Wunsch nach einem spirituellen, einen geistlichen Akzent aufgebrochen ist. Mit einer Gruppe kann der Weg der Exerzitien im Alltag leichter gegangen werden.
Das zweite Element sind die persönlichen Gebetszeiten (die Stille) zu Hause für die alle an den Exerzitien Teilnehmenden ein begleitendes Heft mit Impulsen für jeden Tag mit nach Hause bekommen. Die Kosten für den gesamten Kurs betragen 15 €.
Begleitet werden die "Exerzitien im Alltag" von Karin Küpper, Rocherath und Marlene Backes, Atzerath.
Termine in der Bildungsstätte St Raphael Montenau
Kurs 1: Dienstagmorgen von 9,30 bis 11 Uhr ab 24. Nov. Bis 22. Dez.
Kurs 2: Dienstagabend von 20,00 bis 21,30 Uhr ab 24. Nov.
Bitte anmelden bis zum 18 November :
  • im Kloster St. Raphael in Montenau zwischen 14,00 Uhr und 17,30 Uhr unter 080 349578
  • oder bei Karin Küpper unter 080 642180
oder per e-mail: marlenebackes@gmx.net

Dienstag, 13. Oktober 2009

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch, 14. Oktober 2009

Ein Pharisäer lud Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.

Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein. (Lk 11,37-41)

Nicht nur mit Zöllnern und Sündern hält Jesus Mahl, er isst auch mit Pharisäern, die in der Heiligen Schrift oft als seine Gegner dargestellt werden. Jesus sucht Gemeinschaft mit den Gestrandeten, Armen und Ausgestoßenen, aber auch die Etablierten, Besserwisser und Wohlhabenden haben eine Chance bei ihm; er lehnt sie nicht von vorneherein ab. Alle ruft er in seine Gemeinschaft, auch dich und mich.

In unserem heutigen Evangelientext geht es um das Reinheitsgebot. Die Juden mussten verschiedene Regeln beim Essen-Zubereiten beachten (Siehe unten: Koscher und trefe).Warum hält er sich nicht an die alterwürdigen Regeln? Der Gastgeber wundert sich. Die Reinheit vor Gott ist dem Pharisäer wichtig; warum wäscht sich Jesus nicht die Hände vor dem Essen, wie es die Tradition vorschreibt?

Jesus provoziert.

Er macht deutlich, um was es bei der Tradition geht, worauf es ankommt, wenn man vor Gott rein sein will. Die innere Einstellung ist wichtig: Demut, Bescheidenheit, Güte, Toleranz – das Herz des Menschen muss in erster Linie rein sein, sich für die Mitmenschen einsetzen, den Notleidenden helfen, die Gefallenen aufrichten, die Verzweifelten trösten – das ist eine Frömmigkeit, eine Reinheit, die vor Gott zählt.

Wer seine Frömmigkeit zur Schau stellt, wer sich zwar die Hände wäscht, die Liturgie äußerlich mitfeiert, aber sich nicht wirklich berühren lässt, weil sein Herz an anderen Dingen hängt, weil sein Herz von Raubgier und Bosheit beschmutzt ist, und wem die Mitmenschen egal sind, der verrät die Tradition.

Das haben die Propheten des Ersten Bundes deutlich gemacht, und dafür tritt auch Jesus ein: Rituelle Reinheit ist ohne der Reinheit des Herzens nutzlos. – Das ist die befreiende Botschaft der Worte Jesu! Und nicht nur für Pharisäer.

Koscher und trefe

Lebensmittel und die aus ihnen hergestellten Speisen sind nach den Regeln entweder „koscher“ (כשר, hebräisch für „rein“, „tauglich“ oder auch „geeignet“) – somit rein im Sinne der Tora (nicht im biologischen bzw. hygienischen Sinne) und damit essbar – oder „trefe“ (auch „tame“) und damit unrein. Von den Säugetieren sind nur solche als koscher zu betrachten, die zweigespaltene Hufe haben und Wiederkäuer sind (zum Beispiel Kühe). Damit ist beispielsweise Schweinefleisch als „trefe“, das heißt als nicht koscher einzustufen, da Schweine zwar gespaltene Hufen haben, aber nicht wiederkäuen. Ein anderes Beispiel für nicht koschere Tiere sind Kamele, die zwar wiederkäuen, aber keine (vollständig) gespaltenen Hufe haben.
Von den übrigen Tieren sind ferner Greifvögel und im Wasser lebende Tiere ohne Flossen und Schuppen verboten (zum Beispiel der Aal). Unter das Verbot fallen damit beispielsweise der Stör, der keine Schuppen, sondern Platten hat, und damit auch der vom Stör stammende echte Kaviar; sowie sämtliche Wassertiere, die keine Fische sind, wie Hummer, Langusten, Muscheln, Tintenfische und Schnecken. Ebenfalls als „trefe“ gelten sämtliche Reptilien, Frösche, Würmer, Schnecken, Spinnen, Insekten und Ähnliches – von vier in der Tora ausdrücklich als koscher genannten Heuschreckenarten abgesehen. Da sich nicht mehr feststellen lässt, welche Heuschreckenarten gemeint waren, gelten heute sicherheitshalber alle Heuschrecken als trefe.
Pflanzliche Lebensmittel gelten meist als koscher.

I

Fotonachlese zum Erntedankgottesdienst in Reuland



Benutzen Sie diesen Link um zum Fotoalbum zu gelangen.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Erntedankfest in Reuland



Im Rahmen der Kinder- und Jugendmesse fand an diesem Sonntag in Reuland die Erntedankmesse statt. Sehen Sie dazu morgen an dieser Stelle eine ausführliche Bildreportage.

Pater Damian heilig gesprochen














Pater Damian: "Schutzatron der Leprakranken, der Aidskranken und der Aussichtslosen"


Pater Damian, der sich auf Molokai um die Aussätzigen und Leprakranken kümmerte und dabei sein Leben opferte, wurde heute heilig gesprochen. Tausende Menschen wohnten dieser Zeremonie bei, darunter etwa 2.500 Belgier - einfache Bürger aber auch hohe Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Entgegen den Erwartungen fand am Sonntagmorgen die Heiligsprechung des belgischen Paters Damian, der sich auf Molokai um die Aussätzigen und Leprakranken kümmerte und dabei starb, im Petersdom und nicht auf dem Petersplatz davor statt.

Die eher trüben Wetteraussichten veranlassten den Vatikan, die Heiligsprechung von unter anderen Pater Damian in den Petersdom zu verlegen. Unter den Ehrengästen befand sich das belgische Königspaar und die Vorsitzenden von Kammer und Senat im belgischen Bundesparlament, Patrick Dewael (Open VLD) und Armand De Decker (MR).

Die anderen Gäste verfolgten die Zeremonie vom Petersplatz aus auf einigen Großbildschirmen. Darunter viele Damian-Verehrer aus Belgien, im Besondern viele Flamen aus der Gegend um die Ortschaft Tremelo in der Provinz Brabant, von wo Pater Damian - mit bürgerlichem Namen Jozef De Vuster - herstammt. Aber, auch Dutzende Menschen aus der Inselgruppe Hawaii, wozu die Leprainsel Molokai gehört, fanden den Weg nach Rom.


Fünf Heiligsprechungen

Die Zeremonie der Heiligsprechung dauerte etwa 40 Minuten, doch die gesamte Messe, eine klassische lateinische Messe, nahm rund 2 Stunden in Anspruch.

Neben Pater Damian wurden vier weitere Personen heilig gesprochen: die französische Nonne Jeanne Jugan, die die Kongregation der Kleinen Schwestern der Armen gründete; der Pole Zygmund Pelinski, ein früherer Erzbischof von Warschau; der spanische Dominikaner Francesco Coll y Guitart und der spanische Trappistenbruder und Mysteriker Rafael Amaiz Baron. (Quelle: Flanderninfo.be)