Samstag, 7. November 2009

Gedanken zum Sonntagsevangelium

Eine große Menschenmenge folgte Jesus. Er lehrte sie und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber um so härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.
Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt. (Mk 12,28-44)


Die Witwe ist ein Beispiel, wie bedeutsam vor Gott das Kleine ist. Die Bedeutsamkeit des Kleinen ist im ganzen Evangelium des Jesus von Nazaret wichtig. Auch die kleinste Gabe ist wertvoll. Auch der kleinste Dienst um der anderen willen hat einen Wert. Auch die bescheidenste Fähigkeit, die jemand um der anderen oder um des Ganzen willen einbringt, ist von Gott anerkannt.

Das ist all denen zum Trost gesagt, die gerne mehr hätten und wären, als sie haben und sind. Das ist all denen zum Trost gesagt, die gerne großzügiger wären, als sie es sein können. Das soll all diejenigen aufbauen, die sich selbst kaum trauen, ihr Eigenes ins Spiel zu bringen vor lauter Angst, es könnte vor den viel größeren Gaben der anderen doch nicht bestehen.

Die Witwe ist aber auch noch ein Beispiel in einem ganz anderen Sinn. Sie hat alles gegeben, nicht nur vom Überfluss einen Teil, sondern ihre ganze Habe. Alle anderen, die am Opferkasten im Tempel vorbeigegangen sind, haben vom Überfluss gegeben und nicht einmal wenig. Die Witwe hat von der Substanz gegeben, nichts von ihrer ganz bescheidenen Habe hat sie zurückbehalten. Die Witwe ist die einzige, die nicht hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben ist. Alle anderen sind offenbar weit hinter ihren Möglichkeiten geblieben.

Der Ermutigung, auch den kleinsten Teil nicht zu verachten, stellt das Evangelium die Aufforderung hinzu, nicht hinter den eigenen Möglichkeiten zurückzubleiben. Gerade für uns Christen gilt zu bedenken: Jedes Gute, das wir tun, hat vor Gott seinen Wert. Und auch das, was wir nicht tun, obwohl wir die Möglichkeit hätten, wird von Gott gesehen.






Donnerstag, 5. November 2009

Gewinnspiel (2)


Dieser Bildkalender kann bald Ihr Eigentum sein!

Sie brauchen nichts anders zu tun als das unten stehende Rätsel zu lösen und die 4 Lösungsbuchstaben (= das Lösungswort) an mich zu schicken. Es lohnt sich!

Diesen Kalender für das Jahr 2010 gibt es nur in begrenzter Stückzahl. Der Hobby-Fotograf Ludwig Wirtzfeld aus Lascheid / Richtenberg hat auf 12 Seiten Momentaufnahmen aus Gottes schöner Natur mit der Kamera eingefangen. Es sind einmalige, brilliante Naturfotos aus der näheren Umgebung. Lassen Sie sich diese Möglichkeit nicht entgehen.



Lösen Sie folgendes Rätsel:


Hier noch einmal die Geschichte: Der Pharao, König von Ägypten, erlässt folgenden Befehl: Jeder neugeborene Junge muss ertränkt werden. Wer sich diesem Befehl widersetzt, wer ein männliches Neugeborenes bei sich versteckt oder aufzieht, wird mit dem Tode bestraft. Die Aufseher in den Lagern der Hebrüer werden zu diesem Zwecke verstärkt.

Der Befehl des Pharaos wurde laut bekannt gegeben und mehrmals am Tag wiederholt. Vor allem schwangere Frauen der lsraellten hatten große Angst, dass ihr Baby ein Junge sein würde. Denn dann müssten sie ihr Kind töten. Und schon bald bekam eine Frau einen Jungen. Es war ein hübsches, gesundes Kind. Die Frau war verzweifelt. Die Frau brachte es nicht übers Herz, das Kind töten zu lassen. Zunächst versteckte sie es. Fast drei Monate lang gelang es ihr. Doch als das Kind immer lauter zu schreien begann, wurden die Aufseher misstrauisch. Die Frau bekam Angst, dass ihr Sohn entdeckt werden könnte.

Sie nahm ein Körbchen, das aus Binsenruten geflochten war, dichtete es mit Pech und Teer ab, legte das Kind hinein und setzte das Körbchen in den Nil. Die Schwester des Babys, Miriam, versteckte sich im Schilf und beobachtete, was mit ihrem kleinen Bruder passierte. Kurze Zeit später kam von der anderen Seite des Ufers die Tochter des Pharaos mit ihren Dienerinnen. Offenbar wollte die Prinzessin im Fluss baden. Sie hörte ein weinendes Kind, entdeckte das Körbchen und ließ es aus dem Wasser holen. Die Prinzessin sah, dass es ein Hebräerkind war, doch sie hatte Mitleid mit dem Baby. So schickte sie ihre Dienerinnen mit dem Baby ins Lager der lsraellten, damit sie dort eine Frau suchten, die das Baby stillen konnten. So kam es, dass die Mutter des Jungen seine Amme wurde.


Wenn Sie das Lösungswort gefunden haben schicken Sie es an Hand des Kontaktformulars auf dieser Seite (unten), oder senden Sie mir das Lösungswort per Mail an: ludwig.hilger@skynet.be

Wer als errste(r) das richtige Wort eingeschickt hat gewinnt den Kalender. Der / die Gewinner (in) erklärt sich bereit, dass ihr Name hier veröffentlicht wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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Sachen zum Lachen


Gewinnspiel (1)


Machen Sie mit und gewinnen Sie!

Aus dem Anlass, dass dieser Blog seit gut einem Jahr besteht und bisher 10.000 Besucher angezogen hat möchte ich mich bei allen bedanken und Ihnen die Möglichkeit bieten zu gewinnen.

Jeder darf mitmachen! Heute können Sie ein Buch gewinnen: "Kirchen und Kapellen in Ostbelgien" von Freddy Derwahl (Text) und Johannes Weber (Fotos). Dieser einmalige Bildband stellt auf über zweihundert Seiten die Kirchen und Kapellen unserer Heimat vor. Sie sind lebendige Zeugen einer vom Glauben an Gott geprägten Bevölkerung.

Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen! Beantworten Sie folgende Quizfrage:

An welchem Tag erschien das nebenstehende Foto mit dem Wetterspruch in diesem Blog? Suchen Sie nach im Archiv und wenn Sie es gefunden haben schauen Sie das Datum an welchem der Artikel und das Foto eingesetzt wurden.



Benutzen Sie das Kontaktformular, unten auf dieser Seite und teilen Sie mir die richtige Lösung mit.

Gewinner/in des Buches ist, wer als erster heute die richtige Antwort einsendet. Sie erklären sich einverstanden dass, wenn Sie Gewinner/in sind, Ihr Name und ihr Wohnort in diesem Blog veröffentlicht wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mittwoch, 4. November 2009

Wort Gottes für den Tag, 05.November 2009

Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt. Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.

Seht, es kommen Tage - Spruch Gottes, des Herrn -, da schicke ich den Hunger ins Land, nicht den Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, sondern nach einem Wort des Herrn. (Am 8,4-7 f)
Stellt euch vor, ein Pfarrer würde so von der Kanzel reden, wie wir es vom Propheten Amos gehört haben. Einige würden wahrscheinlich unter Protest die Kirche verlassen, andere würden sich nach der Messe per Telefon beschweren. Andere würden sagen, ich gehe nicht zur Kirche, um eine Drohbotschaft zu hören, sondern eine frohe Botschaft. Was ist also dran an der Botschaft des Amos?
Um sie zu verstehen müssen wir uns zurückversetzen etwa um das Jahr 760 v. Christus. Vor dem Tempelportal von Bet-El hatte sich der Prophet Amos postiert. Viele Pilger kamen dorthin, um mit großem Aufwand ihre festlichen Gottesdienste zu feiern. Damals erlebte die Wirtschaft des Landes einen mächtigen Aufschwung, weil seit vierzig Jahren Friede im Land herrschte, und das war für damalige Verhältnisse eine Seltenheit. Handel und Verkehr blühten auf. Dementsprechend ist auch die Lebensweise der Menschen. Berauschende Feste werden gefeiert, mit allem was dazugehört. Kurzum, es waren vierzig Jahre schönes Leben.
In diese Welt hinein spricht nun die Stimme des Propheten Amos. Er spricht die wirtschaftlichen und religiösen Missstände im Land an, denn bei allem Reichtum: dieser Reichtum beschränkte sich auf eine gewisse Oberschicht im Lande. Die kleinen Leute haben davon kaum etwas abbekommen. Im Gegenteil: Die Reichen wurden immer reicher und die Armen immer ärmer. Und das breite Volk gehörte eben zu den Armen. Eine richtige Ellenbogengesellschaft hatte sich herausgebildet. Jeder dachte nur an sich. Für gegenseitige Unterstützung blieb wenig Sinn. "Eine böse Zeit", sagt Amos .

Ich will nicht dramatisieren, aber ich sehe durchaus Parallelen in
unserer Zeit. Übertragen wir diese Rede des Amos ins Heute, dann müssen wir allerdings auch sozusagen international denken, dann ist mit den üblen Geschäftemachern, die ihre Waage manipulieren, das Maß kleiner und den Preis größer machen, nicht der Laden um die Ecke gemeint, oder der Händler vom Wochenmarkt, nein, dann sind die Multis gemeint, die weltweit agieren, und deren Geschäftspraktiken für den Durchschnittsverbraucher immer undurchsichtiger werden.
Großkonzerne jonglieren regelrecht mit ihren Mitarbeitern. Wer bereits Geld hat, verdient leichter weiteres hinzu als jener, der nur auf seine Arbeit angewiesen ist. Die Schere von Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Verdienen die Konzerne nicht mehr genug, dann wird kurzerhand ein ganzer Betrieb geschlossen und nach Thailand oder in ein anderes Billigland verlegt und die Ware dort produziert, notfalls sogar durch Kinderarbeit.

Amos sagt: “Wann ist das Neumondfest vorbei, wir wollen Getreide verkaufen. - Das Neumondfest war ursprünglich ein Dankfest, ähnlich unserem Erntedankfest. Heute ist es ähnlich. Wie damals, wird jeder Tag an dem die Geschäfte geschlossen sind und die Maschinen stillstehen, geheim oder offen beklag: "Der Sonntag muss weg, sonst können wir nicht mehr mithalten und konkurrieren. Unsere Maschienen sind so schnell und so modern, dass wir sie unmöglich sonntags ausschalten können, sonst fahren wir Verluste ein." Dass dadurch immer mehr Menschen gezwungen werden, an einem seit tausenden von Jahren bestehenden Ruhetag arbeiten zu müssen, interessiert nicht, Hauptsache die Kasse stimmt.

Die Marktriesen diktieren den Preis und machen die Kleinen kaputt. Wir lesen täglich davon in der Zeitung. Und dass selbst mit Müll noch satte Gewinne zu machen sind, das war schon zur Zeit des Amos so.
Wir kommen nicht darum herum, gewisse Ähnlichkeiten zur damaligen Zeit zuzugeben. Die Rede des Amos ist sehr hart. Er sagt am Schluss, im Namen seines Gottes, der ihn als Prophet gesandt hat “Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen“. Nicht umsonst wurde dieser Prophet als Aufrührer verfolgt. Er hätte es sicher leichter gehabt, wenn er gesagt hätte: "Natürlich gibt es manche Missstände, aber irgendwie haben wir doch alle unsere Fehler."

Ich weiß, wie schwer es ist, sich gegen die Praktiken dieser Geschäftemacher von denen ich eben sprach, zu wehren. Aber wenn viele kleine Leute zusammenhalten, dann kann das eine große Wirkung haben. Versuchen wir das Ganze zu durchschauen. Seien wir kritisch und glauben wir nicht alles. Wir können auch mit unserer Stimme die Politik beeinflussen, wir können an einem anderen Tag, als am Sonntag einkaufen, wir können versuchen herauszufinden, ob der Teppich den wir uns ins Wohnzimmer legen aus
einem Land kommt, wo Kinderarbeit an der Tagesordnung ist, oder nicht, usw...

Betrügen wir uns nicht selbst. Jedes Unrecht entwickelt eine Eigendynamik, die sich letztlich gegen den richtet, der das Unrecht tut. Vergessen wir den Schwur Gottes nicht, den Amos ausspricht: "Ich werde ihre Taten nicht vergessen." Wer sich auf Kosten der Armen bereichert, lebt im Widerspruch zu Gott. Denn er steht auf der Seite der Schwachen. Tun wir was uns möglich ist.


Heute wird sehr wahrscheinlich der 10.000 Besucher diese Internet-Seite anklicken. Das ist für die einen nicht der Rede wert, für mich persönlich aber eine große Anerkennung. Seit 1. Oktober 2008 (also seit 13 Monaten) besteht dieser Blog. Dieser Internet-Auftritt, der zu Beginn nur für ein regionales Publikum gedacht war, lockt inzwischen Besucher aus 12 Ländern an. Das ist für mich eine Bestätigung, dass die 'Richtung' stimmt und ist ein Ansporn weiter zu machen sowie das Angebot auf dieser Seite noch zu erweitern.

Als Dankeschön für Ihre Treue werde ich ab morgen ein Preisausschreiben starten. Einige schöne Sachpreise sind zu gewinnen. Schauen Sie also weiterhin hinein! Vielleicht sind Sie bei den Gewinnern.

Montag, 2. November 2009

Hubertus - Apostel der Ardennen

Aller Heiligen haben wir vorgestern gedacht. Und auch der heutige 3. November stellt uns einen Menschen vor, der sich von der Gnade Gottes berühren ließ und so zur Heiligkeit gelangte: der heilige Hubertus. Er ist ein Heiliger unserer Heimat. Mögen fromme Legenden die Figur des heiligen Hubert auch vordergründig verschleiern und zum „Jägerheiligen“ stilisieren, so entdeckt man dahinter einen Mann, der als Priester und Bischof die Gabe hatte, die Herzen der Menschen für den christlichen Glauben aufzuschließen.

Hubertus war nach der Überlieferung Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse. Er lebte als Pfalzgraf am Hof von Theoderich III. in Paris, musste aber aus dieser Position fliehen. Er heiratete die Prinzessin von Löwen. Seine Frau starb bei der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Floribert, Nach dem Tod seiner Gattin zog er sich von allen Ämtern zurück, lebte sieben Jahre als Einsiedler in den Ardennen und ernährte sich durch die Jagd.



In dieser Zeit festigte sich sein Glaube, er ließ sich zum Priester weihen, wirkte als Glaubensbote in Brabant und den Ardennen, die zur damaligen Zeit ein einziges riesiges Waldgebiet waren. Er gilt deshalb als der "Apostel der Ardennen". Um 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht, er galt als umsichtig und milde. Am 24. Dezember 717 (oder 718?) ließ er die Gebeine von Lambert nach Lüttich übertragen, im Anschluss verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich und erbaute die Kathedrale an der Stelle, an der sein Lehrer Lambert ermordet worden war. Sein Grab befindet sich in der Kirche von Saint-Hubert in den Ardennen.


Seit dem 15. Jahrhundert wird die Legende vom Jäger Hubertus erzählt. Die Hirschlegende weiß zu berichten, daß er nach dem Tod seiner Frau mit Gott und den Menschen gebrochen hatte und unter Mißachtung aller göttlichen Gebote nur noch der Jagd lebte, um in ihr sein Leid zu betäuben. So habe er auch an einem Karfreitag gejagt und dabei einen Hirsch verfolgt, der besonders groß war und ein mächtiges, gut geformtes Geweih auf dem Kopf trug.

Als er ihn schließlich mit Hilfe seiner Hundemeute gestellt hatte und sich anschickte ihn zu erlegen, sah er zwischen den Geweihstangen das Kreuz aufleuchten und hörte eine Stimme, die ihn zur Umkehr aufforderte. Hubertus habe sein Knie gebeugt und eine tiefgreifende Läuterung vollzogen.Diese Legende hat sicher viel zur Verehrung des hl. Hubertus als Patron der Jäger und Schützen beigetragen. An ihm erkannten sie einen der Ihren. Im Mittelalter hat sich dann der Brauch herausgebildet, am Hubertustag eine feierliche Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger und Schützen zu lesen und das Hubertusbrot zu segnen.





Heute: 9,00 Uhr, hl. Messe in Weweler, mit Segnung des Hubertusbrotes
Die Verehrung von Hubertus erfuhr seit dem 10. Jahrhundert starke Verbreitung, er zählt in Belgien und den angrenzenden Gebieten noch heute zu den populärsten Heiligen. Eine dem heiligen Hubertus geweihte Kapelle wird in Weweler bei Burg Reuland erstmals im Jahre 1313 genannt. Sie diente mehrere Jahrhunderte lang als Pfarrkirche. Im Laufe der Zeit verliert sie aber an Bedeutung.

An ihre Stelle tritt die von den Reuländern Burgherren restaurierte Kapelle von Reuland. Spätestens seit 1668 hatte der Pfarrer von Weweler seinen Sitz in der „Freiheit“ Reuland . Der Bezug zur Pfarre Reuland bleibt vor allem durch den Friedhof erhalten. Seit Menschengedenken bestatten hier neben den Bewohnern aus Weweler ebenso die Pfarrangehorigen aus Reuland, Lascheid, Alster und Stoubach ihre Toten. In der Nähe des Zusammenflusses von Ulf und Our auf einer Anhöhe gelegen ist die Kirche, neben der Burg, zum Wahrzeichen von Reuland geworden. Nur an wenigen Tagen im Jahr dient sie noch zu Gottesdienstlichen Zwecken, so am 3. November, am Hubertus-Tag, wenn das Hubertus-Brot im Rahmen einer heiligen Messe geweiht wird.

Hubertus-Brot schützt Haustiere, besonders Hunde vor Tollwut. Umgekehrt heißt die Tollwut in der französischen Sprache "Hubertus-Krankheit". In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell die nach Hubertus benannten Jagden statt. Der heilige Hubertus wird er auch zu den 14 Nothelfern gezählt.









Eine weitere, dem heiligen Hubertus geweihte Kirche steht 10 km weiter, in Aldringen.

Sonntag, 1. November 2009

2. November: Allerseelen




Der Gräbergang an diesen Tagen gehört immer noch zu den am meisten gepflegten Traditionen der Christen. Am Allerseelentag sind wir in Gedanken mit unseren Verstorbenen verbunden. Wir schmücken die Gräber mit Blumen, entzünden Kerzen, besuchen Friedhöfe. Darin zeigen wir unsere Dankbarkeit und unsere Wertschätzung den Toten gegenüber, wissen um ihre Einmaligkeit und setzen ein Zeichen unserer Hoffnung, dass sie bei Gott vollendet sind.




Gott kennt den Wert und die Besonderheit eines jeden Toten und schenkt Leben, das kein Ende hat. Es ist gut, wenn es einen Ort gibt, zu dem ich kommen kann, um mich an Menschen zu erinnern, mit denen ich verbunden war und bin.