Samstag, 21. November 2009

... bis Du kommst in Herrlichkeit

Du hast gesagt, Du kommst zurück
und alle werden dich seh‘n.
Du allein weißt den Augenblick,
doch alle werden Dich seh‘n.
Wird es Tag oder Nacht bei uns sein?
Kommst du in unser Spiel, unsere Arbeit hinein?
Keiner weiß wann, keiner weiß wie, doch alle werden Ihn seh‘n.
Einer sagt „jetzt“ ein anderer „nie“ doch alle werden Ihn seh‘n, alle werden ihn seh‘n.

Tänzer beim Tanz, Läufer beim Lauf, sie alle werden dich seh‘n.
Schläfer beim Schlaf und Käufer beim Kauf, sie alle werden Dich seh‘n.
Und dann zweifelt der Zweif‘ler nicht mehr, denn dann weiß Er:
Dein Grab war am dritten Tag leer.
Keiner weiß wann, keiner weiß wie, doch alle werden ihn seh‘n.
Einer sagt „jetzt“ ein anderer „nie“ doch alle werden Ihn seh‘n, alle werden ihn seh‘n.

Beter auf Knie‘n, Kranke im Leid alle werden dich seh‘n.
Freunde beim Fest und Feinde beim Streit alle werden Dich seh‘n.
Und wir seh‘n, wenn der Schleier sich hebt;
Du hast immer schon bei uns auf Erden gelebt.
Keiner weiß wann, keiner weiß wie, doch alle werden ihn seh‘n.
Einer sagt „jetzt“ ein anderer „nie“ doch alle werden Ihn seh‘n, alle werden ihn seh‘n.
Manche erschreckt, manche erfreut, alle werden dich seh‘n.
Mach uns bereit für jene Zeit, wenn wir dich alle seh‘n.
(Herkunft unbekannt)

Freitag, 20. November 2009

Die Missionsgruppe läd ein



Am Sonntag, 22. November, findet von 11 bis 18 Uhr im Saal Richter-Scholtes in Burg-Reuland die alljährliche Missionsausstellung statt. Die Missionsgruppe bietet zur Mittagszeit eine herzhafte Suppe und belegte Brötchen an. Am Nachmittag gibt es Kaffee und hausgemachtes Gebäck.

Adventsschmuck und handgefertigte Geschenkideen, wie Bastel- und Handarbeiten, hausgemachte Liköre in dekorativen Flaschen, Modeschmuck und vieles mehr erwarten den Besucher. Außerdem können die Besucher an mehreren Verlosungen teilnehmen. Die Preise der Verlosung können direkt im Saal in Empfang genommen werden. Der Gewinn kommt in vollem Umfang den Missionaren zu Gute.

Mit ihrem Besuch unterstützen die Bürger die Arbeit der Missionsgruppe, die sich für notdürftige Menschen einsetzt. Herzliche Einladung.

Christkönigssonntag am letzten Sonntag des Kirchenjahres

Eine Woche bevor wir mit dem ersten Advent das neue Kirchenjahr beginnen, feiern wir am Sonntag noch einmal ganz besonders den, um den sich unser ganzes Kirchenjahr dreht: Jesus Christus, unseren Herrn, unseren Erlöser.

Wir nennen ihn unseren König, weil wir mit ihm all das verbinden, was wir mit einem guten König in Bezug bringen. Nicht das Äußere meinen wir, wie Palast Herrschaft und schöne Kleider, sondern das, was ein König für sein Volk tut. Etwa Hingabe und Sorge um den Einzelnen Menschen.

Unser König Jesus Christus zieht auch nicht, wie in den Märchen mit seiner Truppe in den Krieg, sondern er lehrt uns Barmherzigkeit, Versöhnung und Gerechtigkeit. Er verlangt von uns keine Steuerabgaben, sondern wünscht sich von uns Nachfolge ganz nach seinem eigenen Vorbild.

Welche Bedeutung kann solch ein Fest für uns heute haben? Christus, unser König: Dieser Gedanke taucht in unserem Alltag selten auf. Wir begegnen "echten" Königen meist auf den bunten Seiten der Illustrierten. Jesus ist kein Machthaber, wie wir sie im öffentlichen Leben oft kennenlernen. Das heisst: Er bevormundet uns nicht, er unterdrückt und zerstört uns nicht, im Gegenteil, er baut uns auf, er heilt und befreit uns.

Erst im vergangenen Jahrhundert wurde das Christkönigsfest eingeführt; doch die Christenheit hat Jesus schon immer als König bezeichnet und verehrt. Dabei hat Jesus von Nazareth es seinerzeit vermieden, sich König nennen zu lassen. Nur ein einziges Mal nennt er sich selbst so - als er gefesselt und angeklagt vor Pilatus steht. Dies sei für uns ein Wink, behutsam mit dem Titel „Christkönig“ umzugehen, und mache uns hellhörig für das Bild, welches die heutige Liturgie von Christus, dem König, zeichnet.

Wir müssen ein wenig zurückschauen, in die Geschichte.
Bei der Einführung im Jahre 1925 hat Papst Pius XI. die Bedeutung dieses Festes in einer Enzyklika besonders angesprochen. Er sagt: „Die Anerkennung der Königsherrschaft Christi“ sei das wirksamste Heilmittel gegen die „zerstörerischen Kräfte der Zeit“.

Damals lag der Erste Weltkrieg erst wenige Jahre zurück. Anstelle von Zerrissenheit und Hass sollte nun die Idee der Gemeinschaft der Völker unter der milden Herrschaft Christi treten.

Aber fast zur gleichen Zeit erhoben verschiedene Diktaturen ihr Haupt im Faschismus und Bolschewismus. Sie boten dem Volk ihre Ideologien als die neuen Heilsbringer an und kamen auch gut beim Volke an. Wir wissen aber auch was daraus geworden ist und wissen auch, dass sie nicht Heil, sondern Unheil über die Menschen gebracht haben.

In diese Zeit hinein wurde dieses Fest also eingeführt, weil man seitens der katholischen Kirche damals überzeugt war: Die Völker können in sich und untereinander nur Frieden finden, wenn sie sich unter Christi Herrschaft begeben, wenn sie ihn als den Herrn und den wirklichen Heilsbringer anerkennen.

Heute, mehr als 80 Jahre nach Einführung des Festes hat eine Annäherung der Völker stattgefunden, wie wie sie damals kaum vorstellbar war - zumindest hier in Europa. Das heißt noch nicht, dass dieses Zusammenleben ohne Probleme vonstatten geht. Aber immerhin, noch nie in der Geschichte des europäischen Kontinentes hat es eine so lange Zeit des Friedens gegeben, wie wir sie zur Zeit kennen. Wenn das Fest seinen ursprünglichen Sinn behalten soll, dann müssten wir also fragen: Wie kann unser Glaube an Jesus Christus weiter dazu beitragen, das Zusammenleben der Völker geistig zu befruchten?

Um diese Frage zu beantworten müssen wir auf den schauen, den wir heute feiern, ja, den wir eigentlich das ganze Jahr über feiern:Christus der König herrscht aus Liebe. Er trägt vor allem die Züge eines Hirten, der sein Leben hingibt für seine Herde. Seine Schafe kennen ihn und hören seinen Ruf. Wenn einer sich verirrt, lässt er die 99 in der Wüste zurück und sucht das eine, bis er es findet. Er ist die einzige Tür für seine Schafe: Nur wer durch ihn hineingeht, wird gerettet. Und jeder von den Seinen weiss: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Es ist bezeichnend, dass das älteste uns bekannte Christusbild das Bild vom Guten Hirten gewesen ist, nicht vom König. Anderen helfen: darin besteht die Königswürde und Königsmacht Jesu.

Das ist die Botschaft, das sind die Impulse, die Christen einzubringen haben, wenn es um die Frage der Zukunft unseres Zusammenlebens auf der Welt geht. Eine friedliche Welt wird es nicht durch Waffen geben. Denn wer Hass sät, wird Hass ernten!

Eine Veränderung der Welt im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens wird es nur geben, wenn Menschen bereit sind sich zu verändern. Jesus schaut uns am Christkönigssonntag an und lädt uns ein, in seine Gefolgschaft zu treten, damit sein Königreich wächst. Das geht aber nur mit den Methoden Jesu; das geht nur auf die Weise, wie er es uns vorgemacht hat.

Donnerstag, 19. November 2009

An frohe Menschen traut sich der Teufel nicht heran


Orden »Wider den tierischen Ernst« für alle Christen?

Schon seit Jahren wird im Rahmen einer prunkvollen Festsitzung der Orden »Wider den tierischen Ernst« verliehen. Es werden vorzugsweise Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausgewählt, die sich durch Witz, Humor und Schlagfertigkeit ausgezeichnet haben. Diese Ordensritter wider den tierischen Ernst haben den Beweis erbracht, daß sie sich trotz ihres schweren, ernsten und verantwortungsvollen Amtes ein Stück Humor bewahrt haben.

Wenn diese Einrichtung der Verleihung des Ordens auch mehr oder weniger ein Zugeständnis an die beschwingt-fröhliche Zeit des Faschings ist, so dürfen wir sie doch nicht nur als Ausgeburt einer witzigen, ulkigen Idee abtun. Sie ist sinnvoll und richtungsweisend und zeigt sehr deutlich, wie notwendig eine Rückbesinnung auf die Werte des Gemütes und Herzens in einer Zeit ist, da der Mensch im Prozeß einer fortschreitenden Automatisierung und Technisierung immer mehr an Herz und Gefühl zu verlieren droht. Wo Frohsinn und Heiterkeit im Schwinden begriffen sind, da wird die Welt nicht nur dunkel und trübe, sondern der Mensch verliert sich zwangsläufig an die finsteren Mächte der Entmenschlichung und Verrohung.


Missmut und freudlose Ernsthaftigkeit kommen nicht von Gott. Man muss sie zum Teufel schicken!

In einer Atmosphäre der aus einem zufriedenen Herzen strömenden Freude und Fröhlichkeit, ist dem Wirken des Teufels jedoch der Boden entzogen, darum sagt der hl. Franz von Sales: »Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, Missmut und freudlose Ernsthaftigkeit kommen nicht von Gott. Man muß sie zum Teufel schicken! Lass die Traurigkeit und die Verdrossenheit nicht Gewalt über dich gewinnen!« Ja, jede Niedergeschlagenheit und Bekümmernis zeigt einen Mangel an Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes, ist letztlich ein Zeichen von Selbstsucht. Man soll in allen, auch den schwierigen Lagen, einen fröhlichen Gleichmut bewahren. Die christliche Gelassenheit ist der Schlüssel zu Frohsinn und wahrem Seelenfrieden.

Wie sieht jedoch die Wirklichkeit aus? Sind wir durchdrungen von jener christlichen Lebensfreude, die tragender Grund unseres Denkens, Handelns und Strebens sein sollte? Hat Nietzsche unrecht, wenn er uns Christen vorwirft, dass wir schlechte Aushängeschilder unseres Glaubens sind, wenn er siegessicher und hämisch herausfordert: »Zeigt mir, daß ihr erlöste Menschen seid, und ich werde an euren Erlöser glauben!« Ist es nicht vielmehr so, dass wir stumme Zeugen, ausgebrannte Fackeln einer Botschaft geworden sind, die vom Nihilismus angefressen ist.

Evangelium Jesu Christi = Frohe Botschaft
Der hl. Franz von Assisi, sagt: »Der Teufel wagt sich nicht an frohe Menschen heran. Lass die, welche dem Teufel angehören, mit hängendem Kopf herum gehen! Uns gebührt es, im Herzen zu jubeln und zu frohlocken!« Das ist nicht ein billiger, unverbindlicher Rat nach der Art eines »Briefkastenonkels«, sondern eine von ihm selbst erprobte Lebenserfahrung.

Auf der Suche nach möglichen Anwärtern für den Orden »Wider den tierischen Ernst« müsste im Grunde genommen jeder Christ in Frage kommen. Er besitzt ja nicht nur die Kenntnis von der Frohbotschaft des Evangeliums, sondern ist der sichere Anwärter auf alle in der Frohbotschaft enthaltenen Verheißungen und soll selber Träger und Vermittler dieser frohmachenden, die Welt und Menschheit verändernden Macht der Freude sein.

Dienstag, 17. November 2009

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 18. November 2009

Jesus kam er nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.

Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.
Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Lk 19,1-10)

Jesus sagt von sich, dass er gekommen sei, um zu suchen und zu retten, besonders was in unseren Augen verloren scheint.

Er wartet nicht, bis die Menschen zu ihm kommen, sondern er geht ganz konkret auf sie zu. So wie heute im Evangelium auf Zachäus. Zachäus, ausgegrenzt, gemieden von den Anderen, hat sich selbst in diese Situation gebracht. Auch er hört von Jesus und wird neugierig. So beschließt er, ihn zu suchen. Doch die Menschenmenge ist zu groß. Jetzt ist er der Kleine. Sie lassen ihn nicht durch, versperren ihm die Sicht, zahlen es ihm zurück, was er ihnen als oberster Zollpächter an Unrecht getan hat.

Zachäus erkennt seine Chance: jetzt ist die Stunde. Die Stunde der Umkehr und der Einkehr. Die Initiative geht allerdings von Jesus aus. Er lädt sich bei Zachäus ein. „Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ Indem Zachäus Jesus die Tür öffnet - ihn bei sich einlässt - erfährt er Heilung. Er hat aber auch durch diese Begegnung mit Jesus sein Leben radikal geändert.

Sind auch wir bereit, uns auf eine solche Begegnung einzulassen? Zur Umkehr ist es nie zu spät, doch es gilt die Momente, die Gott uns schenkt, zu nutzen, damit es nicht doch einmal zu spät sein kann.

Montag, 16. November 2009

Dein Glaube hat dir geholfen - Wort Gottes für den Tag - Dienstag, 17. November 2009

Als Jesus in die Nähe von Jericho kam, saß ein Blinder an der Straße und bettelte. Er hörte, dass viele Menschen vorbeigingen, und fragte: Was hat das zu bedeuten? Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber. Da rief er: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Die Leute, die vorausgingen, wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich herführen. Als der Mann vor ihm stand, fragte ihn Jesus: Was soll ich dir tun? Er antwortete: Herr, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen. Da pries er Gott und folgte Jesus. Und alle Leute, die das gesehen hatten, lobten Gott. (Lk 18,35-43)


Der schlechte Einfluss anderer Menschen kann uns fehl leiten

Dein Glaube hat dir geholfen. Ohne den Glauben des Mannes hätte Jesus den Mann wahrscheinlich gar nicht heilen können. Wir wissen doch: „Glaube versetzt Berge“. Wahrscheinlich haben die Menschen dem Blinden schon oft versucht einzureden „Du brauchst dir keine Hoffnungen zu machen. Deine Krankheit ist unheilbar! Du wirst nie sehen können.“ Der Blinde aber hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Der blinde Mann hat schon oft von Jesus gehört. Irgendwann, wird er sich gedacht haben, kommt dieser Gottesmann Jesus hier vorbei, an der Straße die von Jericho herauf führt, dann werde ich schreien so laut ich kann, damit er auf mich aufmerksam wird, denn nur ER kann mich heilen ...

Ein Sprichwort sagt: „Wenn du zur Quelle kommen willst, musst du gegen den Strom schwimmen.“ Der Mann ist gegen den Strom geschwommen, indem er sich nicht davon abbringen ließ zu glauben.

Und wir? Wie leicht lassen wir uns beeinflussen? Besonders wenn es um den Glauben geht! Und wenn wir unter Druck geraten von Seiten anderer Menschen die uns den Glauben ausreden wollen, oder die ihn lächerlich machen... dann sind wir wohl schnell geneigt, unseree Überzeugungen und auch unseren Glauben fallen zu lassen. Ein anderer Grund solchen Handelns liegt heute in unseren Breiten wohl auch in Unüberlegtheit und dem Nachgehen des Gesellschaftstrends.

Doch das Evangelium von der Heilung des Blinden sagt: „Ich muss glauben, um zu sehen.“

Wie steht es mit meinem Glauben? Will ich ernsthaft sehen können? Will ich, dass Jesus auch bei mir vorbeigeht und ich ihn anrufen kannn: „Hab Erbarmen mit mir!?“ Habe ich Angst vor dem „Sehen-können“, das heißt: Angst vor der Realität der Welt, Angst vor meiner persönlichen Lebenswahrheit? Doch im Glauben an Jesus Christus brauchen wir keine Angst zu haben. Wir dürfen ihn bitten, unsere Augen zu öffnen, damit wir in unserem Leben wieder in seiner Spur gehen, ihm nachfolgen. Dann dürfen wir glauben, dass wir widerstandsfähig sind gegen den Trend negativer Oberflächlichkeit oder auch gezielten Einfluss und Druck fremder Mächte – Dann hat auch uns der Glaube geholfen.

Exerzitienangebot

Ein Angebot für den Advent:
„Exerzitien im Alltag“ in der Bildungsstätte „Kloster St. Raphael“ in Montenau
"Da berühren sich Himmel und Erde“
Unter diesem Thema werden in der Adventszeit wieder "Exerzitien im Alltag" angeboten. Die bald beginnende Adventszeit ist eine besondere Zeit sich auf die Ankunft Jesu vorzubereiten, Platz zu machen, dass Gott in uns Mensch werden kann. Der Ort braucht kein anderer zu sein als das eigene zu Hause und die Form die das möglich macht können eben diese „Exerzitien im Alltag“ sein. Gerade weil der Alltag bewusster wahrgenommen wird, können die Teilnehmer/-innen besser herauszuspüren was in ihnen lebt oder erst noch zum Leben kommen möchte.
Der Kurs umfasst fünf Treffen in der Gruppe und wird in der Bildungsstätte "Kloster St. Raphael" in Montenau angeboten. Es finden zwei getrennte Kurse statt: einer am Dienstagmorgen der andere am Dienstagabend!
Da die Themen der einzelnen Wochen inhaltlich aufeinander aufbauen wird die Teilnahme an allen fünf Treffen vorausgesetzt.
Ein Element der Exerzitien im Alltag sind die wöchentlichen Treffen, bei denen alle zusammenkom­men, die auf diesem Exerzitienweg gemeinsam unterwegs sind. Die Gruppe soll jedem das Gefühl geben, nicht alleine zu sein. Jeder darf sich getragen fühlen von einer Gemeinschaft Gleichgesinnter, die in diese Adventszeit mit dem Wunsch nach einem spirituellen, einen geistlichen Akzent aufgebrochen ist. Mit einer Gruppe kann der Weg der Exerzitien im Alltag leichter gegangen werden.
Das zweite Element sind die persönlichen Gebetszeiten (die Stille) zu Hause für die alle an den Exerzitien Teilnehmenden ein begleitendes Heft mit Impulsen für jeden Tag mit nach Hause bekommen. Die Kosten für den gesamten Kurs betragen 15 €.
Begleitet werden die "Exerzitien im Alltag" von Karin Küpper, Rocherath und Marlene Backes, Atzerath.
Termine in der Bildungsstätte St Raphael Montenau
Kurs 1: Dienstagmorgen von 9,30 bis 11 Uhr ab 24. Nov. Bis 22. Dez.
Kurs 2: Dienstagabend von 20,00 bis 21,30 Uhr ab 24. Nov.
Bitte anmelden bis zum 18 November :
  • im Kloster St. Raphael in Montenau zwischen 14,00 Uhr und 17,30 Uhr unter 080 349578
  • oder bei Karin Küpper unter 080 642180
oder per e-mail: marlenebackes@gmx.net

Sonntag, 15. November 2009

53 987,87 Euro aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft für die Äthiopienhilfe

Von Lothar Klinges

Am Sonntag, 15. November, sollte Karl-Heinz Böhm seinen Wetteinsatz einlösen. Ähnlich wie der vormalige Filmstar und heutige Äthiopienhelfer am 16. Mai 1981 in der legendären TV-Show „Wetten dass...“ die Wette aussprach, dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer dieser Sendung eine Mark geben würde, um hungerleidenden Menschen in der Sahelzone zu helfen, hatten 27 Jahre später, am 16. März 2008, die neun ostbelgischen Bürgermeister gewettet, mindestens jeder dritte Bürger ihrer Gemeinde würde bis September 2008 einen Euro an "Menschen für Menschen Belgien“ (MfM) spenden.

Bei 72 370 Einwohnern sollten demnach mindestens 24 123 Euro zusammengekommen sein, erklärte Bernadette Peters, die Schriftführerin von MfM Belgien.

Nicht nur die Summe, die sich die Bürgermeister zum Ziel gesetzt hatten, wurde erreicht, sondern sogar mehr als das Doppelte. Insgesamt spendeten die Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft ungeahnte 53 987,87 Euro. Die Bürgermeister der neun Gemeinden bzw. ihre Vertreter überreichten Anfang Oktober 2008 der begeisterten Almaz Böhm gemeinsam ihren Scheck. Allein die Bewohner der Gemeinde Büllingen spendeten 16.021 Euro, was bedeutet, dass jeder dritte Einwohner 8,79 Euro spendete. Damit war die höchstgelegene Gemeinde Belgiens Spitzenreiterin bei dieser Großaktion.

Neben der Gemeindewette hat es eine Vielzahl anderer Aktivitäten gegeben, die für die Äthiopienhilfe sensibilisiert haben. Zahlreiche Schulklassen besuchten die Ausstellung „Die Zukunft hat begonnen“ in St.Vith und Eupen. Ein Schreibwettbewerb stieß auf reges Interesse. Mitarbeiter der Vereinigung MfM waren bei den Eifeler Herbstmärkten und bei den Weihnachtsmärkten in Eupen und St.Vith präsent.

Bernadette Hüwels, Präsidentin der Vereinigung, dankte allen Bürgermeistern, besonders erwähnte sie den persönlichen Einsatz von Friedhelm Wirtz. „Sie haben viele Menschen für diese gute Sache bewegen können.“

Bürgermeister Friedhelm Wirtz hätte am Sonntag gerne Karlheinz Böhm persönlich begrüßt, der aber aus Gesundheitsgründen den weiten Weg nicht antreten konnte. Dafür kam Almaz Böhm-Teshome, die starke Frau an der Seite von Karlheinz Böhm und Vorsitzende der Stiftung „Menschen für Menschen“, nach Büllingen, wo ihr im Sitzungssaal des Rathauses ein herzlicher Empfang bereitet wurde. „Ihr Herz schlägt für Äthiopien“, sagte der Bürgermeister, der ebenfalls das Engagement der Ehrenamtlichen der seit 1994 bestehenden (ost-)belgischen Filiale hervorhob, „die sich dem Ideal der Hilfe zur Selbsthilfe am Horn von Afrika verschrieben haben“.

Mit Hinweis auf ein Zitat des italienischen Dichters Dante Alighieri sprach Friedhelm Wirtz den Wunsch aus, dass MfM noch für viele „leuchtende Kinderaugen in Äthiopien“ sorgen möge. Er freute sich, dass die neun DG-Gemeinden „einen kleinen Beitrag zu der erfolgreichen Arbeit der Stiftung leisten konnten, damit die Schwachen in Äthiopien weiterhin in MfM einen starken Partner haben.“

Aber was sind die neun Bürgermeister ohne die Bürger, sagte Friedhelm Wirtz. Deshalb galt sein Dank an die vielen Spender. Er freute sich dass die Wette eine „Hebelfunktion“ hat und viele neue Spender gefunden werden konnten.

Almaz Böhm gratulierte abschließend zu der „hochgewonnenen Wette“ und freute sich als „glückliche Verliererin“ dazustehen. Die Hauptgewinner aber seien die Kinder Äthiopiens, betonte sie. „Die Bildung genießt in unserer Arbeit höchste Priorität“, und davon gebe es in diesem Land einen „riesengroßen Bedarf“.