Samstag, 2. Januar 2010

Die Sternsinger sind unterwegs

Caspar, Melchior und Balthasar die drei Weisen aus dem Morgenland sind rund um den Dreikönigstag, am 6. Januar, auf den Straßen der Dörfer unterwegs. Das Motto lautet 2010; „Kinder finden neue Wege”.

Als Könige verkleidet - in Anlehnung an die drei Weisen aus dem Morgenland - machen sie sich auf den Weg zu Menschen in den Häusern, Läden und Büros . Traditionell bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr in jedes Haus und bitten zugleich um eine Spende für Kinder in Not. Mit Kreide schreiben sie an die Haustüren 20+C+M+B+10 (Christus+Mansionem+Benedicat – Gott schütze dieses Haus).

Wenn sie den Menschen den Segen Gottes in die Häuser tragen und sich für Kinder in Not einsetzen, verkünden sie die Botschaft von Weihnachten: „Gott will Frieden für alle Menschen und wir helfen dabei mit.”

Ein Projekt
mit der Untersützung
des Pfarrverbands
Reuland

Im Rahmen der Sternsinger-Aktion 2010 unterstützen die Kinder und Jugendlichen aus dem Pfarrverband Reuland ein Projekt der Ordengemeinschaft der Maristen in Nyangezi, wo Bruder Willy Felten, ein Onkel von Pastor Batty Hack, tätig ist. Bruder Willy Felten hat mit Hilfe der der Spenden der Missionsgruppen und von Privatpersonen 5 Schulklassen im Jahr 2009 bauen können. Weitere 5 Klassenräume sind für die Volksschule nötig, da sie über 1.000 Schüler in der Volksschule haben, 800 in der Mittelschule und Oberstufe.

Viele Kinder haben zurzeit nicht die Möglichkeit eine Schule zu besuchen, da die Eltern nichts für die Ausbildung ihrer Kinder beitragen können. Die Maristen versuchen auch solchen Kindern die Möglichkeit zu geben eine Schule zu besuchen. Ein Klassenraum kostet 3.500 €. Jede Klasse wird 7.5 m breit und 9 m lang und 3 m hoch.

Eine gute und sinnvolle Sache. Jesus will, dass Menschen ihn nachahmen. In seinem Lebensstil, in seinem Dasein für andere, in seiner großen Liebe zu Gott und den Menschen. In seiner Zuwendung zu jedem Menschen, gleich woher er kommt.

Die Sternsinger, die in diesen Tagen durchs Land gehen, zeigen ganz konkret, wie das gehen kann: Sie geben Zeit und Mühe, damit es Kindern in Not ein wenig besser gehen kann. Sie tun etwas Sinnvolles und sie erleben Freude und Erfüllung dabei.

Freitag, 1. Januar 2010

Nicht Untertauchen, sondern Dabeisein

Mit ein wenig Verspätung präsentiere ich die Gottesdienstzeiten für den Monat Januar. Es war schon sehr heftig, dieses Weihnachtswochenende von Heiligabend bis zum ersten Sonntag nach Weihnachten. Viele Gottesdienste waren vorzubereiten, so dass wenig Zeit für das Blog übrig blieb. Aber nun, - nach Neujahr - gleitet das Schiff wieder in ruhigeres Fahrwasser.


Sonntag, Tag des Herrn

Ich habe diesen ersten Monat des Jahres 2010 unter das Thema gestellt: "Nicht Untertauchen, sondern Dabeisein". Jeder Christ ist aufgerufen, aktiv an den Gottesdiensten der Pfarrgemeinde teilzunehmen, denn eine Christengemeinde lebt von der Teilnahme und dem Mitwirken aller. Ich möchte allen Christgläubigen sehr eindringlich in Erinnerung rufen, dass eine Christengemeinde nicht so sehr vom Engagement des Pfarrers abhängt, sondern vielmehr von der aktiven Teilnahme aller Getauften. Nicht der Pfarrer / Kaplan ist es, der die lebendige Gemeinde ausmacht, sondern die Gläubigen. Darum mein Aufruf in diesem Monat:


Wenn ich am Sonntagmorgen mit dem Auto zu den verschiedensten Orten fahre, um Gottesdienst zu feiern, dann fällt mir regelrecht eine Totenstille in manchen Dörfern auf. Die Nachtschwärmer des Samstags und jene, die prinzipiell Sonntags ausschlafen und im Bett bleiben möchten, haben noch nicht das Licht der Welt erblickt, und jene, die an einem Sonntagmorgen in die Kirche gehen, werden immer weniger.

Ich erinnere mich an meine Kinder- und Jugendzeit vor mittlerweile 35 Jahren. Wenn ich da morgens zur Kirche ging - ja wir sind damals wirklich noch zu Fuß in die Kirche gegangen, 2,5 Km weit, - da ist man ganz selten alleine gelaufen. Da sah man - wenige Schritte weiter - Menschen, die das gleiche Ziel hatten und hat sich beeilt sie einzuholen, oder man merkte, dass hinter einem ein paar Freunde oder Nachbarn waren und da hat man extra langsam getan, um sie aufholen zu lassen. Es gab noch die Sonntagshose und die Sonntagsschuhe, die nur am Sonntag zum Kirchengang angezogen wurden.

Keine Frage, die Zeiten haben sich geändert. So ist das eben und da hilft auch kein Jammern. Und die Zeiten haben sich wohl geändert, weil die Menschen und mit ihnen die Gesellschaft sich in den Jahrzehnten geändert hat. So ist das eben, und so war es immer.

Trotzdem frage ich mich manchmal wie wichtig oder unwichtig die Kirche und der Sonntagsgottesdienst heute noch sind, denn wenn ich es richtig sehe, gehört für die meisten Menschen der Gottesdienst nicht mehr zum Tagesablauf eines Sonntages dazu. Am meisten hat das damit zu tun, dass der Gottesdienst für immer mehr, besonders junge Menschen keine oder nur wenig Bedeutung zu haben scheint. Da gibt es wichtigeres. Besonders das Ausschlafen nach durchfeierten Nächten wird als Argument angeführt.


Aktive Teilnahme aller Getauften

Als Christen sind wir aufgerufen an den Gottesdiensten der Pfarre teilzunehmen. Hier wird das Wort Gottes verkündet und Eucharistie gefeiert. Zwei "Grundnahrungsmittel" eines jeden Christen.

Es genügt aber nicht nur da zu sein, sondern jede und jeder ist aufgerufen während des Gottesdienstes aktiv zu sein. Dazu muss nicht jede(r) Messdiener oder Lektor oder Chorleiter sein. Nein, aktiv an den Gottesdiensten teilnehmen, dazu gehört an erster Stelle das mitbeten und mitsingen. Papst Pius XI schrieb in seiner Bulle ‘Divini cultus sanctitatem‘ (20. Dezember 1928) „dass die Gläubigen nicht wie Fremde oder stumme Zuschauer, sondern, von der Schönheit der Liturgie ganz ergriffen, an den heiligen Zeremonien teilnehmen sollen.“

Nicht nur in unserer Kirche, sondern auch mit unserer Kirche wird Gottes Wort und die frohe Botschaft von seiner lebensspendenden Liebe verkündigt. Immer wieder höre ich Menschen sagen: "Wenn ich in die Kirche gehe, dann ist das etwas Besonderes, da passiert etwas mit mir, dann fallen die Alltagssorgen von mir ab, dann genieße ich diese Atmosphäre."

Und darüber freue ich mich natürlich sehr. Menschen, die akktiv mitmachen erleben, spüren die Nähe Gottes. Menschen, die sich passiv verhalten, laufen Gefahr irgendwann keine Lust mehr zu haben. Sie tauchen dann im wahrsten Sinne des Wortes unter....

Termine im Monat Januar

Auf einige wichtige Treffen möchte ich noch hinweisen.














Die Kontaktgruppen des Pfarrverbands Reuland versammeln sich am Dienstagabend, 5. Januar, um 20,00 Uhr im „Saal an der Brücke“ in Lascheid. Alle Koordinatoren sowie die Kontaktpersonen sind herzlich eingeladen.

Am 20. Januar um 20,15 Uhr versammeln sich die Vertreter der Vereine und Gruppen der Pfarren Reuland, Steffeshausen und Ouren, um das Fest „Im Dienste der Königin“ weiter vorzubereiten. Herzliche Einladung in den „Saal an der Brücke“ in Lascheid.

Patrozinien-Feste

Einige Kirchen und Kapellen feiern diesen Monat ihr Patrozinium. Ich werde demnächst ausführlich darauf eingehen. Hier nur kurz zur Erinnerung die Daten:
04. Januar: Dreikönigsfest in Oudler
16. Januar: Antoniusfest in Lengeler
17. Januar: Hilariusfest in Maspelt
24. Januar: Sebastianusfest in Steffeshausen
24. Januar: Sebastianusfest in Thommen
30. Januar: Brigidafest in Grüfflingen
31. Januar: Blasiusfest in Braunlauf

Heilige waren getaufte Christen, wie wir, und sind ihren Lebensweg konsequent gegangen mit allen Höhen und Tiefen. Ihr Leben war geprägt von einer tiefen Christusliebe und Christusnachfolge, was sie zu dem werden ließ, was sie geworden sind: Heilige. Heilige wollen nicht nur verehrt und gefeiert werden, sondern nachgeahmt werden.

Klicken Sie HIER um zu den Gottesdienstzeiten für den Monat Januar zu kommen.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Viel Glück im Neuen Jahr

Mit den besten Segenswünschen begrüße ich Euch an diesem heutigen ersten Tag des neuen Jahres, dem Neujahrstag! Euch allen, all euren Angehörigen daheim und all euren Freunden und Bekannten wünsche ich ein gesegnetes Jahr 2010!

Wir wünschen uns heute ein glückliches, ein friedvolles und gesegnetes neues Jahr. In einem Atemzug nennen wir dabei Worte wie Glück und Frieden und den Segen Gottes.

Selbst wenn vielen Menschen der religiöse Hintergrund dieser Neujahrswünsche nicht mehr bewusst ist, so spüren wir: Das Gelingen unseres Lebens hängt zutiefst mit Gott zusammen, mit seinem Segen. Wir brauchen einen, der uns in den Höhen und Tiefen unseres Lebens trägt.

Das Verlangen nach Segen ist heute durchaus noch da. Wenn ich schwerkranke Menschen frage, ob ich sie segnen darf, hat noch keiner nein gesagt. Der Segen ist aber kein Zauberspruch, der die Kinder vor jedem Unglück oder eine Ehe vor Krisen bewahrt, der Schutz vor Krankheit und Unfall garantiert. Er ist vielmehr ein Wort der Verheißung, dass Gott mit uns ist in guten und schwierigen Tagen. Was das konkret heißt, erfährt jeder auf andere Weise.

Segnen kommt vom lateinischen „signare“ - bezeichnen, versiegeln: Dem sehr nahe kommt ein anderes lateinisches Wort: »benedicere« - Gutes sagen, ein freundliches Wort finden.

Ich frage mich: Warum segnet meist nur der Pfarrer der Rektor oder der Kaplan und dies fast ausschließlich bei offiziellen, dienstlichen Handlungen? Warum wünschen wir Gottes Segen nur bei feierlichen Anlässen? Es ist selten geworden, dass eine Mutter ihre Kinder mit einem Kreuz-Zeichen auf die Stirn segnet, wenn sie das Haus verlassen und bevor sie einschlafen. Und es ist auch nicht mehr überall Brauch, dass der Vater oder die Mutter das Brot segnet, bevor es aufgeschnitten wird.

Wenn ich über dieses Thema „Segen“ nachdenke, wird mir wieder bewusst, wie wichtig eine meiner Diensthandlungen als Priester ist: Segnen. Am Schluss des Gottesdienstes, oder wenn ich ein Kind taufe, ein junges Paar traue, bei einem Krankenbesuch, jemanden beerdige, dann darf ich den Segen Gottes über diese Menschen sprechen. Ich mache mit der Hand das Kreuz-Zeichen und segne die Menschen. Manchmal habe ich beim Gottesdienst den Eindruck, dass den Menschen dieser Zuspruch fast das Wichtigste ist, wichtiger als die Predigt, ja wichtiger als die Wandlung der Messe. Sie warten auf diesen Segen, nicht weil dann der Gottesdienst zu Ende ist, sondern weil sie ein gutes Wort sowie Gottes Zuspruch mit nach Hause nehmen möchten.

Bevor ich segne, mache ich mir bewusst, dass der Segen nicht von mir ausgeht, ich bin nur der Überbringer. Ich versuche das Antlitz Gottes auf mir zu erspüren und hoffe so, dass auch die einzelnen vor mir sich von Gott angeschaut und gesegnet wissen.

So wünsche ich euch ein friedliches und gesegnetes neues Jahr.


Der gütige Gott,
der uns immer wieder reich beschenkt,begleite uns auf unserem Weg
in das neue Jahr

und er sei bei uns mit seinem Segen - Tag für Tag.


So segne und behüte uns auf all unseren Wegen

der barmherzige und gütige Gott,

+ der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Amen.

Mittwoch, 30. Dezember 2009


Die Zeit zwischen den Jahren ist für viele Menschen eine besondere Zeit. Ein Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt. Die Zeit scheint intensiver und vor allem ruhiger: Zeit, um Rückschau zu halten und vielleicht auch Zeit, um zu überlegen, was man gerne ändern möchte.




Dienstag, 29. Dezember 2009

Die Legende vom vierten König

Außer den drei weisen Männern, die das Kind in der Krippe anbeten wollten, hatte sich auch noch ein vierter König auf den Weg gemacht. Drei wertvolle Edelsteine wollte er schenken. Aber weil sein Reittier lahmte, kam er nicht rechtzeitig zum vereinbarten Treffpunkt. Trotzdem machte er sich auf. Doch er kam zu spät.

Eine arme Mutter, die sich nicht trösten ließ, erzählte ihm von den furchtbaren Kindermorden in
Betlehem, dem auch ihr Söhnchen zum Opfer gefallen war. Voller Mitleid schenkte er ihr einen leuchtendroten Edelstein, den er eigentlich dem Königskinde schenken wollte. Nach langen Monaten erreichte er Ägypten, aber er fand heraus, daß das Jesuskind mit seinen Eltern
wieder in die Heimat gezogen war.

Diesmal war er Jahre unterwegs. überall fragte und suchte er. Am Rande einer großen Stadt traf er auf einen Aussätzigen, der schon fast verhungert war. Ihm schenkte er den zweiten Edelstein, damit er sich in Zukunft helfen könne. Trotz der schließlich dreißig Jahre seines Suchens hatte seine Sehnsucht, den König der Welt zu finden, eher noch zugenommen. Aber er fühlte auch, wie sein altes Herz die anstrengende Reise um die halbe Welt nicht mehr lange aushalten würde.

Einem nackten und frierenden Kind schenkte er noch den letzten Edelstein, damit es sich kleiden und satt essen könne.

Plötzlich wurde es dunkel, dabei war es erst kurz nach Mittag. Die Erde begann zu zittern. In Todesangst dachte er: »Ist denn mein ganzes Suchen umsonst gewesen?« Aber da strahlte ihm vom Kreuz ein himmlisches Licht entgegen, und er hörte eine Stimme, die sprach: »Du hast mich getröstet, als ich jammerte; gerettet, als ich in Lebensgefahr war, und mich gekleidet, als ich nackt war!«

»Herr, ich? Wo?« »Was du den Menschen, die in Not waren, getan hast, das hast du mir getan!« Da gab der vierte König gerne dem Weltenkönig am Kreuz sein Leben zurück; denn nun hatte er ihn doch noch gefunden!



Montag, 28. Dezember 2009

Gottes Wort für den Tag - Dienstag, 29. Dezember 2009

Wenn man Weihnachten auf einen kurzen Nenner bringen wollte, dann ist es das Fest der Liebe. Spüren, erleben wir noch diese Liebe Gottes zu uns? Vielleicht auch darin, dass andere uns lieben, dass wir selbst zur Liebe fähig sind.

Wie wir fühlen, so sollen wir auch handeln. Glaube und Handeln gehören nach den Worten der heutigen Lesung untrennbar zusammen. Man kann nicht von Liebe reden und sie nicht praktizieren: Brüder, Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm. Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet. Wir erkennen daran, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, muss auch leben, wie er gelebt hat.
Das alte neue Gebot Liebe Brüder, ich schreibe euch kein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, etwas, das in ihm und in euch verwirklicht ist; denn die Finsternis geht vorüber und schon leuchtet das wahre Licht. Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder hasst, ist noch in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht; da gibt es für ihn kein Straucheln. Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Finsternis. Er geht in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht; denn die Finsternis hat seine Augen blind gemacht.

Zum Glauben gehört wesentlich das Befolgen der Gebote Gottes.

"Ein neues Gebot gebe ich euch" hat Jesus uns gesagt: "Liebt einander, wie ich euch geliebt. " Dieses alte neue Gebot unterstreicht auch der Apostel Johannes: Gottesliebe ist erst dann verwirklicht, wenn wir Jesu Gebot halten, wenn wir die Liebe, von der wir sprechen, auch tun. Darin erweist sich Christusnachfolge: Wer in ihm bleiben will, muss so leben, wie Christus es uns vorgelebt hat.