Dienstag, 19. Januar 2010

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch, 20. Januar, 2010

Wie oft haben wir uns schon in einem Menschen getäuscht. Jemand macht einen guten Eindruck und wir vertrauen ihm. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn dieser Mensch diesem Vertrauen nicht gerecht wird.

Wir lassen uns zu leicht vom äußeren Schein blenden. Gott dagegen sieht auf das Herz des Menschen. Das hat der alte Prophet Samuel erfahren müssen, der von Gott gesandt wurde, den neuen König von Israel zu salben:


Was war geschehen?

Der Herr hatte König Saul verworfen, weil dieser nicht auf das Wort des Herrn gehört hatte. Der Herr sagte deshalb zu Samuel: Wie lange willst du noch um Saul trauern? Ich habe ihn doch verworfen; er soll nicht mehr als König über Israel herrschen. Fülle dein Horn mit Öl und mach dich auf den Weg! Ich schicke dich zu dem Betlehemiter Isai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen. Ich selbst werde dich dann erkennen lassen, was du tun sollst: Du sollst mir nur den salben, den ich dir nennen werde.

Samuel machte sich also auf den Weg nach Betlehem, zu Isai. Gemeinsam brachten sie dem Herrn ein Opfer dar. Dann ließ Isai seine Söhne der Reihe nach kommen. Sie waren alle jung und kräftig, schön an Gestalt und Aussehen ...

Als sie kamen und er den Eliab sah, dachte Samuel: Gewiss steht nun vor dem Herrn sein Gesalbter. Der Herr aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz. Nun rief Isai den Abinadab und ließ ihn vor Samuel treten. Dieser sagte: Auch ihn hat der Herr nicht erwählt. Isai ließ Schima kommen. Samuel sagte: Auch ihn hat der Herr nicht erwählt. So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten, aber Samuel sagte zu Isai: Diese hat der Herr nicht erwählt.
Und er fragte Isai: Sind das alle deine Söhne? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Samuel sagte zu Isai: Schick jemand hin und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist. Isai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war blond, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der Herr: Auf, salbe ihn! Denn er ist es. Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn war über David von diesem Tag an.

Es ist gut, dass Gott uns manchmal überrascht, damit sich so manche falsche Vorstellung von
ihm und manche falsche Erwartung an ihn verändern kann.

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an. Nicht alles ist so, wie es von außen betrachtet erscheint. Der erste Eindruck kann täuschen. Samuel hat erfahren müssen, dass Gott bei der Auswahl des Königs von Israel nicht auf das Aussehen und die stattliche Gestalt schaute, sondern auf das Herz und sich für den Hirtenjungen David entschied.

Lassen wir uns bei anderen Menschen nicht zu sehr vom äußeren Eindruck blenden und leiten. Bewahren wir uns die Neugier auf das, was sich hinter der Fassade verbirgt. Schauen wir nicht nur mit den Augen genau hin, sondern auch mit dem Herzen. Mit den Augen urteilen wir sehr schnell. Erster Eindruck: „Sieht doof aus!“ - abgehakt. - „Kannst Du vergessen.“

Mit dem Herzen sehen heißt barmherzig sein. Wir können zwar nicht in das Herz eines anderen hineinsehen – das kann nur Gott; aber wir können einander sehr wohl mit dem Herzen ansehen.

Gib dem eine Chance, der Dir auf den ersten Blick nicht passt – so wie Gott Dir immer wieder eine Chance gibt und nicht nur nach dem äußeren Anschein geht. Urteile nicht vorschnell mit den Augen, sondern versuche das Herz des Menschen zu ergründen.


Leckerbissen für Musikfreunde: Hanna Haller, Vater unser

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