Sonntag, 17. Januar 2010

Wort Gottes für den Tag - Montag, 18. Januar, 2010

Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat. Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde. Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn heran drängten, um ihn zu berühren. (Mk 3,7-10)

Wenn uns etwas im Leben wichtig ist, dann setzen wir Prioritäten: Wem es schlecht geht, wer leidet, wer krank ist, für den wird die Wahl leichter: Er will nur noch, dass es ihm besser geht.

Die Menschen, von denen wir im Evangelium hören, nehmen sich Zeit um zu Jesus zu kommen. Sie kommen von weit her: Es sind Leute dabei aus dem Volk Israel, etwa aus Judäa. Aber auch Menschen die nicht dazu gehört haben, aus Sidon und Tyrus, Gegenden des heutigen Libanon, damals bewohnt von Leuten aus dem Händlervolk der Philister, die in Städten an der Küste lebten, im ganzen Mittelmeerraum.

Menschen aus verschiedenen Kulturen werden durch Jesus angesprochen. Sie alle interessieren sich für Jesus und kommen, „als sie hörten, was er tat“. Ihre Nöte erfahren wir auch: Es drängten sich viele an ihn, „die ein Leiden hatten“, und Menschen, die besessen waren von dem, was man damals unreine Geister nannte, fielen vor ihm nieder. Menschen, die ihr Leben nicht mehr so leben konnten, wie sie wollten, die beeinträchtigt waren an Leib und Seele, denen war es wichtig mit ihm in Kontakt zu kommen, sich von ihm berühren zu lassen. Warum? Er ist für sie mehr als nur irgendein Wunderheiler; hinter ihm, so spüren sie, steht Gott selbst. – Was erwarten wir von Jesus?

Jesus hat auch die Möglichkeit uns zu helfen. Wir müssen ihm nur zutrauen, dass er unsere ganze Unbeholfenheit, unsere kleinen und großen Fehler, unseren Egoismus und unsere Selbstüberschätzung und all unsere seelischen und körperlichen Krankheiten und Wunden die wir mit uns herum tragen, heilen kann.

Wir müssen sie ihm nur hinhalten und eindringlich bitten. Heile mich!

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