Sonntag, 25. April 2010

Firmlinge bleiben am Ball... Beeindruckende Firmfeiern in Thommen und Burg-Reuland.


Unterwegs im Glauben

Das Leben ist nicht ein Frommsein – sondern ein Frommwerden.
Nicht eine Gesundheit – sondern ein Gesundwerden.
Nicht ein Sein – sondern ein Werden.
Nicht eine Ruhe – sondern eine Übung.
Wir sind’s noch nicht – wir werden’s aber.
Es ist noch nicht getan oder geschehen –
aber es ist in Gang und im Schwang.
Es ist nicht das Ende – es ist aber der Weg.
Diese weisen Worte von Martin Luther sprechen in Kurzform das aus, was in den beiden Gottesdiensten anläßlich der Firmung im Pfarrverband Reuland deutlich wurde: Wir sind ein Leben lang unterwegs zu dem einen Ziel: Gott und die Menschen zu lieben. Sowohl die Firmlinge selber, als auch der Firmspender Herr Bischofsvikar François Palm gingen auf das Thema ein. Unser Glaubensweg ist zunächst ein „am Ball bleiben“. Nicht umsonst spielte der Ball und das Fußballspiel in den Gottesdiensten eine große Rolle. Die Firmlinge selber gingen eingangs des Gottesdienstes der Frage nach, was ein runder Fußball mit Kirche zu tun hat. Sie haben herausgefunden, dass sie einiges gemeinsam haben, und zwar: die Begeisterung für die Sache, das Training, die Ausdauer, die Zielstrebigkeit, die Fairness und die Teamfähigkeit.

Die Begeisterung: Fans wollen zeigen zu welcher Mannschaft sie gehören, sie tragen die Trikots dieser Mannschaft,schwenken deren Fahnen. Dies schafft Verbundenheit unter den Fans. Manchmal bemalen sie sogar ihre Gesichter mit den Nationalfarben. Fans bekennen somit Farbe. Farbe bekennen, Gesicht zeigen, davon lebt auch der christliche Glaube. Hätten die Apostel und die ersten Christen nicht den Mut gehabt sich zu Christus zu bekennen, wären wir nicht hier, sagten die Firmlinge. Jeder Firmling bekam einen Fußball, auf dem sich die Aussagen von vielen prominenten Fußballspielern und Trainern, die sich zu Christus bekennen, wiederfinden.

Das Training: Wer beim Fußball-Spielen weiterkommen will, muss trainieren. Wer nachlässig wird und meint, es gehe auch so, wird bald mehr zuschauen als spielen. Paulus schreibt seinem langjährigen Mitarbeiter Timotheus: „Übe dich in der Frömmigkeit!“ d.h. wer den christlichen Glauben bewahren will, muss ihn immer wieder einüben und vertiefen.

Die Ausdauer: Die schönsten Spielzüge einer Mannschaft nützen nichts, wenn sie nur 60 Minuten dauern. Ist der Gegner konditionell stärker, gewinnt er das Match in den letzten 30 Minuten. Jesus sagte uns: „Wer ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden, d.h. Glauben ist eine Frage des Durchhaltens, der Treue. Es genügt nicht, eine Zeit lang gläubig zu sein, und dann nicht mehr.

Die Zielstrebigkeit: Die elf Spieler einer Mannschaft haben ein Ziel – der Ball soll in das Tor des Gegners. Ohne dieses Ziel zählt alles andere nichts. Paulus schrieb den Christen in Korinth: „Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.“ d.h. Christen sollen so leben, dass sie das Ziel Ihres Lebens nie aus den Augen verlieren: Gott und die Menschen zu lieben.

Die Teamfähigkeit: Eine Fußballmannschaft profitiert mehr von Spielern, die nicht nur sich hervortun wollen, sondern den Torschuss einem anderen überlassen, der noch günstiger steht. Paulus schrieb an die Korinther: „Gott hat den Leib so zusammengefügt, dass alle Glieder des Leibes füreinander sorgen. Wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle mit ihm.“ d.h. auch in der christlichen Gemeinde geht es darum, seine Gaben in die Gemeinschaft einzubringen und sich über die Gaben der anderen zu freuen.

Als Zeichen, dass sie in Gottes Mannschaft spielen wollen, warfen die Jugendlichen ihren Ball in das Netz, welches am Kreuz angebracht war. Wünschen wir den Firmlingen viel Erfolg auf ihrem weiteren Glaubensweg und ein gutes Durchhalte-Vermögen damit sie das Ziel ihres Lebens erreichen.


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