Mittwoch, 12. Mai 2010

Wort Gottes für den Tag, Christi Himmelfahrt, 2010.

Aus dem Evangelium: Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür. Lk 24,46-48

Mit diesem Auftrag verabschiedet sich Jesus von seinen Jüngern, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde. Dieser Auftrag zeigt: Christi Himmelfahrt ist beides: Abschluss des irdischen Wirkens Jesu und Anfang der Zeit der Kirche, deren Aufgabe es ist, die Botschaft Jesu hinauszutragen in alle Welt, hinein in alle Bereiche unseres Lebens und so die Herrschaft Jesu allen Geschöpfen zu verkünden. [...]

Dieser Auftrag war zu keiner Zeit leicht; er begegnet nicht erst heute, sondern von allem Anfang an Schwierigkeiten. Die Briefe des Völker-apostels Paulus geben uns eindrucksvolles Zeugnis von den Gefahren, Entbehrungen, Verfolgungen, teilweisen Misserfolgen und Rückschlägen. Das ernsthafteste Hindernis waren schon in apostolischer Zeit die Spaltungen, die Uneinigkeit und der Streit unter den Christen. Deshalb hat Jesus am Abend vor seinem Sterben gebetet: "Dass alle eins seien, damit die Welt glaube" (Joh 17,21). Nach Jesu Abschiedsgebet gehören Weltmission und Sorge für die Einheit der Kirche zusammen; sie verhalten sich wie Zwillinge. Walter Kardinal Kasper, Rom


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