Montag, 7. Juni 2010

Wort Gottes für den Tag, Dienstag, 08. Juni 2010.


Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,13-16)


"Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben."

Mit dem Beispiel vom Salz, das die Speise erst schmackhaft macht, und von der Stadt auf dem Berg, die leuchtet und von weit her sichtbar ist, hat Jesus versucht den Jüngern klar zu machen, was von ihnen erwartet wird. Christ sein ist eine Würde, aber auch Verantwortung: Wer sich in unserer Gesellschaft zu Christus bekennt, muss entsprechend seinem Geist leben und handeln.

Der Apostel Paulus beschreibt in seinem Brief an die Galater die Früchte des Geistes: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Gal 5,22–23a). Mit diesen Werten waren die ersten Christen gekennzeichnet und damit waren sie beim ganzen Volk beliebt (Apg 2,47a).

„Ihr seid das Licht der Welt.“ „Ihr seid das Salz der Erde.“

Es sind wahrlich sehr gewagte Aussagen, die einen einfachen Menschen mit Stolz erfüllen, aber gleichzeitig sehr beunruhigen. Wie lassen sie sich verstehen?

Ein Beispiel gibt uns die Geschichte: In den ersten Jahrhunderten nach Christus, in denen das Christentum als Religion nicht anerkannt war, waren auch die Christen, besonders in Rom, eine Minderheit. Eine Minderheit, aber mit einem großen Herzen und starken Glauben. Die Christen boten in ihrer liebevollen Gemeinschaft den Menschen damals eine soziale Altarnative. Sie hielten sich von den Theatern und Gladiatorenkämpfen fern, sie bauten ein soziales Netz untereinander, damit keiner in Not geriet. Sie haben den Eindruck erweckt, dass sie über die irdischen Gelüste erhaben sind. Das machte diese Religion nicht nur in Rom, sondern auch im Rest der damaligen Welt sehr attraktiv. Aber heute noch und sehr stark in den armen Länder und dort, wo Christen eine Minderheit sind, sind sie durch ihr starkes Engagement oft sehr geachtet und verwirklichen die Aussage Jesu: Ihr seid das Salz der Erde!

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