Mittwoch, 7. Juli 2010

Wort Gottes für den Tag, Donnerstag, 08. Juli 2010.

Die Wahl der Zwölf- Anweisung für die Mission Mt 10,1-7



Jesus ruft seine zwolf Jünger zu sich. Nun übergibt Jesus diesen Jüngern die Vollmacht, die sein eigenes Wirken auszeichnete: die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Jünger sollen das Werk Jesu fortsetzen. Der Glaube an den Auferstandenen lässt sein Werk nicht als Vergangen und gescheitert erscheinen, sondern ist aktueller denn je. Die Jünger sollen das tun, was Jesus getan hat, sich den leidenden Menschen zuzuwenden.

Die Zwölfzahl der Jünger im engsten Kreis um Jesus hat den besonderen Hintergrund, dass die Zwölf im Selbstverständnis der Kirche die neuen Stammväter des neuen Israel darstellen. So wie das alte Israel aus zwölf Stammvätern und ihren Stämmen bestand, so ist es mit dem neuen Israel. Die Apostel sind die neuen geistigen Führer, die das Volk Gottes zusammenführen sollen.

Die Namen der zwölf Apostel standen in der jungen Kirche in höchster Achtung: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Pliilippus und Bartholomäus, Thomas and Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäuus, und Thadäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Dass diese Zwölf Apostel genannt werden, erscheint nach dem gängigen Sprachgebrauch nicht auffällig. Dennoch ist es so, dass diese Bezeichnung erst im nachösterlichen Glauben entstand. Apostel bedeutet Gesandter.

Im christlichen Sinne begann die Mission erst in der Urkirche. Aussagekraftig ist weiterhin, dass Simon an erster Stelle genannt wird. Simon mit dem Beinamen Petrus war die führende Persönlichkeit des Jüngerkreises vor und nach Ostern gewesen.

In der Namensliste ist auch aufgeführt Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Die übrigen Namen stehen für die Männer, die den Auitrag Jesu angenommen und ausgeführt haben. Sie stehen als die Garanten für die unverfälschte Wahrheit des Glaubens, als die wahren Zeugen der Botschaft Jesu Christi.


Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel
Im Anschluss an die Namensliste erhalten die Zwölf Weisungen für ihre Mission: Jesus gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariten sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Der Evangelist erinnert mit diesem Wort an die wohl ursprüngliche Absicht Iesu, sich ausschließlich an die Menschen in Israel zu wenden. Die Heiden und vom jüdischen Kult unabhängigen Samariter waren dabei nicht im Blick.

Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern (Mt 28,18f). Diese spezielle Perspektive erfuhr aber im Laufe der Zeit die ihr innewohnende Öffnung auch auf die Menschen außerhalb Israels. Der Urkirche wurde nach einigem Zögern endgültig klar, dass die Botschatt Jesu Christi alle Menschen betrifft.

Keine Kommentare: