Donnerstag, 18. November 2010

Hl. Elisabeth v. Thüringen

Lisa, Els, Lissi... Alle die auf den Namen Elisabeth getauft sind dürfen heute, am 19. November Namenstag feiern. Die heilige Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, wurde 1207 in Ungarn geboren. Schon früh kam sie an den thüringischen Hof, um sich auf ihre Rolle als künftige Landgräfin vorzubereiten. Als Vierjährige wurde Elisabeth - unter Einfluss der politischen Interessen des Papstes Innozenz III. - mit dem damals elf Jahre alten Thüringer Landgrafensohn Hermann verlobt und zur Erziehung in deutscher Umgebung und durch ihre Schwiegermutter Sophie nach Thüringen geschickt. Doch Hermann starb 1216, ein Jahr darauf auch sein Vater, als Herrscher stand nun der jüngere Ludwig an, der, nachdem er volljährig geworden war, 1218 als Ludwig IV. Landgraf wurde. Inzwischen hatte sich Ludwig in Elisabeth verliebt, 1221 - wurde die Hochzeit gefeiert. Es kam zu einer glücklichen Ehe, aus der schnell drei Kinder hervorgingen.

Elisabeth war bekannt für ihre Freigebigkeit. Sie unterstützte die Armen, die an das Tor der Burg um Brot betteln kamen. Das brachte ihr Verleumdung am Hofe ein. Lediglich bei ihrem Mann fand sie Unterstützung. Am bekanntesten dürfte in diesem Zusammenhang das „Brotwunder“ sein. In dieser Überlieferung wird erzählt, dass Elisabeth unterwegs zum Burgtor war. Sie trug in ihre Schürze eingewickelt Brot, um es den Armen zu geben. Unterwegs begegnet sie ihrem Gatten. Er fordert sie auf, die Schürze zu öffnen. - Sie ist voller Rosen. Ihr Mann Ludwig trat dem Deutschen Orden bei und empfing von Konrad von Hildesheim das Kreuz, um am 5. Kreuzzug teilzunehmen. Er erkrankte dabei im italienischen Brindisi und starb dort an einer Seuche.

Nach dem Tod ihres Mannes wurde Elisabeth mit ihren drei Kindern von ihrem Schwager Heinrich Raspe von der Wartburg vertrieben mit der Begründung, sie verschwende öffentliche Gelder für Almosen. In Eisenach fand sie keine Unterkunft. Sie soll zunächst in einem Schweinestall gehaust haben, bis sie bei ihrem Onkel mütterlicherseits, dem Bischof von Bamberg, Aufnahme mit ihren drei Kinndern fand. Der Onkel wollte sie wieder vermählen, aber Elisabeth lehnte selbst die Werbung von Kaiser Friedrich ab.

Mit ihrem Witwenvermögen errichtete sie 1229 in Marburg ein Spital, benannte es nach dem heiligen Franziskus und arbeitete dort selbst als Pflegerin bis zu ihrem Tod.

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