Montag, 6. Dezember 2010

Heiliger Ambosius von Mailand: Gelehrter, Bischof und Patron der Imker




Wir gedenken heute, am 7. Dezember, des heiligen Ambrosius, des großen Bischofs aus Mailand, der im 4. Jahrhundert lebte. Einen großen Mann macht es aus, dass er bei aller Größe noch bescheiden bleiben kann. Dieser Satz könnte wohl am besten das Wesen des heiligen Ambrosius charakterisieren. Denn obgleich er ein exzellenter Theologe, Prediger und Schrift-Gelehrter war, blieb er dennoch zeitlebens ein für alle Menschen zugänglicher Mann.

Das war es wohl auch, was die Menschen damals bewegte, ihn als Bischof von Mailand vorzuschlagen. Besonders die Auslegung des Wortes Gottes lag ihm am Herzen. Als Bischof war es seine Aufgabe zu predigen. Seine Predigt und seine Auslegung der heiligen Schrift war keine „blutleere“ Wissenschaft, sondern diente dem Zweck der Belehrung und Erbauung seiner Gemeinde. Es wird gesagt, dass seine Reden süß wie Honig waren. Er gilt als Seelentröster und hilft, in der Not die richtigen Worte zu finden.

Vita

Ambrosius war seitens seiner christlichen Eltern für die Beamtenlaufbahn bestimmt.
Nach seinem Jurastudium , etwa 372 / 73, wurde er mit der Präfektur der Provinz Aemilia-Liguria (Ämilien und Ligurien) betraut. Der Sitz der Provinz war Mailand, das damals auch als eine Kaiserresidenz diente.

Das Bistum Mailand war, wie die übrige damalige Kirche, tief zerstritten zwischen Trinitariern und Arianern. Als 374 (nach dem Tode des Arianers Auxentius) eine Bischofswahl anstand, ging der allseits beliebte und geachtete Präfekt persönlich in die Basilika, wo die Wahl stattfinden sollte, um in dieser Krisensituation einen wahrscheinlichen Aufruhr zu verhindern. Seine Ansprache wurde der Überlieferung nach durch den Zwischenruf eines Kindes Ambrosius episcopus! („Ambrosius soll Bischof werden!“) unterbrochen, woraufhin er einstimmig zum Bischof gewählt wurde.

Ambrosius wirkte in dieser Lage als geeigneter Kandidat, weil er den Trinitariern als ihr Sympathisant bekannt war, aber auch den Arianern wegen seiner theologischen Neutralität als Politiker akzeptabel erschien. Er selbst stimmte jedoch energisch gegen seine Wahl, da er sich in keiner Weise auf ein solches Amt vorbereitet sah: Er
war als Katechumene noch in der Vorbereitung auf die Taufe. Erst auf kaiserliche Intervention hin gab Ambrosius nach. Innerhalb einer Woche empfing er die Sakramente der Taufe und der Ordination zum Diakon und zum Priester, so dass seiner Bischofsweihe nichts mehr im Weg stand.

Ambrosius engagierte sich nicht nur in kirchenrechtlichen Angelegenheiten, sondern war durch seine herausgehobene Stellung als Bischof der Residenz Mailand auch politisch gefordert. Ambrosius starb nach einem Episkopat von 23 Jahren am Vorabend von Ostern 397. Sein Nachfolger im Bischofsamt wurde Simplicianus. Er selbst wurde in der nach ihm benannten Basilika Sant'Ambrogio bestattet und verehrt.

Schutzpatron der Imker und der Wachszieher

Eine Legende erzählt: Als der spätere Kirchenmann noch ein Kind war, soll sich ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen haben. Die Bienen seien sogar in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. All dies wurde als ein Zeichen Gottes und ein Hinweis auf die große Zukunft des Kindes gedeutet.

Ambrosius wird meist mit einem Bienenkorb dargestellt, was seinen Fleiß und seine Gelehrsamkeit symbolisieren soll. Diesen Fleiß sagt man ja auch dem Bienenvolk nach. Dieser Fleiß beschert uns Imkern eine reiche Ernte. Natürlich gehören auch der Fleiß und die Überlegungen des Imkers dazu, denn ganz ohne das Mitwirken des Imkers geht’s auch nicht. Die reiche Ernte verdanken wir aber vor allem dem Fleiß der Bienen.




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