Samstag, 9. Januar 2010

Im Wasser und im Heiligen Geist wurdest du getauft


Jesus lässt sich von Johannes taufen und tritt damit in das Licht der Öffentlichkeit. Er lässt sich "zusammen mit dem ganzen Volk" (Lk.3,21) taufen. Das bedeutet: Jesus solidarisiert sich mit den Menschen, er stellt sich in die Reihe der Sünder, ohne selbst Sünder zu sein. Diese Taufe hat auch politische Brisanz. Am Jordan beginnt die Spannung zwischen Jesus und der jüdischen Tradition. Und diese Taufe sagt etwas über diesen Menschen Jesus aus: „Du bist mein geliebter Sohn“.


Ich kenne dich bei deinem Namen

Wenn wir heutzutage ein Kind taufen, oder wenn ein Erwachsener Mensch sich taufen lässt, geschieht das gleiche: Am Beginn der Tauffeier steht die Frage des Taufspenders an die Eltern oder den Taufbewerber, welchen Namen der Täufling erhalten soll. Diese Namensgebung steht als Zeichen dafür, dass Gott uns persönlich in seine Nachfolge beruft und einlädt. "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen." Der Name ist wesentlicher Teil unserer Identität. Dieser Name wird ein Leben lang zu uns gehören. Wir sind mehr als ein namenloser Wassertropfen im großen Ozean.


Der Getaufte bleibt nicht allein.

Mit der Taufe wird ein Kind in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Die Gemeinschaft aller Getauften bildet die Kirche. Der Getaufte bekommt Anteil an den Verheißungen des Glaubens und der Gemeinschaft mit Jesus Christus. Das heißt ganz konkret, er kann in vollem Maße die Sakramente empfangen. Wenn ein Kind alt genug ist, darf es zum Tisch des Herrn hintreten und den Leib des Herrn empfangen. Wenn es sich Schuld bewusst ist, kann es die Vergebung der Sünden empfangen und wenn sein Leben einmal zu Ende geht, wird es wie Christus auferstehen zu ewigem Leben. Denn Christus verspricht: „Jeder, der an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt (Joh 11,25) Sind wir uns dessen immer bewusst wenn wir taufen? Hier wird deutlich: Taufe ist mehr als ein schönes Familienfest.


Die Taufe ist an den Glauben an Jesus Christus gebunden

Ohne Glaube keine Taufe, heißt es. Nur aus diesem Bewusstsein und in der bewussten Rückbindung an Christus ist sie zu verstehen. Taufe ist nicht irgend ein frommes Ritual, mit dem dann alles zu Ende ist, wenn ich es empfangen habe, sondern Taufe ist der Beginn einer Christusbeziehung.


Christ-Sein ist Christ-Werden

Das Kind ist nach der Taufe kein fertiger Christ. Das Christ-Werden nimmt das ganze Leben in Anspruch. So, wie aus dem kleinen Kind einmal ein Erwachsener wird, muss dieses Kind auch Erwachsen werden im Glauben. Der Mensch verändert sich mit den Jahren. Nicht nur sein Aussehen, auch sein menschliches Wesen verändert sich und auch sein Glaube verändert sich, wird sozusagen reifer.

Weder das Mensch-Werden, noch das Christ-Werden ist vor dem letzten irdischen Atemzug abgeschlossen. Nein, bis dahin sind wir unterwegs. Unser Glaube läßt sich im Laufe der Jahre, im Lebensprozess der Reife, immer noch besser gestalten. Niemals können wir in dieser Hinsicht mit uns zufrieden sein. Niemals können wir uns als "fertig" bezeichnen. Es bleibt immer ein Rest, den man noch zu tun hat.


Die Eltern und Paten müssen dem Glauben Raum zur Entfaltung geben.

Das Kind lernt Glauben nicht erst aus den Religionsbüchern. Es lernt den Glauben am Beispiel der Eltern und Paten und ich glaube mehr noch als durch die Paten sind es die Großeltern, die Kindern Anfanghaft Glauben vermitteln. In der christlichen Prägung der Eltern und Großeltern und der Paten erkennt das Kind instinktiv, wie christliches Leben geht. In der frühen Kirche hatte man deshalb die Regelung, dass Taufbewerber eine Zeit lang mit einem Christen zusammen lebten, um so sein Leben aus dem Glauben kennen zu lernen. Hier geht es nicht um einen Katechismus-Glauben, sondern um gelebten Glauben im Alltag. Beim christlichen Glauben geht es nicht zuerst um viel Wissen, um Theologie im höchsten Sinne, sondern um viele Erfahrungen eines Lebens aus dem Glauben.

Es ist Sache der Eltern, das Kind nicht in einer geistigen und religiösen Quarantäne zu belassen, sondern in seinen Fragen nach dem Sinn des Lebens bewusst zu begleiten. Diesen Auftrag dürfen sich Eltern nicht aus der Hand nehmen lassen. Wie man in allen Bereichen des Lebens den Kindern Rede und Antwort steht, und wie man sonst für Essen, Kleidung und Bildung sorgt, muss dies auch im religiösen Bereich geschehen. Kinder dürfen nicht um Gott betrogen werden. Eltern versprechen bei der Taufe ihres Kindes, es im Glauben zu erziehen. An dieses Versprechen sind sie gebunden, bis ihr Kind ein selbständiger Mensch geworden ist. Darum sollten Erstkommunion, Erstbeichte und Firmung auch von ihnen mitgetragen und vorbereitet werden. Zumindest sollten sie über alles informiert sein, was ihr Kind in dieser wichtigen Zeit erfährt.


"Salz der Erde" und "Licht der Welt" sollen die Christen sein.

Der Glaube ist niemals nur Privatsache. Wenn die Christen "Salz der Erde" und "Licht der Welt" sein sollen, hat er immer auch einen öffentlichen Charakter und bewirkt, dass Christen sich einmischen, dass sie für christliche Werte eintreten, notfalls sogar unter Lebensgefahr.


Christsein wird in Zukunft nicht billiger werden.

Die kommenden Anforderungen werden neue Maßstäbe setzen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir in Zukunft jedes Kind ohne Wenn und Aber taufen werden. Denn bei vielen jungen Eltern können wir den Glauben an Jesus Christus und an die Kirche nicht mehr voraussetzen. Anders ausgedrückt: Viele jungen Eltern bringen nicht mehr die nötigen Voraussetzungen mit, um ihr Kind im Glauben zu erziehen.

Hier werden wir neue Möglichkeiten aufweisen müssen, indem wir Eltern vor der Taufe einen Glaubenskurs anbieten, in welchem sie zumindest die Grundaussagen unseres Glaubens kennen lernen. Eine Tauffeier, die nur noch einen schönen Rahmen für eine Familienfeier bietet und die einige schöne Fotos für‘s Familienalbum abwirft ist keine gute Sache. Auch macht sie weder die Eltern noch die Kirche glaubwürdig.


Die Eltern wählen die Paten.

Diese müssen die persönliche Reife mitbringen. Kinder und Halbherangewachsene Jugendliche werden dieser Aufgabe bestimmt nicht gerecht. Die Paten erklären sich bereit und zuständig für Führung, Erziehung und Bildung des Kindes. Sie müssen sich dieser Aufgabe bewusst sein. Auch für sie gilt, was für die Eltern gilt: das eigene Leben muss aus dem aktiven Glauben gestaltet werden und sie sollten in der bewussten Gemeinschaft mit der Kirche stehen. Anders gesagt: Ein nicht-katholischer Christ, ein Angehöriger einer anderen Religion gar, kann nicht die Tradition des Glaubens unserer Kirche unverkürzt dem Kind mitteilen. Aus gleichen Gründen kann auch ein aus der Kirche Ausgetretener kein Taufpate sein.

Die Taufe ist ein Geschenk

Die Taufe ist ein sehr kreatives Geschenk Gottes an uns Menschen. Man kann verschieden damit umgehen: Man kann ein kleines Fest daraus machen, man kann sich kurz freuen und sie dann liegen lassen, nicht beachten. Oder aber man kann sie genauer unter die Lupe nehmen, die Gebrauchsanweisung mal richtig studieren und dann auch für unser Leben tatsächlich zur Anwendung bringen.

Manches wird gelingen, einiges unvollständig bleiben. Deshalb beten wir auch: "Im Wasser und im Heiligen Geist wurdest du getauft. Der Herr vollende an dir, was er in der Taufe begonnen hat."

Freitag, 8. Januar 2010

Am Sonntag endet die Weihnachtszeit

Mit dem heutigen Sonntag endet auch in der Kirche die Weihnachtszeit. Einerseits schade, jetzt ist es vorbei mit Kerzen und Weihnachtsbäumen, Krippe und Weihnachtsstimmung. Aber auf der anderen Seite ist das auch gut so.
Ab heute kann man den Weihnachtsbaum abräumen. Kugeln in die Kisten, Kerzenhalter und Deko fürs nächste Jahr verstauen. Auch die Krippe kann man zusammenpacken. Denn heute geht die Weihnachtszeit zu Ende. Im Gottesdienst gibt’s noch ein letztes Mal „Zu Bethlehem geboren“ oder „O Du fröhliche“. Aber dann ist mit den Weihnachtsliedern Schluss. Und auch in der Kirche werden Baum, Krippe und die Weihnachtsdekoration abgeräumt.

Schade eigentlich, dass Weihnachten schon aufhört. Es wäre doch gar nicht schlecht, ein wenig länger an die phantastische Botschaft von Weihnachten zu erinnern. Daran zu erinnern, dass Gott Mensch geworden ist in einem kleinen Kind. Er geboren wurde am Rande der Welt, in einem Stall, abseits von den großen Palästen. In einigen Kirchen tut man sich schwer damit, heute schon den Nachweihnachtsputz zu veranstalten. Besonders dann, wenn die Krippe sehr groß und aufwendig ist. Dann fällt es schwer, jetzt schon wieder alles in Kisten und Kasten zu verpacken. Einige lassen deshalb die Krippe noch ein wenig stehen. So wie das früher oft auch war. Da dauerte nämlich die Weihnachtszeit bis Anfang Februar. Aber egal ob die Weihnachtszeit bis heute oder aber bis Februar dauert, irgendwann ist so oder so Schluss mit der Dekoration, mit Baum, Krippe, Kerzen und Lametta, irgendwann ist Schluss mit feiern.
In den katholischen Gottesdiensten wird dies heute sehr deutlich. Zwar werden noch mal Weihnachtslieder erklingen und viele werden sie mit sehr viel Inbrunst und Freude mitsingen. Der biblische Text aber, der vorgelesen wird, ist gar nicht weihnachtlich. Es geht um die Taufe des Herrn. Und das ist keine Kindertaufe, das würde ja noch irgendwie zu Weihnachten passen, sondern eine Erwachsenentaufe.
Johannes der Täufer tauft Jesus im Jordan, als der etwa 30 Jahre alt war. Das Kind Jesus spielt am letzten Festtag der Weihnachtszeit keine Rolle mehr. Ab jetzt geht es um den Mann Jesus. Das macht deutlich: Weihnachten dauert einfach nicht ewig. In jedem Leben werden irgendwann aus Kindern Erwachsene, und immer kehrt nach Feiern auch der Alltag ein. (Kalle Grundmann, Koblenz, kath. Kirche, in SWR4.de)

Donnerstag, 7. Januar 2010

Drei Söhne sind eine Freude

Der Vater hatte drei Söhne großgezogen. Drei Söhne sind eine Freude. Drei Söhne sind eine Sorge. Aber wenn man sie Samstagabend, so um den Tisch sitzen sieht, alle kräftig und prächtig
gewachsen, mit der richtigen Naturbegabung, sich die Butter dick aufs Brot zu streichen und die Wurst nicht zu vergessen, klopft ein Vaterherz höher. Drei Söhne sind drei gute Esser, und der Vater greift immer wieder zum Messer, vom Brot ein paar neue Scheiben für seine Söhne
abzuschneiden und die Hartwurst aufzusäbeln.

Inzwischen ist es halb acht Uhr geworden. Der Vater blickt auf Rudolf, seinen Ältesten. »Würdest du mir einen Gefallen erweisen, Junge?« »Natürlich, Vater.« »Lauf doch einmal schnell hinunter zur Ecke in die Wirtschaft >Zum grünen Anker< und hol mir bitte eine Flasche Bier.« Rudolf, der Achtzehnjährige, sieht auf die Uhr. »Zu dumm, Vater, aber leider - ich muss mich noch umziehen, rasieren, feinmachen - ich habe um Acht ein Rendezvous und möchte mein Mädchen nicht gern warten lassen. Das siehst du doch ein?«

Der Vater sieht es ein, er wendet sich an Jürgen, seinen Sechzehnjährigen. »Na, Junge, wie wär's mit dir? Würdest du einmal schnell hinunterlaufen und deinem alten Vater einen Krug Bier holen?« Jürgen hält mitten im Kauen inne. Eine Scheibe Wurst zwischen den Fingern, eine Scheibe Wurst zwischen den Zähnen. »Muss das sein, Vater? Du siehst, dass es mir pressiert, ich beeile mich schon mit dem Essen. Ich habe für heute abend Kinokarten für einen Western, ich möchte nicht gern zu spät kommen, die Vorstellung beginnt um Acht und das Kino, das ihn spielt, liegt drüben in der Altstadt.«

Ein Vater ist ein Vater. Ein Vater möchte nicht gern, daß sein Junge zu spät ins Kino kommt. Er hat dafür volles Verständnis. Außerdem hat er ja noch einen Jungen, der ihm das Bier holen kann, seinen Andreas, fünfzehn Jahre. Er blickte also vom Tisch aus seinen beiden großen Jungens nach, die noch kauend aufgesprungen sind und davon eilen, der eine zu seinem Rendezvous, der zweite zu seinem Film. In diesem Augenblick sagt Andreas, fünfzehn Jahre, der jüngste der Söhne, seinen Brüdern mit vorwurfsvollem Kopfschütteln nach schauend: »Da hast du dir ja ein paar feine Halbstarke großgezogen, Vater! Aber wenn du jetzt hinuntergehst, dir dein Bier zu holen - würdest du mir da bitte eine Schachtel Zigaretten und eine neue Illustrierte mitbringen?« (In: Willi Hofsümmer, Kurzgeschichten, Bd 1, S. 29)

Wort Gottes für den Tag - Donnerstag, 07. Januar 2010


Das Himmelreich ist nahe!

„Warum gehst du immer in die Kirche?“, wurde ein junger Mann von seinen Arbeitskollegen gefragt. „Um dem Himmel nahe zu sein!“, war die Antwort.

Das Himmelreich ist nahe! Das haben wir in den letzten Tagen und Wochen intensiv gefeiert: Weihnachten – der Himmel neigt sich der Erde zu, Gott wird Mensch; Neujahr – nicht nur ein neues Jahr hat begonnen, in der Menschwerdung Gottes beginnt eine neue Art zu denken und zu leben; Epiphanie – Erscheinung des Herrn - die Herrlichkeit des Himmels zeigt sich allen. Das Himmelreich ist nahe!

Das Himmelreich ist nahe – ja wo denn?

Überall Krieg, Hass und Gewalt. Weihnachten – das Himmelreich ist nahe: Das haben wir Christen vor zwei Wochen gefeiert, aber für die meisten Menschen liegt es längst weit zurück. Die Besessenen, Mondsüchtigen und Gelähmten, die Müseligen und Beladenen am See Gennesaret, die haben ganz konkret erfahren: Das Himmelreich ist nahe – Jesus heilte sie alle.

Aber heilte er auch uns? Hat uns Weihnachten frei gemacht von unseren Ängsten und Sorgen, von dem, worunter wir leiden? Spüren wir den Himmel, die Nähe Gottes unter den Menschen, seine Kraft in unserer Gemeinschaft, seine Liebe in unserem Miteinander?

Es ist vielleicht ganz gut, dass es nur nahe ist, das Himmelreich, dass es nicht schon da ist. Denn Weihnachten ist erst der Anfang. Der Weg ins Himmelreich führt durch ein ganzes Leben, mit seinen Höhen und Tiefen, mit Freude und Leid, mit Glück und Verzweiflung. Er führt durch Leiden, Kreuz und Tod hindurch. Aber der Weg führt ins Leben.

Wenn wir das Wort des Herrn ernst nehmen, uns von ihm ergreifen lassen, von seinem „Kehrt um! Das Himmelreich ist nahe!“, wenn wir uns selbst in seinen Dienst stellen, sein Reich der Himmel in unseren Alltag kommen lassen, ihm nachfolgen durch Kreuz und Tod hindurch – dann werden wir vielleicht einmal erfahren: Das Himmelreich ist da!

Dienstag, 5. Januar 2010

Versammlung des Pfarrverbands - Erneuerung der Kontaktgruppen

Fotos: Lothar Klinges

Dreißig Personen waren der Einladung des Seelsorgerates der Gebietes deutscher Sprache gefolgt, um über die Erneuerung der Kontaktgruppen nachzudenken.

Fina Keiffens, die durch den Abend führte, verglich die Kontaktguppen mit den Heiligen Drei Königen, deren Festtag wir heute feiern. Wie die Heiligen Drei Könige haben die Mitglieder der Kontaktgruppen sich auf den Weg gemacht. Die Könige hatten als Ziel, den neugeborenen Könug der Juden zu finden. Die Kontaktgruppen haben sich als Ziel gesetzt: die im Projekt „Baustelle Pfarren“ anvisierte Pfarrerneuerung. Wohl wissend dass eine Pfarrerneuerung nur in kleinen Schritten unternommen werden kann, haben die Kontaktgruppen damit begonnen verschiedene Aktivitäten in den Pfarren zu organisieren, um die Gruppen bekannt zu machen. Sie haben gemerkt, da gibt es Ängste verschiedenster Art. Ängste auf andere zuzugehen. Furcht vor der Kritik, aber auch das Gefühl gut angekommen zu sein.

Die Mitglieder der Kontaktgruppen sagen nach drei Jahren Mitgliedschaft aber nicht Adieu, sondern die Mehrheit will weiter machen. „Wir erleben auch viele schöne Stunden miteinander“ so das Fazit einer Teilnehmerin. „Es darf nicht nur um Aktivitäten gehen“, so der Kommentar einer anderen Teilnehmerin, sondern „ ... auch das Spirituelle, das Gemeinsame Beten oder Betrachten eines Bibeltextes ist von Bedeutung.“ - Ein Ratschlag den wir nicht unterschätzen sollten.

Es wurde deutlich, dass wir gerne an altem, Bewährtem und lieb gewonnenen Ritualen festhalten, wenngleich wir sehen, oder spüren: Wir müssten eigentlich andere, Neue Wege gehen. Hier können uns die Heiligen Drei Könige Vorbild sein. Auch sie gingen , nachdem sie das Kind gefunden hatten, auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

Besser auf neuen Wegen etwas stolpern
als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.


Chinesisches Sprichwort

Kalenderblatt 05. Januar 2010


Sonntag, 3. Januar 2010

Wort Gottes für den Tag - Montag, 04. Januar 2010


Wo wohnt Gott?

Am gestrigen Sonntag wurde uns der Anfang des Johannes-Evangeliums verkündet: „Gottes Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ – Gott selber ist zu uns Menschen gekommen, in seinem Wort, in seinem Sohn Jesus Christus, um bei uns zu sein, um mit uns zu leben, zu lachen, zu essen, aber auch um mit uns zu leiden, zu weinen und uns zu trösten.

Heute fragen Andreas und sein Begleiter Jesus: „Meister, wo wohnst du?“: Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister , wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm (Joh 1,35-42)
Wo wohnt Gott? Beide waren auf der Suche nach Sinn für ihr Leben, waren zuerst bei Johannes am Jordan gelandet, und fanden schließlich Jesus, den Messias. Von diesem Tag an gingen die beiden Jesus nach.



Seit Weihnachten wohnt Gott nicht mehr nur im Himmel, er wohnt bei den Menschen, dort wo sie essen und trinken, feiern und singen, aber auch dort, wo sie mit ihrem Kummer und ihren Sorgen zu ihm kommen.

In der Feier der heiligen Messe, erleben wir Gottes Nähe ganz eindringlich. Aber er kommt nicht und geht danach wieder. Im Tabernakel, übersetzt: das kleine Haus, die Hütte, das Zelt … hier wissen wir ihn bleibend unter uns, hier lässt er sich finden, er, der Messias.