Samstag, 23. Januar 2010

Sebastianusfest in Stefeshausen

An diesem Wochenende begeht die Pfarre Steffeshausen das Fest ihres 2. Pfarrpatrons, des hl. Sebastian. Neben dem hl. Petrus wird ebenfalls der hl. Sebastian dort verehrt.

Sebastian starb am 20. Januar 288 am Beginn der der Diokletianischen Verfolgung in Rom den Tod als Blutzeuge für Christus. Über das Leben Sebastians, der zu den meist verehrten Heiligen gehört, gibt es nur unvollständige Überlieferungen. Die Legende erzählt, dass er in Mailand geboren sein soll und Soldat im Heer von Kaiser Carinus war. Der Plan des jungen Christen war es, inmitten der Heiden und Christenverfolger denen zu helfen, die an Christus glaubten.

Martyrium

Nach dem Tod des Kaisers wurde der brutale Diokletian sein Nachfolger. Als der Christenhasser eines Tages erfuhr, dass der von ihm sehr geschätzte Soldat Sebastian gläubiger Christ war, ließ er ihn an einen Pfahl binden und von Pfeilen durchbohren. Eine junge Witwe namens Irene wollte den Leichnam des Märtyrers abnehmen und bestatten, als sie plötzlich bemerkte, dass Sebastian noch lebte.

Sebastian: Soldat Christi

Nachdem Sebastian wieder gesundet war, ging er, so die Legende, mutig zu Diokletian und beschuldigte ihn laut des Verbrechens der Christenverfolgung. Der Kaiser ließ den Totgeglaubten daraufhin in den Circus, die Rennbahn von Rom, abführen und von Soldaten mit Stöcken zu Tode prügeln. Dies soll am 20. Januar des Jahres 288 geschehen sein. Eine Christin namens Lucina barg den Leichnam Sebastians aus der Cloaca Maxima (der Abfallgrube Roms) und bestattete ihn an der Via Appia bei der Apostelbasilika, die heute S. Sebastiano heißt und zu den sieben frühchristlichen Pilgerkirchen Roms gehört. In einem Sarg aus Stein, unter dem Altar der ersten Seitenkapelle links, werden die kostbaren Reliquien des Märtyrers aufbewahrt.

Wenn wir heute das Patrozinium dieser Kirche feiern, dann steht der heilige Sebastian vor uns. Er steht zunächst vor uns, wie wir ihn von Bildern und Figuren kennen, wie wir ihn auch hier in der Kirche dargestellt sehen: der tapfere Mann, der von Pfeilen durchbohrt wird. Auch wenn sein Martyrium der Höhepunkt seines Lebens, die Vollendung der Nachfolge Christi bis in den Tod hinein war, so dürfen wir doch zugleich sehen, wie sehr dieser große Heilige in Wort und Tat das Evangelium lebte.

Es wird berichtet, dass er zwei Glaubensbrüdern besondere Hilfe geschenkt hat, als ihre Eltern und Verwandten – um ihr Leben zu retten – sie zum Abfall vom Glauben bewegen wollten. Sebastian stärkte und ermutigte sie, sich in Gott, dem Herrn des Himmels und der Erde, festzumachen, ihr Leben in ihm zu verankern. Er hatte Erfolg damit aber dieses Geschehnis war Anlass seiner Verhaftung. Kaiser Diokletian zieht ihn persönlich zur Verantwortung.

„Die Freude an Gott ist meine Stärke.“

Doch Sebastian lebt aus einem tiefen Christusglauben. Er weiß: „die Freude an Gott ist meine Stärke.“ Sebastian ist bereit, für Christus und mit ihm den Tod zuerleiden. Von vielen Pfeilen getroffen bricht er zusammen. Als der Todgeglaubte nochmals zu Kräften kommt, versteckt er sich nicht. Er redet dem Kaiser mutig ins Gewissen: „Lass ab von der Verfolgung, du bezwingst Christus nicht!“ Doch Diokletian bleibt hart. Er lässt Sebastian mit Knüppeln erschlagen. Doch auch damit hat er Jesus Christus nicht besiegt. Denn: Den Namen des Kaisers kennen heute nur noch Geschichtsexperten; Sebastian ist in aller Welt bekannt. Viele haben seine Hilfe erfahren. Viele verehren ihn. So wurde er zum Patron vieler Kirchen.

Sebastian: Unser Vorbild

Das Leben des heiligen Sebastian bewegt uns auch heute. Er kann uns und der Welt etwas vermitteln, was wir alle unbedingt brauchen. Er gibt Hoffnung und öffnet uns den Blick zum Himmel. Sebastian ermutigt uns unser Leben fest zu verankern in Gott, um voll Hoffnung und Zuversicht, die anstehenden Herausforderungen anzunehmen und anzugehen. Denn die Freude an Gott ist unsere Stärke.

Freitag, 22. Januar 2010

Wort Gottes für den Tag - Freitag, 22. Januar, 2010

Nehmt euch um eures Lebens willen gut in Acht! Denn eine Gestalt habt ihr an dem Tag, als der Herr am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch sprach, nicht gesehen. Lauft nicht in euer Verderben und macht euch kein Gottesbildnis, das irgendetwas darstellt, keine Statue, kein Abbild eines männlichen oder weiblichen Wesens, kein Abbild irgendeines Tiers, das auf der Erde lebt, kein Abbild irgendeines gefiederten Vogels, der am Himmel fliegt, kein Abbild irgendeines Tiers, das am Boden kriecht, und kein Abbild irgendeines Meerestieres im Wasser unter der Erde. Wenn du die Augen zum Himmel erhebst und das ganze Himmelsheer siehst, die Sonne, den Mond und die Sterne, dann lass dich nicht verführen! Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen. Der Herr, dein Gott, hat sie allen anderen Völkern überall unter dem Himmel zugewiesen. Euch aber hat der Herr genommen und aus dem Schmelzofen, aus Ägypten, herausgeführt, damit ihr sein Volk, sein Erbbesitz werdet - wie ihr es heute seid. Nehmt euch in Acht! Vergesst nicht den Bund, den der Herr, euer Gott, mit euch geschlossen hat. Ihr sollt euch kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt, was der Herr, dein Gott, dir verboten hat. (Dtn 4,15-20)

Sicher machen wir uns in unserer westlichen Kultur keine Standbilder mehr, vor denen wir niederfallen, wir tanzen nicht um das goldene Kalb, wir schmieden, schnitzen oder malen uns keinen Gott, wir hauen ihn auch nicht in Stein. Pädagogen wissen aber: Bilder prägen sich fester ein als Worte. Wir kommen ohne Vorstellungen nicht aus. Wenn es aber um unseren Glauben geht, dann begegnen wir der Mahnung: Wir sollen von Gott reden, jedoch auf Bilder verzichten. Auf den ersten Blick erscheinen die biblischen Bücher selbst nicht konsequent, denn in ihnen begegnen uns viele Bilder Gottes, die bewusst an unseren Alltagserfahrungen anknüpfen. Etwa wenn es bei Jesaja heißt, Gott »will euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet« (66,13). Man kann von Trost reden, aber erst in dem Bild wird er richtig spürbar. Überdies: Jesus selbst hat sich nicht gescheut, in Gleichnissen - Bild-Geschichten - zu sprechen, wenn er zum Beispiel vom Reich Gottes sprach.

Es gibt wenigstens zwei Gründe, warum Gottes-Bilder verboten sind. Der eine: Wenn man Gott beschreiben will, reicht ein Bild nicht aus. Auch eine Vielzahl von Bildern genügt nicht. Denn Gott geht in keiner Darstellung auf. Er ist stets größer als meine eigene Vorstellungswelt, passt nicht in ein einziges Bild. Der andere Grund: Gottesbilder haben die Tendenz, zu Götzenbildern zu werden - wie das Goldene Kalb. Menschen stellen sie auf, um sich der Gegenwart einer Gottheit, ihrer Hilfe und ihres Schutzes, zu versichern. Solche Gottesbilder stehen in der Gefahr, Gott auf ein menschliches Maß festzulegen und ihn für die eigenen Zwecke zu benutzen. Dabei ist es genau andersherum: Gott hat uns Menschen als sein Ebenbild geschaffen (Gen 1,27).

Wenn wir Gott nach unserem Bild gestalten, werden wir ihm nicht nur nicht gerecht, sondern instrumentalisieren ihn. Neben der Rede des Menschen als Ebenbild Gottes lässt die Bibel nur noch dieses eine Bild zu: Christus als »das Ebenbild des unsichtbaren Gottes« (Kol 1,15). Ansonsten haben wir sein Wort. Das muss genügen.

Dienstag, 19. Januar 2010

Wort Gottes für den Tag - Mittwoch, 20. Januar, 2010

Wie oft haben wir uns schon in einem Menschen getäuscht. Jemand macht einen guten Eindruck und wir vertrauen ihm. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn dieser Mensch diesem Vertrauen nicht gerecht wird.

Wir lassen uns zu leicht vom äußeren Schein blenden. Gott dagegen sieht auf das Herz des Menschen. Das hat der alte Prophet Samuel erfahren müssen, der von Gott gesandt wurde, den neuen König von Israel zu salben:


Was war geschehen?

Der Herr hatte König Saul verworfen, weil dieser nicht auf das Wort des Herrn gehört hatte. Der Herr sagte deshalb zu Samuel: Wie lange willst du noch um Saul trauern? Ich habe ihn doch verworfen; er soll nicht mehr als König über Israel herrschen. Fülle dein Horn mit Öl und mach dich auf den Weg! Ich schicke dich zu dem Betlehemiter Isai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen. Ich selbst werde dich dann erkennen lassen, was du tun sollst: Du sollst mir nur den salben, den ich dir nennen werde.

Samuel machte sich also auf den Weg nach Betlehem, zu Isai. Gemeinsam brachten sie dem Herrn ein Opfer dar. Dann ließ Isai seine Söhne der Reihe nach kommen. Sie waren alle jung und kräftig, schön an Gestalt und Aussehen ...

Als sie kamen und er den Eliab sah, dachte Samuel: Gewiss steht nun vor dem Herrn sein Gesalbter. Der Herr aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz. Nun rief Isai den Abinadab und ließ ihn vor Samuel treten. Dieser sagte: Auch ihn hat der Herr nicht erwählt. Isai ließ Schima kommen. Samuel sagte: Auch ihn hat der Herr nicht erwählt. So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten, aber Samuel sagte zu Isai: Diese hat der Herr nicht erwählt.
Und er fragte Isai: Sind das alle deine Söhne? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Samuel sagte zu Isai: Schick jemand hin und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist. Isai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war blond, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der Herr: Auf, salbe ihn! Denn er ist es. Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn war über David von diesem Tag an.

Es ist gut, dass Gott uns manchmal überrascht, damit sich so manche falsche Vorstellung von
ihm und manche falsche Erwartung an ihn verändern kann.

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an. Nicht alles ist so, wie es von außen betrachtet erscheint. Der erste Eindruck kann täuschen. Samuel hat erfahren müssen, dass Gott bei der Auswahl des Königs von Israel nicht auf das Aussehen und die stattliche Gestalt schaute, sondern auf das Herz und sich für den Hirtenjungen David entschied.

Lassen wir uns bei anderen Menschen nicht zu sehr vom äußeren Eindruck blenden und leiten. Bewahren wir uns die Neugier auf das, was sich hinter der Fassade verbirgt. Schauen wir nicht nur mit den Augen genau hin, sondern auch mit dem Herzen. Mit den Augen urteilen wir sehr schnell. Erster Eindruck: „Sieht doof aus!“ - abgehakt. - „Kannst Du vergessen.“

Mit dem Herzen sehen heißt barmherzig sein. Wir können zwar nicht in das Herz eines anderen hineinsehen – das kann nur Gott; aber wir können einander sehr wohl mit dem Herzen ansehen.

Gib dem eine Chance, der Dir auf den ersten Blick nicht passt – so wie Gott Dir immer wieder eine Chance gibt und nicht nur nach dem äußeren Anschein geht. Urteile nicht vorschnell mit den Augen, sondern versuche das Herz des Menschen zu ergründen.


Leckerbissen für Musikfreunde: Hanna Haller, Vater unser

Montag, 18. Januar 2010

100 Jahre Gebetswoche für die Einheit der Christen


1910 - 2010 - Christinnen und Christen aller Länder und Konfessionen sind verbunden in dem Wunsch, der durch Trennungen, Ausgrenzungen und Hass verwundeten Welt das Evangelium von Jesus Christus zu bezeugen. Daran erinnert das Motto der Gebetswoche 2010 ''Er ist auferstanden – und ihr seid Zeugen''

In Edinburgh, Schottland, trafen sich im Sommer 1910 Delegierte verschiedener Missionsgesellschaften zur ersten Weltmissionskonferenz. Sie gilt als der Anfang der ökumenischen Bewegung und jährt sich 2010 zum einhundertsten Mal.

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen hat eine zentrale Bedeutung für die geistliche Verbundenheit der Kirchen. Sie wird jedes Jahr vom 18.-25. Januar begangen.

Die Gebetswoche ist sichtbarer Ausdruck weltweiter ökumenischer Verbundenheit. Über alle Grenzen hinweg verbindet sie Konfessionen und Kulturen. In der Gebetswoche wird erkennbar, dass die Kirchen jenseits aller Unterschiede eine spirituelle Mitte haben, die im gemeinsamen Beten und gottesdienstlichen Feiern erlebbar wird.

Seit 1968 werden die jährlichen Themen und Texte von einer gemeinsamen Kommission von Vertretern und Vertreterinnen des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und des Ökumenischen Rates der Kirchen erarbeitet. Als Vorlage dient ein Entwurf, der jedes Jahr aus einem anderen Land stammt und ein biblisches Leitthema in den Mittelpunkt stellt. Der Entwurf für den Gottesdienst und die Abende der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2010 wurde von den Kirchen Schottlands erarbeitet.

Das Thema für die Gebetswoche 2010 stammt aus dem 24. Kapitel des Lukasevangeliums: „Er ist auferstanden – und ihr seid Zeugen“ (Lk 24,48)


Viele Wege führen zum Ziel

Ja, die Wege führen zum Ziel. Ja, Christus kommt auf seine Art zu evangelischen und katholischen Christen. Aber wie geht das Miteinander – die Einheit der Christen, die „Ökumene“ genannt wird? Was können gemeinsame Ziele sein?

Der Theologe Heinrich Fries formulierte, auf welchen Wegen man auf der Suche nach Einheit in Sackgassen geraten kann: Ziel der Ökumene darf nicht sein, dass sich bestehende Kirchen einer anderen unterordnen müssten. Ziel darf auch nicht sein, dass man als „Einheit“ missversteht, was man an gegenseitigem Einverständnis schon erreicht hat – solange verschiedene Auffassungen voneinander trennen, ist keine Einheit erreicht. Ziel kann auch nicht sein, einfach eine neue Konfession zu „erfinden “, in der man scheinbar Gegensätze verbindet, aber nun neue Differenzen schafft.

Ein Grundsatz weist den Weg: „Einheit in Vielfalt“

Das wäre ein wünschenswertes Ziel. „Versöhnte Verschiedenheit“, in der man sich dem stellt, was voneinander trennt, ohne es zu leugnen.

Verschiedenheiten, mit denen sich die jetzt bestehenden Kirchen gegenseitig bereichern. Dieses Ziel darf nicht zum Sankt-Nimmerleins-Tag. vertagt werden. Es gibt eine „Straßenkarte“ dazu, es schon im unübersichtlichen Labyrinth miteinander zu versuchen – die so genannte Charta Oecumenica.

Sie benennt als gemeinsame Orientierungspunkte den Glauben an den dreifaltigen Gott und die eine Kirche, die Verkündigung des Evangeliums und die soziale Verantwortung für die Menschen.

Ein bisschen Kühnheit und Weitblick gehört dazu. So heißt es in der vierten These der Charta Oecumenica: „Wir verpflichten uns, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die Voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht Gründe des Glaubens oder größerer Zweckmäßigkeit dem entgegenstehen.“ Friedrich Weber, Landesbischof in Braunschweig, deutet das so: „Das heißt nichts anderes als: Das gemeinsame Handeln ist normal und das konfessionelle Eigenleben muss begründet werden!“

Sonntag, 17. Januar 2010

Wort Gottes für den Tag - Montag, 18. Januar, 2010

Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat. Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde. Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn heran drängten, um ihn zu berühren. (Mk 3,7-10)

Wenn uns etwas im Leben wichtig ist, dann setzen wir Prioritäten: Wem es schlecht geht, wer leidet, wer krank ist, für den wird die Wahl leichter: Er will nur noch, dass es ihm besser geht.

Die Menschen, von denen wir im Evangelium hören, nehmen sich Zeit um zu Jesus zu kommen. Sie kommen von weit her: Es sind Leute dabei aus dem Volk Israel, etwa aus Judäa. Aber auch Menschen die nicht dazu gehört haben, aus Sidon und Tyrus, Gegenden des heutigen Libanon, damals bewohnt von Leuten aus dem Händlervolk der Philister, die in Städten an der Küste lebten, im ganzen Mittelmeerraum.

Menschen aus verschiedenen Kulturen werden durch Jesus angesprochen. Sie alle interessieren sich für Jesus und kommen, „als sie hörten, was er tat“. Ihre Nöte erfahren wir auch: Es drängten sich viele an ihn, „die ein Leiden hatten“, und Menschen, die besessen waren von dem, was man damals unreine Geister nannte, fielen vor ihm nieder. Menschen, die ihr Leben nicht mehr so leben konnten, wie sie wollten, die beeinträchtigt waren an Leib und Seele, denen war es wichtig mit ihm in Kontakt zu kommen, sich von ihm berühren zu lassen. Warum? Er ist für sie mehr als nur irgendein Wunderheiler; hinter ihm, so spüren sie, steht Gott selbst. – Was erwarten wir von Jesus?

Jesus hat auch die Möglichkeit uns zu helfen. Wir müssen ihm nur zutrauen, dass er unsere ganze Unbeholfenheit, unsere kleinen und großen Fehler, unseren Egoismus und unsere Selbstüberschätzung und all unsere seelischen und körperlichen Krankheiten und Wunden die wir mit uns herum tragen, heilen kann.

Wir müssen sie ihm nur hinhalten und eindringlich bitten. Heile mich!